Nun doch: Neue Rosenheimer Fußgängerzone wird vorerst aufgehoben

Nun doch: Neue Rosenheimer Fußgängerzone wird vorerst aufgehoben

Rosenheim – Das hin und her bei der neuen Fußgängerzone in der Münchner Straße in Rosenheim ist zumindest vorerst vorbei: Bei der Stadtratssitzung am gestrigen Mittwochabend wurde mit einer Mehrheit von 26:16 Stimmen beschlossen, diesen „Verkehrsversuch“ vorerst wieder einzustellen. Zuvor gab es eine lange, teils sehr emotionale Diskussion zum Für und Wider.

Vor gut drei Monaten wurde sie eröffnet, Mitte März sollte sie dann wieder für den gesamten Verkehr freigegeben werden, dann ging es doch erst mal wieder weiter aufgrund eines Quorum (Nachprüfungs)- Antrags von Bündnis 90/Die Grünen, Freie Wähler/UP, ÖPP und FPD (wir berichteten) und nun ist doch Schluss mit der neuen Fußgängerzone in der Münchener Straße zwischen Gillitzer- und Salinstraße – mit Betonung auf „vorerst „, denn über eines waren sich so gut wie alle Stadträte einig: die neue Fußgängerzone soll kommen.
Zum „Wann“ und „Wie“ gibt es aber deutliche Meinungsverschiedenheiten. „Wir wollen eine Fußgängerzone, aber derzeit ist es noch keine“, steht für Herbert Borrmann, Faktionssprecher der CSU-Stadtratsfraktion fest: „Das ist nach wie vor eine tote Straße“. Auch nach drei Monaten Versuchszeit würden sie nach wie vor kaum Fußgänger auf der Straße bewegen..
Für einen neuen Anlauf brauche es nun erst einmal einen Gesamtplan inklusive Salingarten. Ebenso wichtig wie bauliche Veränderungen sei dann aber auch, Busse und Radfahrer aus diesem Bereich der Münchener Straße rauszubekommen. Denn aktuell würden dort „lebensgefährliche Bedingungen“ bestehen.
Gerichtet vor allem an die Stadtratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen meinte er in Bezug auf den Quorums-Antrag: „Das ist schon ein dreistes Ding, nur weil sie eine Straße mehr sperren wollen“.
Doch auch die Gegenseite sparte nicht an frontalen Angriffen. Franz Lukas der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen  machte „verbohrte Stadtratsmitgliedern in der Verkehrausschussitzung“ dafür verantwortlich, dass die Fußgängerzone bereits nach drei Monaten wieder aufgehoben wurde und erinnerte an die Geschichte der Fußgängerzone beim Max-Josefs-Platz, die anfänglich ebenfalls auf massiven Widerstand gestoßen sei. Auch Grünen-Fraktionssprecherin Sonja Gintenreiter sprach sich erneut dafür aus, „durchzuhalten und zu verbessern“. Anderenfalls lasse sich erheblich an der Ernsthaftigkeit für eine Fußgängerzone in diesem Bereich zweifeln. „Mir fehlt da der politische Wille und so verprellt man die Leute“; ärgerte sie sich.
Auch Robert Multrus, Fraktionssprecher von Freie Wähler/UP sprach sie erneut dafür aus, an dem ursprünglich für ein Jahr geplanten Verkehrsversuch weiter festzuhalten, denn auch bei einem laufenden Versuch seien Verbesserungen möglich. Dabei dachte er beispielsweise an Piktogramme. Außerdem gab er zu bedenken: „Bis jetzt hat auch noch keine konkrete Gefährdungslage stattgefunden. Seine Fraktionskollegin Christine Degenhart machte ihrem Ärger über das Hin und Her Luft: „Ich will mich nicht vor den Bürgern blamieren. Die Leute sollen sich auf etwas verlassen können“; sagte sie und forderte von der Stadt „mehr innovative Ideen und Mut“, um die Fußgängerzone doch weiter am Laufen zu halten. Beispielsweise könnte man ihrer Meinung nach auch die Schulen mit ans Boot holen, um die Straße neu anzumalen und so ein
Zuspruch für diese emotionale Rede kam von FDP-Stadträtin Maria Klausner-Knott. Auch sie wollte weiter an der Fußgängerzone festhalten.

