Beim Wenden Bus übersehen

Beim Wenden Bus übersehen

Rosenheim – Bei einem Unfall in Rosenheim ist am Donnerstagabend (17.September) ein Auto mit einem Bus zusammengestoßen. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 7000 Euro.

Ein 28-jähriger Mann aus Tuntenhausen fuhr gegen 17.40 Uhr mit seinem Pkw auf der Münchener Straße in Richtung Südwesten. Auf Höhe der Sandstraße wollte er, nach den Angaben der  Polizei, wenden, um anschließend in Richtung Nordosten weiterzufahren.
Dabei übersah der Autofahrer nach Angaben der Polizei einen Bus, der ebenfalls auf der Münchener Straße in Richtung Südwesten unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß.
Der 67-jährige Busfahrer aus Ungarn und der Autofahrer blieben unverletzt. Am Bus entstand laut Polizei ein Schaden von rund 3000 Euro, am Pkw von etwa 4000 Euro. Das Auto war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Gegen den 28-Jährigen wurde nach Angaben der Polizei ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Priener Straßenkunstfest bringt Jonglage, Akrobatik und Feuer in den Wendelsteinpark

Priener Straßenkunstfest bringt Jonglage, Akrobatik und Feuer in den Wendelsteinpark

Prien / Landkreis Rosenheim – Jonglage, Comedy, Tanz, Akrobatik und am Ende sogar Feuer: Beim Priener Straßenkunstfest wird der Wendelsteinpark am Sonntag, 11. Oktober, zur Bühne. Von 11 bis 18 Uhr gibt es nach Angaben des Marktes Prien verschiedene Aufführungen und Mitmachangebote – der Eintritt ist frei.

Los geht es um 11 Uhr mit Tanzgruppen der ADTV Tanzschule Wangler. Um 12 Uhr folgen die „Zauberhexen“ mit ihrer Straßen- und Zirkusperformance „Together We Fly“. Dabei geht es um drei Zauberhexen, die gemeinsam das Fliegen lernen. Eine zweite Vorstellung gibt es um 17 Uhr.

Vom Jonglieren bis zum Clown

Wer selbst einmal Bälle oder Keulen durch die Luft wirbeln möchte, bekommt dazu um 12.45 Uhr Gelegenheit. Nach der Jonglage-Show von Florentin gibt es einen Workshop für das Publikum.
Um 14 Uhr wird es mit Cesar Castillo Mora und „Gogolet – A Modern Vaudeville Show“ artistisch. Auf dem Programm stehen Jonglage, Comedy, Slapstick und Akrobatik. Eine weitere Akrobatik-Show folgt um 14.45 Uhr mit „Living Flags“ von Jonas Dürrbeck. Dabei werden unter anderem Tanz, Schauspiel und Artistik an der Vertikalstange miteinander verbunden.
Für Überraschungen soll um 15.30 Uhr Clown Achim mit seinem „Act mit 4 Koffern“ sorgen. Anschließend stehen um 16.15 Uhr erneut Tanzgruppen der Tanzschule Ziegler auf der Bühne.

Zum Abschluss wird es feurig: Um 17.45 Uhr zeigt Marc King bei „Firegames – das Spiel mit dem Feuer“ eine Mischung aus Feuerjonglage, Swinging und Körperfeuer.
Auch für Kinder gibt es ein Mitmachprogramm. Von 11.30 bis 16 Uhr können im Bauwagen Luftballontiere gebastelt und die Kinder geschminkt werden.

Für Essen und Getränke sorgen mehrere Anbieter im Wendelsteinpark. Einige Künstler treten für den Hut auf und freuen sich laut Markt Prien über Spenden.

Erntedankmarkt auf dem Marktplatz

Parallel zum Straßenkunstfest findet auf dem Priener Marktplatz von 10 bis 17 Uhr der Erntedankmarkt des Gewerbevereins PrienPartner statt. Die Geschäfte im Ort öffnen an diesem Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt zum Straßenkunstfest ist frei.
(Quelle: Pressemitteilung Markt Prien / Beitragsbild: Copyright  Michael Rieder)

Gatterlmesse auf der Zugspitze erinnert an tödlich verunglückte Bergsteiger

Gatterlmesse auf der Zugspitze erinnert an tödlich verunglückte Bergsteiger

Garmisch-Partenkirchen – Auf der Zugspitze ist wieder die traditionelle Gatterlmesse gefeiert worden. Die Andacht erinnert an vier Grenzpolizisten und einen Vorarlberger Skibergsteiger, die 1952 bei einem Lawinenunglück ums Leben kamen. Gedacht wird außerdem an im Dienst getötete Polizeibeamte sowie an Berg- und Skisportler, die bei Unglücken in den Bergen ums Leben kamen.

