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ADAC-Test: Bayerische Rastplätze schneiden schlecht ab

Blick in sanitäre Anlage. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

16. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München / Bayern –  Kein getesteter Rastplatz in Bayern hat beim aktuellen ADAC-Test die Note „gut“ erreicht. Besonders die Sanitäranlagen sorgen für Kritik. Bundesweit wurden 50 unbewirtschaftete Rastplätze mit WC-Anlagen untersucht.

Die Qualität unbewirtschafteter Rastplätze an deutschen Autobahnen hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Das zeigt ein aktueller Test des ADAC. Von den elf überprüften Anlagen in Bayern erreichte keine die Bewertung „gut“. Die Ergebnisse reichten von „ausreichend“ bis „sehr mangelhaft“.
Bundesweit fiel fast jeder zweite getestete Rastplatz mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch. Die Note „sehr gut“ wurde überhaupt nicht vergeben. Hauptproblem sind laut ADAC die Sanitäranlagen. Im Vergleich zum letzten Test vor vier Jahren hätten sich knapp zwei Drittel der bundesweit untersuchten Anlagen verschlechtert.
Auch in Bayern zeigt sich diese Entwicklung: Nur ein erneut getesteter Rastplatz konnte sein Ergebnis halten, alle anderen schnitten schlechter ab als 2022.

Bester bayerischer Rastplatz erreicht nur „ausreichend“

Im Durchschnitt liegen die bayerischen Rastplätze zwar etwas über dem bundesweiten Ergebnis. Für eine gute Bewertung reicht es aber bei keinem der getesteten Standorte.
Am besten schnitt der Rastplatz Schlossberg an der A93 zwischen Pfreimd und Nabburg ab. Er erreichte die Note „ausreichend“ und landete bundesweit auf Rang zehn.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema – aus dem Jahr 2022: 

Am schlechtesten bewertet wurde in Bayern der Rastplatz Fuchsberg-West an der A8 zwischen Sulzemoos und Dachau/Fürstenfeldbruck. Er erhielt die Note „sehr mangelhaft“ und belegte im bundesweiten Vergleich Rang 43. Neben Problemen bei den Sanitäranlagen wirkten sich dort auch Einschränkungen durch eine Baustelle negativ auf das Ergebnis aus.

Ebenfalls mit „mangelhaft“ bewertet wurden die Rastplätze Fronberg Süd (A3), Mühlbuck West (A7) und Bärenholz West (A93).

Toiletten als größtes Problem

Die größten Schwächen sehen die Tester bei den Sanitäranlagen. Kritisiert wurden unter anderem verschmutzte Toiletten, fehlendes Toilettenpapier, defekte oder leere Seifenspender, nicht funktionierende Handtrockner sowie Mängel bei der Barrierefreiheit.
Besser bewertet wurden dagegen häufig die Verkehrsführung, die Parkplatzanlagen und teilweise auch die Außenbereiche. Laut ADAC zeigt sich damit ein bundesweiter Trend: Die grundlegende Infrastruktur für Fahrzeuge funktioniere meist, während bei Toiletten und Aufenthaltsqualität Verbesserungsbedarf bestehe.

ADAC fordert bessere Reinigung und Wartung

„Niemand erwartet auf einem unbewirtschafteten Rastplatz Luxus. Saubere und funktionierende Toiletten sowie ein sicherer Aufenthalt müssen aber selbstverständlich sein. Dass kein einziger getesteter Rastplatz im Freistaat die Note ,gut‘ erreicht, zeigt den Handlungsbedarf deutlich“, sagt Alexander Kreipl, verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern.

Eine begleitende Nutzerbefragung bestätigt laut ADAC die Testergebnisse. Für die Befragten sei Sauberkeit der wichtigste Punkt bei einem Rastplatz – gleichzeitig werde genau dieser Bereich am häufigsten kritisiert. 42 Prozent der Befragten gaben an, mit den Gegebenheiten auf Rastplätzen (sehr) unzufrieden zu sein. Nur 28 Prozent äußerten sich (sehr) zufrieden.
Der ADAC fordert deshalb unter anderem eine konsequentere Reinigung der Sanitäranlagen, eine zuverlässige Wartung der technischen Ausstattung sowie Verbesserungen bei Beleuchtung und Notrufeinrichtungen. Zuständig für die Rastplätze an Autobahnen ist die Autobahn GmbH des Bundes.

Auch die Nutzer selbst seien gefordert, die Anlagen sauber zu halten. Der ADAC verweist dabei auf zunehmenden Vandalismus – von Graffitis und Aufklebern bis hin zu mutmaßlicher Zerstörung von Inventar.
„Wie grobe Verschmutzungen fällt auch Vandalismus nicht vom Himmel. Es sind leider vermehrt Nutzer, die die Anlagen für andere Reisende oft nur noch schwer erträglich machen”, so Kreipl.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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