Ab 30. März: Vollsperrung der Kreisstraße Ro 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf

Ab 30. März: Vollsperrung der Kreisstraße Ro 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf

Landkreis Rosenheim – Die Kreisstraße RO 52 zwischen Tatzelwurm und Niederaudorf (Landkreis Rosenheim) wird im Bereich vor Rechenau vom 30. März bis zum 22. April 2026 wegen Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Grund für die Sperrung sind dringend notwendige Hangsicherungsarbeiten zwischen Tatzelwurm und Rechenau.

Das Landratsamt Rosenheim informiert: Die Tiefbauverwaltung des Landratsamtes Rosenheim führt diese Sicherungsmaßnahmen an der Böschung durch, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten. Als Umleitung wird der Verkehr über die Staatsstraße St 2089 nach Brannenburg und weiter über die Tatzelwurmstraße (mautpflichtig) geführt.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wohnraum wird zum entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen

Wohnraum wird zum entscheidenden Standortfaktor für Unternehmen

Landkreis Rosenheim / Tirol – Bezahlbarer Wohnraum wird für Unternehmen immer wichtiger im Wettbewerb um Fachkräfte. Wie Wirtschaft und öffentliche Hand gemeinsam Lösungen entwickeln können, zeigte die Fachveranstaltung „Wohnraum für Talente – gemeinsam stark“ in Bad Häring (Tirol), zu der die Wirtschaftsförderung und Bildungskoordination des Landratsamts Rosenheim eingeladen hatten. Mehr als 70 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung aus dem Landkreis Rosenheim sowie aus Tirol nutzten die Gelegenheit, sich über Fördermöglichkeiten sowie bau- und steuerrechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich zu informieren.

Rosenheims Landrat Otto Lederer betonte bei der Begrüßung die Bedeutung des Themas für die Region: „Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein Standortfaktor.“ Damit unterstrich er die zentrale Rolle von Wohnraum für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises Rosenheim und der gesamten Grenzregion. Fachliche Impulse lieferten Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Praxis. Dr. Sarah Hartmann vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Quirin Zallinger von der Abteilung Wohnen und Umwelt im Landratsamt Rosenheim sowie Rechtsanwalt Michael Auer von der Kanzlei Heuking erläuterten Förderprogramme, bauordnungsrechtliche Rahmenbedingungen und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten in Deutschland. Ergänzend stellten die Tiroler Rechtsanwälte Nikolai und Vivian Slatar die entsprechenden Regelungen in Österreich vor.

In kurzen Präsentationen zeigten fünf Unternehmen ihre Modelle des Mitarbeiterwohnens. Dabei wurde deutlich, dass Wohnraum für Beschäftigte nicht nur ein attraktiver Zusatznutzen ist, sondern zunehmend auch zu einem strategischen Instrument im Wettbewerb um Fachkräfte wird. Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Mehrere Teilnehmende äußerten bereits den Wunsch nach einer Folgeveranstaltung, um den fachlichen Austausch weiter zu vertiefen und konkrete Projektansätze zu entwickeln.

Thema Mitarbeiterwohnungen

Mit dem erfolgreichen Austausch rückt das Thema Mitarbeiterwohnen künftig stärker in den Fokus der Standort- und Förderstrategien im Landkreis Rosenheim. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für Fachkräfte künftig stärker als wichtigen Faktor der regionalen Wirtschaftsentwicklung zu berücksichtigen. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln der Euregio Inntal im Rahmen des Interreg-Programms Bayern–Österreich 2021–2027 unterstützt. Lead-Partner waren die Wirtschaftsförderung und die Bildungskoordination im Landratsamt Rosenheim. Weitere Partner sind die Wirtschaftskammer Kufstein, die Wirtschaftsförderung der Stadt Rosenheim, die IHK für München und Oberbayern, die Kreishandwerkerschaft Rosenheim sowie die Arbeitsgruppe „Mitarbeiterbindung“ der Bildungsregion Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Akku-Züge für die Region Rosenheim in Aussicht – Gutachten liefert konkrete Perspektiven

Akku-Züge für die Region Rosenheim in Aussicht – Gutachten liefert konkrete Perspektiven

Rosenheim / Landkreis – Ein Gutachten zeigt: Lokal emissionsfreie Züge könnten künftig auch auf den Dieselstrecken in Stadt und Landkreis Rosenheim eingesetzt werden.

