„Prinz von Rosenheim“ alarmiert Polizei

„Prinz von Rosenheim“ alarmiert Polizei

Rosenheim – Ein „Prinz von Rosenheim“ beschäftigte am gestrigen Mittwochabend (14.8.2024) Polizei und Rettungskräfte in Rosenheim. Zuerst wünschte „seine Hoheit“ ein Mittagessen, dann klagte er über Atemnot.

Gegen 23.30 Uhr erreichen die Integrierte Leitstelle (ILS) sowie die Polizei mehrere Notrufe. Nach den Angaben der Polizei meldete sich der Anrufer als „Prinz von Rosenheim“. Nach einigen, teils abfälligen Äußerungen gegenüber den Einsatzdisponenten am Telefon, wünschte sich der Anrufer am Ende des Gesprächs noch ein gutes Mittagessen und legte auf.
Nur Minuten später erfolgte erneut . Nun gab der selbsternannte „Prinz von Rosenheim“ an, dass er Atemnot habe und dringend ärztliche Hilfe benötige.
Die Einsatzkräfte, darunter auch ein Notarzt, trafen kurz nach Mitternacht bei dem 54-jährigen Rosenheimer ein. Recht schnell wurde dann festgestellt, dass es keinen medizinischen Notfall gab. Ganz im Gegenteil: die zur Hilfe geilten Rettungskräfte, wurden mit lautem und abschätzigem Gelächter von dem 54-jährigen und seinem 56-jährigen Bekannten in der Wohnung „begrüßt“. Offenbar führten die beiden ein abendliches Betrinken durch.
Die Polizei leitete gegen den 54-jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen ein. Geprüft wird auch, ob der Anrufer die Kosten für die Einsatzabwicklung des Rettungsdienstes und Polizei muss.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tödlicher Verkehrsunfall bei Ettal

Tödlicher Verkehrsunfall bei Ettal

Ettal / Landkreis Garmisch-Partenkirchen – Am späten Mittwochnachmittag, 14. August, kam es bei Ettal (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) auf der Staatsstraße 2060 zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein 86-jähriger Fahrzeugführer getötet wurde. Die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen übernahm die Ermittlungen in diesem Fall.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am 14. August 2024, gegen 17.00 Uhr, befuhr ein 86-jähriger Mann aus Oberammergau mit seinem Pkw, Renault, die Staatsstraße 2060 von Graswang in Richtung Ettal.
Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Pkw von der Straße ab, kollidierte mit einem Baum, überschlug sich und blieb schließlich in einem angrenzenden Feld liegen.
Der Fahrer, der alleine im Fahrzeug war, wurde eingeklemmt und musste durch die eingesetzte Feuerwehr geborgen werden. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Verunfallten feststellen.
Von der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachten zur Klärung der Unfallursache angeordnet. Zum Unfallzeitpunkt tobte im Bereich des Unfallortes ein heftiges Gewitter mit Starkregen. Ob dies zum Unfall beigetragen hat, kann derzeit nicht gesagt werden. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II übernahm die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen die Ermittlungen zum Unfallhergang.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gewitter halten Einsatzkräfte auf Trab

Gewitter halten Einsatzkräfte auf Trab

Rosenheim / Traunstein / Region –  Die gute Nachricht: das Wetter soll sich beruhigen. In den vergangenen Abenden fielen die Gewitter aber vielerorts heftig aus. Der Hagelflieger war insbesondere am gestrigen Mittwochabend (14.8.2024)  lange Zeit im Einsatz.  Und auch für die Feuerwehren in der Region gab es viel zu tun.

