Manipulierte Prüfplakette an Transporter entdeckt – Polizei sucht Hinweise zu Unfallschaden

Manipulierte Prüfplakette an Transporter entdeckt – Polizei sucht Hinweise zu Unfallschaden

Frasdorf / Landkreis Rosenheim – Bei der Kontrolle eines abgestellten Transporters zwischen Frasdorf und Umratshausen (Landkreis Rosenheim) hat die Polizei eine manipulierte Prüfplakette entdeckt. Außerdem stellten die Beamten einen frischen Unfallschaden an dem Fahrzeug fest. Nun wird wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung ermittelt und nach möglichen Zeugen eines Verkehrsunfalls gesucht.

Am Freitagvormittag, 11. September, überprüften Polizeibeamte nach Angaben der Polizeiinspektion Prien einen Transporter, der am Rand eines Fahrradwegs an der Kreisstraße RO 23 zwischen Frasdorf und Umratshausen abgestellt war.
Bei der Kontrolle fiel den Beamten auf, dass die Prüfplakette der Hauptuntersuchung am Kennzeichen verändert worden war. Nach Angaben der Polizei wird eine solche Manipulation als Urkundenfälschung eingestuft. Das Kennzeichen wurde als Beweismittel sichergestellt, die entsprechenden Ermittlungen wurden aufgenommen.

Zusätzlich entdeckten die Beamten einen frischen Unfallschaden an der Beifahrerseite des Transporters. Ob dieser Schaden mit einem Verkehrsunfall zusammenhängt, bei dem sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt entfernt hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizeiinspektion Prien bittet deshalb um Hinweise. Wer einen entsprechenden Verkehrsunfall beobachtet hat oder Angaben zu einem möglicherweise flüchtigen Fahrzeug machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08051/90570 bei der Polizei zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Münchener Straße, Rosenheim, 1960er Jahre

Münchener Straße, Rosenheim, 1960er Jahre

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1960er Jahre. Auf der historischen Aufnahme ist die Münchener Straße in Rosenheim zu sehen. Vieles, was heute selbstverständlich zum Straßenbild gehört, gab es damals noch nicht – dafür ist rechts im Bild noch ein Stück Rosenheimer Gefängnisgeschichte zu sehen.

Auf der rechten Straßenseite ist der Eingang zum ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis zu erkennen, im Volksmund „Fronfeste“ genannt. Der Zaun und die Begrenzung zur Straße sind auf dem Foto noch gut sichtbar.
Gegenüber reihen sich die damaligen Geschäfte aneinander. Im Vordergrund ist das Schuhhaus Högn zu sehen, daneben das Modehaus Stalf. Die Münchener Straße wirkt auf der Aufnahme insgesamt deutlich anders als heute – weniger modern, aber dafür geprägt von den alten Wohn- und Geschäftshäusern.

Die Fronfeste verschwand kurz nach dem Foto

Die Geschichte des Gefängnisses reicht deutlich weiter zurück. Die Fronfeste wurde zwischen 1856 und 1858 errichtet. Was damals noch am Stadtrand lag, befand sich mit dem Wachstum Rosenheims später mitten im Stadtgebiet.
Das sorgte bereits um 1900 für Ärger. Weil die Zellenfenster zur Straße zeigten, beschwerten sich Bürger darüber, dass Häftlinge Passanten ansprachen oder beschimpften. Statt das Gefängnis zu verlegen, wurde es 1900 und 1901 umgebaut. Unter anderem entstand eine höhere Sichtschutzmauer zur Straße.

In den 1960er Jahren war die Haftanstalt allerdings längst nicht mehr zeitgemäß. Auch die hygienischen Verhältnisse entsprachen nicht mehr den damaligen Anforderungen. Am 30. Juni 1968 wurde die Fronfeste geschlossen. Die letzten rund 30 Häftlinge kamen nach Mühldorf und Traunstein.
Nur zwei Jahre später war auch das Gebäude selbst Geschichte: 1970 wurde die ehemalige Fronfeste abgerissen.