„Da machen wir gerne Druck“

Gegenwind kam von Abuzar Erdogan von der SPD-Stadtratsfraktion. „Wir wollen an dieser Stelle einen Fußgängerzone haben, aber eine, die diesen Namen verdient“, betonte er. Wichtig war ihm, dass der Neuanlauf so schnell wie möglich in Angriff genommen wird. „Da machen wir gerne Druck“, meinte er und forderte von der Stadtverwaltung eine „ordentliche Planung bis zur Sommerpause oder spätestens Ende des Jahres“, um die neue Fußgängerzone dann 2026 endgültig verwirklichen zu können.

„Man muss die Realitäten anerkennen“

„Man muss die Realitäten anerkennen“, meinte Daniel Artmann von der CSU-Stadtratsfraktion. Der Versuch sei gescheitet. „Last es uns jetzt besser machen. Wir haben alle das gleiche Ziel“,  sagte er.  Wie sein Fraktionskollege Herbert Borrmann findet auch er es vor allem wichtig, dass Busse zukünftig nicht mehr durch diesen Bereich der Münchner Straße fahren. „Das wird aktuell auch schon von unseren Verkehrsgesellschaften geplant“, informierte er.
Andreas Kohlberger, Vorsitzender der AfD-Fraktion, schloss sich der Rede Artmanns an.  Er wünsche sich für die zukünftige Fußgängerzone mehr Aufenthaltsqualität mit viel Grün. Stadtrat Stefan Bauer (parteilos)  wünschte sich, dass auch die Ladenbesitzer bei den Planungen für die neue Fußgängerzone mit eingezogen werden, damit auch sie von der neuen Regelung profitieren könnten.
Mit 26 zu 16 Stimmen wurde schließlich beschlossen, die neue Fußgängerzone vorerst wieder aufzuheben. Nach Auskunft der Stadtverwaltung, soll der Rückbau zeitnah erfolgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Innpuls.me)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 3. April

Namenstag haben: Dorothea, Richard, Thiento

3 bekannte Geburtstagskinder:

Tommy Haas (1978 –  ist ein ehemaliger deutscher Tennisspieler, der in seiner 21-jährigen Tennislaufbahn 15 Turniere gewann, auf dem Höhepunkt seiner Karriere 2002 den zweiten Platz der Weltrangliste erreichte und nach Boris Becker und Michael Stich als erfolgreichster deutscher Tennisspieler gilt.)

Michael Mittermeier (1966 – ist ein deutscher Komiker und Kabarettist, der als Stand-Up-Comedian mit mehreren Bühnenprogrammen deutschlandweit seit den 1990er-Jahren erfolgreich ist.)

– Eddie Murphy (1961 –  ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Stand-Up-Comedian.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1888: Im Londoner Stadtteil Whitechapel wird die erste von insgesamt 11 Leichen aufgefunden. Die Presse macht bald darauf den Serienmörder „Jack the Ripper“ für die sogenannten Whitechapel-Morde verantwortlich.
  • 1974: Beim Super Outbreak wüten heute und am Folgetag insgesamt 148 Tornados in 13 US-Bundesstaaten im Süden und Mittleren Westen. Die Katastrophe fordert 315 Menschenleben und etwa 600 Millionen US-Dollar Sachschäden.
  • 2001: Das ZDF strahlt die erste Folge des Magazins Frontal21 aus, des Nachfolgers von Frontal und Kennzeichen D.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)
Ludwigsplatz, Rosenheim, 1980er Jahre

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1980er Jahre

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1990er Jahre. Auf dem Fotooldie sehen wir den Ludwigsplatz in Rosenheim. 