Der Freistaat Bayern plant, den Dieselbetrieb im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bis 2040 zu beenden. Alle Strecken wurden daher hinsichtlich einer Umstellung auf vollelektrische Züge oder Akku-Züge untersucht. Das jetzt vorliegende Gutachten für das Netz „Südostbayern“ liefert konkrete Perspektiven für die noch bestehenden Diesel-Strecken in der Region Rosenheim. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für weitere Planungs- und Realisierungsschritte.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem vorgeschlagenen „Chiemgau-Express“, einer möglichen Direktverbindung zwischen Rosenheim und Aschau über Prien a. Chiemsee. Das Konzept umfasst auch die Reaktivierung von Bahnhöfen wie Stephanskirchen und Rimsting. Laut Untersuchung wäre ein Betrieb mit Akku-Zügen sowohl auf dem Pendelbetrieb zwischen Aschau und Prien als auch bei einer umsteigefreien Weiterführung nach Rosenheim grundsätzlich möglich.

Voraussetzung sind jedoch Maßnahmen zur Infrastrukturertüchtigung, etwa die Elektrifizierung einzelner Gleisabschnitte oder deren Ausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS.

„Sehr gute Nachrichten für den Landkreis Rosenheim“

„Das sind sehr gute Nachrichten für den Landkreis Rosenheim“, sagt Landrat Otto Lederer. „Die Ergebnisse geben Rückenwind für unsere Bestrebungen, den SPNV in der Region nachhaltig zu verbessern.“
Auch Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, betont, dass die Gutachten-Ergebnisse nun als Basis für die weiteren Planungs- und Realisierungsschritte für Akku-Züge in Südostbayern dienen sollen.

Erst kürzlich hatte Landrat Lederer gemeinsam mit weiteren Landräten aus dem MVV-Verbundraum ein Positionspapier mit Verbesserungen für den SPNV an Staatsminister Bernreiter übergeben. Ziel ist es, Fahrpläne zu optimieren, Kapazitäten auf stark genutzten Verbindungen zu erhöhen und den Regionalverkehr auf der Schiene zu stärken – zum Vorteil von Bürgern, Pendlern und Touristen gleichermaßen.
(Quelle: Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Starker Rückgang im stationären Einzelhandel in Bayern – Welche Bereiche besonders betroffen sind

Starker Rückgang im stationären Einzelhandel in Bayern – Welche Bereiche besonders betroffen sind

Schweinfurt / Bayern – Im Januar 2026 zeigt sich im bayerischen Einzelhandel ein gemischtes Bild: Während Online- und Lebensmittelhandel zulegen, verzeichnen fünf der sieben Branchen des stationären Einzelhandels Umsatz- und Beschäftigungsrückgänge.

Nach vorläufigen Ergebnissen der „Monatsstatistik im Einzelhandel“ des Bayerischen Landesamts für Statistik wuchs der nominale Umsatz im bayerischen Einzelhandel im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent, der reale Umsatz um 1,5 Prozent. Im stationären Einzelhandel („Einzelhandel in Verkaufsräumen“) fiel das Wachstum deutlich schwächer aus: Nominal stieg der Umsatz um 1,6 Prozent, real nur um 0,1 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten im gesamten Einzelhandel um 0,8 Prozent, im stationären Handel um 0,5 Prozent.
Besonders stark betroffen sind die Branchen „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“: Nominal sank der Umsatz um 5,6 Prozent, real um 6,1 Prozent, die Beschäftigtenzahl ging um 3,3 Prozent zurück. Auch Rückgänge verzeichnen der „Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren“, der „Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen)“, der „Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik“ sowie der „Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren“.