Vom alten Häuserbestand zum Atrium

Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat sich die Münchener Straße stark verändert. Das Schuhhaus Högn und das Modehaus Stalf gehörten damals zum Geschäftsbild der Straße. Das Modehaus Stalf stand dabei in einer langen Tradition: An dieser Stelle hatte zuvor das traditionsreiche Modehaus Senft seinen Sitz.
Wo auf dem historischen Foto noch die alten Wohn- und Geschäftshäuser stehen, entstand später das Atrium. Der heutige Gebäudekomplex wurde 1984 gebaut.

Damit zeigt die Aufnahme eine Münchener Straße im Übergang: Das alte Stadtbild ist noch vorhanden, gleichzeitig standen bereits Veränderungen bevor. Das Gefängnis verschwand, die Häuserzeile wurde später durch das Atrium ersetzt – und auch die Geschäfte auf dem Foto gehören längst zur Rosenheimer Vergangenheit.
Beim Blick auf das alte Foto stellt sich deshalb eine andere Frage: Was gefällt Euch an der Münchener Straße von damals – und was würdet Ihr heute keinesfalls zurückhaben wollen?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Tarifabschluss im bayerischen Einzelhandel: Löhne steigen in zwei Schritten

Tarifabschluss im bayerischen Einzelhandel: Löhne steigen in zwei Schritten

Bayern – Nach zähen Verhandlungen haben Arbeitgeber und Gewerkschaft im bayerischen Einzelhandel einen Tarifabschluss erzielt. Die Löhne und Gehälter steigen über eine Laufzeit von 25 Monaten in zwei Schritten: zum 1. August 2026 um 3,0 Prozent und zum 1. Mai 2027 um weitere 2,0 Prozent.

Auch die Ausbildungsvergütungen werden angepasst. Die Erhöhungen treten jeweils zum 1. September in Kraft. In den unteren Entgeltgruppen fallen die Steigerungen teilweise höher aus. Hintergrund sind der gesetzliche Mindestlohn und tarifliche Untergrenzen.
Der Abschluss folgt einer Vereinbarung, die zuvor als Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen erzielt worden war.

Handelsverband spricht von schwierigen Verhandlungen

Der Handelsverband Bayern (HBE) bewertet den Abschluss als Kompromiss. Nach Angaben des Verbands hätten die Arbeitgeber in den Verhandlungen auf eine Vereinbarung gedrängt, die für die Unternehmen wirtschaftlich tragbar sei und zugleich Planungssicherheit schaffe.
Die tarifpolitische Geschäftsführerin des HBE, Dr. Melanie Eykmann, bezeichnete die Verhandlungen als schwierig:

„Diese Tarifrunde war ein zähes Ringen. Die Gewerkschaft ist mit völlig überzogenen Forderungen gestartet. Angesichts der wirtschaftlichen Realität im Einzelhandel war das schlicht nicht vermittelbar.“ Auch mit dem nun erzielten Ergebnis zeigt sich Eykmann nach Angaben des Handelsverbands nicht uneingeschränkt zufrieden: „Einzelhandelsunternehmen sind keine Selbstbedienungsläden für immer neue Lohnforderungen. Die Kostenexplosion trifft den Handel mit voller Wucht, während gleichzeitig die Kunden beim Konsum zurückhaltend bleiben.“ Zum Tarifabschluss sagte sie: „Begeisterung sieht ehrlicherweise anders aus. Aber Tarifpolitik ist kein Wunschkonzert.“

Kritik äußerte Eykmann außerdem an den politischen Rahmenbedingungen für den Einzelhandel. Sie sagte: „Wenn die Politik den Handel mit immer neuen Kosten und Auflagen überzieht, darf sie sich nicht wundern, wenn Standorte verschwinden und Arbeitsplätze verloren gehen.“

Der Handelsverband Bayern vertritt nach eigenen Angaben die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Interessen des bayerischen Einzelhandels. Nach Verbandsangaben gehören ihm rund 58.000 Handelsunternehmen mit etwa 320.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von mehr als 70 Milliarden Euro an.
(Quelle: Pressemitteilung Handelsverband Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Veränderungen im Rosenheimer Kreistag: Neues Mitglied und neue Ausschussgemeinschaft

Veränderungen im Rosenheimer Kreistag: Neues Mitglied und neue Ausschussgemeinschaft

Landkreis Rosenheim – Im Rosenheimer Kreistag gibt es mehrere personelle Veränderungen. In der Sitzung am Donnerstag wurde Elijah Schloßmacher aus Kolbermoor als neues Mitglied vereidigt. Er gehört der AfD-Fraktion an. Außerdem veränderte sich die Zusammensetzung einer Ausschussgemeinschaft, was auch Auswirkungen auf Sitze im Umweltausschuss und im Aufsichtsrat der RoMed-Kliniken hat.