Flohmärkte gab es natürlich auch schon zu dieser Zeit – und an Beliebtheit haben sie bis heute nichts verloren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Schwangerschaftsberatung: ab jetzt auch online Termine vereinbaren

Schwangerschaftsberatung: ab jetzt auch online Termine vereinbaren

Landkreis Rosenheim – Die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen des Gesundheitsamtes am Landratsamt Rosenheim bietet seit diesem Jahr eine Online-Terminvereinbarung an. Termine für eine allgemeine Beratung sollen so noch schneller und unkomplizierter vereinbart werden können.

Die Mitarbeiter der Beratungsstellen informieren und beraten Familien zu verschiedenen Themen bis zum 3. Lebensjahr des Kindes – kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Besonders bei Fragen zu gesetzlichen Ansprüchen und Rechten wie Elterngeld oder Elternzeit, finanziellen Hilfen und weiteren Angeboten für Familien bieten die Beraterinnen Unterstützung an.
Zudem beraten sie auch bei einer ungewollten Schwangerschaft (hier ist weiterhin nur eine telefonische Terminvereinbarung möglich), bei Partnerschafts- oder Familienfragen, zu Familienplanung, Empfängnisverhütung oder zur vertraulichen Geburt. Auch Informationen vor, während und nach vorgeburtlichen Untersuchungen bietet die Beratungsstelle an.

Termine können gerne telefonisch unter 08031 392-6205, per Mail unter schwangerschaftsberatung@lra-rosenheim.de oder online über die Webseite www.schwanger-in-rosenheim.de vereinbart werden.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Südlich von Pfaffing entsteht ein neuer Radweg

Südlich von Pfaffing entsteht ein neuer Radweg

Landkreis Rosenheim – Der Landkreis Rosenheim baut sein Radwegenetz weiter aus: Entlang der Kreisstraße RO 41 entsteht derzeit ein neuer Geh- und Radweg von Lehen (Oberfarrach) nach Pfaffing (Steinhart). Der 1,4 Kilometer lange straßenbegleitende Weg schließt eine Lücke im Radwegenetz zwischen Rott und Forsting und bietet Radfahrern eine sichere und komfortable Verbindung zwischen den Gemeinden.

Die Bauarbeiten beginnen, nach Auskunft des Landratsamts Rosenheim, am 10. April 2025 und sollen voraussichtlich bis zum 24. Mai 2025 abgeschlossen sein. Ab Montag, den 28. April kann es aufgrund von notwendigen halbseitigen Sperrungen mit Ampelregelung zu Verkehrsbehinderungen kommen. D
Der Grunderwerb wurde bereits im Vorfeld durch die Gemeinde Pfaffing durchgeführt, was einen zügigen Baustart ermöglicht. Der Landkreis Rosenheim dankt allen Grundbesitzern für die Bereitschaft, Flächen zur Verfügung zu stellen.
(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Münchner Hauptbahnhof: Verbale Auseinandersetzung eskaliert

Münchner Hauptbahnhof: Verbale Auseinandersetzung eskaliert

München – Am Hauptbahnhof München gipfelte eine verbale Auseinandersetzung zwischen zwei Deutschen am Dienstagabend (1.4.2025) in einer Schlägerei. Passanten und eine Polizisten trennten die beiden Streithähne:

