Hundebadetag zum Ende der Freibadsaison in Bad Aibling

Hundebadetag zum Ende der Freibadsaison in Bad Aibling

Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Zum Abschluss der Freibadsaison gehört das Becken im Freibad an der Therme Bad Aibling am Montag, 14. September, den Hunden. Beim Hundebadetag können die Vierbeiner von 13 bis 18 Uhr ins Wasser.

Für den Aktionstag wird das Wasser in den Becken nicht gechlort. Die Benutzung der Becken erfolgt nach Angaben der Stadt auf eigene Gefahr. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Hund.
Vor Ort informieren unter anderem der Tierschutzverein Rosenheim und die IG Mensch und Tier über ihre Arbeit. Außerdem gibt es verschiedene Stände rund um das Thema Hund sowie einen Hundeeiswagen.

Die Eintrittsgelder und Spenden kommen nach Angaben der Stadt dem Tierschutzverein Rosenheim und der IG Mensch und Tier zugute. Mehr Infos hier.
(Quelle: Stadt Bad Aibling / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Kommunale Wärmeplanung in Eggstätt: Erste Ergebnisse werden vorgestellt

Kommunale Wärmeplanung in Eggstätt: Erste Ergebnisse werden vorgestellt

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Wie könnte die Wärmeversorgung in Eggstätt künftig aussehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Gemeinde im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung. Am Dienstag, 15. September, werden dem Gemeinderat erste Ergebnisse und ein Zwischenbericht vorgestellt. Die Sitzung ist öffentlich.

Seit 2024 sind Kommunen zur Wärmeplanung verpflichtet. Für Eggstätt gilt eine Frist bis zum 30. Juni 2028. Bis dahin soll ein Wärmeplan mit Vorschlägen zur Energieeinsparung und zur künftigen Wärmeversorgung erstellt werden.
Die Gemeinde hat Anfang des Jahres das Rosenheimer Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) mit der Erstellung des Wärmeplans beauftragt. Der offizielle Auftakt erfolgte im April.

Zwischenbericht im Gemeinderat

Bei der Gemeinderatssitzung am 15. September geht es nun um den aktuellen Stand der Arbeiten und erste Ergebnisse. Interessierte Bürger können die Sitzung besuchen.
Wegen der Vorstellung des Zwischenberichts beginnt die Sitzung bereits um 18.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Haus des Gastes in Eggstätt.
(Quelle: Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Alte Obstsorten und Weinbau am Chiemsee entdecken

Alte Obstsorten und Weinbau am Chiemsee entdecken

Rosenheim – Alte Obstsorten, Streuobstwiesen und ein kleiner Weinberg: Bei der Führung „Obst & Wein“ geht es um die Geschichte und Besonderheiten des Obst- und Weinbaus rund um Prien. Die rund eineinhalbstündige Wanderung findet am Donnerstag, 17. September, und am Donnerstag, 1. Oktober, statt.

Los geht es jeweils um 17 Uhr am Beilhackparkplatz West in Prien. Erste Station ist die alte Priener Obstbrennerei. Anschließend führt der Weg ein Stück über den Obst- und Kulturweg durch das Eichental und vorbei an einem traditionellen Streuobstgarten.
Der Obst- und Kulturweg Ratzinger Höhe ist Teil eines deutschlandweiten Netzwerks zur Erhaltung alter Obstsorten. Fachleute nutzen den dortigen Bestand unter anderem zur Sortenbestimmung und zur Gewinnung von Reisern. Wenn die Bäume entsprechend Früchte tragen, können Teilnehmer der Führung einige der alten Sorten auch probieren.

Weinbau am Chiemsee

Weiter geht es über die Prien hinauf nach St. Salvator. Dort liegt an einem sonnigen Südosthang der kleine Priener Weinberg. Weinbau hat in der Region westlich des Chiemsees eine lange Geschichte, auch wenn das Gebiet heute nicht zu den klassischen deutschen Weinbauregionen zählt.
Um an diese Tradition anzuknüpfen, hat der Obst- und Gartenbauverein Prien dort rund 95 Rebstöcke gepflanzt. Bei der Führung geht es unter anderem darum, welche Bedingungen der Weinbau an diesem Standort vorfindet und wie damit umgegangen wird. Zum Abschluss ist ein Glas Wein vorgesehen.
Die Führung wird von Naturführer Steinbichler begleitet. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn bis 20 Personen begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Erwachsene zahlen 16,50 Euro, mit Gästekarte und für Einheimische kostet die Teilnahme 14,50 Euro.