Schloßmacher folgt Sabrina Barbarino nach, die ihr Kreistagsmandat nach Angaben des Landratsamts aus persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Der Kreistag entließ Barbarino aus ihrem Ehrenamt und von ihren Pflichten als Kreisrätin. Sie war Mitglied im Schulausschuss. Ihren dort frei gewordenen Sitz übernimmt Schloßmacher.

Neue Ausschussgemeinschaft

Auch bei einer Ausschussgemeinschaft gibt es eine Veränderung. Christiane Mayr von der Wählergruppe ÖDP und Parteifreie Umweltschützer (ÖDP/PU) ist sowohl aus der Wählergruppe als auch aus der bisherigen Ausschussgemeinschaft mit der Partei Die Linke ausgetreten.
Mayr begründete ihren Schritt laut Landratsamt damit, dass ihre kommunalpolitischen Schwerpunkte und ihre künftige Arbeit aus ihrer Sicht nicht ausreichend mit der bisherigen politischen Zuordnung übereinstimmten. Die Ausschussgemeinschaft zwischen ÖDP/PU und Die Linke sei bei der konstituierenden Sitzung ohne vorherige vertiefte inhaltliche Abstimmung zustande gekommen. Sie wolle diese Zusammenarbeit deshalb in der bisherigen Form nicht fortführen.

Stattdessen hat Mayr gemeinsam mit den Mitgliedern der Bayernpartei eine neue Ausschussgemeinschaft gebildet. Der Kreistag stimmte den daraus folgenden Änderungen bei der Besetzung von Ausschüssen und Gremien zu.

Veränderungen bei RoMed und im Umweltausschuss

Betroffen ist unter anderem der Aufsichtsrat der „Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH“. Dort verliert Maria Boberschmidt von der Linken ihren Sitz. An ihre Stelle rückt Helmut Freund von der Bayernpartei.
Auch im Umweltausschuss gibt es eine Veränderung: Robert Zehetmaier von der Bayernpartei gibt seinen Sitz zugunsten von Christiane Mayr ab.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

Stöbern, entdecken, kaufen: Plakat+Raritäten-Markt in Rosenheim

Stöbern, entdecken, kaufen: Plakat+Raritäten-Markt in Rosenheim

Rosenheim – Kunstplakate, Bücher, Geschirr, Kleinmöbel und besondere Einzelstücke: Die Städtische Galerie Rosenheim lädt am Samstag, 19. September, wieder zum beliebten Plakat+Raritäten-Markt ein. Von 9 bis 15 Uhr können Besucher auf Schnäppchenjagd gehen und dabei so manches außergewöhnliche Fundstück entdecken.

Zum Verkauf stehen unter anderem Kunstdrucke, Ausstellungs- und Veranstaltungsplakate, Bücher, Kleinmöbel und Geschirr. Auch interessante Raritäten aus dem Bestand des Städtischen Museums Rosenheim werden angeboten.
Neben beliebten Plakaten und Druckgrafiken warten zahlreiche weitere Fundstücke darauf, ein neues Zuhause zu finden. Erstmals wird das Angebot in diesem Jahr zudem um ausgewählte Kleidungsstücke erweitert.