Lawinenunglück gab den Anlass

Am 20. Dezember 1952 hatte eine Lawine am sogenannten Zugspitzgatterl vier Grenzpolizisten und einen Vorarlberger Skibergsteiger mitgerissen. Seit 1953 findet deshalb jährlich die Gatterlmesse auf dem Zugspitzplatt statt.
Polizeipräsident Frank Hellwig begrüßte nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Ehrengäste im „Sonn-Alpin“ auf dem Zugspitzplatt. Dabei erinnerte er auch an die Einsätze des Alpinen Einsatzzuges der Polizei und der Bergwacht.

Der anschließende Gottesdienst wurde von der Polizeiseelsorge in der Kapelle Maria Heimsuchung gefeiert. Die Kapelle gilt als Deutschlands höchstgelegenes Gotteshaus. Für die musikalische Begleitung sorgten ein Bläserensemble des Polizeiorchesters Bayern und Angehörige des Alpinen Einsatzzuges des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.
Im Mittelpunkt der Gatterlmesse stehen neben den Opfern des Lawinenunglücks von 1952 auch alle Angehörigen der Bayerischen Polizei, die bei der Ausübung ihres Dienstes ums Leben kamen, sowie alle Berg- und Skisportler, die bei Unglücken in den Bergen tödlich verunglückten.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: PP OBS)

TSV 1860 Rosenheim unterliegt in Ismaning mit 2:4

TSV 1860 Rosenheim unterliegt in Ismaning mit 2:4

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat mit der ersten Mannschaft am Samstag in der Bayernliga beim FC Ismaning eine 2:4-Niederlage kassiert. Dabei erwischten die Sechzger einen Start nach Maß: Edis Muhameti brachte Rosenheim bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung.

Danach bekam Ismaning jedoch zunehmend Zugriff auf die Partie. Nach Ballverlusten gelang es den Rosenheimern mehrfach nicht, schnell genug in die defensive Ordnung zu kommen und die Gegenspieler unter Druck zu setzen. Die Gastgeber nutzten die Räume konsequent und drehten das Spiel noch vor der Pause mit drei Treffern zum 3:1.

Sechzger kämpfen sich zurück

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Sechzger gegen die drohende Niederlage. Muhameti verwandelte einen Elfmeter zum 2:3-Anschlusstreffer. Danach bot sich den Rosenheimern sogar die Chance, die Partie wieder auszugleichen.
Die Entscheidung fiel schließlich in der Nachspielzeit. Nach einem erneuten Ballverlust fehlte die Absicherung, Ismaning nutzte die Situation und traf zum 4:2-Endstand. Auch dieser Gegentreffer erinnerte in seiner Entstehung an die drei Ismaninger Tore aus der ersten Hälfte.

Damit blieb für den TSV 1860 Rosenheim trotz einer engagierten zweiten Halbzeit und der zwischenzeitlichen Ausgleichschance nur die 2:4-Auswärtsniederlage
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim).

Starbulls Rosenheim starten am Freitag in neue DEL2-Saison

Starbulls Rosenheim starten am Freitag in neue DEL2-Saison

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim starten am  Freitag, 18. September, mit einem Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars in die DEL2-Saison 2026/27. Für das erste Hauptrunden-Heimspiel in der SPIE Arena gibt es einige organisatorische Änderungen und Hinweise für Besucher.

Die Arena öffnet eine Stunde vor Spielbeginn. Die Einlässe bleiben nach Angaben der Starbulls unverändert. Für Besucher der Marc O’Polo Lounge beginnt der Einlass bereits eineinhalb Stunden vor Spielbeginn. Der Zugang erfolgt ebenfalls über den bisherigen Eingang.

Keine Abendkasse

Eine Abendkasse wird es in der neuen Saison nicht geben. Wer das Spiel besuchen möchte, muss sein Ticket daher vorab über den Online-Ticketshop der Starbulls oder das TicketZentrum Rosenheim kaufen. Beim Kauf im TicketZentrum entfällt nach Angaben der Starbulls die Servicegebühr von zwei Euro.

