Brixstraße, Rosenheim, 1982

Brixstraße, Rosenheim, 1982

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1982. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Brixstraße in Rosenheim. 

Den Parkplatz auf der rechten Seite des Bildes gab es noch bis ca. 1984 / 1985. Dann wurde auf diesem Areal das Rosenheimer Stadtcenter errichtet. Es galt zu dieser Zeit als modernes Einkaufszentrum. Aktuell gibt es auch dort einige Leerstände. 
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Öffentliche Toiletten in Rosenheim: Dauerthema ohne saubere Lösung?

Öffentliche Toiletten in Rosenheim: Dauerthema ohne saubere Lösung?

Rosenheim – Schlechte Noten, alte Probleme und wenig Fortschritt: Die öffentlichen Toiletten in Rosenheim bleiben ein Dauerärgernis. Vier von zwölf Anlagen befinden sich in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand, die Kritik im Stadtrat wird lauter.

Seit vielen Jahren sorgt die Situation der öffentlichen Toiletten in Rosenheim für Diskussionen. Es geht dabei nicht nur um die Anzahl der Anlagen im Stadtgebiet, sondern vor allem um deren hygienischen Zustand. Anfang Juli 2025 hatten die Stadtratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der ÖDP das Thema erneut mit einem Antrag an die Stadtverwaltung auf die Tagesordnung gebracht. Die zentrale Kritik: Die Zahl der öffentlichen Toiletten sei zu gering, ihr Zustand vielfach nicht tragbar. Gefordert wurden unter anderem eine regelmäßige Reinigung, verlässliche Instandhaltung sowie ein durchgehend barrierefreier Zugang (Innpuls.me berichtete).

Toilettenanlage am Rosenheimer Salingarten. Foto: Archiv Innpuls.me
Note 5 für die Toilettenanlage am Rosenheimer Salingarten. Fotos: Josefa Staudhamemr
Vier von zwölf Toiletten in schlechtem Zustand

In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Jahr 2025 rückte das Reizthema erneut in den Fokus. Die Stadtverwaltung legte eine Übersicht über alle öffentlichen WC-Anlagen im Rosenheimer Stadtgebiet vor – inklusive einer Zustandsbewertung nach Schulnoten von 1 bis 6.

Bewertet wurden insgesamt zwölf öffentliche WC-Anlagen, nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch an den Rosenheimer Seen sowie am Friedhof im Stadtteil Aising. Eine Note 6 („nicht funktionsfähig“) wurde zwar nicht vergeben, das Gesamtbild fällt aus Sicht vieler Stadträte dennoch ernüchternd aus.

Toilettenanlage in der Königstraße in Rosenheim. Foto: Archiv Innpuls.me
Note 5 für die Toilettenanlage in der Rosenheimer Königstraße.
Gleich zwei Anlagen erhielten die Note 5 („äußerst schlechter Zustand“): die öffentliche Toilette im Salingarten sowie jene in der Königstraße. Weitere zwei Anlagen – die Toiletten im Klosterweg an der Inntalhalle sowie im Parkhaus P4 an der Heilig-Geist-Straße – wurden mit der Note 4 („noch akzeptabel, aber schlechter Zustand“) bewertet. Damit befinden sich vier der zwölf öffentlichen Toiletten Rosenheims in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand.

Für Peter Rutz, Fraktionsvorsitzenden der Grünen, ist das nicht hinnehmbar. „Wir ärgern uns jetzt schon über 15 Jahre über den Zustand der öffentlichen WC-Anlagen, und seit dieser Zeit hat sich fast nichts getan“, sagte er in der Sitzung. Die WC-Anlage an der Königstraße sei mittlerweile in einem so schlechten, unhygienischen Zustand, dass man sie eigentlich sofort schließen müsse.

Hinweisschild zur Netten Toilette in Rosenheim. Foto: Archiv Innpuls.me
Mit diesen Schildern wird auf die „Netten Toiletten“ hingewiesen.
Zu wenig Toiletten – und wenig Entlastung durch die „Nette Toilette“

Auch grundsätzlich sieht Rutz Rosenheim deutlich unterversorgt. Empfohlener Standard für eine Stadt mit rund 65.000 Einwohnern seien etwa zehn bis 13 öffentliche Toilettenanlagen. Von diesem Ziel sei Rosenheim aktuell noch weit entfernt.