Der Markt bietet die Gelegenheit, ausgewählte Bestände und besondere Einzelstücke zu erwerben und Rosenheims Kunst- und Kulturlandschaft einmal aus einer etwas anderen Perspektive kennenzulernen.
Auch für eine kleine Pause zwischendurch ist gesorgt: Kaffee und Kuchen laden zum Verweilen ein.
(Quelle: Pressemitteilung Städtische Galerie Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Städtische Galerie Rosenheim)

Brand in Feldscheune in Prien – Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Brand in Feldscheune in Prien – Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Prien / Landkreis Rosenheim – In einer Feldscheune am Waldrand in Prien (Landkries Rosenheim) hat am Montagnachmittag (14.9.2026) ein Holzstapel mit Hackschnitzeln gebrannt. Die Feuerwehren aus Prien und Atzing konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Der Brand wurde nach Angaben der Polizeiinspektion Prien gegen 16.30 Uhr im Bereich des Staffelsteinwegs entdeckt. In der offenen Scheune, die zur Lagerung von Hackschnitzeln genutzt wird, hatte sich ein Holzstapel entzündet.
Die Feuerwehren aus Prien und Atzing löschten den Brand. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurden rund drei Kubikmeter Hackschnitzel zerstört. Der Sachschaden wird auf etwa 100 Euro geschätzt.
Die Polizeiinspektion Prien hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen. Ob das Feuer tatsächlich vorsätzlich gelegt wurde, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Wer Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen oder zum Hergang geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Prien unter der Telefonnummer 08051/90570 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto. re)

Bauarbeiten: Zugausfälle und Schienenersatzverkehr rund um Rosenheim

Bauarbeiten: Zugausfälle und Schienenersatzverkehr rund um Rosenheim

Rosenheim / Chiemgau-Inntal – Wegen Bauarbeiten der DB InfraGO kommt es vom 5. bis 10. Oktober auf mehreren Bahnstrecken rund um Rosenheim zu Fahrplanänderungen, Zugausfällen und Schienenersatzverkehr.

Fahrgäste müssen Anfang Oktober mit Einschränkungen im Bahnverkehr rechnen. Betroffen sind die Strecken München – Rosenheim – Salzburg, München – Rosenheim – Kufstein sowie Holzkirchen – Rosenheim.
Auf der Strecke nach Salzburg kommt es vom 5. bis 8. Oktober nachts zu Umleitungen und dem Ausfall von Halten zwischen München Ost und Großkarolinenfeld. Zwischen Grafing Bahnhof und Rosenheim fahren Ersatzbusse.
In der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober gibt es außerdem Schienenersatzverkehr zwischen Holzkirchen und Rosenheim.
Vom 8. bis 10. Oktober wird die Verbindung zwischen Rosenheim und Brannenburg nachts durch Busse ersetzt.

Die BRB weist darauf hin, dass Busse und Züge teilweise zu geänderten Zeiten fahren. Die entsprechenden Sonderfahrpläne stehen auf der BRB-Website zum Download bereit. Nicht aufgeführte Verbindungen fahren nach dem regulären Fahrplan.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Oberbürgermeister als Schulweghelfer: Erdogan hilft zum Schulstart in Fürstätt

Oberbürgermeister als Schulweghelfer: Erdogan hilft zum Schulstart in Fürstätt

Rosenheim – Zum ersten Schultag hat Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in Rosenheim selbst die Warnweste übergezogen: An der Grund- und Mittelschule Fürstätt unterstützte er die Schulweghelfer und verteilte reflektierende Schnappbänder an die Kinder. In Rosenheim wurden heute 603 Erstklässler eingeschult – für viele von ihnen ist der Schulweg noch völlig neu.

Gerade für Schulanfänger ist der Weg zur Schule eine besondere Herausforderung. Verkehrsregeln, Kreuzungen und der Verkehr rund um das Schulgebäude müssen sich erst einprägen. Schulweghelfer unterstützen die Kinder dabei und sorgen an den entsprechenden Stellen für mehr Sicherheit.

Zum Schulstart war deshalb auch Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan in Fürstätt als Schulweghelfer im Einsatz. Gemeinsam mit den Helfern verteilte er reflektierende Schnappbänder, die dafür sorgen sollen, dass die Kinder in den Morgenstunden besser gesehen werden. „Mein großer Dank gilt allen Schulweghelferinnen und Schulweghelfern, die bei jedem Wetter dafür sorgen, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen. Gerade unsere Schulanfänger müssen sich erst an den Verkehr rund um die Schulen gewöhnen und unsere Schulweghelfer leisten hier einen unheimlich wertvollen und wichtigen Beitrag nicht nur für die Kinder, sondern auch für eine funktionierende Stadtgesellschaft“, so der Oberbürgermeister.