Überfluteter Straßenbereich in Traunstein. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Auch für die Einsatzkräfte des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein gab es in den vergangenen Tagen einiges zu tun. Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Umgestürzte Bäume, Überflutungen und vollgelaufene Keller hielten die Feuerwehren auf Trab. Am vergangenen Dienstag (13.8.2024) viel auf der Bahnstrecke München – Salzburg  ein Baum auf Oberleitung und Schienen. Ein mit etwa 267 Personen besetzter Zug konnte deshalb nicht mehr weiterfahren. Mit Mannschaftsbusen der Feuerwehren Bad, Endorf, Bernau, Prien, Hemhof, Greimharting, Rosenheim, Antwort, Schwabering, Höhenmoos, Stephanskirchen, Leonhardpfunzen, und Seebruck sowie des Technischen Hilfswerks Rosenheim wurden die Passagiere zum Bahnhof nach Prien gefahren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Beitragsbild, Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Gottesdienste und Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt

Gottesdienste und Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt

München –  Am heutigen Donnerstag, 15. August, feiern Katholiken das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Was diesen Tag so besonders macht und welche Bräuche in Bayern dazugehören, erfahrt Ihr hier:

Mariä Himmelfahrt erinnert an die Aufnahme der Mutter Gottes in den Himmel. In der Bibel ließt man darüber nichts. 1950 hat Papst Pius XIII dieses Ereignis als bisher letztes katholisches Dogma verkündet. Besonders deshalb: Weil Maria nach dieser Glaubensaussage mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Normalerweise lebt nach der katholischen Lehre nur die Seele nach dem Tod weiter, während der Leib erst am Tag des Jüngsten Gerichtes auferweckt wird. Die sofortige leibliche Aufnahme Marias ist also ein großes Privileg nach der Lehre der katholischen Kirche

Mehr als 100 Kirchen begehen heute ihr Patrozinium

Mehr als 100 Kirchen im Erzbistum München und Freising begehen am heutigen Feiertag an Mariä Himmelfahrt ihr Patrozinium, darunter die Wallfahrtsstätte Maria Eich in Planegg (Landkreis München). Eine Lichterprozession am Vorabend des Hochfestes ist dort der Auftakt zu den Feierlichkeiten. Sie beginnt am Mittwoch, 14. August, um 20.30 Uhr am Freialtar. An Mariä Himmelfahrt feiert Weihbischof emeritus Bernhard Haßlberger zwei Festgottesdienste am Freialtar auf dem Wallfahrtsplatz, beginnend um 9 und um 11 Uhr. Zum Patrozinium der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Hohenpeißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) feiert Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, Bischofsvikar für die Seelsorgsregion Süd, dort einen Pontifikalgottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt.

In den beiden Münchner Marien-Wallfahrtskirchen wird das Hochfest besonders gefeiert, zudem ist es der Auftakt für den traditionellen Frauendreißiger: 30 Tage lang bis zum Fest Kreuzerhöhung am 14. September finden in den Kirchen täglich Gottesdienste, Andachten und Rosenkranzgebete statt. Gläubige pilgern einzeln oder in Gruppen zu den Gnadenorten, um Ruhe und Einkehr zu finden. Die feierliche Eröffnung des Frauendreißigers in Maria Ramersdorf wird am Frauentag um 10 Uhr im Hochamt zum Patrozinium begangen, dem Domkapitular Thomas Frauenlob vorsteht. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Solisten, Chor und Orchester unter der musikalischen Leitung von Andrea Matschiner mit der Orgelsolomesse von Anton Diabelli (1781 bis 1858). Im Anschluss an die Messe findet ein Stehempfang statt. Die Andacht um 16 Uhr wird vom Ramersdorfer Frauenchor unter Leitung von Meggi Pircher gestaltet. In St. Maria Thalkirchen wird am Donnerstag, 15. August, ab 14 Uhr zu jeder vollen Stunde der Rosenkranz gebetet in Vorbereitung auf die Eröffnung der besonderen dreißigtägigen Marienverehrung. Das Patrozinium und die Eröffnung des Frauendreißiger werden beim Festgottesdienst um 19 Uhr begangen, eine Lichterprozession schließt sich an. Solisten, Chor und Orchester der Musica Sacra St. Maria Thalkirchen gestalten die Feier mit der Messe in G-Dur von Franz Schubert (1797 bis 1828). Nach der Lichterprozession wird zum Ausklang im Pfarrgarten eingeladen.

