Mutmaßliche Schleuserbande: Festnahmen nach Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Traunstein und Bundespolizei

Mutmaßliche Schleuserbande: Festnahmen nach Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Traunstein und Bundespolizei

Traunstein / Freilassing – Ermittler der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Bundespolizeiinspektion Freilassing haben gemeinsam mit tschechischen Behörden eine mutmaßliche Schleuserorganisation ins Visier genommen. Bei einer internationalen Aktion im Raum Prag wurden vier Beschuldigte festgenommen.

Am Dienstag (21.7.2026)  durchsuchten tschechische Polizeikräfte mit Unterstützung deutscher und lettischer Ermittler insgesamt sieben Wohnungen und Geschäftsräume im Raum Prag. Dabei wurden drei Europäische Haftbefehle vollstreckt und eine weitere Person vorläufig festgenommen.
Nach Angaben der Ermittler besteht der Verdacht, dass die Gruppe Schleusungen über internationale Grenzen organisiert haben soll. Dabei sollen zwischen Februar 2024 und Februar 2026 mindestens 32 Schleusungsfahrten durchgeführt worden sein. Insgesamt sollen dabei 349 Drittstaatsangehörige – darunter auch Kinder – in überfüllten Fahrzeugen transportiert worden sein.

Ermittlungen laufen seit 2024

Die Ermittlungen der Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Bekämpfung grenzüberschreitender und organisierter Kriminalität sowie der Bundespolizeiinspektion Freilassing laufen seit dem Frühsommer 2024.

Im Sommer 2025 wurde unter Führung der deutschen Behörden ein sogenanntes „Joint Investigation Team“ (JIT) mit Beteiligung von Deutschland, Tschechien, Lettland, Eurojust und Europol eingerichtet. Ziel war es, die internationalen Ermittlungen gegen die mutmaßlich beteiligten Personen zu koordinieren.
An der Aktion am 21. Juli waren nach Angaben der Behörden rund 150 Polizeibeamte und Ermittler beteiligt.

Weitere Ermittlungen wegen möglicher Verbindungen zu Betrugsfällen

Bereits Anfang Mai war ein weiterer mutmaßlicher Beteiligter in Deutschland festgenommen worden. Der 27-jährige ungarische Staatsangehörige steht nach Angaben der Ermittler außerdem im Verdacht, im Zusammenhang mit sogenannten Schockanrufen als Abholer von Tatbeute agiert zu haben. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Straftaten und möglichen Verbindungen zu Callcenter-Betrügereien dauern an.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Bundespolizeiinspektion Freilassing weisen darauf hin, dass für alle Beschuldigten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Obstbau unter Druck: BBV unterstützt Brandbrief der Bauern

Obstbau unter Druck: BBV unterstützt Brandbrief der Bauern

München / Bayern – Der Bayerische Bauernverband (BBV) unterstützt einen Brandbrief der deutschen Obstbauern, in dem diese auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Erwerbsobstbetriebe aufmerksam machen. Nach Einschätzung der Unterzeichner gerät der heimische Obstbau zunehmend unter Druck.

In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass in Deutschland etwa alle zwei Tage ein Erwerbsobstbaubetrieb aufgebe. Der BBV schließt sich den Forderungen der Obstbauern an, die unter anderem mehr politische Unterstützung für Sonderkulturbetriebe sowie eine stärkere Berücksichtigung regionaler Produkte im Handel und beim Einkauf fordern.

BBV sieht Herausforderungen für regionale Obstbetriebe

Karl-Ludwig Rostock, Präsident des Bayerischen Erwerbsobstbau-Verbandes und stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Sonderkulturen im Bayerischen Bauernverband, beschreibt die Situation aus Sicht der Obstbauern als zunehmend schwierig. „Es ist nahezu absurd, was unsere Obstbaubetriebe in Bayern erleben: Hochwertige Kirschen, Zwetschgen und Beeren aus regionalem Anbau sind kaum noch kostendeckend zu vermarkten, während gleichzeitig Importware von weit her die Regale füllt“, wird Rostock in der Mitteilung des BBV zitiert. Nach seinen Angaben seien besonders arbeitsintensive Sonderkulturen wie Obst durch steigende Lohnkosten und fehlende politische Sonderregelungen belastet. Gleichzeitig hätten viele Betriebe in Umwelt- und Klimaschutz, Biodiversität und moderne Anbauverfahren investiert. „Idealismus allein sichert keine Existenzen“, so Rostock.