Schulweghelfer werden gesucht

Die Schulweghelfer sind nach Angaben der Stadt in der Regel direkt an den Schulen organisiert. Wer sich dort engagieren möchte, kann sich an die jeweilige Schule wenden. Weitere Informationen gibt es bei der Verkehrswacht Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

55 Schulranzen für Erstklässler aus Stadt und Landkreis Rosenheim

55 Schulranzen für Erstklässler aus Stadt und Landkreis Rosenheim

Rosenheim / Landkreis – Für 55 Kinder aus Stadt und Landkreis Rosenheim beginnt die Schulzeit in diesem Jahr mit einem neuen Schulranzen samt Zubehör. Die Ausstattung wird von der Aktion Aufwind der Sparkassenstiftung Zukunft kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Aktion gibt es seit 2017.

Zum Schulstart am heutigen Dienstag (15. September) weist die Aktion Aufwind darauf hin, dass eine komplette Schulausstattung für manche Familien eine finanzielle Herausforderung sein kann. Ein hochwertiger Schulranzen kostet nach Angaben der Organisation schnell rund 200 Euro.

Unterstützung zum Schulstart

Die 55 Schulranzen werden nach Angaben der Aktion Aufwind an Erstklässler aus Familien verteilt, für die die Anschaffung eine finanzielle Belastung darstellt. Bei der Vermittlung arbeitet die Aktion mit der Rosenheimer Aktion für das Leben und den regionalen Tafeln zusammen.
Nach Angaben der Aktion Aufwind soll damit verhindert werden, dass die finanzielle Situation der Familie bereits beim Schulstart sichtbar wird oder Kinder auf notwendige Ausstattung verzichten müssen.

Die Aktion begründet ihr Engagement auch mit den Auswirkungen von Kinderarmut auf Bildungschancen. Dabei verweist sie auf den aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Demnach leben in Deutschland 13,3 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Rund eine Million Kinder und Jugendliche seien von erheblicher materieller Entbehrung betroffen.

Die Finanzierung der Schulranzen erfolgt laut Aktion Aufwind ausschließlich über Spenden. Nach Angaben der Organisation kommen die Spenden vollständig der Unterstützung von Kindern zugute.
(Quelle: Pressemitteilung Sparkassenstiftungen Zukunft / Beitragsbild: Sparkassenstiftungen Zukunft)

Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Andreas Horn wird neuer Leiter der Stadtkirche Wasserburg

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Pfarrer Andreas Horn übernimmt zum 1. Dezember die Leitung der Stadtkirche Wasserburg am Inn und wird zugleich Pfarrer von St. Jakob in Wasserburg. Der 55-Jährige stammt selbst aus Wasserburg und war seit 2007 Pfarrer und Leiter des Pfarrverbands Grassau.

Das teilte die Erzdiözese München und Freising am Montag (14. September) mit. Horn folgt auf Pfarrer Bruno Bibinger, der Ende August die Stadtkirche Wasserburg verlassen hat. Bis zum Amtsantritt von Horn wird die Stadtkirche nach Angaben der Erzdiözese vorübergehend von Dekan Monsignore Thomas Schlichting geleitet.

Rückkehr in die Heimatstadt

Andreas Horn wurde 1971 in Wasserburg geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2003 in Freising war er zunächst als Kaplan in den Pfarrverbänden Bad Tölz und Erdweg tätig.
Seit 2007 stand Horn an der Spitze des Pfarrverbands Grassau. Nun kehrt er in seine Heimatstadt zurück und übernimmt dort die Leitung der Stadtkirche sowie die Pfarrstelle von St. Jakob.

