Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1979

Heilig-Geist-Straße, Rosenheim, 1979

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Auf der alten Aufnahme sehen wir die Heilig-Geist-Straße in Rosenheim.

Zu dieser Zeit gehörten Autos und Busse noch zum völlig normalen Bild in diesem Bereich der Rosenheimer Innenstadt. Der Blick geht von der Heilig-Geist-Straße in Richtung Max-Josefs-Platz. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Innpuls.me / Bildtext: Karin Wunsam)

Wenn aus Minus Plus wird: Diakonie Rosenheim fordert mehr Investitionen in die Finanzbildung

Wenn aus Minus Plus wird: Diakonie Rosenheim fordert mehr Investitionen in die Finanzbildung

Rosenheim – Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung, die vom 2. bis 6. Juni stattfand, fordert die Diakonie Rosenheim gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) mehr Investitionen in die Finanzbildung.

„Finanzielle Bildung ist weit mehr als der bloße Umgang mit Geld“, sagt Nadine Hausburg, Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Rosenheim. „Sie ist der Schlüssel zu Eigenverantwortung, gesellschaftlicher Teilhabe und einem selbstbestimmten Leben.“ Das Motto der Aktionswoche – „Beste Investition Finanzbildung – Wenn aus Minus Plus wird“ – brachte das Anliegen auf den Punkt.
In einer zunehmend komplexen Finanzwelt sei es wichtig, Menschen frühzeitig Wissen und Kompetenzen im Umgang mit Geld zu vermitteln. „Unsere Erfahrung zeigt: Gute Finanzbildung kann Überschuldung vorbeugen und verhindert oft, dass Menschen erneut in die Schuldenfalle geraten. Das stärkt das Selbstvertrauen – und die Zukunftsperspektiven der Betroffenen“, so Hausburg.
Die AG SBV, ein Zusammenschluss aus Schuldnerberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und der Verbraucherzentralen, fordert unter anderem mehr finanzielle Mittel für präventive Aktionen sowie Finanzbildung als festen Bestandteil in den Lehrplänen aller Schulformen.

Kostenfreie Beratung für betroffene Menschen aus Rosenheim

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Rosenheim unterstützt kostenfrei Bürger aus der Stadt Rosenheim, die sich in finanziell schwierigen Situationen befinden. Neben Sprechstunden und telefonischen Beratungen sind auch Online-Beratungen möglich. Weitere Informationen unter: dwro.de/standorte/einrichtung/schuldner-und-insolvenz-beratung-rosenheim/
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Spende an den Verein Pro Senioren Rosenheim

Spende an den Verein Pro Senioren Rosenheim

Rosenheim – Der Verein Pro Senioren Rosenheim freut sich über eine spende, in höhe von 1900 Euro,  von der Jacob und Marie Rothenfußer Gedächtnisstiftung. Mit der Förderung konnte der Arbeitskreis „neue Wohnformen“ unterstützt werden.

In dem Arbeitskreis setzt sich der Verein Pro Senioren Rosenheim für alternative und zukunftsweisende Wohnkonzepte im Alter in Rosenheim ein, für mehr Selbstbestimmung Gemeinschaft und Lebensqualität. Der Verein dankt der Stiftung für das Vertrauen in die Arbeit und die Unterstützung.
(Quelle: Pressemitteilung Pro Senioren Rosenheim / Beitragsbild: Bei der Spendenübergabe, von links nach rechts, Herr Kurz, Frau Nick, Herr Rothenfußer, Herr Faßhauer, Frau Ullrich Copyright Pro Senioren Rosenheim)

Rosenheimer Rauchschwalben: Nur noch 8 Brutpaare rund um den Max-Josefs-Platz

Rosenheimer Rauchschwalben: Nur noch 8 Brutpaare rund um den Max-Josefs-Platz

Rosenheim – In Rosenheim gibt es eine kleine ornithologische Besonderheiten:  Seit Generationen nisten Rauchschwalben rund um den Max-Josefs-Platz. Leider ist ihre Zahl in diesem Jahr weiter rückläufig, wie der LBV-Schwalbenbeauftragte Thomas Juretzky im Gespräch mit Innpuls.me erzählt. 