Anmeldungen sind im Tourismusbüro Prien am Chiemsee möglich. Weitere Informationen gibt es dort unter Telefon 08051/6905-0 oder per E-Mail an info@tourismus.prien.de.
(Quelle: Markt Prien am Chiemsee / Beitragsbild: Markt Prien am Chiemsee)

Zwei Unfälle an der Anschlussstelle Achenmühle – eine Frau leicht verletzt

Zwei Unfälle an der Anschlussstelle Achenmühle – eine Frau leicht verletzt

Achenmühle / Landkreis Rosenheim – Gleich zwei Verkehrsunfälle haben sich am Samstagabend im Bereich der Anschlussstelle Achenmühle ereignet. Bei dem ersten Unfall wurde eine 50-jährige Autofahrerin nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Kurz darauf kam es an der Unfallstelle zu einem weiteren Auffahrunfall.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 18 Uhr auf der Kreisstraße RO 5 im Kreuzungsbereich zur Anschlussstelle der A8. Eine 50-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Berchtesgaden wollte von der Kreisstraße auf die Autobahn in Richtung Salzburg einbiegen. Dabei übersah sie nach Angaben der Polizei eine entgegenkommende 24-jährige Autofahrerin aus dem Landkreis Mühldorf.
Die 50-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt und in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand laut Polizei Totalschaden.

Zweiter Unfall an der Unfallstelle

Im weiteren Verlauf kam es zu einem zweiten Unfall. Eine 18-jährige Fahranfängerin aus Rosenheim übersah nach Angaben der Polizei das Fahrzeug einer 37-jährigen Frau, die als Ersthelferin an der Unfallstelle angehalten hatte. Es kam zum Auffahrunfall.
Die beiden Kinder, die sich im Auto der Ersthelferin befanden, blieben unverletzt. An den beiden beteiligten Fahrzeugen entstand geringer Sachschaden. Beide waren noch fahrbereit.

Für die Unfallaufnahme war die Einfahrt der Anschlussstelle Achenmühle sowie die Kreisstraße zeitweise einseitig gesperrt. Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen des Roten Kreuzes und der Ambulanz Rosenheim, ein Notarzt sowie die Feuerwehr Höhenmoos mit zwei Fahrzeugen.
(Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rosenheim)

Radfahrer fährt auf stehendes Auto auf

Radfahrer fährt auf stehendes Auto auf

Rosenheim – Ein 37-jähriger Radfahrer ist am Samstagnachmittag in Rosenheim mit seinem Fahrrad in das Heck eines Autos gefahren. Nach Angaben der Polizei hatte er zuvor offenbar zu spät erkannt, dass die gleichaltrige Autofahrerin an der Einmündung angehalten hatte.

Der Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr an der Einmündung von Kolbermoorer Straße und Grubholzer Straße. Die 37-jährige Rosenheimerin wollte von der Kolbermoorer Straße in die Grubholzer Straße abbiegen und hatte dafür zunächst angehalten. Der ebenfalls aus Rosenheim stammende Radfahrer erkannte dies nach Angaben der Polizei zu spät und prallte mit seinem Fahrrad in das Heck des Autos.
Nach Angaben der Polizei wurde bei dem 37-Jährigen starker Alkoholgeruch wahrgenommen. Ein Alkoholtest ergab demnach einen Wert von mehr als zwei Promille. Der Radfahrer zog sich bei dem Unfall leichte Schürfwunden zu. An Auto und Fahrrad entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von rund 1.000 Euro.

