Kammer / Landkreis Traunstein – Sommer und Winter passen eigentlich nicht besonders gut zusammen. In Kammer funktionierte die Kombination trotzdem erstaunlich gut. Bei rund 30 Grad trafen sich dort kürzlich die Freunde der Schneefräse, mit rund 35 Maschinen, Schneeschaufeln, Schneehexen und sogar einer Schneekanone.
Wer am Gasthaus zur Post vorbeikam, bekam einen ungewöhnlichen Anblick geboten: Zwei große aufblasbare Schneemänner begrüßten die Besucher, während auf dem Gelände Schneefräsen unterschiedlichster Baujahre aufgereiht standen. Eine davon hatte schon einiges erlebt. Eine Aebi aus dem Jahr 1977 war mit annähernd 50 Betriebsjahren die älteste noch funktionsfähige Maschine der Ausstellung.
Vom Liebhaberstück bis zur kommunalen Fräse
Für die Besucher gab es einiges zu entdecken. Neben modernen Geräten waren auch historische Schneefräsen und kommunale Maschinen vertreten. Zu jeder ausgestellten Fräse gab es ein Schild mit Informationen zu Hersteller, Herkunft und Alter. Auch Schneehexen und Schneeschaufeln durften bei der Ausstellung nicht fehlen.
Ganz winterlich ging es bei der Kleidung allerdings nicht zu. Hawaiihemden, kurze Hosen und Badelatschen passten deutlich besser zu den sommerlichen Temperaturen als Winterstiefel und dicke Jacken.
Für das passende Wintergefühl sorgte unter anderem die Skiabteilung der DJK Kammer mit einer Schneekanone. Zwei aufblasbare Schneemänner mit acht beziehungsweise zwei Metern Höhe machten das Treffen schon von weitem sichtbar.
Auch zwei Schneefräsenhändler und einige Mitglieder des MSC Ruhpolding waren dabei. Zwischen den Teilnehmern wurde über Technik, Motoren und die richtige Schneeräumung gefachsimpelt. Einige Besitzer ließen ihre Maschinen natürlich auch gleich laufen.
Glühwein bei 30 Grad
Spätestens zur Mittagszeit wurde es im Gastgarten des Gasthauses zur Post voll. Rund 150 Besucher und Teilnehmer kamen nach Einschätzung der Organisatoren über den Tag verteilt zusammen.
Kulinarisch blieb man ebenfalls dem ungewöhnlichen Motto treu. Neben Bosna und den Spezialitäten des Gasthauses gab es hausgemachte Plätzchen – und Glühwein. Für sommerliche Temperaturen hatten die Organisatoren allerdings eine eigene Lösung gefunden: den „Glühwein Spritz“.
„Uns ist aufgefallen, dass Schneefräsen eigentlich im Sommer auch mal bewegt werden müssen – und schon war die Idee geboren“, erklärt Andreas Haitzer vom Organisationsteam.
Was zunächst als spontane Idee gedacht war, wurde damit zu einem gelungenen ersten Treffen. Am Ende waren sich Organisatoren und Besucher einig: Für ein bisschen Winterstimmung braucht es offenbar weder Schnee noch Minusgrade.
Eine Neuauflage des Schneefräsentreffens in Kammer ist bereits für das kommende Jahr geplant. Dann dürfen die Maschinen wiederkommen, ob bei 30 Grad oder vielleicht tatsächlich einmal bei winterlichen Temperaturen.
(Quelle: Pressemitteilung Traunstein, Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Fotos: Copyright Andreas Haitzer, Michael Strohhammer)





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