Ab Freitag stehen außerdem wieder die Rollstuhlpodeste zur Verfügung. Nach Angaben des Vereins sind dafür aktuell noch drei Plätze frei.

Fantreff bleibt zunächst geschlossen

Das „Wolfgangs Brand“ Bulls28 bleibt beim ersten Heimspiel der Saison geschlossen. Grund sind weiterhin laufende Arbeiten rund um den Stadionvorbau. Nach Angaben der Starbulls soll der Fantreff voraussichtlich auch beim nächsten Heimspiel am 27. September noch geschlossen bleiben. Eine Wiedereröffnung ist derzeit für Oktober vorgesehen. Über den genauen Termin wollen die Starbulls gesondert informieren.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim: / Beitragsbild: Copyright Ludwig Schirmer)

DGB ruft zur Teilnahme an Demo in Nürnberg auf

DGB ruft zur Teilnahme an Demo in Nürnberg auf

Rosenheim / Nürnberg – Der DGB im Landkreis Rosenheim ruft zur Teilnahme an einer bayernweiten Demonstration am Samstag, 26. September, in Nürnberg auf. Die Gewerkschaften wollen dabei gegen aus ihrer Sicht geplante Einschnitte beim Sozialstaat protestieren.

Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ richtet sich die Demonstration nach Angaben des DGB gegen Pläne und Vorschläge der Bundesregierung, die aus Sicht des Gewerkschaftsbundes insbesondere Arbeitnehmer belasten und den Sozialstaat weiter unter Druck setzen.

Gemeinsame Anreise aus dem Landkreis Rosenheim

Für die Anreise nach Nürnberg werden aus den Landkreisen gemeinsame Busfahrten organisiert. Gewerkschaftsmitglieder können sich dafür bei ihrer jeweiligen Gewerkschaft anmelden. Nicht-Mitglieder können sich per E-Mail an rosenheim@dgb.de für die Busfahrt anmelden.
Abfahrtszeiten und Zustiegsorte sind auf der Internetseite des DGB Bayern zu finden.
(Quelle: Pressemitteilung DGB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Frontalzusammenstoß in der Kirchbachstraße

Frontalzusammenstoß in der Kirchbachstraße

Rosenheim – Bei einem Zusammenstoß zweier Autos in der Rosenheimer Kirchbachstraße sind am Mittwochabend (16. September) die beiden Fahrer leicht verletzt worden. Beide Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Nach Angaben der Polizei entstand ein Gesamtschaden von rund 30.000 Euro.

Nach Angaben der Polizei fuhr ein 69-jähriger Rosenheimer gegen 18.20 Uhr mit seinem Auto auf der Kirchbachstraße in südöstlicher Richtung. Zur gleichen Zeit war ein 20-jähriger Rosenheimer auf der Salurner Straße unterwegs. Er bog an der Einmündung nach rechts in die Kirchbachstraße ab.
Unmittelbar nach dem Abbiegevorgang kam es zum Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto des 69-Jährigen. Beide Fahrer wurden dabei leicht verletzt.

Warum es zu dem Zusammenstoß kam, ist laut Polizei noch Gegenstand der Ermittlungen. Insbesondere soll geklärt werden, welcher der beiden Fahrer gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen hat.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim: Eigenheimbau deutlich zurückgegangen

Rosenheim: Eigenheimbau deutlich zurückgegangen

Rosenheim – In Rosenheim sind zuletzt deutlich weniger Ein- und Zweifamilienhäuser neu gebaut worden als zu Beginn des Jahrzehnts. Im vergangenen Jahr entstanden darin 40 Wohnungen. Zwischen 2020 und 2022 waren es durchschnittlich 74 pro Jahr. Das geht aus einer Untersuchung des Pestel-Instituts hervor, die im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung „bauen – wohnen – leben“ erstellt wurde.

Für die Studie „Soziale Aspekte des Wohneigentums“ hat das Institut die Entwicklung des Wohneigentums untersucht und dabei auch Rosenheim betrachtet.

Pestel-Institut errechnet 17,6 Millionen Euro weniger Umsatz

Nach Berechnungen des Pestel-Instituts sind den Unternehmen in Rosenheim durch den Rückgang beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern im vergangenen Jahr rund 17,6 Millionen Euro Umsatz entgangen. Betroffen seien unter anderem Bauunternehmen, Handwerker, Architekten und Planer.