Mariä Himmelfahrt ist auch der Tag der Kräuterweihe

Der Brauch der Kräuterweihe geht auf eine Erzählung des Johannes von Damaskus zurück, der als Mönch um 700 im Kloster Mar Saba bei Jerusalem lebte. Laut dieser Erzählung erfüllte „wundersamer Kräuterduft“ das Grab Mariens. Auch aus dem 14. Jahrhundert ist eine Legende überliefert, wonach die Grabtücher, in die der Leichnam Mariens gewickelt war, „gleich Balsam und der Blume der Lilien“ dufteten. Vor diesem Hintergrund werden in Bayern zu Mariä Himmelfahrt die zu Sträußen zusammengebundenen Kräuter gesegnet. Bei der Kräutersegnung wird über die Fürsprache Mariens Gottes Heil erbeten. Darin drückt sich nicht nur die Achtung vor der Schöpfung aus, die Heilkraft der Kräuter symbolisiert auch die liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Was wird in den Kräuterstrauß eingebunden?

Traditionell werden Getreide und Brotgewürze, Heil- und Gewürzpflanzen eingebunden. Vor allem im Oberland wird in der Mitte eine Königskerze eingefügt. Rohrkolben und Rainfarn sowie die Heilkräuter Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe und Kamille sind üblich. Als Gewürzpflanzen gehören Majoran, Thymian, Bohnenkraut, Minze und Liebstöckl in den Strauß, daneben die Hauptgetreidearten Hafer, Gerste, Weizen und Roggen. Oft wird der Kräuterbuschen auch mit Blumen aus dem sommerlichen Garten und einer Rose, einem Mariensymbol, geschmückt. Insbesondere in bäuerlichen Familien ist es üblich, mit den getrockneten Kräuterbuschen den Herrgottswinkel zu zieren.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Pressemitteilung Erzbistum München und Freising / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 15. August.

Namenstag haben: Claude, Drutmar, Faustin, Jovita, Friedrich, Georgia, Siegfried

3 bekannte Geburtstagskinder:

– Jennifer Lawrence (1990 – ist eine US-amerikanische Schauspielerin, die mit „Winter’s Bone“ bekannt und mit den „Tributen von Panem“ zur Leinwandheldin wurde und für „Silver Linings“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt.)

– Adel Tawil (1978 – ist ein deutscher Musiker, der zusammen mit Annette Humpe im Duo „Ich + Ich“ bekannt wurde. )

– Ben Affleck (1972 – ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Produzent und Filmemacher.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1914: Der Panamakanal wird für den Schiffsverkehr geöffnet. Eine offizielle Einweihungsfeier unterbleibt wegen des Kriegsausbruchs in Europa.
  • 1971: Der US-amerikanische Präsident Richard Nixon erklärt in einer Rundfunk- und Fernsehansprache die Konvertibilität des US-Dollars in Gold für beendet.
  • 1992: Die Videospielkonsole SNES von Nintendo wird in Deutschland veröffentlicht.
  • (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
DWD warnt wieder vor starken Gewittern in Rosenheim

DWD warnt wieder vor starken Gewittern in Rosenheim

Rosenheim / Landkreis / Region – Auch am heutigen Mittwochabend (14.8.2024)  wieder warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor starkem Gewitter in der Region Rosenheim. Der Hagelflieger ist bereits in Aktion (18.45 Uhr). 