Keine spürbare Entlastung habe zudem die Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Nette Toilette“ gebracht. Dabei stellen Gastronomen und Einzelhändler ihre Toiletten der Öffentlichkeit zur Verfügung. In Rosenheim beteiligen sich derzeit sechs Betriebe (hier geht es zur Übersicht). Die Resonanz – sowohl bei den Anbietern als auch bei den Nutzern – sei bislang verhalten.

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„Es ist eine nette Idee, aber die große Zustimmung ist bisher ausgeblieben“, sagte Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/UP. Auch er sprach sich dafür aus, die Toilettensituation in Rosenheim endlich zu verbessern.

In dieselbe Kerbe schlug auch die SPD. Deren Fraktionsvorsitzender Abuzar Erdogan zeigte sich frustriert über die seit Jahren wiederkehrende Debatte. „Alle zwei Jahre wiederholt sich gefühlt dieses Thema. Warum kann man es nicht endlich mal angehen? Geld kann da nicht das Problem sein. Das ist eine Sache, die man von heute auf morgen erledigen kann“, sagte Erdogan.

Neue Toiletten geplant – aber auch Schließungen

Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März wollte in der Debatte nichts beschönigen, verwies aber auf geplante Verbesserungen. In den Räumen des früheren Ticketcenters am Busbahnhof an der Stollstraße soll zusätzlich zu den bereits vorhandenen Anlagen eine komplett neue öffentliche WC-Anlage entstehen. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für 2027 vorgesehen. Zudem soll die desolate Anlage im Salingarten durch einen Neubau ersetzt werden.

Infokasten Noten öffentliche WC-Anlagen in Rosenheim.

Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Sobald diese neuen Anlagen in Betrieb gehen, sollen die maroden Toiletten im nahegelegenen Parkhaus P4 sowie in der Königstraße außer Betrieb genommen werden. In der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung heißt es dazu, dass diese WCs „nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll in Stand gesetzt werden können“.

Mehr Kontrolle bei der Reinigung – Zweifel an der Nachhaltigkeit

Durch den Neubau der Toilettenanlagen an der Stollstraße und im Salingarten mit entsprechenden Betriebskonzepten werde das Niveau der öffentlichen WCs insgesamt auf einen guten Standard gehoben, ist man sich bei der Stadtverwaltung sicher.

Zusätzlich soll noch in diesem Jahr eine sogenannte Asset-Tracking-Software eingeführt werden. Reinigungsfirmen müssen ihre Einsätze künftig per Barcode-Scan dokumentieren – inklusive Zeitangaben und Fotodokumentation. Ziel ist es, entfallene Reinigungen zu reduzieren und eine engere Qualitätskontrolle bei gleichbleibendem Personaleinsatz zu ermöglichen.

CSU-Stadtrat Herbert Borrmann äußerte dennoch grundsätzliche Zweifel. Für ihn steht fest: Toilettenanlagen blieben nur dann dauerhaft in einem hygienisch guten Zustand, wenn sie bewirtschaftet würden. Andernfalls sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch neue Anlagen wieder heruntergewirtschaftet seien.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer) 

Massive Auseinandersetzung an S-Bahn-Haltestelle München Hackerbrücke

Massive Auseinandersetzung an S-Bahn-Haltestelle München Hackerbrücke

München – Am frühen Sonntagmorgen (18.1.2026) kam es an der S-Bahn-Haltestelle München Hackerbrücke zu einer schweren körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Beim Eintreffen der Bundespolizei schlugen mehrere Beteiligte im Gleisbereich aufeinander ein. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen und werden dem Haftrichter vorgeführt.

Gegen 3:45 Uhr gerieten drei deutsche Jugendliche im Alter von 16, 17 und 19 Jahren aus bislang unbekannten Gründen mit einer mindestens sechsköpfigen Gruppe deutscher Staatsangehöriger in Streit. Die Jugendlichen waren zuvor aus einer S-Bahn der Linie S1 vom Flughafen ausgestiegen. Auf dem Bahnsteig eskalierte der Streit zu einer handfesten Auseinandersetzung, bei der mehrere Beteiligte ins Gleis stürzten.