Demgegenüber legten der Lebensmittel-Einzelhandel sowie der „Einzelhandel, nicht in Verkaufsräumen, an Verkaufsständen oder auf Märkten“ – inklusive Versand- und Internethandel – deutlich zu. So stieg der nominale Umsatz im Lebensmittelhandel um 4,1 Prozent, der reale Umsatz um 1,8 Prozent. Im Online- und Versandhandel wuchsen nominal Umsatz und Beschäftigtenzahlen um 3,4 bzw. 3,7 Prozent, real sogar um 3,6 Prozent.

Im stationären „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“ und im sonstigen Einzelhandel in Verkaufsräumen stiegen ebenfalls Umsatzwerte, wobei die Beschäftigtenzahl nur im ersten Bereich zunahm.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto: ai generiert)

Bier und Joint am Steuer: Polizei greift ein

Bier und Joint am Steuer: Polizei greift ein

Söchtenau / Landkreis Rosenheim –  In Söchtenau (Landkreis Rosenheim) sorgte ein Autofahrer mit ungewöhnlicher „Ausstattung“ beim Aussteigen aus seinem Fahrzeug für Aufmerksamkeit bei der Polizei – Bierflasche und Joint inklusive.

Am Freitag (20.3.2026)  gegen 13.00 Uhr, bemerkten Beamte der Rosenheimer Polizei einen 46-jährigen Autofahrer aus dem nördlichen Landkreis Ebersberg. Dieser stieg gerade nach dem Einparken aus seinem Fahrzeug aus und hielt dabei eine Flasche Bier sowie einen Joint in den Händen.
Ein durchgeführter Drogentest reagierte, nach den Angaben der Polizei, positiv auf Cannabis. Die Beamten ordneten eine Blutentnahme an und leiteten ein Bußgeldverfahren ein, das Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot nach sich zieht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von unter 0,50 Promille.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Vorfahrt missachtet: Unfall mit Verletzter in Rosenheim

Vorfahrt missachtet: Unfall mit Verletzter in Rosenheim

Rosenheim – An einer Kreuzung in Rosenheim kam es zu einem Zusammenstoß zweier Autos – eine Frau wurde dabei leicht verletzt, der Schaden ist erheblich.

Am Freitag (20.3.2026) gegen 10.45 Uhr, wollte ein 48-jähriger Autofahrer aus Gauting von der Dr.-Steinbeißer-Straße in die vorfahrtsberechtigte Äußere Münchener Straße einfahren. Für ihn galt „Vorfahrt achten“.
Eine 43-jährige Autofahrerin aus Rosenheim war zeitgleich auf der Äußeren Münchener Straße unterwegs und hatte an der Einmündung Vorfahrt. Nach Angaben der Polizei übersah der 48-Jährige beim Einfahren die Frau, woraufhin es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam.

An beiden Autos entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 17.000 Euro. Die 43-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom alarmierten Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht.
Gegen den 48-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild Symbolfoto re)

E-Bike frisiert: Fahrer ohne Führerschein unterwegs

E-Bike frisiert: Fahrer ohne Führerschein unterwegs

Rosenheim – Ein E-Bike-Fahrer fiel der Polizei in Rosenheim auf – weil er kaum in die Pedale trat. Der Verdacht der Beamten bestätigte sich bei der Kontrolle.

Beamte der Polizei beobachten am Freitag (20.3.2026)  gegen 14.30 Uhr in der Münchener Straße einen E-Bike-Fahrer über eine längere Strecke.. Dabei trat der Mann so gut wie nie in die Pedale.
Die Vermutung der Beamten lag deshalb nahe, dass das Gefährt überwiegend durch maschinelle und nicht menschliche Beinkraft angetrieben wird. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich dieser Verdacht.