Forderungen an Politik, Handel und Verbraucher

Der vom BBV unterstützte Brandbrief der Bundesfachgruppe Obstbau richtet sich an mehrere Adressaten. Handel und Verbraucher werden darin aufgefordert, das Bekenntnis zur Regionalität auch bei Kaufentscheidungen und der Gestaltung von Sortimenten umzusetzen.
Zudem fordern die Unterzeichner von der Politik praxistaugliche Regelungen für Sonderkulturbetriebe. Ziel sei es, den heimischen Obstbau langfristig zu erhalten.

Nach Angaben des BBV liegt der Selbstversorgungsgrad mit Obst in Deutschland derzeit bei rund 18 Prozent, in Bayern sogar unter 10 Prozent. Die Bundesregierung habe sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, den Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse zu erhöhen. „Noch ist der heimische Obstbau zu retten“, sagt Rostock. Dafür brauche es aus seiner Sicht jedoch rasche politische Entscheidungen.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Letzte Gelegenheit: Historisches Stadtspiel auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz

Letzte Gelegenheit: Historisches Stadtspiel auf dem Rosenheimer Ludwigsplatz

Rosenheim – Wer das Historische Stadtspiel des Theater Rosenheim in diesem Sommer noch erleben möchte, hat nur noch eine Gelegenheit: Am Freitag (31. Juli 2026) steht die letzte Aufführung von „Hoch hinaus oder Die Weltverbesserer“ auf dem Programm. Beginn ist um 20 Uhr auf dem Ludwigsplatz.

Nach neun erfolgreichen Vorstellungen geht die diesjährige Freilichtproduktion damit zu Ende. Das Ensemble des Theater Rosenheim bringt dabei wieder ein Stück Stadtgeschichte mitten in die historische Kulisse des Ludwigsplatzes.
Im Mittelpunkt steht die kaum bekannte Geschichte der sogenannten Rosenheimer Akademie aus dem Jahr 1787. Rund 90 Darsteller erzählen von Bürgern, die im Geist der Aufklärung ihre Gesellschaft verändern wollen – und dabei auf Misstrauen, Gerüchte und Konflikte stoßen.
Regie führt Jogi Gaschke. Die Inszenierung verbindet historische Ereignisse mit humorvollen Momenten und zeigt, wie lebendig Stadtgeschichte auf der Bühne werden kann.

Hier geht es zu unserem Premierenbericht

Karten sind über YesTicket und das Ticketzentrum Rosenheim erhältlich. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Karten direkt an der Abendkasse vor Ort zu kaufen
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Stromausfall in Rosenheim: Fahrradfahrerin bei Unfall leicht verletzt

Stromausfall in Rosenheim: Fahrradfahrerin bei Unfall leicht verletzt

Rosenheim – Während des Stromausfalls in Rosenheim am Dienstagnachmittag (28.7.2026) kam es in der Innsbrucker Straße zu einem Verkehrsunfall. Eine 84-jährige Fahrradfahrerin wurde dabei leicht verletzt.

Nach Angaben der Polizei befuhr eine 22-jährige Rosenheimerin gegen 16 Uhr mit ihrem Auto die Innsbrucker Straße in nordwestlicher Richtung. Gleichzeitig wollte eine 84-jährige Rosenheimerin mit ihrem Fahrrad an einer Fußgängerampel die Straße in nordöstlicher Richtung überqueren.
Zum Unfallzeitpunkt war die Ampelanlage aufgrund des großflächigen Stromausfalls außer Betrieb. Die Radfahrerin fuhr nach Polizeiangaben trotz des Verkehrsaufkommens auf die Fahrbahn. Die Autofahrerin erkannte die Situation zu spät und konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Sie erfasste die Fahrradfahrerin mit der Front ihres Fahrzeugs.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 

Die 84-Jährige stürzte und wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Sie trug zum Unfallzeitpunkt keinen Fahrradhelm. Am Fahrrad entstand kein Schaden, am Pkw entstand ein Sachschaden von rund 1.000 Euro. Gegen die Fahrradfahrerin wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landratsamt Rosenheim: Geänderte Öffnungszeiten ab 3. August

Landratsamt Rosenheim: Geänderte Öffnungszeiten ab 3. August

Rosenheim / Landkreis – Wer ab August einen Besuch im Landratsamt Rosenheim plant, sollte die geänderten Öffnungszeiten beachten. Aufgrund von lärmintensiven Sanierungsarbeiten gelten für die Dienststelle in der Wittelsbacherstraße ab Montag (3.8.2026 vorübergehend neue Zeiten.