Die Stadt Rosenheim gehört zu den wenigen Städten in Bayern, in denen Rauchschwalben mitten in der Innenstadt leben. Einige alteingesessene Rosenheimer erinnern sich noch an Zeiten, in denen die Schwalben noch direkt in den Wohnungen gebrütet haben. Mittlerweile ist der Bestand der Gebäudebrüter aber aufgrund moderner Bauweisen, verschlossener Gebäude und schwindender Insektenpopulation aber zunehmend bedroht.
Damit sich auch künftige Generationen an den akrobatischen Flugkünstlerin erfreuen können, wurde von der LBV-Kreisgruppe Rosenheim ein Schwalben-Projekt ins Leben gerufen. Seit 2013 betreuen Doris und Thomas Juretzky das Projekt. Seit einigen Jahren lassen sie Vogelliebhaber und Interessierte mit ihrem Online-Schwalbentagebuch Teil haben an ihrer Arbeit und dem Leben der kleinen Vögel.

Veranstaltungstipp: Urban Birding

Rosenheim – Wer mehr über Gebäudebrüter und andere gefiederte Bewohner in Rosenheim erfahren will, für den bietet sich die Vogelbeobachtung „Urban Birding“ unter Leitung von Thomas Juretzky an. Start ist am Sonntag, 22. Juni, um 6 Uhr in der Früh am Ludwigsplatz 26. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos hier.

2024 war demnach ein katastrophales Schwalbenjahr:  Nach 16 Brutpaaren im Jahr 2023, sind 2024 nur noch 12 Rauchschwalben-Brutpaare nach Rosenheim zurückgekehrt. Davon konnten lediglich 10 Brutpaare ihren Nachwuchs erfolgreich in der Innenstadt großziehen. „Vermutlich haben durch den Kälteeinbruch Mitte April viele Schwalben den Zug über die Alpen nicht überlebt. Im September 2024 gab es dann erneut einen Kälteeinbruch und dazu auch noch extreme Regenmengen. Unzählige Schwalben fanden keine Nahrung mehr. Tausende Schwalben fielen durch Entkräftung buchstäblich vom Himmel. Alleine bei der Wildvogelhilfe Roßhart wurden über 300 entkräftete Schwalben abgegeben“, schildertThomas Juretzky.

Heuer sind es gerade mal noch 8 Brutpaare

2025 hat sich die Lage leider nicht verbessert. Ganz im Gegenteil. Heuer sind es gerade mal noch 8 Brutpaare, die die Schwalbenbeauftragten rund um den Max-Josefs-Platz gezählt haben. Schuld an dem Rückgang ist ihrer Meinung nach nicht das Wetter alleine. Weil die Vögel Dreck machen, werden ihre Nester auch immer von Hausbesitzern entfernt oder zerstört. „Man muss sich das so vorstellen, als wenn wir vom Urlaub aus Afrika zurückkommen und unser Zuhause einfach weg ist. Das wäre für uns doch auch furchtbar“, so Juretzky.

Weil der zunehmende Trubel am Max-Josefs-Platz einigen Rauchschwalben mittlerweile zu viel wird, versuchten Rauchschwalben heuer zum ersten Mal ihr Brutglück am Ludwigsplatz. Lange währte das Glück aber dort nicht, weißt der Schwalbenbeauftragte. „Die Schwalben wollten beim Cafè Flower Power nisten. Die Pächter waren begeistert, der Eigentümer aber nicht. Und so wurde das Nest leider entfernt“.
Thomas und Doris Juretzky lassen sich aber von derartigen Rückschlägen nicht entmutigen. Sie wollen sich auch in Zukunft weiter für die Rosenheimer Rauchschwalben einsetzen und bei den Hauseigentümern rund um den Max-Josefs-Platz für Verständnis werben.  Interessierte, die sich bei der Erfassung von Mauersegler-Nistplätzen im Stadtgebiet engagieren möchten können sich unter thomas.juretzky@lbv.de melden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage: Karin Wunsam – re)

Chiemse-Kasperltheater auf Sommertour

Chiemse-Kasperltheater auf Sommertour

Chiemsee / Rosenheim – Seifenblasenzauber und Schaumparty beim Kasperl: Das Chiemsee Kasperltheater lädt zu einem Puppentheater-Erlebnis für die ganze Familie ein. 