Geschwindigkeit bis 90 km / h möglich

Das E-Bike war mit einem sogenannten „Gasgriff“ ausgestattet und technisch so verändert, dass es überwiegend mechanisch angetrieben wird. Erste Recherchen ergaben laut Polizei, dass eine Höchstgeschwindigkeit von über 90 km/h im Bereich des Möglichen liegen könne. Wie hoch die tatsächlich erzielte Geschwindigkeit ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.
Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 37-Jährigen aus Riedering. Für ein derart verändertes Fahrzeug ist mindestens die Führerscheinklasse A1 sowie eine Kfz-Versicherung erforderlich. Der Mann besitzt jedoch keinen Führerschein, zudem war das Fahrzeug nicht versichert.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

VBEW-Fachtagung Wasser in Rosenheim: Wie gut ist die Stadt für die Zukunft gerüstet?

VBEW-Fachtagung Wasser in Rosenheim: Wie gut ist die Stadt für die Zukunft gerüstet?

Rosenheim – Zum ersten Mal fand die zweitägige VBEW-Fachtagung Wasser im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim statt. Über 100 Teilnehmer aus Wasserversorgung, Politik, Verwaltung und Wissenschaft nutzten die Veranstaltung, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze der Branche zu diskutieren.

Heiko Peckmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim, zeigte sich im Gespräch mit Innpuls.me zufrieden: Rosenheim stehe gut da, was die Versorgung mit Trinkwasser angehe.

Wassersicherheit in Rosenheim: Versorgung bleibt zuverlässig

Das Trinkwasser in Rosenheim wird aus einem Schutzgebiet im unteren Mangfalltal nahe Bad Aibling gewonnen und bis zu 35 Meter tief gefördert. Extremwetterlagen stellen die größte Herausforderung dar – etwa beim Starkregen 2011, als Regenwasser in die Brunnen gelangte und eine vorübergehende Chlorung notwendig machte. Seither sind moderne UV-Anlagen im Einsatz. Um die Versorgung auch für außergewöhnliche Situationen abzusichern, planen die Stadtwerke einen weiteren Brunnen nahe Hofstätter und Rinser See, was aktuell noch auf Widerstand von Schutzgemeinschaften stößt. Peckmann betonte, dass Seen und Moore geschützt werden sollen und plädierte für sachliche Diskussionen und bessere Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg.

Unter den Gästen der Fachtagung waren auch Oberbürgermeister Andreas März sowie zahlreiche Vertreter der bayerischen Wasserwirtschaft. Marian Rappl, Hauptgeschäftsführer des VBEW, betonte in seiner Eröffnung: „Die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung gehört zu den größten Zukunftsaufgaben.“ Die Tagung bot eine Plattform, um technische Lösungen, organisatorische Strategien und innovative Projekte für die Wasserversorgung auszutauschen.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hob die Bedeutung des novellierten Wassergesetzes und des Wasserpakets hervor, das die öffentliche Trinkwasserversorgung stärkt, den Hochwasserschutz verbessert und Verwaltungsverfahren digitalisiert. In anschließenden Podiumsdiskussionen diskutierten Vertreter von Politik und Wasserwirtschaft über Finanzierung, Resilienz und Anpassungsstrategien.

Am zweiten Tag standen technische und organisatorische Herausforderungen im Vordergrund: intelligente Anpassungsmaßnahmen, Nutzung von Synergien, Resilienzsteigerung und konkrete Praxisbeispiele. Marian Rappl zog ein positives Fazit: „Die bayerische Wasserwirtschaft stellt sich entschlossen den Herausforderungen – mit technischer Innovation, guter Zusammenarbeit und klarer strategischer Orientierung. Unsere Fachtagung bleibt ein zentraler Treffpunkt, um gemeinsam Wissen zu teilen, Probleme zu lösen und die Zukunft der Wasserversorgung aktiv zu gestalten.“
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Pressemitteilung VBEW / Beitragsbild: Fotomontage Karin Wunsam)