Ein unbeteiligter 20-jähriger Zeuge verständigte über den Notruf die Polizei. Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Polizeipräsidiums München mussten den 17- und den 19-Jährigen aus dem Gleisbereich ziehen, da diese dort auf einen 35-jährigen Mann einschlugen. Beide wurden vor Ort festgenommen. Der 16-jährige Begleiter konnte kurz darauf von Kräften der Polizeiinspektion 12 im Nahbereich festgenommen werden.

Die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergab, dass der 35-Jährige zuvor ebenfalls massiv auf die Jugendlichen eingewirkt hatte. Auch er wurde festgenommen.

Bei der Auseinandersetzung zog sich der 35-Jährige Platz- und Schürfwunden am Kopf und an den Beinen zu. Ein 22-jähriger Mann, der schlichtend eingreifen wollte, erlitt schwere Augenverletzungen und musste operativ behandelt werden. Ein weiterer Beteiligter, 25 Jahre alt, verlor kurzzeitig das Bewusstsein und wurde ebenfalls zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.

Alle vier Festgenommenen wurden zur Dienststelle der Bundespolizei in der Denisstraße gebracht. Der 35-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Gegen die drei Jugendlichen wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des Landfriedensbruchs ermittelt. Gegen den 35-Jährigen besteht der Verdacht der Körperverletzung. Alle vier werden auf Weisung der Staatsanwaltschaft München I dem Haftrichter vorgeführt.

Die Bundespolizei bittet Zeugen, die die Auseinandersetzung beobachtet haben, sowie Reisende, denen die Gruppe möglicherweise zuvor in der S-Bahn aufgefallen ist, sich unter 089 515 550-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Frontalzusammenstoß auf Staatsstraße 2078 bei Bruckmühl

Frontalzusammenstoß auf Staatsstraße 2078 bei Bruckmühl

Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Am Sonntagmorgen (18.1.2026)  kam es auf der Staatsstraße 2078 in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) zu einem schweren Verkehrsunfall. Zwei Pkw stießen frontal zusammen, ein Trümmerfeld erstreckte sich über die gesamte Fahrbahn, und die Freiwillige Feuerwehr musste einen der Fahrer aus seinem stark beschädigten Fahrzeug befreien.

Ein 74-jähriger Mann aus Feldkirchen-Westerham war gegen 06:50 Uhr von Bruckmühl in Richtung Feldkirchen-Westerham unterwegs, als er auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem entgegenkommenden Pkw eines 35-jährigen Mannes zusammenstieß. Beide Fahrzeuge wurden bei der Kollision so stark beschädigt, dass sie als Totalschaden gelten.

Beide Unfallbeteiligten wurden, nach den Angaben der Polizei, verletzt und zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Vermutlich verringerte Geschwindigkeit bei dichtem Nebel verhinderte schwerere Verletzungen.
Die Staatsstraße 2078 war für etwa zwei Stunden gesperrt. Der Gesamtschaden wird auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Polizeiinspektion Bad Aibling hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
(Quelle: Polizeiinspektion Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Mehrere Verkehrsteilnehmer in Rosenheim kontrolliert

Mehrere Verkehrsteilnehmer in Rosenheim kontrolliert

Rosenheim – In Rosenheim haben Beamte der Polizei in den vergangenen Tagen mehrere Fahrzeugführer aus dem Verkehr gezogen, bei denen Alkohol- oder Drogenkonsum oder fehlende Fahrerlaubnis festgestellt wurde.

Raubling – deutlicher Alkoholwert:
In der Loretowiese beobachteten die Beamten am frühen Samstagmorgen (17.1.2026) einen 27-jährigen Raublinger, der unsicher in eine Parklücke einparken wollte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er über 1,1 Promille Alkohol im Blut hatte. Der Führerschein wurde sichergestellt, eine Blutentnahme durchgeführt. Der Mann muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.

Rosenheim – E-Scooter unter Drogen:
Am Freitagnachmittag fiel den Beamten in der Prinzregentenstraße ein E-Scooter auf, der deutlich zu schnell auf dem Gehweg unterwegs war. Bei der Kontrolle bestätigte ein Test den Konsum mehrerer Drogen.
Der 45-jährige Fahrer aus Rosenheim, der keine Fahrerlaubnis besitzt, wurde angezeigt – unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrens unter Drogeneinfluss. Der E-Scooter wurde sichergestellt, eine Blutentnahme angeordnet.