Im Rahmen der Bayerischen Kasperltour präsentiert Stephan Mikat eine Geschichte, die der frühere Radio-Moderator selbst geschrieben hat.
Das Theaterstück richtet sich an Kinder ab 3 Jahren und wird gewaltfrei und humorvollen in bairischer Mundart erzählt. Auch Erwachsene dürfen sich auf eine nostalgische Reise in ihre Kindheit freuen.
Ein besonderes Highlight der Vorstellung ist eine Seifenblasen- und Schaumparty mit Schneesturm-Effekt, bei der alle Kinder selbst aktiv werden dürfen.
Weitere Infos zu den gespielten Stücken und Tickets im Vorverkauf unter www.chiemsee-kasperl.de. Für die Vorstellungen im Hoftheater München, gibt es Tickets ausschließlich unter www.hof.theater.

Kasperl Liste Aufführungen

Das Chiemsee Kasperltheater ist das einzige Kasperltheater in Bayern, das mit dem Siegel „Immaterielles Kulturerbe – Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ ausgezeichnet wurde.
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee Kasperl / Beitragsbild: Copyright Franz Mees, Foto Liste: Copyright Chiemsee Kasperl)

Kammerer Fußballer erhalten die „Meisterschale“

Kammerer Fußballer erhalten die „Meisterschale“

Kammer / Landkreis Traunstein – Die Fußballer der DJK-Kammer dürfen auf eine „Traumsaison“ zurückblicken und wurden in der A-Klasse 5 ungeschlagen Meister. Da die DJK in der vergangenen Woche gleichzeitig ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Festwoche feierte, geriet die „Krönung“ mit der Meisterschale in Form eines Pokales fast ein wenig in den Hintergrund. Dennoch ist die Freude im Dorf riesig und die Mannen rund um den Meistertrainer Robert Schneider feierten dieses „geschichtsträchtigen Tag“ ausgiebig.

19 Siege und fünf Unterschieden standen nach 24 Spielen auf der Habenseite der DJK. Mit ihren 62 „eigefahrenen“ Punkten hatten sie am Ende einen komfortablen Vorsprung auf den zweitplatzierten TSV Tittmoning (49 Punkte) und den Nachbarn der DJK-Nußdorf (46 Punkte) die sich als Überraschungsmannschaft des Jahres über einen sensationellen dritten Tabellenplatz freuen durften.

Mit einer Tordifferenz von „+47“ führten die DJK-Fußballer mit einem Torverhältnis 79:32 am Ende auch die Torjägertabelle an und der „Kammerer Flügeflitzer“ Maximilian Kosak konnte diese Trophäe mit 23 Treffern am Ende für sich verbuchen. Christoph Wimmer schaffte es mit immerhin 17 Treffen ebenfalls aufs Podest und wurde in dieser Wertung hinter Phillipp Schupfner aus Tittmoning (20 Treffer) Dritter.
Die Verantwortlichen der DJK-Kammer freuen sich natürlich mit den erfolgreichen Fußballern. Der letzte Aufstieg in die Kreisklasse, die damals noch als B-Klasse bezeichnet wurde gelang in Kammer vor 31 Jahren. „Wir freuen uns unheimlich darüber, dass genau zum Gründungsfest wieder ein Aufstieg gelungen ist“, betont Vorstand Herbert Baumgartner und der Abteilungsleiter Fußball, Georg Huber ergänzt, „die Meisterschaft war am Ende hochverdient“. 
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Neues Fahrzeug für Katastrophenschutz in der Region Rosenheim

Neues Fahrzeug für Katastrophenschutz in der Region Rosenheim

Bonn / Rosenheim – Der Katastrophenschutz im Landkreis Rosenheim wird um ein weiteres Fahrzeug aufgestockt. Wie die Rosenheimer CSU Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig mitteilte, wird bei der Johanniter Unfallhilfe in Wasserburg ein neuer Mannschafts- transportwagen stationiert.