Wer künftig den Pfarrverband Grassau leitet, steht nach Angaben der Erzdiözese noch nicht fest. Die Nachfolge werde derzeit geklärt. Die Entscheidung solle bekanntgegeben werden, sobald die notwendigen Schritte unter Einbeziehung der zuständigen Gremien abgeschlossen sind.
(Quelle: Pressemitteilung Erzdiözese München Freising /  Beitragsbild: Erzdiözese München Freising)

Zum Schulstart: Bündnis fordert sichere Schulwege für Kinder

Zum Schulstart: Bündnis fordert sichere Schulwege für Kinder

Bayern – Heute beginnt in Bayern das neue Schuljahr – und damit sind auch wieder viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen deshalb dazu auf, möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zur Schule zu kommen. Gleichzeitig fordern die Verbände von den Kommunen, mehr für sichere Schulwege zu tun.

Nach Angaben des Bündnisses „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ werden bundesweit rund 38 Prozent der Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht. Grundlage dafür ist der „Monitor Fußverkehr 2024“ des Sinus-Instituts im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums.
Gerade zu Schulbeginn und Schulende könne der Autoverkehr rund um die Schulen dadurch dicht und unübersichtlich werden, so die Verbände. Für Kinder, die erst lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, könne das problematisch sein.

Schulweg gemeinsam üben

Das Deutsche Kinderhilfswerk, der VBE und der VCD empfehlen Eltern deshalb, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern zu üben und möglichst auf das Auto zu verzichten. Ein aktiver Schulweg habe aus Sicht der Verbände mehrere Vorteile: Kinder würden selbstständiger, bewegten sich mehr und könnten den Weg gemeinsam mit Freunden zurücklegen.
Gleichzeitig sehen die Organisationen auch die Kommunen in der Verantwortung. Sie sollten die Möglichkeiten nutzen, die sich nach der Reform der Straßenverkehrsordnung im Jahr 2024 ergeben haben, und sichere Schulwege konsequenter voranbringen.

Als eine Möglichkeit nennt das Bündnis sogenannte Schulstraßen. Dabei wird der Bereich unmittelbar vor einer Schule zu bestimmten Zeiten für den Autoverkehr gesperrt. Auch Elternhaltestellen könnten nach Ansicht der Verbände dazu beitragen, den Hol- und Bringverkehr vom direkten Schulumfeld fernzuhalten.
Langfristig fordern DKHW, VBE und VCD ein Verkehrssystem, das Kindern mehr selbstständige Mobilität ermöglicht. Dazu zählen nach ihren Vorstellungen unter anderem übersichtliche Kreuzungen, ausreichend lange Grünphasen an Ampeln und Tempo 30 auf Straßen, die von Kindern regelmäßig genutzt werden.

Aktionstage im September und Oktober

Das Bündnis ruft auch in diesem Jahr zu den bundesweiten Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ auf. Vom 21. September bis zum 2. Oktober 2026 können Eltern, Schulen und Kindergärten eigene Aktionen und Projekte rund um den Schulweg organisieren.

Weitere Informationen und Materialien gibt es auf der Internetseite des Aktionsbündnisses.
(Quelle: Pressemitteilung  Deutsches Kinderhilfswerk / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

3264 ABC-Schützen starten heute – und die Schülerzahlen in Rosenheim steigen weiter

3264 ABC-Schützen starten heute – und die Schülerzahlen in Rosenheim steigen weiter

Rosenheim / Landkreis – Für 3264 ABC-Schützen beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. 2633 Kinder werden im Landkreis Rosenheim eingeschult, 631 in der Stadt. Insgesamt sind es damit drei Erstklässler mehr als im vergangenen Schuljahr. Gleichzeitig wachsen die Schülerzahlen an den Grund- und Mittelschulen insgesamt weiter – allerdings gibt es dort vier Klassen weniger als im vergangenen Schuljahr.

Beim Pressegespräch mit dabei von links: Schulamtsdirektor Markus Kinzelmann, Schulamtsdirektor Wolfgang Baumann, Schulamtsdirektorin Petra Burkhardt und Schulamtsdirektor Herbert Unterreiner. Foto: Karin Wunsam

Beim Pressegespräch mit dabei von links:  Schulamtsdirektor Markus Kinzelmann, Schulamtsdirektor Wolfgang Baumann, Schulamtsdirektorin Petra Burkhardt und Schulamtsdirektor Herbert Unterreiner. Foto: Karin Wunsam

Am heutigen Dienstag, 15. September, beginnt für die Kinder in Bayern das neue Schuljahr. Auch in Stadt und Landkreis Rosenheim werden heute wieder viele Schultüten ausgepackt und neue Schulranzen eingeweiht. Hinter dem ersten Schultag stehen aber auch einige interessante Zahlen zur Entwicklung der Schulen.