Rosenheim – Alkohol am Steuer:
Am Freitagabend in der Innstraße kontrollierten Beamte einen 54-jährigen Pkw-Fahrer aus Waldkraiburg. Sein Atemalkoholwert lag über 0,5 Promille. Ihn erwarten ein Bußgeld von 500 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot.
(Quelle:  Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd) 

Mercedes kollidiert beim Ausfahren aus Grundstück in Rosenheim

Mercedes kollidiert beim Ausfahren aus Grundstück in Rosenheim

Rosenheim – Beim Ausfahren aus einer Grundstücksausfahrt in die Lessingstraße in Rosenheim kam es am Freitagnachmittag (16.1.2026) zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Autos.

Ein 61-jähriger Rosenheimer wollte mit seinem Mercedes in den fließenden Verkehr in südöstliche Richtung einfahren und übersah dabei, nach den Angaben der Polizei, den von links kommenden Mercedes einer gleichaltrigen Frau aus Rosenheim. Beim Einfahren touchierte er mit seiner Stoßstange die rechte Seite des bevorrechtigten Fahrzeugs.

Beide Beteiligten blieben unverletzt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 9.000 Euro geschätzt. Der Unfallverursacher wurde vor Ort verwarnt.
(Quelle: Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Technischer Defekt löst Wohnungsbrand in Rosenheim aus

Technischer Defekt löst Wohnungsbrand in Rosenheim aus

Rosenheim – Schon ein kleiner technischer Defekt kann großen Schaden anrichten: In Rosenheim geriet am Donnerstagmorgen (15.1.2026) ein defekter Akku in einer Wohnung in der Oberwöhrstraße in Brand.

Die Flammen griffen auf Kleidung und Möbel über, doch die Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung verhindern. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden liegt bei rund 5.000 Euro. Die Wohnung der 34-jährigen Bewohnerin ist derzeit unbewohnbar.
Ob gegen Brandverhütungsvorschriften verstoßen wurde, wird noch ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Dreister Diebstahl im Rosenheimer Supermarkt

Dreister Diebstahl im Rosenheimer Supermarkt

Eine 94-Jährige wurde am Freitagvormittag (16.1.2026) Opfer eines dreisten Diebstahls in einem Lebensmittelladen in der Küpferlingstraße in Rosenheim.

Zwischen 9:00 und 9:30 Uhr hatte die Rentnerin ihre Handtasche in ihrem Rollator verstaut, während sie einkaufte. Ein unbekannter Täter nutzte den Moment und entwendete die Tasche. Darin befanden sich, nach den Angaben der Polizei, neben diversen persönlichen Dokumenten auch Bargeld im mittleren dreistelligen Bereich.
Die Polizei Rosenheim bittet Zeugen, die Hinweise zum Täter geben können, sich unter Telefon 08031/200-2200 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innbrücke, Rosenheim, 1911

Innbrücke, Rosenheim, 1911

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1911. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Innbrücke von Stephanskirchen nach Rosenheim. 

Um genau zu sein, handelt es sich bei unserem heutigen Fotooldie um eine Zeichnung. Der Blick geht über den Inn hin zur Rosenheimer Innenstadt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

TSV 1860 Rosenheim U19 scheitert erst im Siebenmeterschießen

TSV 1860 Rosenheim U19 scheitert erst im Siebenmeterschießen

Rosenheim – Die U19 des TSV 1860 Rosenheim hat bei der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft eine starke Leistung gezeigt und musste sich erst im Finale nach einem packenden Siebenmeterschießen geschlagen geben.

Bereits in der Gruppenphase überzeugte die Mannschaft mit drei Siegen und einem Unentschieden und zog souverän in die K.o.-Runde ein. Im Viertelfinale setzte sich das Team von Trainer Markus Wallner deutlich mit 3:0 gegen den TSV Poing durch. Auch im Halbfinale zeigte die U19 eine konzentrierte und spielstarke Leistung und gewann verdient mit 2:0 gegen den SV Heimstetten.