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Ein 40-Jähriger lag gegen 18.15 Uhr am Bahnsteig 9/10 des Münchner Hauptbahnhofs augenscheinlich schlafend an einer Säule, als ein 35-Jähriger auf ihn zukam und ihn ansprach. Das Gesagte erregte den am Boden Liegenden derart, dass er aufstand, den 35-Jährigen am Kragen packte und vor sich her schob. Es entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung in deren Verlauf der Jüngere dem Älteren dessen eigene Tasche, die mit einer Metallschnalle bestückt war, gegen den Kopf schlug. Der Geschlagene blieb dabei augenscheinlich unverletzt.
Die Kontrahenten wurden schließlich von hinzukommenden Reisenden und einer zufällig vorbeikommenden Bundespolizistin getrennt. Als eine Streife der Bundespolizei eintraf, stellten sie den 35-Jährigen, der sich vom Ort des Geschehens entfernen wollte. Dabei versuchte er, sich aus den Griffen der Beamten zu lösen, weshalb er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Hierbei prellte sich einer der Bundespolizisten das Knie, blieb aber weiterhin dienstfähig. Für weitere Maßnahmen wurden die beiden Wohnsitzlosen zur Dienststelle der Bundespolizei in die Denisstraße gebracht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholwert ergab einen Wert von 2,3 Promille bei dem 40-Jährigen, der 35-Jährige wies einen Wert von 1,32 Promille auf. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete eine Blutentnahme sowie die Vorführung des 35-Jährigen beim Haftrichter am Mittwoch (2. April) an.
Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Callcenter-Betrugswelle in Warngau

Callcenter-Betrugswelle in Warngau

Warngau / Landkreis Miesbach – Falsche „Polizeibeamte“: Im Gemeindebereich von Warngau (Landkreis Miesbach) kam es am Dienstagabend (1.4.2025) zwischen 19 und 22.30 Uhr zu einer Serie von Betrugsanrufen. 

Nach den Angaben der Polizei erhielten mindestens 15 Personen Anrufe von angeblichen Polizeibeamten, die von einem Einbruch in der Nachbarschaft berichteten. Alle Betroffenen erkannten den Betrugsversuch, so dass bislang kein Schadensfall bekannt wurde.
Die Polizei Holzkirchen warnt in diesem Zusammenhang vor immer wieder auftretenden Betrugsmaschen und bittet die Bevölkerung vor allem ältere, oft alleinlebende Mitbürger dementsprechend zu sensibilisieren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto Holzkirchen)

Rosenheim: Auffahrunfall am Zebrasteifen – 6-jähriges Kind leicht verletzt

Rosenheim: Auffahrunfall am Zebrasteifen – 6-jähriges Kind leicht verletzt

Rosenheim – Bei einem Auffahrunfall auf der Rosenheimer Innstraße wurde am Dienstagvormittag (1.4.2025) ein Kind leicht verletzt.

Nach den Angaben der Polizei überquerten zwei Kinder gegen 7.25 Uhr den Fußgängerüberweg in der Innstraße. Aufgrund dessen musste eine 30-jährige Autofahrerin, welche den Kreisverkehr am Ludwigsplatz soeben in Richtung Innstraße verließ warten und hielt an. Ein hinter ihr fahrender 43-jähriger Fahrzeuglenker übersah diese und krachte mit seiner Front gegen das Heck der wartenden Autofahrerin.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der PKW der 30-Jährigen leicht nach vorne in Richtung des Fußgängerüberwegs geschoben. Es kam zwar zu keiner Berührung, aber eines der Kinder stürzte vor Schreck schmerzhaft zu Boden. Das sechsjährige Kind verletzte sich dabei leicht. An den beiden Autos entstand ein Gesamtschaden von ca. 7.000 Euro.
Gegen den 43-jährigen Unfallverursacher wurde nun ein wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn: Koordiniertes Vorgehen gegen Kinderpornographie

Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn: Koordiniertes Vorgehen gegen Kinderpornographie

Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn – Schlag gegen Kinderpornografie: Die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Traunstein am heutigen Mittwoch (2.4.2025) insgesamt 15 Objekte in den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting durchsucht. Im Zuge etlicher Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte wurde dabei eine Vielzahl an Beweismitteln bei 15 Beschuldigten sichergestellt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
In den vergangenen Jahren war ein sehr starker Anstieg der Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornographischer Inhalte und speziell der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte zu erkennen. Nach einem leichten Rückgang der Fallzahlen von 2022 (721 Taten) auf 2023 (697 Taten) im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im Deliktsbereich „Verbreitung pornographischer Inhalte“, musste im vergangenen Jahr 2024 wieder eine starke Steigerung auf 911 Taten verzeichnet werden (+214 Fälle oder +30,7 %!).

