Rosenheim – Kinder reagieren deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen und starke UV-Strahlung als Erwachsene. Wie Eltern ihre Kinder an heißen Sommertagen schützen können, zeigt ab sofort die Ausstellung „Hitze- und UV-Schutz für Groß und Klein“ im Gesundheitsamt Rosenheim.
Die Ausstellung ist bis Ende September im Wartebereich des Gesundheitsamtes in der Prinzregentenstraße 19 zu sehen. Besucher erhalten dort leicht verständliche Informationen und praktische Tipps zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes können Kinder ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene, da ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt sind. Dadurch steigt das Risiko für Überhitzung. „Ein roter Kopf ohne Schweiß ist Warnsignal Nummer eins!“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl.
Warnzeichen ernst nehmen
Zu den ersten Anzeichen einer Überhitzung gehören Schwindel, Erschöpfung und Kopfschmerzen. Bei einem Hitzschlag können zusätzlich heiße, gerötete Haut, fehlendes Schwitzen, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle auftreten. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.
Besteht der Verdacht auf hitzebedingte Beschwerden, sollte das Kind umgehend an einen kühlen Ort gebracht werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt außerdem, ausreichend trinken zu lassen, enge Kleidung zu lockern und mit feuchten Tüchern für Abkühlung zu sorgen. Bessern sich die Beschwerden nicht oder besteht der Verdacht auf einen Sonnenstich oder Hitzschlag, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 verständigt werden.
So lassen sich heiße Tage besser überstehen
Um gesundheitliche Probleme möglichst zu vermeiden, sollten Kinder nach Möglichkeit zwischen 11 und 17 Uhr nicht in der prallen Sonne spielen, sondern sich in kühleren Innenräumen aufhalten. Leichte, luftdurchlässige Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie regelmäßiges Trinken helfen zusätzlich. Gerade beim Spielen vergessen Kinder häufig das Trinken. Eltern sollten deshalb aktiv und möglichst stündlich Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte anbieten.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Gesundheitsamtes zu sehen: montags bis freitags von 7.30 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 13 bis 17 Uhr. Sie entstand in Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes Rosenheim mit der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim im Rahmen des kommunalen Hitzemanagements.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)


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