Die Warnung gilt aktuell bis 21 Uhr. Die Gewitter ziehen von Süden her auf – und sind aktuell auch schon in Anmarsch auf die Stadt Rosenheim. Auf Kachelmannwetter wird sogar vor Unwetter gewarnt. Berechnete Ankunftszeit demnach in der Stadt Rosenheim ist um 19.11 Uhr. 
Möglich sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 80 km / g sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 Liter pro Quadratmeter und Stunde und kleinkörniger Hagel.
Der Rosenheimer Hagelflieger ist bereits wieder in der Luft – hat kürzlich die Stadt Rosenheim überquert und ist jetzt an der Grenze zu Österreich in Aktion.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Gisela Schreiner)

Wiesneinzug, Rosenheim, 1971

Wiesneinzug, Rosenheim, 1971

Rosenheim – Weil wir heute bei der Wiesn-Pressekonferenz 2024 waren, gibt es jetzt gleich mal in unserer historischen Rubrik auch mal ein erstes fotografisches Rosenheimer Herbstfest-Schmankerl – entstanden im Jahr 1971.

Zum Herbstfest-Auftakt gehört der Wiesneinzug. Das hat Tradition. Doch auch da hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Blitz-Licht-Gewitter am Abend über der Region Rosenheim

Blitz-Licht-Gewitter am Abend über der Region Rosenheim

Rosenheim / Landkreis / Region – Ein Blitz-Licht-Gewitter der anderen Art gab es am gestrigen Dienstagabend (13.8.2024) in der Region Rosenheim. Hunderte Blitze zuckten am Himmel und sorgten neben einiger Schäden auch für spektakuläre Bilder.

Blitz am Himmel über Rosenheim. Foto: Josefa Staudhammer

In Minutentakt tanzten die Blitze über dem nächtlichen Himmel in Rosenheim. Fotos: Innpuls.me

Erst Hitze, dann Gewitter, dann wieder Hitze, dann wieder Gewitter….jeder Tag in dieser Woche verläuft ähnlich. Gegenüber dem Montag (12.8.2024) haben die Gewitter am gestrigen Dienstag in der Region Rosenheim noch mal eine ordentliche Schippe drauf gesetzt. Auch der Hagelflieger rückte da zum Einsatz aus, um ein schlimmes Hagelunwetter zu verhindern. 
Tatsächlich hielten sich die Schäden dann auch in Grenzen. Einige Leser rund um den Chiemsee haben uns im nachhinein von Stromausfällen berichtet. 
Auf alle Fälle war die Blitz-Flut ein sehenswertes Schauspiel, das dann auch oft fotografisch festgehalten wurde. Auch Innpuls.me ist ein Schnappschuss gelungen. 

Am heutigen Mittwoch ist es wieder ähnlich heiß. Damit drohen am Abend dann erneut Gewitter, die durchaus wieder schwer ausfallen können.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Josefa Staudhammer)

Das Ponyreiten auf dem Rosenheimer Herbstfest ist Geschichte

Das Ponyreiten auf dem Rosenheimer Herbstfest ist Geschichte

Rosenheim – Tradition oder Tierquälerei? Das Ponyreiten auf dem Rosenheimer Herbstfest hat in den vergangenen Jahren polarisiert. Nun ist diese Attraktion Geschichte, wie Innpuls.me bei der heutigen Wiesnpressekonferenz (14.8.2024) erfahren hat.

Ponyreiten auf dem Herbstfest Rosenheim - viele Pferde vor Fotografen und einem Kameramann

2022 lud Familie Kaiser Stadträte und Journalisten noch zum Pressetermin bei den Pferden, um so zu überzeugen, dass es den Tieren trotz Wiesntrubel gut geht. Fotos: Archiv Innpuls.me

Familie Kaiser war seit 1950 mit seinen Ponys auf dem Rosenheimer Herbstfest vertreten. Die Kritik an dieser Art der Kindergaudi nahm in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu. Immer wieder kam es zu Protestaktionen von Tierschutzaktivisten. Im Jahr 2022 wurde dann sogar in die Scheibe am Kassenhäuschen der Schriftzug „Fuck you“ mit einem scharfen Gegenstand eingekratzt (wir berichteten).
Dennoch wollte die Familie Kaiser damals noch am Standort Rosenheim festhalten  -lud Stadträte und Journalisten sogar zum Pressetermin ein, um so zu überzeugen, dass es den Pferden trotz Wiesntrubel gut geht.