Nach einer Blutentnahme wurde gegen den Radfahrer nach Angaben der Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim)

Auto-Kennzeichen direkt vor Polizeidienststelle abgerissen

Auto-Kennzeichen direkt vor Polizeidienststelle abgerissen

Rosenheim – Ausgerechnet direkt vor der Rosenheimer Polizeidienststelle haben zwei junge Männer ein Kennzeichen von einem geparkten Auto abgerissen. Dass die Aktion nicht unbemerkt blieb, dürfte dabei keine große Überraschung gewesen sein.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 12. September, gegen 17.45 Uhr in der Ellmaierstraße. Die beiden 20-Jährigen aus Wildschönau in Österreich waren laut Polizei mit jeweils rund zwei Promille stark alkoholisiert.
Am geparkten Auto entstand durch das Abreißen des Kennzeichens ein Sachschaden von rund 50 Euro. Gegen die beiden Tiroler wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wiesn-Blaulicht: Qualm, Prickelwasser und ein hartnäckiger Stadtl-Fan

Wiesn-Blaulicht: Qualm, Prickelwasser und ein hartnäckiger Stadtl-Fan

Rosenheim – Am letzten Wiesn-Samstag war auf der Loretowiese noch einmal ordentlich was los. Auch die Wiesnwache hatte alle Hände voll zu tun – unter anderem mit zwei Tirolern, die sich mit mehr als zwei Promille nicht so recht an Regeln gewöhnen wollten, einem jungen Mann mit sehr deutlicher Wortwahl und einem Busreisenden, der seine Nachtruhe auf eine Wiese verlegt hatte. Und dann war da noch der hartnäckige Stadl-Fan.

„Ja, aber i bin doch ned in Qualmquarantäne“

Ein 20-Jähriger aus Tirol sah offenbar keinen Grund, warum er in einer Speis- und Trank-Manufaktur auf den Qualmkonsum verzichten sollte. Mit knapp zwei Promille im Blut zeigte er sich gegenüber der Wiesnwache auch sonst nicht gerade von der einsichtigsten Seite. Die Folge: Der 20-Jährige bekam ein Wiesnverbot.

Perlende Lebensfreude

Weiter mit Prickelwasser – oder gleich die Korken knallen lassen? Das schien das Motto eines 22-jährigen Tirolers gewesen zu sein. Er versuchte laut Polizei immer wieder, in einen Wein- und Sektveräußerungsbetrieb zu gelangen. Mit mehr als zwei Promille war die Einsicht allerdings eher überschaubar. Auch für ihn hieß es deshalb: Wiesnverbot.

„Geh her, dann fotz i Eich!“

Weniger prickelnd wurde es beim Verlassen des Festgeländes für einen 17-Jährigen aus Tirol. Er beschimpfte die Wiesnwache laut Polizei unter anderem als „selten bleede Schandi`s und saudumm“. Als die Beamten ihn darauf ansprachen, legte er noch einmal nach: „Geh her dann fotz i Eich!“ Das brachte ihm eine Anzeige wegen Beleidigung ein.

Guten Morgen, Südtirol!

Kurz nach Betriebsende entdeckte die Wiesnwache einen eher ungewöhnlichen Übernachtungsgast. Ein 45-Jähriger aus Bozen hatte seine Bettzeit offenbar nicht auf der heimischen Matratze, sondern auf einem Grünstreifen am Rand des Festgeländes verbringen wollen.
Mit mehr als zwei Promille konnte er noch rechtzeitig geweckt werden. Sein Bus nach Südtirol war nämlich schon abfahrbereit.

Und täglich grüßt der Stadl

Übrigens: Die Sache mit dem 22-jährigen Tiroler und dem Wein- und Sektbetrieb ging noch weiter:
Der junge Mann tauchte am späten Nachmittag erneut auf dem Festgelände auf. Und offenbar hatte ihn derselbe Stadl noch immer fest im Griff. Wieder versuchte er, hineinzukommen – obwohl gegen ihn bereits ein Wiesnverbot ausgesprochen worden war. Diesmal wurde aus dem Wiesnverbot eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wo Kühe, Skifahrer und Franz Marc ihre Spuren hinterlassen haben

Wo Kühe, Skifahrer und Franz Marc ihre Spuren hinterlassen haben

Bayern – Almen gehören für viele zum Bild der bayerischen Berge. Doch hinter den alten Gebäuden steckt weit mehr als Bergromantik: Sie erzählen von harter Arbeit, traditioneller Baukunst – und manchmal sogar von berühmten Künstlern oder den Anfängen des Skisports. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stellt fünf denkmalgeschützte Almen und Alpen in Oberbayern und Schwaben vor.