„Es geht um einen Umsatzverlust von 17,6 Millionen Euro. Das ist – vorsichtig gerechnet – die Summe, die Unternehmen im vergangenen Jahr in Rosenheim verlorengegangen ist, weil der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern so abgesackt ist“, sagt Matthias Günther, Chef-Ökonom des Pestel-Instituts. Er verweist darauf, dass rund um den Hausbau noch weitere Bereiche betroffen seien: „Insgesamt hängt daran aber noch mehr: Das fängt beim Grundstückskauf an und geht bis zum letzten Pinselstrich im Haus, bis zum Anpflanzen von Bäumen und Büschen im Garten“, erläutert Günther.
Die 17,6 Millionen Euro sind eine Berechnung des Pestel-Instituts und keine gemessene Summe tatsächlich ausgefallener Umsätze.

Stiftung sieht Eigenheim für viele als schwer erreichbar

Mike Kammann, Vorsitzender des Kuratoriums der Schwäbisch Hall-Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall, sieht in der Entwicklung auch ein Problem für Menschen, die Wohneigentum erwerben wollen. „Das Wohnen in den eigenen vier Wänden hat in Rosenheim einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Für viele ist der Traum vom Eigenheim immer schwerer zu erreichen“, sagt Kammann.

Besonders für Menschen zwischen 25 und 45 Jahren werde der Erwerb von Wohneigentum nach seiner Einschätzung schwieriger. „Die Chancen, in Rosenheim ein Haus zu bauen oder eine Immobilie zu kaufen, sinken immer weiter. Wohneigentum ist selbst bei einem durchschnittlichen Einkommen oft nur dann noch möglich, wenn es Hilfe aus der Familie gibt – zum Beispiel durch ein vorgezogenes Erbe“, so Kammann.
Er fordert deshalb eine stärkere staatliche Förderung. „Wohneigentum darf nicht zum Luxus werden. Genau da muss jetzt etwas passieren: Die Eigentumswohnung, das Reihenhaus, das Einfamilienhaus – die Menschen, die bereit sind, dafür zu arbeiten und zu sparen, müssen sich die eigenen vier Wände auch wieder leisten können“, fordert Kammann. Gleichzeitig sagt er: „Wer Wohneigentum will, muss dafür auch ein Stück weit auf Konsum verzichten. Das bedeutet zum Beispiel: eine Zeitlang keine teuren Fernreisen.“

Forderung nach mehr Förderung

Auch das Pestel-Institut fordert einen neuen staatlichen Ansatz. Es schlägt einen „Wohneigentumsplan des Bundes“ vor, der auf Ebene der Bundesländer Zielmarken für die Entwicklung des Wohneigentums festlegen soll. Nach Ansicht des Instituts könnten Förderprogramme dabei auch Haushalten mit mittleren Einkommen helfen.
Als Beispiel nennt Günther das frühere Baukindergeld. „Da hat jeder Förder-Euro 3,70 Euro an staatlichen Einnahmen nach sich gezogen – von der Umsatz- und Lohnsteuer auf dem Bau bis zur Grunderwerbsteuer. Dass der Bund ein Programm, das erfolgreich gelaufen ist, eingestellt hat, sorgt in der Branche für Kopfschütteln“, sagt er. (Anmerkung der Redaktion: Die Angabe von 3,70 Euro pro Förder-Euro ist eine Berechnung des Pestel-Instituts)

Wohneigentum spielt nach Ansicht des Instituts auch bei der Altersvorsorge eine Rolle. Günther argumentiert, dass im Ruhestand häufig weniger Einkommen zur Verfügung stehe, während Mietkosten weiter anfielen. „Wenn die Rente kommt, haben die Menschen weniger Geld im Portemonnaie. Aber die Miete bleibt. Sie steigt sogar und drängt mehr und mehr ältere Menschen in die Altersarmut: Altersarmut ist Mieterarmut – auch in Rosenheim“, sagt Günther.

Kammann verbindet Wohneigentum ebenfalls mit finanzieller Absicherung im Alter. Er fordert deshalb, den von ihm gesehenen Rückgang beim Wohneigentum in Bayern umzukehren. Das Pestel-Institut sieht darüber hinaus mögliche Auswirkungen auf den Mietmarkt und die regionale Wirtschaft. Mehr Wohneigentum könne nach seiner Einschätzung den Mietmarkt entlasten. Fehlender Wohnraum könne zudem die Gewinnung von Fachkräften erschweren.