Das Rosenheimer Landratsamt informiert: Bis voraussichtlich Ende September ist das Rosenheimer Landratsamt dort montags bis freitags von 7.30 bis 12 Uhr geöffnet. Die bisherigen Öffnungszeiten am Dienstag- und Donnerstagnachmittag entfallen in diesem Zeitraum.
Die Änderung betrifft ausschließlich die Dienststelle in der Wittelsbacherstraße in Rosenheim. Weitere Dienststellen des Landratsamts sind von den angepassten Öffnungszeiten nicht betroffen.
Die telefonische Erreichbarkeit bleibt trotz der verkürzten Öffnungszeiten unverändert bestehen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Landratsamt Rosenheim)

Einblicke in den Traumberuf: Tobias sammelt als Hausmeister-Praktikant erste Erfahrungen

Einblicke in den Traumberuf: Tobias sammelt als Hausmeister-Praktikant erste Erfahrungen

Rosenheim / Landkreis – Eine Woche lang tauschte der 16-jährige Tobias Klassenzimmer gegen Werkzeugkiste: Im Rahmen eines Praktikums in der Hausmeisterei des Landratsamts Rosenheim konnte der Schüler der Berufsschulstufe der Philipp Neri Schule den Berufsalltag eines Hausmeisters kennenlernen – und seinem Berufswunsch ein gutes Stück näherkommen.

Lampen austauschen, Elektroschrott entsorgen, Außenanlagen pflegen, bei Transporten helfen und mit verschiedenen Maschinen arbeiten: Die Aufgaben in der Hausmeisterei waren vielfältig. Schon nach wenigen Tagen war Tobias fest ins Team integriert und packte dort mit an, wo Unterstützung gebraucht wurde.
Besonders gefallen haben ihm die abwechslungsreichen Tätigkeiten und der praktische Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. „Hausmeister wollte ich eigentlich schon immer werden“, erzählt Tobias. „Ich kann mir gut vorstellen, später in diesem Beruf zu arbeiten.“

Ein Praktikum als wichtiger Schritt Richtung Berufsleben

Die Idee für das Praktikum entstand bereits im vergangenen Herbst bei einem Beratungsgespräch mit dem Team Verfahrenslotsen des Kreisjugendamts. Dabei wurde deutlich, dass sich Tobias für den Beruf des Hausmeisters interessiert. Gemeinsam mit seiner Familie, der Schule und dem Landratsamt konnte schließlich ein Praktikumsplatz organisiert werden.
Für die Schüler der Philipp Neri Schule sind Einblicke in den allgemeinen Arbeitsmarkt keine Selbstverständlichkeit. Im Rahmen ihrer Berufsvorbereitung sammeln sie regelmäßig Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen der Wendelstein Werkstätten. Darüber hinaus sind aber auch Praktika in Betrieben außerhalb dieser Strukturen möglich. Damit solche Möglichkeiten entstehen, braucht es häufig das Zusammenspiel von Lehrkräften, Eltern und engagierten Arbeitgebern.
Für Tobias war das Praktikum gleich in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Erfahrung. Nicht nur die Arbeit selbst war neu – auch der tägliche Weg zum Praktikumsplatz war ein Schritt in Richtung mehr Selbstständigkeit.

Jeden Morgen fuhr Tobias von seinem Wohnort Brannenburg mit dem Zug nach Rosenheim und ging anschließend zu Fuß zum Landratsamt. „Ich fahre morgens zum Bahnhof, nehme den Zug und gehe dann zu Fuß ins Landratsamt“, erzählt der 16-Jährige. Den Arbeitsweg eigenständig zu meistern, ist für ihn ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg ins Berufsleben.