Bei einem Pressegespräch in der Staatlichen Schulamtsverwaltung in der Rosenheimer Königstraße gaben die Schulamtsdirektoren Petra Burkhardt, Markus Kinzelmann, Herbert Unterreiner und Wolfgang Baumann einen Überblick über die Situation zum Schuljahresbeginn. Die Stimmung war dabei trotz einiger Herausforderungen entspannt. Eine wichtige Botschaft von Petra Burkhardt: „Der Pflichtunterricht kann komplett abgedeckt werden.“

Mehr Erstklässler in der Stadt, weniger im Landkreis

Bei den Schulanfängern gibt es zwischen Stadt und Landkreis einen deutlichen Unterschied. Im Landkreis Rosenheim werden in diesem Schuljahr 2633 Kinder eingeschult. Das sind 54 weniger als im vergangenen Jahr. In der Stadt Rosenheim sind es dagegen 631 Erstklässler – 57 mehr als 2025/26.
Unterm Strich gleichen sich die unterschiedlichen Entwicklungen fast vollständig aus: Insgesamt beginnen in Stadt und Landkreis drei Kinder mehr mit der ersten Klasse als im vergangenen Schuljahr.

Auch bei den Klassengrößen zeigt sich ein leicht verändertes Bild. Im Landkreis sind die ersten Klassen im Durchschnitt mit 22,13 Kindern besetzt. Im vergangenen Jahr waren es noch 22,39. In der Stadt liegt der Durchschnitt bei 22,54 Kindern pro erster Klasse, nach 22,96 im vergangenen Schuljahr.

Insgesamt 19.068 Schüler

Noch deutlicher wird die Entwicklung beim Blick auf alle Grund- und Mittelschüler. Im Schuljahr 2026/27 besuchen insgesamt 19.068 Kinder und Jugendliche eine Grund- oder Mittelschule in Stadt und Landkreis Rosenheim. Im vergangenen Jahr waren es 18.911.
Damit ist die Zahl innerhalb eines Jahres um 157 gestiegen. Im Landkreis gibt es 15.526 Grund- und Mittelschüler und damit 189 mehr als im Vorjahr. In der Stadt sind es 3542 – hier ist die Zahl um 32 gesunken.

Die Entwicklung zeigt sich auch über einen längeren Zeitraum: Seit 2020 ist die Zahl der Schüler im Grund- und Mittelschulbereich in Stadt und Landkreis insgesamt um 1790 gestiegen. Die Zahlen zu Schülern und Klassen umfassen dabei staatliche und private Schulen.

Mehr Schüler, aber weniger Klassen

Trotz der gestiegenen Schülerzahl gibt es in diesem Schuljahr insgesamt 884 Klassen an Grund- und Mittelschulen. Das sind vier weniger als im vergangenen Schuljahr.
719 Klassen entfallen auf den Landkreis, 165 auf die Stadt Rosenheim. Bei den Grundschulen gibt es im Landkreis mit 490 Klassen eine mehr als im vergangenen Jahr. In der Stadt sind es 109 und damit eine Klasse weniger. Die durchschnittliche Größe der Grundschulklassen liegt im Landkreis bei 21,91 Kindern, in der Stadt bei 22,19.

Bei den Mittelschulen zeigt sich dagegen eine deutlichere Entwicklung. Dort besuchen im Landkreis 4791 Schüler den Unterricht – 144 mehr als im Vorjahr. In der Stadt sind es 1123 und damit zwei mehr. Insgesamt gibt es damit 5914 Mittelschüler in Stadt und Landkreis.

Trotzdem ist auch hier die Zahl der Klassen gesunken: Im Landkreis gibt es 229 Mittelschulklassen, drei weniger als im vergangenen Jahr. In der Stadt sind es 56, also eine weniger. Die durchschnittliche Klassenstärke liegt damit im Landkreis bei 20,92 Schülern, in der Stadt bei 20,05.