Für das Rosenheimer Herbst 2024  hat sich Familie Kaiser aber nun nicht mehr beworben. „Aus persönlichen Gründen möchten wir uns mit der Römerreitbahn dieses Jahr verabschieden und uns bei unseren tollen Kunden, die uns all die Jahre die Treue gehalten haben, herzlich bedanken“, so ihr offizielles Statement.

Statt Reitbahn gibt es heuer das Kinderfahrgeschäft „Samba Dance“

Dennoch ist die Familie Kaiser auch heuer wieder auf dem Rosenheimer Herbstfest vertreten – an der gleichen Stelle wie bisher in der Nähe der Loretokapelle:  Statt lebende Pferde aber nun mit dem Kinderfahrgeschäft „Samba Dance“. „Wir hoffen auch dort unsere bisherigen kleinen Stammgäste wiederzusehen“, so Familie Kaiser.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Archiv Innpuls.me)

Europäische Fledermausnacht

Europäische Fledermausnacht

Hilpoltstein / Bayern – Wenn es dämmert, beginnt die Show: An lauen Sommernächten schwärmen an vielen Orten Fledermäuse aus und lassen sich mit etwas Glück bei ihren geräuschlosen Flugmanövern am Abendhimmel beobachten. Am 24. und 25. August ist die Europäischen Fledermausnacht.

Leider sind die meisten der im Freistaat vorkommenden Arten er Fledermaus gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Am Wochenende vom 24. und 25. August dreht sich deshalb alles um die magischen Nachtflieger. In ganz Bayern lädt der bayerische Naturschutzverband LBV anlässlich der 28. Europäischen Fledermausnacht zu zahlreichen Veranstaltungen ein. „Mit Taschenlampen und Bat-Detektoren können Naturbegeisterte sich gemeinsam mit den Experten vom LBV auf eine geheimnisvolle Entdeckungsreise machen und für einen Abend in die faszinierende Welt der Fledermäuse abtauchen“, erklärt LBV-Biologin Nicole Meier.
Viele Fledermäuse, wie Abendsegler oder Mausohren, suchen ab Ende August nach geeigneten Winterquartieren, die ihnen in den kalten Monaten ausreichend Schutz bieten. Die nachtaktiven Flugakrobaten sind nun an manchen Orten besonders gut zu beobachten. „Trotzdem ist es gar nicht so einfach, die schwarze Silhouette der flinken Insektenjäger in der Dämmerung mit bloßem Auge zu erkennen. Besser klappt es beispielsweise mit Hilfe von Ultraschall-Detektoren bei einer geführten Fledermauswanderung“, so Nicole Miller. Der Bat-Detektor macht die ultrahochfrequenten Rufe der sagenumwobenen Tiere, mit denen sie jagen und sich orientieren, hörbar und hilft so, sie zu orten.
Fledermausbegeisterte in über 35 Ländern bieten an diesem Wochenende Exkursionen zu den kleinen Säugetieren an. Auch der LBV lädt anlässlich der Batnight bayernweit zu Veranstaltungen ein. So zum Beispiel zum familienfreundlichen Fledermausfest im Englischen Garten in München, zu einer nächtlichen Schifffahrt am Altmühlsee oder einem Fledermausspaziergang im Schlosspark Fantaisie in Bayreuth.

Schutz für Abendsegler, Hufeisennase, Mausohr & Co.