Entscheidung fiel im Siebenmeterschießen

Im Finale traf Rosenheim auf den SV Waldeck-Obermenzing. Nach einer intensiven Partie stand es nach der regulären Spielzeit 0:0, sodass die Entscheidung im Siebenmeterschießen fallen musste. Spannender hätte es kaum sein können: Erst nach 25 verwandelten Siebenmetern war der Sieger ermittelt, diesmal hatten die Rosenheimer das Nachsehen.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

Felßner: „2026 muss ein Jahr der Entscheidungen für die Landwirtschaft werden“ – BBV legt 15-Punkte-Katalog vor

Felßner: „2026 muss ein Jahr der Entscheidungen für die Landwirtschaft werden“ – BBV legt 15-Punkte-Katalog vor

München / Bayern – Bei der Neujahrspressekonferenz des Bayerischen Bauernverbands (BBV) hat Präsident Günther Felßner die zentralen agrarpolitischen Anliegen des Verbands für 2026 vorgestellt. Im Mittelpunkt des vorgestellten 15-Punkte-Katalogs stehen Themen wie der künftige EU-Haushalt, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), Düngeverordnung und Nitratrichtlinie, Planungssicherheit für Betriebe, die aktuelle Preislage landwirtschaftlicher Güter sowie das Mercosur-Abkommen.

Felßner betont, dass „gerade in angespannten Zeiten, [es] durch entschiedenes politisches Handeln Perspektiven [braucht], um die Chancen der Land- und Forstwirtschaft zu nutzen“. Seiner Ansicht nach müssen Berlin und Brüssel jetzt handeln, zudem nimmt Bayern mit dem Vorsitz der Agrarministerkonferenz 2026 eine entscheidende Rolle ein. Felßner verweist auf die Aussagen von Ministerin Michaela Kaniber zu Entwaldungsverordnung, Naturwiederherstellungsverordnung und Bodenüberwachungsgesetz und fordert „konkrete Initiativen gegenüber der Bundesregierung und über den Bundesrat – neben einer Befassung bei der Agrarministerkonferenz“.

EU-Haushalt und GAP: Felßner warnte vor geplanten Kürzungen im EU-Haushalt ab 2028. Seiner Einschätzung nach sichert die GAP Ernährung, Stabilität und Versorgungssicherheit in Europa, und Kürzungen würden die regionale Landwirtschaft sowie die Versorgung gefährden. Der BBV fordert nach Ansicht von Felßner klare Prioritäten für die Agrarpolitik und Planungssicherheit für die Zeit nach 2028.

Jahr der Landwirtin

Zudem fordert Felßner neben Unterstützung junger Menschen und familiengeführter Betriebe auch mehr Initiativen für weibliche Betriebsleiterinnen: „Frauen sind schon heute tragende Säulen der Landwirtschaft. Aber aktuell werden nur neun Prozent der bayerischen Höfe von einer Frau geführt. Wir sind überzeugt, dass deutlich mehr möglich ist. Und hier wollen wir entschlossen anschieben und gemeinsam mit Politik und Gesellschaft verlässliche Rahmenbedingungen schaffen – über das UN-Jahr 2026 der Landwirtin hinaus.“
Düngerecht: Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz war nach Darstellung von Felßner die Düngeverordnung. Er bezeichnet das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts als „Wendepunkt“ und fordert, dass das Düngerecht grundlegend überarbeitet wird. Felßner spricht sich für weniger Bürokratie, mehr Fachlichkeit und wirksamen Wasserschutz aus. Er hofft auf Impulse von Ministerin Kaniber, die das Düngerecht „neu denken will nach dem Leitbild fair und verursachergerecht“.

Preislage an den Agrarmärkten: Nach Meinung von Felßner ist die aktuelle Lage an den Agrarmärkten alarmierend, insbesondere bei gleichzeitig hohen Betriebskosten. Er verweist auf die niedrigen Preise bei tierischer Veredelung, Milchmarkt und Ackerbau und appelliert „an alle Akteure der Lebensmittelkette, ihre Verantwortung ernst zu nehmen“. Felßner betont, dass Heimische Landwirtschaft auch bedeute, über dem Weltmarktpreis zu bezahlen, um langfristig stabile Lieferbeziehungen zu sichern. Zugleich kritisiert er, dass steigende Auflagen und Marktöffnungen die Betriebe belasten und „beim Stallbau fragt man sich, wie bei immer höheren Auflagen und Kosten beim Bau noch Platz für die Weiterentwicklung der Tierhaltung bleibt“.

Mercosur-Abkommen: Felßner erklärt, dass der Agrarteil des geplanten Handelsabkommens nach wie vor „inakzeptabel“ sei. Seiner Meinung nach könnten Importe aus Brasilien trotz der EU-Schutzklauseln die europäischen Verbraucherstandards nicht erfüllen. Er fordert eine verbindliche Umsetzung der angekündigten zusätzlichen Mittel und Anpassungen bei Düngemittelimporten. Auch bei Naturwiederherstellung, Nitratrichtlinie und Wasserrahmenrichtlinie erwartet Felßner nach eigener Aussage „grundsätzliche Korrekturen für ausreichend Praxistauglichkeit“.

