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Wo Bayerns Einkommensmillionäre leben – neue Steuerstatistik liegt jetzt vor

Münzenstapel auf Geldscheinen. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

16. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Mehr als jeder zweite Einkommensmillionär Bayerns lebt in Oberbayern. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Auswertung des Bayerischen Landesamts für Statistik. Die Zahlen stammen aus dem Steuerjahr 2022 – aus gutem Grund: Erst nach Abschluss der Steuerveranlagungen können sie belastbar ausgewertet werden.

Im Jahr 2022 lebten in Bayern 8.034 sogenannte Einkommensmillionäre. Das waren 327 mehr als im Vorjahr – ein Plus von 4,2 Prozent. Als Einkommensmillionäre gelten Steuerpflichtige mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von mindestens einer Million Euro im Jahr.
Mehr als die Hälfte dieser Spitzenverdiener – genau 54,2 Prozent – hatte ihren Wohnsitz in Oberbayern. Allein in der Stadt und im Landkreis München lebten 2.481 Einkommensmillionäre.

Landkreis Starnberg bleibt Spitzenreiter

Gemessen an der Einwohnerzahl weist der Landkreis Starnberg erneut die höchste Millionärsdichte Bayerns auf. Dort kamen 2022 rund 25 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Dahinter folgen der Landkreis München (17,1), der Landkreis Miesbach (16,4), die Stadt München (12,6) und die kreisfreie Stadt Landshut (9,6).
Im bayernweiten Durchschnitt entfielen 6,1 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner. Fünf Jahre zuvor waren es noch 4,4. Seit 2017 ist die Zahl der Einkommensmillionäre damit um rund 41 Prozent gestiegen.

Kleine Gruppe mit großem Steueranteil

Obwohl Einkommensmillionäre nur rund 0,1 Prozent aller Steuerpflichtigen in Bayern ausmachten, erzielten sie 5,9 Prozent des gesamten Einkommens. Gleichzeitig entfielen auf diese Gruppe 11,6 Prozent der festgesetzten Einkommensteuer. Nach Angaben des Landesamts ist der höhere Steueranteil auf den progressiven Einkommensteuertarif zurückzuführen.
Den größten Teil ihrer Einkünfte erzielten die Einkommensmillionäre aus Gewerbebetrieben. Diese machten mit 14,7 Milliarden Euro rund 65 Prozent aller Einkünfte dieser Gruppe aus. Weitere 4,2 Milliarden Euro stammten aus nichtselbstständiger Arbeit.

Warum erscheinen die Zahlen erst jetzt? Die Lohn- und Einkommensteuerstatistik wird grundsätzlich erst mit mehrjähriger Verzögerung veröffentlicht. Der Grund: Zunächst müssen nahezu alle Steuererklärungen bearbeitet und die Daten vollständig ausgewertet werden. Erst dann stehen belastbare Ergebnisse für die amtliche Statistik zur Verfügung
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re).

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