Um die Verbreitung von Kinderpornographie weiterhin konsequent zu bekämpfen, unternehmen Polizei und Justiz seit geraumer Zeit erhebliche Anstrengungen. Zur qualifizierten und effizienteren Abarbeitung des bisherigen und in Erwartung des zukünftigen Anzeigenaufkommens hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eigene „Arbeitsgruppen Kinderpornographie“ bei den drei Kriminalpolizeiinspektionen und der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn eingerichtet. Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit allen Delikten im Zusammenhang mit dem Besitz und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornographie und arbeiten hierbei eng mit den Staatsanwaltschaften und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen, bei der bereits seit Oktober 2020 das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt ist. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde auf die steigenden Fallzahlen dadurch reagiert, dass mittlerweile eine Staatsanwältin als Gruppenleiterin und vier Staatsanwältinnen speziell für die Verfolgung von Straftaten mit kinder- und jugendpornographischen Inhalten zuständig sind.

15 Durchsuchungen – Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt

Am Mittwoch (2. April 2025) führten die Beamten der Kriminalpolizei Mühldorf am Inn mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der digitalen Forensik der Kriminalpolizei Traunstein und der Zentralen Einsatzdienste (ZED) Traunstein erneut eine groß angelegte Durchsuchungsaktion durch, welche sich gegen insgesamt 15 Beschuldigte richtete. Diese sind im Alter zwischen 14 und 65 Jahren, wobei es sich ausschließlich um männliche Personen handelt.
4 Spezialstaatsanwältinnen und rund 30 Polizistinnen und Polizisten vollzogen ab dem frühen Morgen die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Personen, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornographie vorgeworfen werden. Dabei wurden ab dem frühen Morgen insgesamt 15 Objekte in den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting durchsucht.
In den Wohnungen der Beschuldigten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, wie Laptops, Mobiltelefonen, Tablet-PCs und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen.

Die nun weitergehenden Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Mühldorf am Inn unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein geführt.

Vorläufige Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei

Das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion wird von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Polizei als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornographie gewertet. Durch die Aktion wurde den Tatverdächtigen deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht sicher fühlen dürfen. Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornographie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Fassadenpreisträger 2024 stehen fest

Rosenheimer Fassadenpreisträger 2024 stehen fest

Rosenheim – Mit dem Fassadenpreis zeichnet die Stadt Rosenheim seit 1972  jährlich vorbildlich sanierte Häuser aus. Bei der jüngsten Sitzung des Stadtenwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses fiel die Entscheidung für 2024. Es werden zwei Anwesen ausgezeichnet – für eines wird sogar die Satzung für die Bewertungskriterien neu überarbeitet. 

Mit der Einführung des Fassadenpreis reagierte die Stadt Rosenheim in den frühen 1970er Jahren, laut dem Rosenheimer Stadtarchiv, auf die Unzufriedenheit vieler Bürger über die starken Veränderungen im Stadtbild seit dem Zweiten Weltkrieg. Seitdem wird der Auszeichnung jährlich verliehen. Die Gewinner bekommen eine Urkunde und eine Kachel. Mittlerweile wurden bereits über 150 Gebäude in der Stadt ausgezeichnet.
Sie eint, dass sie allesamt aus der Zeit des Jugendstils stammen, dieser hatte seine Blütezeit zwischen 1890 und 1910. Beim Gebäude in der Dr. Geiger Straße 1 ist das klar der Fall. Erbaut wurde es im Jahr 1909 zusammen mit dem Eckgebäude Königstraße 9. Nun wurde es aufwendig von der Aicher GbR renoviert. Für die Planung zuständig war das Architekturbüro Robert Ketterer.