Beide Seiten profitieren vom Praktikum

Auch das Hausmeisterteam des Landratsamts zog nach der Woche ein positives Fazit. Das Praktikum sei für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung gewesen, bei der beide Seiten voneinander lernen konnten.
Der Rektor der Philipp Neri Schule, Peter Kracker, betont die Bedeutung solcher Möglichkeiten: „Solche Praktika eröffnen unseren Schülern die Möglichkeit, Berufe unter realen Bedingungen kennenzulernen und eigene Stärken und Interessen für den späteren Berufsalltag zu entdecken. Gleichzeitig profitieren auch die Betriebe davon, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Talente im Arbeitsalltag zu zeigen.“

Die Philipp-Neri-Schule Rosenheim

Die Philipp-Neri-Schule in Rosenheim ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Sie begleitet Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen auf ihrem individuellen Weg und unterstützt sie dabei, ihre persönlichen Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist auch die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Die Schüler sammeln praktische Erfahrungen in verschiedenen Bereichen und erhalten Unterstützung dabei, eigene Interessen und berufliche Möglichkeiten kennenzulernen.

Dazu gehören neben Angeboten innerhalb der Schule und der Wendelstein Werkstätten auch Praktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Solche Erfahrungen helfen den Jugendlichen, mehr Selbstständigkeit zu entwickeln und Einblicke in mögliche Berufsfelder zu gewinnen. Weitere Infos zur Schule hier.

Noch liegt ein Schuljahr an der Philipp Neri Schule vor Tobias. Diese Zeit möchte er nutzen, um weitere Berufsfelder kennenzulernen und herauszufinden, welcher Weg am besten zu ihm passt.
Nach seinem Praktikum im Landratsamt ist sein Wunsch, später als Hausmeister zu arbeiten, jedenfalls noch einmal gewachsen. Ganz abgeschlossen ist die Suche nach dem passenden Berufsweg aber noch nicht: „Ein Praktikum in einer Brauerei würde ich auch gerne einmal machen“, sagt Tobias mit einem Lächeln.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

V8-Treffen im Rosenheimer Aicherpark: Ein Sonntag voller Motorenkult

V8-Treffen im Rosenheimer Aicherpark: Ein Sonntag voller Motorenkult

Rosenheim -Sonne, glänzender Chrom und der unverwechselbare Klang großer Motoren: Beim V8-Treffen im Rosenheimer Aicherpark drehte sich am Wochenende alles um die Faszination der Achtzylinder. Auf dem TK-Maxx-Parkplatz trafen sich zahlreiche Besitzer und Fans von US-Cars, Muscle Cars und Oldtimern – und verwandelten den Platz für einige Stunden in einen Treffpunkt für echte Automobil-Liebhaber.

Bei bestem Sommerwetter kamen zahlreiche Fahrzeuge zusammen, die eines gemeinsam hatten: mindestens acht Zylinder unter der Motorhaube. Bereits ab dem Vormittag rollten die ersten besonderen Fahrzeuge an, offiziell startete das Treffen um 10 Uhr. Für Besucher gab es neben den Autos auch Musik, Foodtrucks, kulinarische Angebote und Gewinnspiele.

Warum V8-Motoren bis heute Kultstatus haben
V8-Auto-Treffen am Aicherpark in Rosenheim Ende Juli 2026. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Nach wie vor Kult: Acht Zylinder unter der Haube. Fotos: Copyright Herbert Borrmann

Für viele Autofans ist ein V8 weit mehr als nur ein Motor. Die acht Zylinder stehen für Kraft, charakteristischen Klang und ein besonderes Fahrgefühl. Während moderne Fahrzeuge zunehmend auf kleinere, effiziente Motoren oder elektrische Antriebe setzen, verkörpern V8-Motoren für viele Enthusiasten noch eine ganz andere Ära des Automobilbaus.
Vor allem in den USA wurden V8-Motoren zum Symbol für Freiheit und Leistung. In legendären Muscle Cars der 1960er- und 1970er-Jahre sorgten sie für beeindruckende Beschleunigung und prägten eine ganze Autokultur. Der typische tiefe Motorsound gehört für viele Fans bis heute untrennbar zu dieser Fahrzeugklasse.

Dabei beschränkte sich das Treffen im Aicherpark nicht nur auf amerikanische Klassiker. Zu sehen waren auch zahlreiche Oldtimer und besondere Fahrzeuge, bei denen die Liebe zum Detail deutlich wurde – von sorgfältig gepflegten Innenräumen bis hin zu glänzend polierten Karosserien.

