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Bayerische Vereinsbank, Rosenheim, 1920

Bayerische Vereinsbank am Rosenheimer Max-Josefs-Platz im Jahr 1920. Foto: Archiv Herbert Borrmann

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1920. Das historische Foto zeigt die damalige Bayerische Vereinsbank am Rosenheimer Max-Josefs-Platz 7. Das markante Eckgebäude an der Hafnerstraße gehört bis heute zu den prägenden Häusern der Rosenheimer Innenstadt – seine Geschichte reicht jedoch weit über die Zeit als Bank hinaus.

Bevor dort Bankgeschäfte abgewickelt wurden, diente das Gebäude über viele Jahrzehnte als Amtssitz des Königlichen Landgerichts Rosenheim. Von 1807 bis 1874 wurde hier Recht gesprochen. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die in dem Haus wirkten, gehörte Landrichter Franz Joseph von Klöckel. Er verfasste die erste gedruckte Chronik der Stadt Rosenheim und hinterließ damit ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte.

Noch früher befand sich das Anwesen im Besitz des Rosenheimer Eisenhändlers und späteren Bürgermeisters Bernhard Plest.

Wandel zum Bankgebäude

Nachdem das Landgericht in die Königstraße umgezogen war, wurde das Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus genutzt. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte ein umfangreicher Umbau für die Nutzung als Bankfiliale. Zunächst zog die Bayerische Handelsbank ein.
Das Foto aus dem Jahr 1920 dokumentiert einen weiteren Einschnitt in der Geschichte des Hauses. In dieser Zeit übernahm die Bayerische Vereinsbank die Bankgeschäfte der Bayerischen Handelsbank. Damit erhielt auch die Filiale am Max-Josefs-Platz den Schriftzug der Bayerischen Vereinsbank, der auf der historischen Aufnahme gut zu erkennen ist.

Ein Blickfang bis heute

Besonders auffällig ist der markante Eckerker zur Hafnerstraße. Gemeinsam mit der für den Inn-Salzach-Stil typischen Fassade prägt er bis heute das Erscheinungsbild des Gebäudes. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist Teil des historischen Ensembles rund um den Max-Josefs-Platz – der „Guten Stube“ Rosenheims.
Wer heute an der Hausnummer 7 vorbeikommt, findet dort keine Bank mehr. Das geschichtsträchtige Gebäude wird inzwischen anderweitig genutzt. Äußerlich hat es sich jedoch seinen historischen Charakter bewahrt und erinnert noch immer an die Zeit, als hier Bankkunden ein- und ausgingen.

Welche Erinnerungen verbindet Ihr mit diesem Gebäude oder der ehemaligen Bayerischen Vereinsbank? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

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