Hangover am Tegernsee: Bräutigam landet vor Trauung im Polizeigewahrsam

Hangover am Tegernsee: Bräutigam landet vor Trauung im Polizeigewahrsam

Tegernsee – Eigentlich sollte alles perfekt laufen: Ein Paar aus Nürnberg hatte am gestrigen Freitag, 20. März 2026, standesamtlich geheiratet, für den heutigen Samstag (21.3.2026)  war die romantische freie Trauung geplant. Doch für den 32-jährigen Bräutigam nahm die Nacht dazwischen eine andere Wendung – und endete bei der Polizei.

Während die frischgebackene Ehefrau traditionsgemäß in einem Hotel übernachtete, zog der Bräutigam mit seinen Freunden aus dem Junggesellenkreis durch die Tegernseer Ausflugsgaststätten. Mit fortschreitender Stunde und steigendem Alkoholkonsum gingen die Meinungen über den weiteren Verlauf des Abends jedoch auseinander. Die Freunde wollten offenbar verhindern, dass der Bräutigam die geplante Überraschung für seine Ehefrau vorzeitig ruiniert – er sah das weniger ein.

Aus der zunächst gut gemeinten Maßnahme entwickelte sich, nach den Angaben der Polizei, schließlich ein handfester Streit unter den Männern. In der aufgeheizten Situation wählte der Bräutigam selbst den Polizeinotruf.
Die alarmierten Beamten trafen auf eine emotionale Diskussion und nahmen den deutlich alkoholisierten Mann zur Klärung auf die Dienststelle. Ein Atemalkoholtest zeigte einen stattlichen Promillewert. Auch das Hinzuziehen der Ehefrau konnte die Lage nicht komplett beruhigen. Um weitere Konflikte zu vermeiden, verbrachte der Bräutigam die restliche Nacht im Polizeigewahrsam – ein eher ungewöhnlicher Auftakt für den Hochzeitstag.

Ob die geplante Trauung doch noch wie geplant am heutigen Samstag stattfinden kann, ist nicht bekannt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Lokschuppen Rosenheim, 1979

Lokschuppen Rosenheim, 1979

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1979. Zu sehen ist auf dem alten Foto der Rosenheimer Lokschuppen.

Erbaut wurde der Rosenheimer Lokschuppen im Jahr 1858 als Teil der Königlich Bayerischen Staatsbahn. Nach Stilllegung der Betriebswerkstätte und Nutzung als Lagerhaus wurde das denkmalgeschützte Gebäude nach umfangreicher Sanierung im Jahr 1988 als Ausstellungszentrum wiedereröffnet.
Unser heutiges Foto zeigt den Teil, in dem heute Turmcafe und Stadtjugendring beheimatet ist (linker Bildrand). Der folgende Mittelteil existiert nicht mehr.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Viele Apotheken in Bayern schließen am 23. März für Protesttag

Viele Apotheken in Bayern schließen am 23. März für Protesttag

München / Bayern – Am kommenden Montag, 23. März, bleiben in Bayern viele Apotheken geschlossen. Die Maßnahme ist Teil eines bundesweiten Protesttags der Apothekerschaft, zu dem die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – aufgerufen hat. Neben den Schließungen sind zentrale Kundgebungen, Demonstrationen und Versammlungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München geplant.

Viele Apotheker und Apothekenteams aus Bayern werden am Montag, 23. März, nach München reisen, um dort ihre Anliegen öffentlich zu vertreten. Patienten mit dringendem Medikamentenbedarf müssen sich nach den Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes jedoch keine Sorgen machen: Rund 140 Notdienstapotheken in Bayern sind am 23. März geöffnet und sichern die Versorgung.

Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes e.V., bezeichnet die Situation der Apotheken in Bayern als „existenzbedrohend“: „Die Apotheken sind chronisch unterfinanziert. Seit 13 Jahren wurde das Honorar bei der Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten nicht angepasst. Im gleichen Zeitraum sind die Betriebskosten, insbesondere die Löhne für das Personal, stark gestiegen. Diese Unterfinanzierung hat bundesweit dazu geführt, dass fast jede fünfte Apotheke dauerhaft schließen musste. Auch in Bayern ist die Lage nicht besser.“

Hubmann fordert die Bundesregierung auf, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen: „Wir brauchen eine faire Vergütung, um die flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Unsere Patientinnen und Patienten bitten wir um Verständnis, wenn Apotheken geschlossen sind. Mit unserem Protesttag kämpfen wir dafür, dass die Apotheke um die Ecke erhalten bleibt.“

Zum Hintergrund:

Zum Jahresende 2025 gab es in Bayern 2.616 Apotheken, 620 weniger als noch vor zehn Jahren (3.236 zum Jahresende 2015). Die Apothekenzahl hat sich damit um mehr als 19 Prozent verringert. Die Apothekendichte liegt aktuell bei 20 Apotheken pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Bayern, im Vergleich zur EU mit 31 Apotheken pro 100.000 Einwohner.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Apothekerverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Wenn Menschen nicht mehr leben wollen“ – Malteser Schulung zum Umgang mit geäußerten Todeswünschen

„Wenn Menschen nicht mehr leben wollen“ – Malteser Schulung zum Umgang mit geäußerten Todeswünschen

Rosenheim – Suizidgedanken und Todeswünsche gehören zu den größten Tabuthemen unserer Gesellschaft. Wer im privaten oder beruflichen Umfeld damit konfrontiert wird, fühlt sich oft hilflos. Die Malteser Rosenheim bieten deshalb am Dienstag, 7. April 2026, von 17 bis ca. 20 Uhr eine kostenlose Schulung an, die Wissen vermittelt und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Referentin Claudia Hanrieder, Leiterin des Malteser‑Präventionsprojekts „Todeswünschen im Gespräch begegnen“, beleuchtet Hintergründe zu Suizid und assistiertem Suizid und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen. Dazu gehören auch die Selbstreflexion – wie man selbst auf Todeswünsche reagiert – und der Umgang mit eigenen Ängsten und Überforderung. Außerdem informiert Hanrieder über rechtliche Aspekte und die Auswirkungen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu § 217 StGB.

Das Angebot richtet sich an Angehörige, ehrenamtlich Engagierte sowie an Menschen aus sozialen, pflegerischen und beratenden Berufen. Die Schulung findet im Malteserhaus in Rosenheim, Rathausstraße 25, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung bis zum 31. März 2026 ist jedoch erforderlich.

Weitere Informationen und Anmeldung sind telefonisch (Montag, Dienstag) unter 08031 – 80 957–255 oder 0170 – 96 62 527, per E‑Mail an claudia.hanrieder@malteser.org
oder über die Webseite www.malteser‑rosenheim.de
möglich.

Claudia Hanrieder ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Gesprächstherapie, Mediatorin und Juristin. Seit zwei Jahren leitet sie das Projekt „Todeswünschen im Gespräch begegnen“, das Menschen mit Todeswunsch, insbesondere schwer Erkrankte, Pflegebedürftige oder einsame Personen, sowie deren Angehörigen individuelle Gesprächstermine und monatliche Sprechstunden anbietet. Das Projekt wird vom Erzbischöflichen Hospiz‑ und Palliativfonds unterstützt.

Hinweis für Betroffene: Wer derzeit selbst unter Suizidgedanken leidet oder Menschen in einer Krise unterstützen möchte, kann rund um die Uhr die TelefonSeelsorge erreichen unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 – kostenlos, anonym und vertraulich. In akuten Notlagen bitte sofort den medizinischen Notruf 112 anrufen.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)