Insgesamt über 25 verschiedene Fledermausarten konnten bisher in Bayern nachgewiesen werden. Darunter die vom Aussterben bedrohte Große Hufeisennase, deren letztes Vorkommen deutschlandweit sich im LBV-Fledermaushaus im oberpfälzischen Hohenburg befindet. Gefährdet sind viele Fledermausarten besonders, weil sie bei ihren nächtlichen Jagdflügen immer weniger Insekten finden, die ihnen als lebensnotwendige Nahrung dienen. Mit ein paar einfachen Tipps kann jedoch nahezu jede und jeder einen Beitrag zu ihrem Schutz leisten: „Ein naturnaher Garten mit heimischen Sträuchern oder einem Fledermausbeet mit nachtblühenden, nektarreichen Blütenpflanzen, wie Seifenkraut oder Nachtkerze, zieht nachtaktive Insekten an und kann den kleinen Nachtschwärmern helfen“, so Nicole Miller. Wer Fledermäusen ein Zuhause geben will, kann Fledermausbretter oder Flachkästen sowie Höhlenkästen anbringen. Die meisten Fledermausarten sind außerdem sehr lichtscheu, da sie in beleuchteter Umgebung leichte Beute für andere Tiere wie Hauskatze, Steinmarder oder Waldkauz sind. Wer auf Dauerbeleuchtung im Außerbereich verzichtet, schafft den Tieren einen Flugkorridor durch die Nacht.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

In Rosenheim warten noch 210 Azubi-Chancen

In Rosenheim warten noch 210 Azubi-Chancen

Rosenheim – Der Countdown für Azubis in Rosenheim läuft: Auf die Jugendliche warten noch 210 Azubiplätze die noch frei sind. 

Eigentlich sollte spätestens am 1. September für alle der Startschuss fallen, die eine Ausbildung machen wollen. „Doch auch für Jugendliche, die sich später entscheiden, ist der Zug noch längst nicht abgefahren. Auch ‚Spätstarter‘ haben immer noch gute Chancen, in Rosenheim einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Sogar bis spät in den Herbst hinein“, sagt Harald Wulf von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberbayern verweist dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur. Demnach haben die Unternehmen in Rosenheim im laufenden Ausbildungsjahr insgesamt rund 630 Ausbildungsstellen gemeldet. „Doch davon sind ziemlich viele noch nicht vergeben: Aktuell warten noch mehr als 210 Ausbildungsplätze auf Jugendliche, die sich für einen Job-Start im Handwerk, in der Industrie, in den Dienstleistungsbranchen oder im Handel entscheiden“, so Harald Wulf. Auch der Bau in Rosenheim suche über die Arbeitsagentur im Moment noch Jugendliche, die auf eine gute Job-Perspektive setzten. Denn gebaut, umgebaut, saniert und renoviert werde immer: „Wohnungen, Schulen, Industriegebäude, Straßen, Brücken, Gleise …,Wer auf die Bauwirtschaft setzt, hat quasi eine lebenslange Beschäftigungsgarantie“, ist der IG BAU-Bezirksvorsitzende überzeugt.
Er rät Jugendlichen, die noch unentschlossen sind, wohin die Reise beruflich gehen soll, taff zu sein: „Berufsberatung und Internet geben eine Orientierung, klar. Aber es kommt auch gut, einfach mal bei Betrieben anzuklopfen und zu fragen: ‚Was geht?‘“, sagt Harald Wulf. Schließlich sei der persönliche Eindruck oft entscheidender als die Noten im letzten Zeugnis. Und längst nicht alle Unternehmen würden Ausbildungsplätze der Arbeitsagentur melden. Harald Wulf macht jungen Menschen Mut: „Es schadet nicht, einem Betrieb auch mal einen kleinen Schubs zu geben und zu sagen: ‚Hier bin ich!‘“

