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3. Mai: Internationaler Tag der Pressefreiheit

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Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

3. Mai 2024

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Rosenheim / Bayern / Deutschland / Welt – Der 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. „Es ist ein Uhr – nicht mehr fünf nach nach zwölf“, so der Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien zur Pressekonzentration. Die Reporter ohne Grenzen sehen Deutschland in ihrer Rangliste auf Platz 10.

Platz 10 ist ein Aufstieg gegenüber 2023. Da fand man Deutschland in Sachen Pressefreiheit noch auf Platz 21. Doch sieht man genauer hin, hat sich dann doch gar nicht so viel verändert. „Betrachtet man die Gesamtpunktzahl, hat sich die Situation in Deutschland aber nur geringfügig verbessert und auch nur in der Kategorie Sicherheit. Der Sprung auf Ranglistenplatz 10 ist zudem auch der Tatsache geschuldet, dass sich andere Länder auf der Rangliste verschlechtert haben“, heißt es dazu in der aktuellen Pressemitteilung von Reporter ohne Grenzen.

Keine guten Noten gibt es vom Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) zur Pressekonzentration. Pressefreiheit und Pressevielfalt seien eng miteinander verknüpft. „Wir erleben gegenwärtig einen erheblichen Konzentrationsprozess, gerade im Bereich kleinerer Zeitungsverlage“, warnt der Geschäftsführer des VDL, Martin Wieske. „Die politisch auch von Bundeskanzler Scholz in Aussicht gestellten und dennoch ausgebliebenen Vertriebshilfen stellen jetzt gerade für kleine Presseunternehmen erwartungsgemäß ein schwerwiegendes Problem dar. Insbesondere der Kostendruck im Vertrieb erdrückt überwiegend kleine Titel und zwingt sie zur Aufgabe ihrer Eigenständigkeit. Im Lokalen geht somit nach und nach vielerorts ein Stück der Vielfalt verloren. Die Politik sollte darüber noch einmalnachdenken, ob sie das in der Fläche so weiterlaufen lassen möchte, hinterfragt Wieske. Sein Fazit ein einer aktuellen Pressemitteilung: „Es ist nun ein Uhr, nicht mehr fünf nach zwölf““.
(Quelle: Pressemitteilungen VDL und Reporter und Grenzen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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