Chrom, Geschichte und jede Menge Gesprächsstoff

Gerade die Vielfalt machte den Reiz des Treffens aus: Neben bekannten US-Klassikern standen Fahrzeuge, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Für viele Besucher war der Austausch unter Gleichgesinnten mindestens genauso wichtig wie die Autos selbst.

Ob Liebhaber alter Muscle Cars, Fans amerikanischer Straßenkreuzer oder einfach neugierige Besucher – das V8-Treffen bot einen Einblick in eine Welt, in der Motoren nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern ein Stück Leidenschaft und Kultur sind.
Der Eintritt für Fahrzeugführer und Insassen war kostenlos, Besucher ohne Fahrzeug zahlten 3,50 Euro pro Person. Nach einem sommerlichen Sonntag mit viel PS, Musik und Benzingesprächen dürfte für viele feststehen: Die Faszination V8 lebt weiter.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Copyright  Herbert Borrmann) 

Bis 35 Grad in der Region Rosenheim: Die Hundstage machen ihrem Namen alle Ehre

Bis 35 Grad in der Region Rosenheim: Die Hundstage machen ihrem Namen alle Ehre

Rosenheim – Palmen vor dem Rathaus, mediterrane Farben an den Häuserfassaden und Straßencafés, die zum Verweilen einladen: Rosenheim zeigt gerade wieder, warum die Stadt gerne als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet wird.

Das sommerliche Flair passt perfekt zu den aktuellen Wetteraussichten. Während die Palmen und Zitrusbäume in der Innenstadt fast Urlaubsgefühle aufkommen lassen, sorgt der Sommer in den kommenden Tagen auch für hochsommerliche Temperaturen.

Zwischen Palmenflair und Hochsommerhitze

Am heutigen Mittwochvormittag (28.7.2026) sind die Temperaturen zunächst noch angenehm. Rund 23 Grad werden aktuell gemessen. Doch im Laufe des Nachmittags klettert das Thermometer weiter nach oben: Bis zu 34 Grad sind im Raum Rosenheim möglich.
Am Donnerstag (30.7.2026)  wird es noch einmal heißer. Dann können die Temperaturen laut den aktuellen Prognosen sogar auf bis zu 35 Grad steigen. Die Hundstage machen damit ihrem Namen alle Ehre und bringen hochsommerliche Temperaturen in die Region.
Auch die kommenden Tage bleiben zunächst sonnig und warm. Zum Wochenende hin steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit für etwas Regen und eine leichte Abkühlung.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat aktuell eine Hitzewarnung für Bayern herausgegeben. Gefragt sind deshalb schattige Plätze, ausreichend Flüssigkeit und eine Abkühlung im kühlen Nass.

Ob am Inn, im Freibad, im eigenen Garten oder einfach unter einem schattenspendenden Baum: Die nächsten Tage laden dazu ein, den Sommer bewusst etwas langsamer anzugehen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Modehaus Stalf, Rosenheim, 1971

Modehaus Stalf, Rosenheim, 1971

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1971. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist das ehemalige Modehaus Stalf in der Münchner Straße 30 in Rosenheim. 

Das Geschäft gehörte über viele Jahre zum Bild der Rosenheimer Innenstadt und war für viele Kunden eine bekannte Adresse für Mode und Textilien.

Das Foto gibt einen spannenden Einblick in die Einkaufswelt der frühen 1970er-Jahre. Die großzügig gestalteten Verkaufsräume, die eleganten Kronleuchter im Eingangsbereich und die stilvolle Einrichtung vermitteln den Anspruch, den viele traditionsreiche Modehäuser dieser Zeit hatten: Einkaufen sollte nicht nur ein notwendiger Gang sein, sondern auch ein Erlebnis.
Auch die Mode auf der Aufnahme erzählt viel über die damalige Zeit. Die Schnitte, Stoffe und Präsentation unterscheiden sich deutlich von den heutigen Einkaufswelten. Große Verkaufsflächen, persönliche Beratung und eine besondere Atmosphäre prägten damals viele inhabergeführte Geschäfte in den Innenstädten.
Das Modehaus Stalf war damit Teil einer Zeit, in der die Rosenheimer Innenstadt noch stark von zahlreichen Fachgeschäften geprägt war. Viele langjährige Rosenheimer erinnern sich noch heute an die bekannten Namen der damaligen Einkaufslandschaft.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann- Foto Hafner / Artikel: Karin Wunsam)

Hinter den Schlagzeilen: Strom weg, Internet weg – wie wir den Rosenheimer Stromausfall erlebten

Hinter den Schlagzeilen: Strom weg, Internet weg – wie wir den Rosenheimer Stromausfall erlebten

Rosenheim – Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen: Während in Rosenheim am Dienstagnachmittag (28. Juli 2026) der Strom ausfiel, standen auch wir bei Innpuls.me plötzlich vor einer ungewöhnlichen Frage: Wie erreichen wir unsere Leser, wenn Strom und Internet fehlen?