Darüber wurde sie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn informiert. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Mannschaftstransportwagen zum Transport von neun Einsatzkräften mit einer Ausstattung des Dekontaminationszuges für Verletzte der Medizinischen Task Force. „Ich freue mich, dass unsere Region eines von sieben Fahrzeugen für den Katastrophenschutz bekommt, die im Juni bundesweit ausgeliefert werden“, so die heimische Wahlkreisabgeordnete. „Katastrophenschutz ist eine wichtige Aufgabe, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam organisieren, und in Ernstfällen von vielen Ehrenamtlichen getragen wird.“

Fahrzeug wird am 18. Juni in Bonn abgeholt

Nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird das Fahrzeug am 18. Juni in Bonn abgeholt. Der Bund hat gesetzlich die Aufgabe, den Katastrophenschutz der Länder mit Fahrzeugen, Ausstattung und Gerät in den Bereichen Brandschutz, ABC-Schutz, Sanitätswesen und Betreuung zu ergänzen. Der Bund ergänzt danach die vom Land und den kommunalen Ebenen bereitgestellten Fahrzeuge um solche, die im Verteidigungsfall zusätzlich notwendig sind. Das Konzept für die Ausstattung haben Bund und Länder miteinander abgestimmt.
(Quelle: Pressemitteilung Büro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Flughafen München: Zwei Haftbefehle an einem Tag

Flughafen München: Zwei Haftbefehle an einem Tag

Flughafen München –  Gleich zwei Haftbefehle am selben Tag vollstreckte die Bundespolizei am Flughafen München am vergangenen  Donnerstag (136,2025).

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Zunächst überprüften die Beamten einen aus Abu Dhabi kommenden 21-jährigen Ukrainer bei der Einreisekontrolle.
Gegen den Mann lag ein Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen Erschleichen von Leistungen vor.
Zu vollstrecken ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen die durch Zahlung einer entsprechenden Geldstrafe abzuwenden gewesen wäre. Der Ukrainer konnte die geforderte Summe nicht aufbringen, weswegen er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim verbracht wurde.

Im weiteren Verlauf des Tages kam ein 66-jähriger Russe aus Tiflis am Flughafen München an. Bei der Einreisekontrolle stellten die Beamten der Bundespolizei fest, dass gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorlag. Zu vollstrecken ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 14 Tagen oder die Zahlung einer entsprechenden Geldstrafe. Der russische Staatsangehörige konnte die Summe ebenfalls nicht aufbringen, auch er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Justizvollzugsanstalt Erding verbracht.
(Quelle: P’ressemitteilung Bundespolizei /  Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Frühstarterin erobert die Lüfte: Bartgeier Generl hebt ab

Frühstarterin erobert die Lüfte: Bartgeier Generl hebt ab

Berchtesgaden / Hilpoltstein – Überraschend früh hat der erste der beiden in diesem Jahr ausgewilderten Bartgeier seinen Jungfernflug absolviert. Denn erst vor 16 Tagen haben der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und der Nationalpark Berchtesgaden die beiden Junggeier „Generl“ und „Luisa“ in eine Felsnische im Klausbachtal entlassen.

„Am Donnerstagmorgen (12.6.2025)ist Generl im Alter von nur 107 Tagen bei idealen Bedingungen abgehoben, deutlich vor den üblichen 120 Tagen solcher Nestlinge“, berichtet LBV-Bartgeierexperte Toni Wegscheider. Beide Vögel hatten in den vergangenen zwei Wochen seit ihrer Auswilderung mit intensiven Flügelschlägen und Flattersprüngen ihre Flugmuskulatur gestärkt. „Ein sauberer, sicherer Flug – das hat das ganze Team verblüfft. Wir hatten nicht mit Generls früher Startbereitschaft gerechnet“, sagt Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel. Mit dem erfolgreichen Abflug ist ein weiteres Kapitel in der Wiederansiedlung des imposanten Alpenvogels aufgeschlagen.

Luisa hockt noch im Nest

Luisa, die zwar gleich alt, aber deutlich kleiner und leichter als Generl ist, macht bisher keine Anstalten ihrer Nestgenossin zu folgen. Bis auf kleine Auseinandersetzungen haben sich beide Vögel in der Nische gut vertragen, trotzdem sind sie sich oft erkennbar aus dem Weg gegangen. Daher erwarten die Expertinnen und Experten vor Ort auch keinen „Zugeffekt“ wie bei Nepomuk, der 2023 ebenfalls im Alter von 107 Tagen gestartet ist. „Unser ‚Mukl‘ hatte eine äußerst enge Bindung an die ältere Sisi und hielt es nach deren regulär verlaufenden Erstflug einfach nicht mehr allein in der Nische aus. Das Bartgeier-Monitoringteam hat vor Ort genau im Auge, wie stark der Drang von Luisa sein wird, ihrer Nestgenossin zu folgen“, so Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel.
Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre geht das Bartgeier-Team von Nationalpark Berchtesgaden und LBV davon aus, dass sich die ausgeflogene Generl in den nächsten Tagen nur verhalten wieder in die Luft wagen wird. Direkt nach ihrer ersten Landung zog sie sich kletternd in ein steiles System von Felsrinnen zurück und dürfte vorerst mehr zu Fuß als auf den Schwingen unterwegs sein. Für beide Geier legt das Team nun – möglichst ohne menschlichen Kontakt – getrennt Futter aus. Wenn auch Luisa den Erstflug gewagt hat, werden die etablierten Futterplätzen außerhalb der Nische bestückt, bis die Vögel im Spätsommer das Gebiet verlassen und selbständig werden.