Fassadenpreis 2024. Foto: Innpuls.me

Das Gebäude in der Dr. Geiger Straße 1 wurde zusammen mit dem Eckgebäude Königstraße 9 in den Jahren 1909 und 1910 errichtet und nun bei der aufwendigen Sanierung optisch in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Fotos: Innpuls.me

Peter Rein vom Bauordnungsamt kam bei der Vorstellung des Gebäudes  in der Dr. Geiger-Straße 1 in der jüngsten Sitzung des Stadtenwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses ins Schwärmen, als er den Stadträten schilderte, welche Anstrengungen der Bauherr unternahm, um das Haus wieder vom Aussehen her in den Original-Zustand seines Entstehungsjahrs zu versetzen.

Fassadenpreis 2024. Foto: Innpuls.me

Beim Fassadenpreis geht natürlich in erster Linie um das äußere Erscheinungsbild. Aber im Fall des frisch sanierten Gebäudes in der Dr. Geiger- Straße überzeugen auch die aufwendigen Arbeiten im Inneren, beispielsweise wurden im Eingangsbereich Original-Fliesen der Entstehungszeit mit Perlmuttschimmer verarbeitet, die der Bauherr im Keller des Gebäudes gefunden hatte.

Die Farbgebung, einschließlich der farbig abgesetzten Nischen und Loggien entspricht jetzt, dank restauratorischen Befunduntersuchungen, wieder dem ursprünglichen Erscheinungsbild. Die Kunststofffenster wurden durch handgefertigte Holzfenster ersetzt, ebenso die Rollos. Das Dach wurde historisch korrekt mit Biberschwanzziegeln neu eingedeckt. „Das Anwesen ist durch die Maßnahme wieder ein echter Blickfang im Straßenbild der Dr. Geiger- Straße geworden“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Diesem Urteil schlossen sich auch die Stadträte quer durch alle Fraktionen an. Der Fassadenpreis 2024 ging damit klar an dieses Gebäude.

Außerdem sollten für 2024 ursprünglich zwei Anerkennungspreise vergeben worden. Zum einen für das Gebäude 25 bis 27 in der Innstraße. Bauherr ist die Wurm GmbH & Co KG. Für die Planungen zuständig war das Architekturbüro Enxing, Kurfer und Partner.  Bei der Beurteilung des typischen Wohn- und Gewerbeblock aus den 1960er / 1970er Jahren wurde vor allem die neue Außenwandverkleidung hervorgehoben, die dem mehrgeschossigen Gebäude ein freundliches, heiteres Aussehen verleihe.

Fassadenpreis 2024. Foto: Innpuls.me

Der Gebäudekomplex Innstraße 25 bis 29 wurde in den vergangenen Jahren ebenfalls aufwendig renoviert. Es entstand in den 1960er/ 1970er-Jahren.

Für den zweiten Anerkennungspreis vorgeschlagen wurde der Gebäudekomplex in der Ruedorfferstraße 1 und 3. Bauherr ist die Josef Kerschbaumer KG. Für die Planung zuständig war die Petzenhammer Architektur und Stadtplanung GmbH. Besonderes Augenmerk wurde bei dieser Baumaßnahme auf die Beibehaltung der historischen Gestaltung des Gebäudes und des traditionellen Erscheinungsbildes gelegt. Dazu zählt auch die Wiedereröffnung der „Kerschbaumer-Passage“.

Fassadenpreis 2024. Foto: Innpuls.me

Das Kerschbaumer-Gebäude ist jetzt wieder ein echter Blickfang. 

Fassadenpreis 2024. Foto: Innpuls.me

Die wiedereröffnete Kerschbaumer-Passage.