Ein ganz normaler Nachmittag – bis plötzlich nichts mehr ging

Es war ein ganz normaler Dienstagnachmittag. Ich saß mit meinem Laptop im Gartenstuhl und arbeitete für Innpuls.me. Der Akku war voll, die Arbeit lief – und dass zu diesem Zeitpunkt bereits große Teile des Rosenheimer Stadtgebiets ohne Strom waren, bemerkte ich zunächst überhaupt nicht. Erst mein Sohn machte mich gegen 15.30 Uhr darauf aufmerksam, dass die Uhr am Herd in der Küche blinkte. Unser erster Gedanke war ganz naheliegend: Ist vielleicht nur eine Sicherung herausgesprungen?

Doch bevor wir dieser Frage nachgehen konnten, klopfte es an der Haustür. Eine Nachbarin stand davor und fragte: „Habt ihr noch Strom?“ Noch bevor wir antworten konnten, kam bereits der nächste Nachbar hinzu. Auch bei ihm war der Strom ausgefallen. Plötzlich standen wir da – mit etwas ratlosen Gesichtern und der gleichen Frage im Kopf: Was ist hier eigentlich passiert?

Die erste Reaktion in einer solchen Situation ist heute fast automatisch: Man greift zum Smartphone. Irgendwo muss doch schnell zu erfahren sein, was los ist. Doch genau das funktionierte nicht.

Ein ungewohntes Gefühl: Keine Informationen in Sekunden

Nicht nur der Strom war weg, auch das Internet fiel aus beziehungsweise war nur sehr eingeschränkt verfügbar. Und damit entstand ein Gefühl, das in unserer heutigen Zeit fast ungewohnt geworden ist: für einen Moment ohne schnelle Informationen dazustehen. Normalerweise erfahren wir innerhalb von Sekunden, was irgendwo auf der Welt passiert. Nachrichten, Warnungen und Informationen sind jederzeit abrufbar. Doch plötzlich standen wir da und wussten zunächst nicht einmal, ob nur unser Haus betroffen war oder ob dahinter ein größeres Problem steckte.

Auch ein Blick in die Nachbarschaft brachte zunächst keine eindeutige Antwort. Eine Straße weiter hörten wir, wie ein Dacharbeiter weiter mit einem elektrischen Gerät arbeitete. „Wie kann das sein?“, fragten wir uns. Betrifft der Stromausfall vielleicht doch nur unseren Straßenzug? Erst kurze Zeit später fiel uns ein: Natürlich gibt es mittlerweile viele akkubetriebene Werkzeuge – gerade auch bei Arbeiten auf Dächern.

Dann kam schließlich der entscheidende Hinweis. Eine Nachbarin wurde von ihrem Mann angerufen, der im Norden Rosenheims arbeitete. Auch dort war der Strom ausgefallen. Kollegen hatten ihm zudem berichtet, dass ebenfalls einige umliegende Gemeinden betroffen seien. Damit war klar: Das Problem war größer.

Die wichtigste Frage: Wie erreichen wir jetzt unsere Leser?

Für uns stellte sich damit eine ganz praktische Frage: Wie informieren wir jetzt unsere Leser? Denn ausgerechnet die Technik, die wir für unsere Arbeit brauchen, machte uns selbst Probleme. Der Strom war weg, das Internet funktionierte nicht zuverlässig – und trotzdem wollten wir natürlich möglichst schnell weitergeben, was wir wussten.

Die Lösung kam schließlich aus der Familie: Einer meiner Söhne hatte die Idee, uns kurzfristig in seine mobilen Daten aufzunehmen. Das funktionierte tatsächlich – wenn auch langsam und nicht immer ohne kleine Hänger. Aber es reichte, um wieder online zu kommen und unseren Lesern über einen kleinen Liveticker die wichtigsten Informationen weiterzugeben.