Bartgeier Vinzenz auf Abwegen

Als ob der Frühstart von Generl nicht schon aufregend genug für das Bartgeierteam wäre, hält auch der 2024 ausgewilderte Vinzenz die Projektleitung auf Trab. „Nach einer weitgehend normalen Entwicklung über seinen ersten Winter hinweg waren wir äußerst überrascht, als die GPS-Daten des Senders von Vinzenz sich vor wenigen Tagen plötzlich klar aus den Alpen heraus bewegten“, sagt LBV-Bartgeierexperte Toni Wegscheider. Der junge Geier flog souverän quer über Bayern bis in die Oberpfalz, kehrte dann ein Stück nach Süden zurück und drehte unvermittelt nach Westen ab. In der Nähe von Koblenz in Rheinland-Pfalz wurde nun der letzte Datenpunkt gesendet, wobei der vitale Vinzenz wohl noch nicht an eine Rückkehr in die Berge denkt.

Regelmäßig fliegen einige junge Bartgeier aus dem Alpenraum nach Norden und wurden schon in Großbritannien, den Niederlanden und in Polen nachgewiesen. Solche Suchflüge nach neuen Lebensräumen sind daher nicht allzu ungewöhnlich, aber immer mit erheblichen Gefahren verbunden. „Schon mehrfach wurden solche Jungvögel geschwächt, verletzt oder sogar tot im Flachland gefunden“, berichtet Toni Wegscheider. Besonders das Risiko, dass die Bartgeier dort Überreste von Jagdwild finden, die Splitter aus Bleimunition enthalten, ist immens. Blei stellt für alle Wirbeltiere, wie auch den Menschen, besonders aber für Greifvögel ein starkes Nervengift dar. Deshalb fordert der LBV eine flächendeckende Umstellung auf bleifreie Jagdmunition. Bei der Wildbestandsregulierung im Nationalpark Berchtesgaden kommt bereits seit mehreren Jahren ausschließlich bleifreie Munition zum Einsatz. Anhand der vom Sender laufend übermittelten GPS- und Vitaldaten verfolgt das Bartgeierteam den Weiterflug von Vinzenz genau, um bei Auffälligkeiten sofort reagieren zu können.

Führungen und Beobachtungsmöglichkeiten

Am offiziellen Bartgeier-Infostand im Nationalpark an der Halsalm, der auf einer Wanderroute liegt, können sich in den kommenden Wochen alle Besuchenden täglich bei den Projektmitarbeitenden erkundigen, wo genau sich Generl und Luisa gerade aufhalten und wo man sie beim Beobachten am wenigsten stört. Sowohl der LBV als auch der Nationalpark Berchtesgaden bieten jeden Dienstag und Donnerstag kostenlose Bartgeier-Führungen an, für die jedoch eine Anmeldung erforderlich ist. Informationen gibt es unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de im Bereich Veranstaltungen sowie unter bartgeier@lbv.de. Wie sich Luisa in der Felsnische weiter entwickelt und wie sie ihre ersten Flugübungen macht, kann jede und jeder über die Bartgeier-Live-Webcam mitverfolgen unter www.lbv.de/bartgeier-webcam sowie unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de.