Für Bayern und Deutschland formuliert das Institut deshalb ein langfristiges Ziel: „Der Bund muss langfristig das Ziel verfolgen, Bayern und ganz Deutschland mehrheitlich vom Mieter- zum Eigentümerland zu machen.“ Als Vergleich verweist das Institut auf Österreich, die Niederlande und Schweden, wo die Eigentumsquote nach seinen Angaben bei mindestens 50 Prozent liegt. Nach Einschätzung des Pestel-Instituts könnte ein höherer Anteil an Wohneigentum zusätzlichen Wohnraum schaffen und zur sozialen Stabilität beitragen.
(Quelle: Pressemitteilung Schwäbisch-Hall-Stiftung bauen – wohnen – leben / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Zoll pflegt zwei Bergtraditionen im Berchtesgadener Land

Zoll pflegt zwei Bergtraditionen im Berchtesgadener Land

Rosenheim – Das Hauptzollamt Rosenheim hat auch in diesem Spätsommer zwei traditionelle Termine im Berchtesgadener Land wahrgenommen: die Begrüßung der Almer Wallfahrer am Funtensee und die inzwischen 64. Zöllner-Bergmesse am Pfaffenkegel nahe dem Jenner.

Zoll begrüßt rund 1.000 Wallfahrer

Zollamtsleiter Stephan Wagner begrüßte gemeinsam mit vier weiteren Zöllnern sowie Vertretern der Polizei die rund 1.000 Teilnehmer der Almer Wallfahrt am Funtensee. Die Pilger waren auf dem Weg von Österreich über die grüne Grenze nach Deutschland.
Mit einem Augenzwinkern gab Wagner grünes Licht für die Fortsetzung der Wallfahrt: „Die durchgeführten Warenkontrollen führten zu keinen Beanstandungen“.
Nach dem Almsegen durch Pfarrer Franz Auer setzte sich die Gruppe über das Kärlingerhaus und die Saugasse in Richtung Königssee fort. Dort wurden die Zöllner von Rolf Wundrack, Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, in Empfang genommen.
„Dass für diese Hochgebirgswanderung die Wahl auf die richtigen Personen gefallen ist, zeigten mir allein schon deren glückliche Gesichter.“, meinte Wundrack laut Hauptzollamt. Besonders gefreut habe ihn, dass zwei junge Kolleginnen in diesem Jahr erstmals an der Wallfahrt teilnahmen.

Gedenken am Pfaffenkegel

Die 64. Zöllner-Bergmesse fand am Pfaffenkegel oberhalb des Carl-von-Stahl-Hauses statt. Rund 80 Angehörige, Freunde sowie aktive und ehemalige Mitarbeiter des Hauptzollamts Rosenheim kamen dazu zusammen. Wegen des starken Winds mussten sich die Redner bei der Feier laut Hauptzollamt besonderen Bedingungen stellen.
Die Messe wurde zum vierten Mal von Pater Fidelis aus dem Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden gehalten. Für die musikalische Begleitung sorgte eine achtköpfige Besetzung der Zollkapelle Nürnberg unter der Leitung von Armin Scharnagl.

Die Tradition der Bergmesse geht auf den Tod des Bergsteigers und Zöllners Albert Hirschbichler zurück. Der Bad Reichenhaller kam 1959 bei einer Himalaya-Expedition im Alter von 27 Jahren ums Leben. Hirschbichler war beim Zollkommissariat Berchtesgaden tätig.

Gemeinsam mit vier weiteren Bergsteigern wurde er bei der Expedition am Batura im Norden Pakistans vermutlich von einer Eislawine verschüttet. Seine Leiche wurde nicht gefunden. Kollegen errichteten ihm zu Ehren auf dem 1.837 Meter hohen Pfaffenkegel ein Kreuz mit Gedenktafel.

Seitdem treffen sich dort einmal im Jahr Angehörige und Kollegen des Zolls zur Bergmesse. Auch in diesem Jahr wurde im Anschluss an den Gottesdienst ein Kranz am Gipfelkreuz niedergelegt – zum Gedenken an Albert Hirschbichler und die verstorbenen Kollegen des Hauptzollamts Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Pressestelle HZA Rosenheim)

Flächenverbrauch in Bayern bleibt über dem Landesziel

Flächenverbrauch in Bayern bleibt über dem Landesziel

Bayern – In Bayern wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 8 Hektar Fläche pro Tag zusätzlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor. Im Jahr 2024 waren es noch 9,8 Hektar pro Tag. Der Freistaat liegt damit weiterhin über seinem selbst gesetzten Ziel von maximal 5 Hektar pro Tag.