Parallel zur Arbeit an der Berichterstattung wurde uns aber auch ganz persönlich bewusst, wie abhängig unser Alltag mittlerweile von Strom ist. Was passiert eigentlich, wenn der Ausfall nicht nach wenigen Minuten vorbei ist? Plötzlich denkt man an Dinge, die sonst völlig selbstverständlich sind: Kühlschrank, Tiefkühlschrank, Aquarium, Festnetztelefon, Medienversorgung und vieles mehr. Erst wenn die gewohnte Versorgung wegfällt, merkt man, wie viele Bereiche unseres Lebens inzwischen davon abhängen.

Warnmeldungen ohne schnelle Antworten

Als dann auch noch die Warn-Apps NINA und KATWARN eine Gefahreninformation zum Stromausfall auf die Smartphones schickten, sorgte das zunächst nicht unbedingt für mehr Beruhigung. Die Warnung selbst kam zwar an, doch weiterführende Informationen führten auf Internetseiten – und genau der Zugang dazu war zu diesem Zeitpunkt nicht zuverlässig möglich. Es war ein ungewöhnlicher Moment: Die moderne Technik warnte uns, aber gleichzeitig zeigte sich, wie schwierig der Zugang zu weiteren Informationen sein kann, wenn genau diese Infrastruktur betroffen ist.

Zurück im Alltag – fast so, als wäre nichts gewesen

Nach rund 20 Minuten war der Spuk zum Glück vorbei. Die Stadt Rosenheim meldete Entwarnung, der Strom kehrte zurück und auch unser Alltag normalisierte sich wieder.  Als ich gegen 16.45 Uhr vor dem Rosenheimer Rathaus ankam, war vom Ausnahmezustand bereits nichts mehr zu spüren. Der Verkehr lief wieder normal, die Ampeln funktionierten und die Menschen gingen ihrem Alltag nach –  so, als wäre nichts passiert.

Natürlich hatte der Stromausfall Folgen: Ampeln waren ausgefallen, Aufzüge blieben stehen, Brandmeldeanlagen lösten aus und manche Geschäfte konnten vorübergehend nicht wie gewohnt arbeiten. Von einem großen Chaos oder einer länger andauernden Lahmlegung der Stadt konnte nach unserem Eindruck jedoch keine Rede sein.

Auch Oberbürgermeister Abuzar Erdogan ging zu Beginn der um 17 Uhr stattfindenden Ausschusssitzung noch einmal kurz auf den Vorfall ein. Das Problem habe nicht bei den Stadtwerken Rosenheim gelegen, sondern im vorgelagerten Netz, erklärte er. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Angaben der Bayernwerk Netz GmbH berichten, soll ein technischer Defekt im Umspannwerk Pang Ursache für den Stromausfall gewesen sein. Demnach kam es zu einer Schutzauslösung, wodurch mehrere Umspannwerke vorübergehend spannungslos wurden.

Während der Sitzung flackerte später noch einmal kurz das Deckenlicht – das blieb jedoch die einzige weitere Auffälligkeit.

Was von diesem Nachmittag bleibt

Am Ende bleibt deshalb weniger die Erinnerung an einen 20-minütigen Stromausfall als vielmehr eine Erkenntnis: Wie selbstverständlich Strom und Internet für unseren Alltag geworden sind, merken wir oft erst dann, wenn beides plötzlich nicht mehr funktioniert.
Diesmal lief alles glimpflich ab. Nach kurzer Zeit kehrte der Alltag zurück. Was aber passieren würde, wenn aus 20 Minuten mehrere Stunden oder gar Tage würden, darüber möchte man lieber nicht nachdenken.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Foto: Archiv Ferdinand Staudhammer)

Großflächiger Stromausfall in Rosenheim

Großflächiger Stromausfall in Rosenheim

Rosenheim – Stromausfall im gesamten Rosenheimer Stadtgebiet. Seit ca. 15.30 Uhr geht am heutigen Dienstagnachmittag (28.7.2026) im Rosenheimer Stadtgebiet nicht mehr viel. Die Ursache für den großflächigen Stromausfall aktuell noch nicht klar. 