Ladendiebstahl in Ruhpolding: Diebe überfahren bei Flucht beinahe Filialleiterin

Ladendiebstahl in Ruhpolding: Diebe überfahren bei Flucht beinahe Filialleiterin

Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Zu einem besonders schweren Fall des räuberischen Diebstahls kam es am Mittwochnachmittag (11.6.2025) in einer Aldi-Filiale in Ruhpolding (Landkreis Traunstein). Die Filialleiterin wollte die Flucht der Diebe verhindern – und wurde dabei beinahe überfahren. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Am Mittwochmittag (11. Juni 2025), gegen 13.15 Uhr, soll es durch drei rumänische Männer zu einem Ladendiebstahl in einer Aldi-Filiale in Ruhpolding gekommen sein. Anschließend sollen sich die drei Tatverdächtigen mit einem weißen Mercedes Sprinter von der Örtlichkeit entfernt haben. Im Zuge der Flucht soll es zu einer erheblichen Gefährdung der Filialleiterin der Aldi-Filiale gekommen sein. Diese habe die Flucht der Tatverdächtigen verhindern wollen, indem sie sich vor den anfahrenden weißen Mercedes Sprinter gestellt habe. Nach Angaben der Geschädigten ergriffen die Tatverdächtigen dennoch die Flucht – der weiße Mercedes soll dabei auf die Frau zugesteuert sein. Nur durch einen Sprung zur Seite sei es zu keinem Zusammenstoß gekommen.

Unter Leitung der Polizeiinspektion Traunstein und mit Unterstützung umliegender Polizeidienststellen wurden sofortige Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Dabei konnte das gesuchte Fahrzeug, mit drei männlichen Personen besetzt, durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein im Bereich Siegsdorf festgestellt und angehalten werden. Hierbei stellten die Beamten auch das, in der Aldi-Filiale entwendete, Diebesgut sicher. Die drei Tatverdächtigen, im Alter von 21, 27 und 42 Jahren, wurden vorläufig festgenommen.

Auf Grund des vorliegenden Sachverhalts stellte die sachleitende Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des räuberischen Diebstahls Haftantrag gegen die dringend Tatverdächtigen. Diese wurden zur Klärung der Haftfrage im Laufe des 12. Juni 2025 dem Amtsgericht Traunstein vorgeführt. Hinsichtlich des 21- sowie des 27-jährigen Tatverdächtigen folgte der Ermittlungsrichter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, erließ entsprechende Haftbefehle und setzte diese in Vollzug. Beide Beschuldigte wurden im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Gegen den 42-jährigen Tatverdächtigen wurde ebenfalls antragsgemäß Haftbefehl erlassen. Das Gericht setzte diesen Haftbefehl jedoch außer Vollzug, da es zu dem Ergebnis kam, dass der Fluchtgefahr bei diesem Beschuldigten durch Meldeauflagen und weitere Weisungen ausreichend entgegengewirkt werden könne. Deshalb wurde der 42-Jährige nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen. Sollte er gegen Auflagen oder Weisungen aus dem gerichtlichen Beschluss verstoßen, wird geprüft werden, ob der Haftbefehl in Vollzug gesetzt werden wird.

Aufgrund des Fluchtverhaltens im Bereich des Parkplatzes der Aldi-Filiale ermittelt die Kriminalpolizei auch wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Diesbezüglich bitten die Ermittler auch um Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat im Zusammenhang mit einem weißen Mercedes Sprinter am Mittwoch, den 11. Juni 2025, gegen 13.15 Uhr, im Bereich des Parkplatzes der Aldi-Filiale in Ruhpolding (Seehauser Straße 39a) Beobachtungen gemacht, die mit dem Sachverhalt in Verbindung stehen könnten? 
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen können?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer (0861) 9873-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.  
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Hohe Qualität des Malteser Fahrdienstes bestätigt

Hohe Qualität des Malteser Fahrdienstes bestätigt

Rosenheim / Miesbach – Mit den Maltesern fahren Patienten und Menschen mit Behinderung sicher. Das ist das Ergebnis eines externen Audits, das ein Sachverständiger der DEKRA GmbH kürzlich an der Kreisgeschäftsstelle Rosenheim-Miesbach durchführte.

Die Überprüfung bestätigt die hohe Qualität des Malteser Fahrdienstes, der im Rahmen des Audits alle geforderten Qualitätskriterien erfüllte. Die Malteser erhielten deshalb erneut wieder das TÜV-/DEKRA-Zertifikat „Sichere Personenbeförderung“ und dürfen weiterhin das Siegel auf ihren Fahrzeugen verwenden.