Fazit: Felßner betont: „Die Land- Forstwirtschaft ist bereit Verantwortung zu tragen. Aber sie braucht politische Verlässlichkeit. 2026 muss ein Jahr der Entscheidungen werden. Der Bayerische Bauernverband liefert konkrete Lösungsansätze. Jetzt müssen Bayern, Berlin und Brüssel handeln und den entsprechenden Rahmen dafür setzen.“ Er verweist zudem auf die angekündigten EU-Bürokratieabbau-Maßnahmen, stellt jedoch klar, dass die Betriebe bislang kaum davon profitiert hätten. Felßner fordert „ein echtes Auflagenmoratorium – keine neuen Pflichten, keine neuen Hürden und parallel einen Abbau an Auflagen.“
Weitere Infos und der gesamte Forderungskatalog ist hier einsehbar.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Grüne Rosenheim fordern klare Pläne für Radentscheid – und mehr Tempo bei der Umsetzung

Grüne Rosenheim fordern klare Pläne für Radentscheid – und mehr Tempo bei der Umsetzung

Rosenheim – Seit der Beschlussfassung des Radentscheids Rosenheim im Jahr 2020 sind mehrere Jahre vergangen, doch nach Ansicht der Initiatoren des Bürgerbegehrens hat sich in puncto Fahrradfreundlichkeit der Stadt bisher nur wenig bewegt. Um die Umsetzung voranzutreiben, hat die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nun einen Antrag gestellt, der von Oberbürgermeister Andreas März die Vorlage eines detaillierten Umsetzungsberichts, eines aktualisierten Maßnahmen- und Zeitplans sowie die Wiederaufnahme regelmäßiger Fortschrittsberichte fordert.

Der Radentscheid war im März 2020 mit großer Mehrheit beschlossen worden. Ziel war es, das Radfahren in Rosenheim sicherer und einfacher zu machen, bessere Verbindungen im Stadtgebiet zu schaffen und klare Planungsgrundlagen zu etablieren. Seitdem wurden einzelne Projekte umgesetzt oder begonnen, etwa der neue Geh- und Radweg in der Eichfeldstraße sowie Planungen für mehrere wichtige Straßen. Viele weitere Maßnahmen stehen jedoch weiterhin aus. Die Grünen weisen darauf hin, dass der Stand der Umsetzung zunächst regelmäßig im Verkehrsausschuss vorgestellt wurde, diese Berichte seit 2024 aber ausblieben, sodass Übersicht und Transparenz über den Fortschritt ihrer Meinung nach fehlen.

„Verkehrssicherheit ist kein Verhandlungsgegenstand“

„Sichere Radwege sind kein Luxus, sondern eine Frage der Sicherheit – besonders auch für Kinder auf dem Schulweg“, sagt Sonja Gintenreiter, Fraktionssprecherin der Grünen. Peter Weigel, Stadtrat der Grünen, ergänzt: „Es kann nicht sein, dass die Projekte immer wieder verschoben werden. Die Menschen erwarten, dass wir handeln.“ Robert Lappy betont zudem: „Verkehrssicherheit ist kein Verhandlungsgegenstand. Wir brauchen klare Verantwortlichkeiten und eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wo hakt es? Und wie holen wir das Versäumte auf?“

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Die Grünen fordern, dass der Radentscheid konsequent umgesetzt wird, um Rosenheim zu einer sicheren, klimafreundlichen und lebenswerten Stadt zu machen. „Jeder Tag ohne sichere Radwege ist ein Tag zu viel“, so Gintenreiter. Seit der Beschlussfassung organisieren die Initiatoren des Bürgerbegehrens immer wieder Aktionen, darunter Fahrraddemos, um auf die Umsetzung der Ziele aufmerksam zu machen.

Mit ihrem Antrag will die Fraktion nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch eine priorisierte Übersicht der Maßnahmen, deren aktuelle Planung und Finanzierung, sowie regelmäßige Berichte für Stadtrat und Öffentlichkeit gewährleisten, um den Fortschritt messbar zu machen.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)