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Wespennest entfernen lassen: ADAC warnt vor unseriösen Anbietern

Wespennest. Symbolfoto re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

20. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Ein Wespennest am Haus kann im Sommer schnell zum Problem werden. Wer deshalb kurzfristig einen Schädlingsbekämpfer sucht, sollte allerdings nicht vorschnell den erstbesten Anbieter beauftragen. Der ADAC warnt vor Dienstleistern, die mit intransparenten Preisen arbeiten oder Kunden zu einer sofortigen Zahlung drängen. Auch beim Umgang mit Wespen und Hornissen gibt es rechtliche Vorgaben.

Wer im Internet nach einem Anbieter sucht, kann nach Angaben des ADAC auf Dienstleister stoßen, bei denen aus einem zunächst kurzen Einsatz eine Rechnung von mehreren Hundert Euro wird. Der ADAC rät deshalb, mehrere Angebote zu vergleichen, die Kosten vor der Beauftragung möglichst schriftlich festzuhalten und sich nicht zu einer sofortigen Zahlung an der Haustür drängen zu lassen.

Ein schriftlicher Kostenvoranschlag kann dabei helfen, böse Überraschungen zu vermeiden. Auch eine auffällig hohe Rechnung für einen kurzen Einsatz sollte hinterfragt werden.

Stefan Busko, M.Sc., Biologe sowie Wespen- und Schädlingsexperte und Fachpartner im Handwerkernetzwerk des ADAC Zuhause-Schutzbriefs, nennt als Orientierung: „Bei einfachen Fällen ohne besonderen Aufwand liegen die Kosten für die Entfernung eines Wespennestes häufig zwischen 150 und 250 Euro inklusive Anfahrt, zuzüglich Mehrwertsteuer. Eine Umsiedlung verursacht zwar mehr Aufwand, dafür wird aber auch kein Insektizid benötigt. Deshalb sind die Kosten für eine Umsiedlung nicht wesentlich höher.“

Nicht jeder Anbieter ist seriös

Auch beim Blick auf den Anbieter selbst gibt es laut ADAC einige Punkte, auf die Verbraucher achten können. Rechnungen sollten beispielsweise eine Rechnungsnummer und die vollständige Anschrift des Unternehmens enthalten. Auch auf der Internetseite sollte ein vollständiges Impressum zu finden sein.
Vorsicht sei insbesondere angebracht, wenn ein Anbieter eine örtliche Nähe suggeriert, tatsächlich aber weit vom Einsatzort entfernt sitzt. Dadurch können hohe Anfahrtskosten entstehen. Auch bei auffälligen Anzeigen in Suchmaschinen oder beworbenen „Notdiensten“ ohne klare Angaben zum Unternehmen empfiehlt der ADAC, genauer hinzuschauen.

Ein weiterer Hinweis kann die Ausrüstung sein. Eine Umsiedlung von Wespen oder Hornissen erfordert laut Busko Erfahrung, Schutzkleidung und entsprechendes Equipment. „Eine Umsiedlung ist zeit- und arbeitsaufwendig und nicht ungefährlich. Sie erfordert insbesondere Schutzkleidung und das passende Equipment sowie Erfahrung. Ohne Schutzanzug wäre etwa eine fachgerechte Umsiedlung kaum möglich“, erklärt er.

Wespen stehen unter Schutz

Neben möglichen Kostenfallen spielt auch der Artenschutz eine Rolle. Wespen stehen grundsätzlich unter allgemeinem Schutz. Hornissen und einige weitere Arten genießen einen besonderen Schutz.
Eine Entfernung, Umsiedlung oder Bekämpfung darf deshalb nicht unabhängig von der jeweiligen Art und Situation erfolgen. Nach Angaben des ADAC können bei einem unsachgemäßen Entfernen, Töten oder Zerstören geschützter Nester Bußgelder drohen.

Berufsbezeichnung sagt wenig über Qualifikation aus

Auch bei der Auswahl des Fachbetriebs lohnt sich ein genauer Blick auf die Qualifikation. Die Bezeichnung „Kammerjäger“ ist in Deutschland nicht geschützt. Für den Beruf des Schädlingsbekämpfers gibt es dagegen einen anerkannten IHK-Abschluss. „Im Zweifel sollten Verbraucher bezüglich der Qualifikation von Dienstleistern lieber nachfragen“, empfiehlt Busko. „Eine Zusatzqualifikation zur Lebensweise von Wespen und Hornissen ist nützlich. Für den Einsatz verschiedener Insektizide ist eine Fach- beziehungsweise Sachkunde erforderlich.“

Der ADAC empfiehlt damit vor allem, sich vor der Beauftragung über Qualifikation, Kosten und das konkrete Vorgehen zu informieren.
Der ADAC Zuhause-Schutzbrief vermittelt nach eigenen Angaben bundesweit Handwerksprofis. Für das Netzwerk werden laut ADAC unter anderem entsprechende Qualifikationen und Zertifizierungen vorausgesetzt. Beim Bereich Wespennestentfernung und Schädlingsbekämpfung wird dabei auf eine Zertifizierung nach DIN EN 16636 geachtet.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC Zuhause Versicherung AG / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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