Hintergrund:

Der Fahrdienst der Malteser wird an allen Standorten nach bundeseinheitlichen Qualitätsstandards durchgeführt. Damit wollen die Malteser die höchstmögliche Zufriedenheit und Sicherheit von Fahrgästen und Auftraggebern erreichen. Beispielsweise wird das Fahrpersonal durch Fahrsicherheitstrainings und Schulungen im Umgang mit Hilfsbedürftigen aus- und fortgebildet.
Erstmals im Juni 2008 wurde der Fahrdienst der Malteser mit dem DEKRA-/TÜV-Zertifikat „Sicherheit in der Personenbeförderung“ ausgezeichnet. In internen und externen Audits bestätigen die Malteser seitdem jährlich den Qualitätsanspruch an Organisation, Personal und Fahrzeuge.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere täglichen Bemühungen und das Engagement aller beteiligten Personen und Ebenen zu diesem herausragenden Ergebnis geführt haben“, erklärte Stadt- und Kreisgeschäftsführer Ernst Schütz. Im Rahmen des Qualitätsmanagements werden getroffene Maßnahmen strukturiert und kontinuierlich analysiert, Verbesserungen geplant und überprüft. „So entwickelt sich der Fahrdienst ständig weiter“, so Schütz. „Einige innovative Ideen zur Verbesserung der Qualität sind explizit vom Auditor gewürdigt worden“, freut sich der Geschäftsführer.

1.277.600 Kilometer im Jahr 2024 zurückgelegt

Für den Individualfahrdienst und den Linienfahrdienst zu Einrichtungen der Behinderten- und Altenhilfe stehen den Maltesern der Kreisgeschäftsstelle Rosenheim-Miesbach aktuell insgesamt 130 Fahrzeuge zur Verfügung, darunter 25 Spezialfahrzeuge für die Beförderung im Rollstuhl. 150 Mitarbeitende sind als Fahrer, Beifahrer sowie in der Disposition und Verwaltung beschäftigt. Im Jahr 2024 wurden rund 1.277.600 Kilometer zurückgelegt.

Informationen zum Fahrdienst für Kunden und Bewerber unter www.malteser-rosenheim.de oder www.malteser-miesbach.de oder telefonisch unter 08031 /  809570.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser im Bezirk Oberbayern / Beitragsbild: Copyright Malteser)

Pfeffersprayeinsatz im Hauptbahnhof München

Pfeffersprayeinsatz im Hauptbahnhof München

München – Am Freitagmittag (13.6.2025) setzten Bundespolizisten bei der Durchsetzung von Zwangsmaßnahmen im Hauptbahnhof München Pfefferspray ein. Fünf Personen wurden leicht verletzt, darunter drei Polizeibeamte.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Gegen 12:50 Uhr sollten zwei, 26 und 32 Jahre alte Männer am Querbahnsteig des Münchner Hauptbahnhofes, Nahe Ausgang Arnulfstraße, kontrolliert werden. Die beiden Deutsch-Marokkaner äußerten, keine Zeit für eine Kontrolle zu haben und wollten sich der polizeilichen Maßnahme entziehen. Beide drohten den Beamten im weiteren Verlauf (mündlich, wie optisch) ihre Kickbox-Erfahrungen an. Als die Hand eines Bundespolizisten vom 32-Jährigen weggeschlagen wurde, kam es zum Gerangel. Der zweite Beteiligte filmte mit seinem Smartphone und hörte auch auf Anweisung damit nicht auf. Bei der Unterbindung kam es zu Widerstandshandlungen des Mannes aus Mering, Landkreis Aichach-Friedberg.

Da sich beide Männer den drei Beamten heftig widersetzten, drohten diese Pfefferspray an und setzen es dann auch ein. Zudem wurde auch der Einsatzschlagstock angedroht, jedoch nicht eingesetzt. Mit Unterstützung weiterer Beamter konnten die beiden Männer, bei denen ein Drogenschnelltest positiv auf Cannabis und Kokain anschlug, überwältigt und vorläufig festgenommen werden.
Bei den Widerstandshandlungen bzw. Überwältigungen wurden je ein Handy des 26-Jährigen aus Augsburg sowie das eines Bundespolizisten beschädigt. Fünf Personen, darunter drei Polizisten, wurden, vorwiegend durch das Pfefferspray leicht verletzt; klagten über Atembeschwerden und wurden kurzzeitig von Rettungssanitätern versorgt. Einer der Beamten, ein 29-Jähriger erlitt zudem Abschürfungen am Arm und eine Knieprellung. Er war nicht mehr dienstfähig. Gegen die beiden Deutsch-Marokkaner wird wegen des Verdachts des Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)