Dass mehr Schüler auf weniger Klassen verteilt werden müssen, hängt auch mit der Personalsituation zusammen. „Das Stellenmoratorium bekommen wir sehr deutlich zu spüren“, sagte Petra Burkhardt. Gemeint ist damit der derzeitige Verzicht auf zusätzliche Stellen. Nach Angaben der Schulamtsleitung kann der Pflichtunterricht trotzdem vollständig abgedeckt werden.

Vier von fünf Klassen mit höchstens 25 Schülern

Bei den Klassengrößen bleibt die Situation insgesamt vergleichsweise stabil. 81,45 Prozent der Grundschüler besuchen eine Klasse mit höchstens 25 Kindern. Im vergangenen Schuljahr waren es allerdings noch 84,7 Prozent.

Bei den Mittelschulen liegen 81,38 Prozent der Schüler in Klassen mit maximal 25 Schülern. Im vergangenen Jahr waren es 87,4 Prozent.

Zum neuen Schuljahr wurden außerdem 143 Lehrkräfte in den Bereich der Rosenheimer Schulämter versetzt, darunter 62 Lehramtsanwärter. Hinzu kommen weitere Kräfte für die Mobile Reserve und zur Unterstützung bei Vertretungen.

Startchancenprogramm soll Bildungschancen verbessern

Ein Schwerpunkt im neuen Schuljahr ist das Startchancenprogramm. Es soll nach Angaben der Schulamtsleitung dazu beitragen, Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft zu verbessern. Das Programm läuft über zehn Jahre.

Im Zuständigkeitsbereich der Rosenheimer Schulämter nehmen acht Einrichtungen daran teil: die Grundschulen Fürstätt, Astrid-Lindgren, Happing und Prinz sowie die Mittelschulen Am Luitpoldpark und Fürstätt. Dazu kommen das Sonderpädagogische Förderzentrum Rosenheim und die Berufsschule I.

Stadt und Landkreis werden „Inklusive Region“

Eine weitere Neuerung betrifft die Inklusion. Stadt und Landkreis Rosenheim wurden für das Schuljahr 2026/27 als „Inklusive Region“ ausgewählt. Eine entsprechende Auszeichnung soll noch überreicht werden.
Nach Angaben der Schulamtsleitung ist Inklusion dabei nicht Aufgabe einer einzelnen Schule, sondern soll im Zusammenspiel verschiedener Einrichtungen funktionieren. Dazu gehören unter anderem Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Beratungsstellen, Förder- und Gesundheitseinrichtungen.

Im Raum Rosenheim gibt es dafür bereits verschiedene Angebote und Netzwerke, darunter regionale Beratungsstellen, inklusive Beratungsteams, eine Steuerungsgruppe Inklusion und die sogenannten MUT-Teams. Diese Angebote sollen künftig weiter ausgebaut werden.

Ganztagsanspruch startet mit den Erstklässlern

Für die 3264 Erstklässler bringt das neue Schuljahr außerdem eine weitere Veränderung: Seit diesem Schuljahr gilt für Kinder der ersten Klasse der gesetzliche Anspruch auf ganztägige Betreuung und Bildung. Der Anspruch wird in den kommenden Jahren schrittweise auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet und gilt ab dem Schuljahr 2029/30 für die Klassen 1 bis 4.

Vorgesehen sind Betreuung und Bildungsangebote von Montag bis Freitag bis zu acht Stunden täglich. Der Anspruch umfasst grundsätzlich auch die Ferien, wobei Feiertage und bestimmte Schließzeiten ausgenommen sind. In Bayern sind für die Umsetzung die Landkreise und kreisfreien Städte als öffentliche Träger der Jugendhilfe zuständig, die Kommunen organisieren und finanzieren die Ferienangebote.

Für die 3264 Kinder, die heute erstmals ihre Schule betreten, dürften diese großen Entwicklungen allerdings zunächst weit weg sein. Für sie geht es vor allem um die neue Klasse, den ersten Lehrer, den Weg zur Schule, die erste Pause – und natürlich um die Frage, was wohl in der Schultüte steckt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re / Foto: Karin Wunsam)