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) nimmt die neuen Zahlen zum Anlass, erneut eine Begrenzung des Flächenverbrauchs zu fordern. Dabei verweist der Verband auch auf die Auswirkungen hoher Temperaturen und trockener Böden.

8 Hektar pro Tag im Jahr 2025

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche 2025 um insgesamt 2.908 Hektar beziehungsweise 0,3 Prozent zu. Ende des Jahres umfasste sie 876.779 Hektar und damit 12,4 Prozent der Fläche Bayerns.
Der Begriff Flächenverbrauch ist dabei nicht gleichbedeutend mit Versiegelung. Zur Siedlungs- und Verkehrsfläche gehören auch unbebaute Bereiche wie Grünflächen, Spielplätze oder Stellplätze.

Das Landesamt weist außerdem darauf hin, dass ein erheblicher Teil des Zuwachses auf Freiflächen-Photovoltaikanlagen entfällt. 2025 kamen dafür 1.222 Hektar hinzu. Nach Angaben des Landesamts entsprachen diese Flächen 42 Prozent des gesamten Zuwachses der Siedlungs- und Verkehrsfläche.

LBV fordert verbindliche Regelungen

Der LBV kritisiert, dass das bayerische Ziel von maximal fünf Hektar Flächenverbrauch pro Tag weiterhin deutlich überschritten wird. „Das Prinzip der Freiwilligkeit ist krachend gescheitert“, so LBV-Geschäftsführer Naturschutzpolitik Helmut Beran. Aus Sicht des Verbands brauche es verbindliche Regelungen sowie Unterstützung für Kommunen, etwa bei der Nutzung bereits bebauter oder brachliegender Flächen.
Auch mit Blick auf die Temperaturen und Niederschläge in diesem Sommer sieht der LBV einen Zusammenhang mit der Flächennutzung. Beran sagt: „Die extreme Hitze im Sommer 2026 hat uns drastisch vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Wasser in der Fläche zu halten. Feuchte Böden sind unerlässlich, um die Luft bei starker Hitze abzukühlen. Werden immer mehr Flächen versiegelt und verbaut, verschärft das die Folgen von Hitzewellen.“

Das Bayerische Landesamt für Umwelt bezeichnete den Sommer 2026 als außergewöhnlich heiß und trocken. Die mittlere Temperatur lag von Juni bis August bei rund 20 Grad Celsius. Gleichzeitig fielen bayernweit rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im Referenzzeitraum 1971 bis 2000.

Der LBV führt darüber hinaus die Entwässerung von Böden als weiteren Faktor an. Nach Ansicht des Verbands können trockene Böden weniger Wasser speichern und dadurch weniger zur Abkühlung durch Verdunstung beitragen. Versiegelte Flächen könnten Niederschlag zudem nicht oder nur eingeschränkt aufnehmen. „Falsche Landnutzung und Flächenfraß setzen einen Kreislauf in Gang, der die Folgen des Klimawandels immer weiter anheizt. Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch zum Schutz der Menschen muss der zügellose ‚Verbrauch‘ von natürlichen Flächen gestoppt werden“, fordert Beran.

LBV fordert Schutz von Staatswald

Der LBV fordert außerdem, dass der Freistaat keine Staatswaldflächen mehr für neue Gewerbegebiete veräußert. Als Beispiele nennt der Verband zwei Vorhaben im Landkreis Schwandorf.
In Teublitz will die Stadt nach Angaben des LBV trotz einer erfolgreichen Klage des Verbands an einem 21 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebiet im Staatswald festhalten. Ebenfalls im Landkreis Schwandorf soll nach Angaben des LBV auf einer Staatswaldfläche ein privater Hubschrauberlandeplatz entstehen. Dieser liege in unmittelbarer Nähe zum Charlottenhofer Weihergebiet, einem Naturschutzgebiet mit Vorkommen von Fisch- und Seeadlern.
Der LBV fordert die Staatsregierung auf, den Flächenverbrauch stärker zu begrenzen und aus seiner Sicht besonders wertvolle Flächen zu schützen.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Lynyrd Skynyrd kommt zum Sommerfestival Rosenheim 2027

Lynyrd Skynyrd kommt zum Sommerfestival Rosenheim 2027

Rosenheim – Nach den Fantastischen Vier steht der zweite Headliner für das Sommerfestival Rosenheim 2027 fest: Lynyrd Skynyrd kommt am 18. Juli 2027 in den Mangfallpark. Der Vorverkauf für das Konzert startet am Freitag, 18. September, um 12 Uhr.