Wer heute auf eine Alm oder Alpe kommt, sieht vielleicht vor allem eine schöne Landschaft und ein altes Gebäude. Ursprünglich mussten die Bauten vor allem eines sein: praktisch. Sie sollten den Menschen und Tieren Schutz bieten, der Witterung standhalten und mit Materialien aus der Umgebung gebaut werden.

Bis heute haben einige dieser Gebäude viel von ihrer ursprünglichen Struktur bewahrt. Und manches Detail erzählt eine Geschichte, die man beim Vorbeigehen wohl kaum vermuten würde.

Staffelalm bei Jachenau mit Franz Marc-Malerei.<br />
Bildarchiv BLfD/ Bernhard Symank

Staffelalm bei Jachenau mit Franz Marc-Malerei.
Bildarchiv BLfD/ Bernhard Symank

Auf der Alm wurden Bilder von Franz Marc übermalt

Ein besonders ungewöhnliches Beispiel ist die Staffel- beziehungsweise Rabenkopfalm bei Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Das Gebäude wurde nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege um 1868 auf rund 1.320 Metern Höhe errichtet.
Im Inneren befinden sich zwei Wandmalereien von Franz Marc: ein Kuhkopf und die sogenannten „grünen Hirsche“. Marc verbrachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederholt die Sommermonate auf der Alm und ließ sich dort zu Tier- und Landschaftsstudien inspirieren.

Das Bemerkenswerte: Die Hirsche waren jahrzehntelang gar nicht zu sehen. Sie waren mit einem dicken Kalkanstrich überdeckt worden. Nach Angaben des Landesamts wurden die Bilder erst in den 1990er Jahren wieder freigelegt. Auf der Website der Alm wird als Grund genannt, dass dem Almpersonal die abstrakten Darstellungen nicht gefallen hätten.

Hintere Längentalalm bei Lenggries.<br />
Foto: Tourismus Lenggries

Hintere Längentalalm bei Lenggries. Foto: Tourismus Lenggries

Skitouren mit Petroleumlicht

Auch die Hintere Längentalalm bei Lenggries erzählt eine ungewöhnliche Geschichte. Die vermutlich im 18. Jahrhundert errichtete Alm wurde in den 1920er Jahren vom Skiclub Bad Tölz als Stützpunkt für Skitouren genutzt.
Die Sportler mussten damals zu Fuß zu der abgelegenen Alm gelangen. Dort übernachteten sie bei Petroleumlicht und Kerzenschein, bevor es auf Skitour ging. Das historische Gebäude steht damit nicht nur für die Almwirtschaft, sondern auch für die frühen Anfänge des Wintersports an der Benediktenwand.

Bäckeralm bei Inzell. Foto: Copyright Bäckeralm

Auch sie hat eine Geschichte zu erzählen: die Bäckeralm bei Inzell. Foto: Copyright Bäckeralm

Vom Stall bis zum Wohnraum unter einem Dach

Die Bäckeralm bei Inzell entstand bereits 1799. Sie liegt auf rund 1.067 Metern Höhe am Teisenberg und wird seit der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg auch gastronomisch genutzt.
Trotzdem sind Alm und ehemaliger Stallstadel nach Angaben des Landesamts weitgehend original erhalten. Eine massive Trennwand erinnert noch an die frühere offene Feuerstelle. Die Holzbalkendecken sind vom Rauch der vergangenen Jahrzehnte beziehungsweise Jahrhunderte dunkel gefärbt.
Auch der Name der Alm hat eine Geschichte: Er geht auf den Hofnamen „Beim Bäck“ zurück.

Idyllisch gelegen und ebenfalls einiges zu erzählen hat auch die Alpe Breitengehen in Oberstdorf. Foto: Copyright Alpe Breitengehen

Idyllisch gelegen und ebenfalls einiges zu erzählen hat auch die Alpe Breitengehen in Oberstdorf. Foto: Copyright Alpe Breitengehen

Namen in den Balken erzählen von früheren Bewohnern

Im Allgäu heißen die Almen meist Alpen. Zwei davon befinden sich im Rappenalptal bei Oberstdorf.
Die Alpe Breitengehren liegt auf rund 1.150 Metern Höhe und wurde erstmals 1746 urkundlich erwähnt. Der heute erhaltene Gebäudekern wurde bei einer Untersuchung der verbauten Hölzer auf etwa 1803 datiert.
Besonders spannend sind die Spuren der Menschen, die dort lebten und arbeiteten: In Balken und Türen finden sich eingeschnitzte Initialen und Namen.