Hoch hinaus als Fassadenreiniger

Außerdem sei es allemal besser, eine Ausbildung anzufangen als „irgendwo als Hilfskraft anzuheuern“. So gebe es in der Gebäudereinigung beispielsweise eine qualifizierte Ausbildung: „Das ist die größte Handwerksbranche, die wir haben. Der Beruf des Gebäudereinigers ist ein Handwerksberuf. In dem Job gibt es ständig neue Technik und weiterentwickelte Maschinen, die die Arbeit enorm erleichtern“, erklärt Harald Wulf. Dabei gehe es auch „hoch hinaus“ – als Fassadenreiniger. Aber auch auf der Karriereleiter: „Wer seine Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk gemacht hat, kann seinen Meister machen oder Techniker werden und die Fachrichtung Reinigungs- und Hygienetechnik draufsatteln“, so der Gewerkschafter.
Bei der dualen Berufsausbildung, die im Betrieb und in der Berufsschule läuft, sind Azubi-Wohnungen für die IG BAU Oberbayern ein wichtiges Stichwort. Vielen Jugendlichen falle es schwer, ein WG-Zimmer und erst recht eine eigene Wohnung zu finanzieren. „Es kann nicht sein, dass junge Menschen eine Ausbildungsstelle, für die sie sich interessieren, sausen lassen, weil sie zu weit entfernt ist. Das können wir uns einfach nicht mehr erlauben. Azubis gibt es nicht wie Sand am Meer“, sagt Harald Wulf. Junge Menschen sollten sich gezielt auf ihre Ausbildung konzentrieren und nicht wochen- oder monatelang auf Wohnungssuche gehen müssen. „Schon deshalb muss auch in Sachen Azubi-Wohnen mehr passieren“, so Wulf. Hier sei vor allem der Bund gefordert, mehr zu machen.
Das bedeute dann auch mehr Wohnungsbau. Und der funktioniere heute deutlich anders als früher: Der Bau erlebe einen rasanten technischen und digitalen Wandel. Außerdem seien Bauarbeiter „Praktiker im Klimaschutz“: „Vom energieeffizienten Neubau über das energetische Sanieren der Fassaden und Dächer bis zum Recyceln des Bauschutts von Abrisshäusern, auf vielen Jobs am Bau klebt gewissermaßen ein Umwelt-Label“, so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Oberbayern.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bau Bezirksverbandes Oberbayern / Beitragsbild: Copyright IG Bau Bezirksverbandes Oberbayern)

Ein Herzenswunsch wird wahr

Ein Herzenswunsch wird wahr

Rosenheim – Der 93-jährige Wolfgang, der ein Leben lang aktiv war, hegte einen besonderen Wunsch: Noch einmal an der Bergmesse auf der Kampenwand teilnehmen, einem Ereignis, das ihn über viele Jahre hinweg begleitet hatte. Dieser Wunsch wurde nun wahr.

Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen schien es lange Zeit unerreichbar. Seine Tochter ließ nichts unversucht, diesen Herzenswunsch zu erfüllen. Nachdem sie mehrere Anläufe unternommen hatte, die Reise selbst zu organisieren, wandte sie sich schließlich an das Herzenswunsch Hospizmobil des Bayerischen Roten Kreuzes.
Bei strahlendem Sonnenschein begann die Reise. Wolfgang und seine Frau Elfriede wurden von zu Hause abgeholt und durch die malerische Berglandschaft zur Kampenwand gefahren. Die Fahrt führte über eine abenteuerliche Forststraße, auf der immer wieder Fahrradfahrer und weidendes Alm-Vieh den Weg kreuzten. Oben angekommen, wartete bereits die Familie auf die beiden, um gemeinsam die Messe zu erleben.
Die Teilnahme an der Bergmesse im Kreis seiner Liebsten erfüllte Wolfgang mit großer Freude. Anschließend genoss die gesamte Familie die atemberaubende Aussicht, bevor es ins Café Pauli ging, wo weitere Familienmitglieder, darunter auch Wolfgangs erst zwei Wochen alter Urenkel, zur Reisegruppe stießen. Bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit wurden Erinnerungen ausgetauscht und herzlich gelacht.
Erschöpft, aber überglücklich, kehrten Wolfgang und Elfriede schließlich nach Hause zurück. Dort zeigten sie Sabine und Margit vom Herzenswunsch-Team noch den Panoramablick auf die Kampenwand aus ihrem Wohnzimmerfenster. Ein rundum gelungener Tag, der in Erinnerung bleiben wird.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild: Ankunft auf der Kampenwand mit dem BRK-Hospizmobil Copyright BRK Rosenheim)