Update: 16.30 Uhr: Der Strom ist wieder da, meldet die Stadt Rosenheim aktuell: Rund 20 Minuten Stromausfall haben den Verkehr in Rosenheim massiv beeinträchtigt. Außerdem kam es zu mehreren Feuerwehreinsätzen, weil Aufzüge stecken blieben und Brandmeldeanlagen ausschlugen. Mittlerweile hat der Netzbetreiber das Problem behoben und es betriebt Ursachenforschung.

Die Ampeln im Stadtgebiet waren für die Zeit des Stromausfalls ausgefallen und fahren nun wieder hoch.

Die Ampeln gingen nicht mehr in Rosenheim Copyright Ferdinand Staudhammer

(Die Ampeln in Rosenheim sind ausgefallen)

Feuerwehr unterwegs in Rosenheim. Copyright Ferdinand Staudhammer

Update 16.30 Uhr: Auch die Stadt Rosenheim hat jetzt eine Pressemitteilung herausgegeben: Hier der Wortlaut:Die Stadt Rosenheim ist von einem größeren Stromausfall betroffen. Ursächlich hierfür ist ein Problem bei einem übergeordneten Versorger. Die Ursache für den Stromausfall ist derzeit unklar, es wird mit allen Mitteln versucht, die Störung zu beheben.

Update 16.20 Uhr: In Teilen der Stadt ist der Strom jetzt wieder da, darunter beispielsweise die Kastenau. Katwarn und Nina haben jetzt eine Warnung an viele Smartphones geschickt.

Warnung Katwarn und Nina. Screenshot Josefa Staudhammer

Selbst Ampeln funktionieren aktuell nach Infos einiger unserer Leser im Stadtgebiet nicht mehr. Stromausfall im gesamten Rosenheimer Stadtgebiet. Seit ca. 15.30 Uhr geht am heutigen Dienstagnachmittag (28.7.2026) im Rosenheimer Stadtgebiet nicht mehr viel. Die Ursache für den großflächigen Stromausfall aktuell noch nicht klar. Wer kann, sollte sollte also vorerst daheim bleiben. Wir berichten, wenn wir Näheres erfahren.
Die Ursache für den großflächigen Stromausfall aktuell noch nicht klar.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Flughafen München: Nicht der Passagier, sondern  der Hund sorgte für Ärger an Bord

Flughafen München: Nicht der Passagier, sondern der Hund sorgte für Ärger an Bord

 München – Einen eher ungewöhnlichen Einsatz hatten Beamte der Bundespolizei am Flughafen München: Statt eines renitenten Fluggastes mussten sie sich dieses Mal mit einem „unruly dog“ beschäftigen – also einem Hund, der für Unruhe sorgte. Der vierbeinige Auslöser des Einsatzes war allerdings kein großer Problemhund, sondern ein Chihuahua.

Nach Angaben der Bundespolizei informierte die Besatzung eines Fluges von Valencia nach München die Beamten nach der Landung am Sonntag (26. Juli 2026). Grund war das Verhalten einer 30-jährigen Passagierin: Sie hatte ihren Hund während des Fluges mehrfach aus der vorgeschriebenen Transportbox genommen.
Die Crew forderte die Frau nach eigenen Angaben wiederholt dazu auf, den Chihuahua aus Sicherheitsgründen zurück in die Box zu setzen. Die Reisende zeigte sich jedoch uneinsichtig und kam den Anweisungen nicht nach.

Konsequenzen nach der Landung

Nach der Ankunft wurde die 30-Jährige von einer Streife der Bundespolizei zur Dienststelle gebracht. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Luftsicherheitsgesetz eingeleitet. Eine Sicherheitsleistung konnte nach Angaben der Bundespolizei nicht erhoben werden, da die Frau mittellos war.
Doch damit war die Reise für die Hundebesitzerin noch nicht beendet – zumindest nicht wie geplant: Aufgrund ihres Verhaltens schloss die Fluggesellschaft sie vom geplanten Weiterflug aus.

Chihuahua wollte offenbar lieber raus aus der Box

Während die Bundespolizei normalerweise wegen sogenannter „Unruly Passenger“, also randalierender oder besonders widerspenstiger Fluggäste, gerufen wird, war diesmal ein kleiner Vierbeiner der Auslöser. Der Chihuahua wollte die Flugreise offenbar lieber außerhalb seiner Transportbox genießen – und sorgte damit für einen nicht alltäglichen Einsatz der Bundespolizei.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto re)