Eine weitere Besonderheit ist die Bauweise. Die Ställe liegen auf beiden Seiten und umgeben in der Mitte die Sennküche und den Wohnbereich. Das ist nach Angaben des Landesamts eine im Allgäu ungewöhnliche Anordnung.
Die Alpe wurde 1894 von Prinzregent Luitpold gekauft und in sein Jagdgebiet, den sogenannten Prinzenbogen, einbezogen. Heute gehört sie zur „Manfred Kurrle Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen“.

Auch die Buchrainer Alpe am Eingang des Rappenalptals geht in ihrer Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das heutige Gebäude wurde im frühen 19. Jahrhundert weitgehend neu errichtet. Auch sie gehörte einst zum Jagdrevier von Prinzregent Luitpold und ist heute Teil der „Manfred Kurrle Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen“.

Mehr als alte Hütten

Für Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sind die Gebäude deshalb mehr als idyllische Motive aus den Bergen. Sie zeigen nach seiner Einschätzung, wie Menschen früher unter schwierigen Bedingungen lebten und arbeiteten und welche handwerklichen Lösungen sie dafür entwickelten.
Gerade das macht die alten Almen und Alpen interessant: In ihren Mauern, Balken und Wandflächen steckt ein Stück Alltagsgeschichte – von der Almwirtschaft über die frühe Skitour bis hin zu den Spuren eines berühmten Malers.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Denklmalpflege / Beitragsbild, Fotos: Copyright  Bilcarchiv BLfD/Bernhard Symank // Maria Mangold // Bildarchiv BLfD/Friedrich Karl Krösser // Fotos: Bäckeralm / Foto: Copyright Buchrainer Alpe // Foto: Copyright Tourismus Lenggries)

2,95 Millionen Rentner in Bayern – Immer mehr haben zusätzliche Altersvorsorge

2,95 Millionen Rentner in Bayern – Immer mehr haben zusätzliche Altersvorsorge

Bayern – 2,85 Millionen Menschen ab 65 Jahren mit Wohnsitz in Bayern beziehen 2025 Rentenleistungen. Insgesamt werden rund 55,25 Milliarden Euro ausgezahlt. Gleichzeitig zeigt die Statistik des Bayerischen Landesamts für Statistik eine Entwicklung bei der zusätzlichen Altersvorsorge: Ihr Anteil ist seit 2020 gestiegen.

Die meisten Menschen ab 65 Jahren in Bayern erhalten Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Das sind nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 95 Prozent der Männer und 98,1 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe.
Über alle Rentenarten hinweg erhalten die Rentenempfänger durchschnittlich 19.392 Euro brutto im Jahr. Bei den Männern sind es im Schnitt 21.935 Euro, bei den Frauen 17.403 Euro.

Gegenüber 2024 ist die durchschnittliche Bruttojahresleistung damit gestiegen. Bei den Männern um 873 Euro beziehungsweise 4,1 Prozent, bei den Frauen um 749 Euro beziehungsweise 4,5 Prozent.

Zusätzliche Vorsorge wird häufiger ausgezahlt

Deutlicher verändert hat sich in den vergangenen Jahren der Anteil der Menschen, die neben anderen Rentenleistungen auch Geld aus einer privaten Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersversorgung erhalten.
2025 trifft das auf 38,5 Prozent der Männer und 36,1 Prozent der Frauen ab 65 Jahren zu. 2020 lagen die Anteile noch bei 36,4 Prozent bei den Männern und 31,9 Prozent bei den Frauen.
Der Anteil ist damit bei beiden Gruppen gestiegen. Nach Angaben des Landesamts fiel der Anstieg bei den Frauen etwas stärker aus.

Wie viel zusätzlich ausgezahlt wird, unterscheidet sich ebenfalls: Die durchschnittlichen Bruttojahresleistungen aus privater oder betrieblicher Altersvorsorge liegen 2025 bei 5.118 Euro für Männer und 4.048 Euro für Frauen.