Die US-amerikanische Southern-Rock-Band wurde laut Veranstalter RoEvent für das Sommerfestival verpflichtet. Damit stehen bereits zwei große Namen für das Programm 2027 fest.

„Sweet Home Alabama“ und „Free Bird“ live in Rosenheim

Lynyrd Skynyrd wurde Anfang der 1970er Jahre gegründet und ist unter anderem für Songs wie „Sweet Home Alabama“, „Simple Man“ und „Free Bird“ bekannt. Die Band wurde 2006 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Heute wird Lynyrd Skynyrd von Sänger Johnny Van Zant und Gitarrist Rickey Medlocke angeführt. Die aktuelle Besetzung setzt die Musik der Band und ihrer verstorbenen Mitglieder fort. Das letzte Gründungsmitglied Gary Rossington starb 2023.

Zum Repertoire gehören weiterhin die bekannten Klassiker der Band. Das aktuelle Live-Album „Celebrating 50 Years: Live At The Ryman“ dokumentiert die Konzerttätigkeit und enthält Gastauftritte weiterer Musiker.

Vorverkauf startet am Freitag

Tickets für das Konzert in Rosenheim sind ab Freitag, 18. September, um 12 Uhr über die Internetseiten von Sommerfestival Rosenheim und KU’KO sowie am Ticketschalter des KU’KO in der Kufsteiner Straße 4 erhältlich.
Das Sommerfestival Rosenheim findet 2027 im Mangfallpark statt. Mit den Fantastischen Vier und Lynyrd Skynyrd sind bislang zwei Headliner bekannt.
(Quelle: Pressemitteilung Rosenheim Event GmbH / Beitragsbild: Copyright Band Lymyd Skymyd)

Anbau der Kita Apostelkirche fertiggestellt

Anbau der Kita Apostelkirche fertiggestellt

Rosenheim – Die Kindertageseinrichtung Apostelkirche an der Hailerstraße in Rosenheim ist erweitert worden. Aus dem bisherigen dreigruppigen Kindergarten ist ein fünfgruppiges Kinderhaus für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren geworden. Der Anbau wurde jetzt eingeweiht.

So sieht das neue Kinderhaus für die Kita Apostelkirche in der Hailerstraße von außen aus. Foto: Stadt Rosenheim

So sieht das neue Kinderhaus für die Kita Apostelkirche in der Hailerstraße von außen aus. Fotos: Stadt Rosenheim

Die Kindertageseinrichtung Apostelkirche besteht seit 1992. Die beiden zusätzlichen Gruppen können ab dem 1. Oktober genutzt werden. Ursprünglich waren die Räume für 24 Krippenkinder geplant. Durch die flexible Raumgestaltung können dort nun je nach Bedarf auch Kindergartenkinder betreut werden.

Rund 4,2 Millionen Euro Kosten

Nach Angaben der Stadt Rosenheim belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts auf rund 4,2 Millionen Euro. Davon werden 550.000 Euro aus staatlichen Mitteln nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert. Der Spatenstich für den Anbau erfolgte im Juli 2025, im November 2025 wurde Richtfest gefeiert.

Und so sieht das Kinderhaus von innen aus. Foto: Stadt Rosenheim

Und so sieht das Kinderhaus von innen aus.

Auch die bestehende Einrichtung wurde im Zuge der Arbeiten verändert. Die Kochküche wurde umgebaut und erweitert. Zudem wurde das Außengelände neu gestaltet. Dabei wurden auch die Entwässerungsanlage erneuert und zusätzliche Parkplätze geschaffen.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan erklärte zur Erweiterung: „Mit dem Anbau schaffen wir zusätzlichen Raum für Kinder und Familien und investieren damit ganz konkret in die Zukunft unserer Stadt. Besonders wichtig ist mir, dass die neuen Räume flexibel genutzt werden können und wir so auf den tatsächlichen Bedarf reagieren können.“
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild, Fotos: Stadt Rosenheim)