Bei dieser Maßnahme zeigten sich die Stadträte so begeistert, dass ihnen eine Anerkennung zu wenig erschien. Sie sahen darin mehrheitlich einen weiteren klaren Fassadenpreisträger. Das Problem: Geht es nach der derzeitigen Satzung, ist das Gebäude zu jung, um mit dem Fassadenpreis ausgezeichnet werden.
CSU-Fraktionsvorsitzender Herbert Borrmann schlug deshalb vor, die Satzung  umzuändern. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Abuzar Erdogan sprach sich für ein Satzungsänderung aus und dachte dabei auch an den Fassadenpreis an sich:  „Ansonsten stellt sich die Frage, was wir tun, wenn wir alle Objekte auszeichnen, die den jetzigen engen Kriterien entsprechen. Sollten wir den Preis dann abschaffen oder jetzt lieber die Satzung überarbeiten?“.
Einstimmig sprachen sich die Stadträte schließlich dafür aus, dass die Satzung überarbeitet werden soll. Damit werden nun für 2024 zwei Fassadenpreise und ein Anerkennungspreis vergeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)

 

Unterwegs mit Rosenheims Stadtführerzunft: Über 30 Themenführungen stehen 2025 auf dem Programm

Unterwegs mit Rosenheims Stadtführerzunft: Über 30 Themenführungen stehen 2025 auf dem Programm

Rosenheim – Ob ein Nachtwächter-Ausflug, der Blick ins Innerste der Starbulls Rosenheim oder eine Zeitreise in die 70er – auch ab diesem Frühjahr bietet die Rosenheimer Stadtführerzunft wieder über 30 verschiedene Themenführungen an.

„Unsere Themenführungen liefern interessante, authentische und bisweilen sehr lustige Einblicke in die Stadtgeschichte. Und sie zeigen Rosenheimer Juwelen, die man sonst nicht so leicht zu Gesicht bekommt, wie einen denkmalgeschützten Bierkeller bei der Roßackerführung“ so Judith Gebhart de Ginsberg, die Leiterin des Stadtmarketings.

Neu im Programm: Marktg´schichtn und „Woast as no“

Die Bandbreite an Themen, ist groß. Über 30 unterschiedliche Themenführungen werden 2025 zusätzlich zu den regelmäßigen Führungen wie beispielsweise „Auf den Spuren de Rosenheim Cops“, die ganzjährig stattfinden, angeboten. Neben den Marktg´schichtn ist in diesem Jahr ebenfalls neu die Themenführung „Woast as no“ am 24. Mai. Sie ist eine Erinnerungstour an die 1950er bis 1970er Jahre, an die wilde Zeit Rosenheims.
Die weiteren Themenführungen sind unter anderem das „Feierabend Spezial – Auf den Spuren der Rosenheim Cops“ ab dem 30. Mai und dann alle 14 Tage bis Mitte September oder die „Kombi-Tour: Im Herzen der Altstadt & Rosenheim Cops“ ab dem 06. Juni und dann ebenfalls vierzehntägig bis Ende September.  Bei vielen der Führungen, unter anderem bei der Nachtwächterführung oder bei den Marktg´schichtn, gehört Kulinarik dazu. „Würschtl, Imbiss und Getränke, umrahmt von historischen Geschichten, das ist eine ganz tolle Kombination“, so Gebhart de Ginsberg. Alle Informationen und Termine der Stadt- und Themenführungen sind hier zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Am Rosenheimer Nepomukbrunnen ist der Frühling eingekehrt

Am Rosenheimer Nepomukbrunnen ist der Frühling eingekehrt

Rosenheim – Mit dem Frühlingsstart ist auch der Frühlingsflor in der „Guten Stube“ Rosenheims am Max-Josefs-Platz zurück. Auch beim Nepomukbrunnen kann es jetzt wieder farbenprächtig blühen – dank der Firma Bensegger. 

Das traditionsreiche Rosenheimer Unternehmen hat sich auch dieses Jahr bereiterklärt, die Kosten für die Bepflanzung des Nepomukbrunnens für 2024 zu übernehmen. Firmenchef Andreas Bensegger (links auf unserem Beitragsbild) freut sich, so einen Beitrag für die Attraktivität der Fußgängerzone leisten zu können. Zusammen mit Stadtgärtner Martin Grill hat er jüngst die Blumenkästen angebracht. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Stadt Rosenheim)