Gesetzliche Rente für die meisten

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es weitere Formen der sogenannten Basisversorgung. Leistungen aus der landwirtschaftlichen Alterskasse erhalten 4,8 Prozent der Männer und 4,9 Prozent der Frauen ab 65 Jahren. Die durchschnittlichen Bruttojahresleistungen liegen bei 6.895 beziehungsweise 6.453 Euro.
Aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen beziehen 2,8 Prozent der Männer und 1,5 Prozent der Frauen Leistungen. Hier liegen die durchschnittlichen Bruttojahresleistungen bei 32.359 Euro für Männer und 22.155 Euro für Frauen.

Bei den Zahlen ist allerdings zu beachten: Eine Person kann gleichzeitig Leistungen aus mehreren Rentenarten erhalten. Die einzelnen Anteile können sich deshalb überschneiden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landschaftspflege am Geigelstein: Schwendaktion im Bergsteigerdorf Sachrang

Landschaftspflege am Geigelstein: Schwendaktion im Bergsteigerdorf Sachrang

Sachrang / Landkreis Rosenheim – Wer am heutigen Samstag, 12. September, Arbeiter im Geigelsteingebiet sieht, bemerkt die jährliche Almpflege: Auf der Oberkaseralm findet heute bis etwa 16:00 Uhr eine planmäßige Schwendaktion statt.

Bei diesem Arbeitseinsatz im Bergsteigerdorf Sachrang entfernen Helfer junge Bäume und Büsche von den Weideflächen, um das Zuwachsen der Wiesen zu verhindern. Die Aktion dient laut Veranstalter dem Erhalt der traditionellen Almwirtschaft und der biologischen Vielfalt in der Region.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright Clemens Hoffmann)

Wiesn-Blaulicht: Qualm, Prickelwasser und ein hartnäckiger Stadtl-Fan

Wiesn-Blaulicht: Vorglühen, Abstürze und ein ungebetener Stammgast im „Hotel Ellmaierstraße“

Rosenheim – Der letzte  Wiesnfreitag stand ganz unter dem Motto „Friday I’m in Love“. Die Rosenheimer strömten in Scharen und bester Feierlaune auf die Loretowiese. Doch während die meisten einfach nur friedlich die Maß krügten, gab es für die Rosenheimer Wiesnwache wieder einiges zu tun. Vom Diesel-Vorglühen bis zum Hangar-Aufenthalt – hier sind die kuriosesten Fälle vom 14. Herbstfest-Tag!

🚗 Wenn die Vorglüh-Lampe im Kopf leuchtet

Drei 15-jährige Burschen aus dem Landkreis hatten das mit dem „Vorglühen“ wohl etwas zu wörtlich genommen. Wie bei einem alten Dieselmodell brachten sie sich im Umfeld des Geländes eifrig auf Betriebstemperatur – bewaffnet mit einer Flasche Wodka. Als die Jugendschutzbeamten anrückten, leuchtete zwar kein Glühwendel-Symbol im Cockpit, dafür aber die Köpfe der Teenager: Alle drei hatten sportliche 1,0 Promille auf dem Tacho. Statt ins Festzelt ging es im Trachten-Outfit direkt zurück zu den Eltern. Der Wiesnabend war damit gelaufen.

🍁 Ein Joint im „Pausenparadies“

Ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein brauchte dringend eine Auszeit vom Party-Trubel und seinen feiernden Freunden. Sein Plan für die perfekte Chill-out-Zone: Ein gemütlicher Joint. Blöd nur, dass er sich dafür ausgerechnet einen Kinderspielplatz ausgesucht hatte, an dem fleißig Familien vorbeispazierten. Die Quittung für das schlecht gewählte Pausenparadies: Eine Anzeige nach dem Konsumcannabisgesetz.

✈️ Blindflug von der Bierbank

„… und i flieg, flieg, flieg…“ dachte sich wohl ein 46-Jähriger aus dem Miesbacher Oberland. Nach einem exzessiven „Schütt-Bier-In-Mich-Hinein-Verhalten“ verlor der Mann im Bierzelt komplett die aerodynamische Kontrolle und segelte mehrfach von der Bierbank. Als der Sicherheitsdienst ihn freundlich bat, die Turbulenzen zu beenden, schaltete er auf Aggro-Modus. Die Wiesnwache entzog ihm kurzerhand die „Herbstfest-Fluglizenz“ in Form eines Wiesnverbots. Da die Pöbelenergie im roten Bereich blieb, endete der Flug im polizeilichen Hangar – der Ausnüchterungszelle.

🏨 Tadaaaa! Der Stammgast checkt wieder ein

Manche lernen es einfach nie: Ein Nürnberger hatte sich erst vor wenigen Tagen eine handfeste Tracht Prügel eingefangen und kassierte ein striktes Wiesnverbot. Gestern tauchte er trotzdem wieder auf der Loretowiese auf. Platzverweis? „Ich geh aber nicht!“ Als er dann auch noch auf die Beamten losging, klickten die Handschellen. Am Ende hieß es: Willkommen zurück im Hotel „Ellmaierstraße 3“! Die Zelle kannte er ja schon vom letzten Mal. Gerüchten zufolge flüsterten die Arrestzellen-Mauern beim Wiedersehen leise: „Tadaaa – da bist du ja schon wieder!“
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Martins Eisenbahn-Großanlage, Rosenheimer Herbstfest, 1954

Martins Eisenbahn-Großanlage, Rosenheimer Herbstfest, 1954

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1954. Auf unserer historischen Aufnahme ist eine besondere Attraktion auf dem Rosenheimer Herbstfest zu sehen: die „Martins Eisenbahn-Großanlage“. Vor der aufwendig gestalteten Fassade herrscht reges Treiben. Besucher sind unterwegs, Fahrräder werden zum Festplatz geschoben und auch die Tracht ist bei einigen der damaligen Gäste schon zu sehen.

Die Fassade der Eisenbahnanlage fällt sofort ins Auge. „Martins Eisenbahn GroßAnlage“ steht dort zu lesen. Darunter findet sich ein Satz, der aus heutiger Sicht besonders berührt: „Erbaut von einem Kriegsversehrten.“

Der Krieg war noch allgegenwärtig

1954 lag das Ende des Zweiten Weltkriegs erst neun Jahre zurück. Der Hinweis auf der Fassade erinnert daran, dass die Folgen des Krieges auch im Alltag der Menschen noch deutlich präsent waren. Ein Volksfest stand zwar für Vergnügen und ein Stück Normalität – gleichzeitig gehörten die Schicksale der Kriegsversehrten ganz selbstverständlich zur Gesellschaft der Nachkriegszeit.
Bei der Martins Eisenbahn-Großanlage wurde dieses persönliche Schicksal sogar öffentlich sichtbar gemacht. Der Hinweis „erbaut von einem Kriegsversehrten“ erzählt von einem Menschen, der sich trotz seiner Kriegsverletzung mit dem Bau einer solchen Schaustellerattraktion offenbar eine berufliche Existenz geschaffen hatte.

Eine Eisenbahn als große Attraktion

Solche großen Schauanlagen waren damals besondere Publikumsmagneten. Die Besucher konnten in eine künstlich geschaffene Welt rund um die Eisenbahn eintauchen. Gerade in den 1950er-Jahren, als Reisen für viele Menschen noch längst nicht selbstverständlich waren und das Fernsehen erst allmählich Einzug in die Wohnzimmer hielt, konnten solche Anlagen eine ganz eigene Faszination entfalten.

Die historische Aufnahme zeigt auch das Drumherum. Vor der Fassade stehen und gehen Besucher, Herren und Buben sind mit Fahrrädern unterwegs. Einige Frauen tragen Tracht. Direkt vor der Schaustelleranlage steht außerdem ein Wohnwagen. Auf ihm ist der Name eines Betriebs zu erkennen – möglicherweise gehörte er zum Schaustellerunternehmen und diente dessen Bewohnern während der Festplatzzeit als Zuhause.

Gerade solche kleinen Details machen das Foto heute besonders interessant. Es geht nicht nur um eine längst verschwundene Attraktion, sondern auch darum, wie ein Besuch auf dem Herbstfest vor mehr als 70 Jahren aussah.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann – Foto Nickl / Artikel: Karin Wunsam)