CSU bringt neue Idee für Barrierefreiheit am Max-Josefs-Platz ins Spiel

CSU bringt neue Idee für Barrierefreiheit am Max-Josefs-Platz ins Spiel

Rosenheim – Seit Jahren wird über eine barrierefreie Gestaltung des Max-Josefs-Platzes diskutiert. Nach mehreren Anläufen schien Ende 2025 erstmals eine praktikable Lösung gefunden. Doch die Umsetzung wurde aufgrund urheberrechtlicher Fragen gestoppt. Nun liegt ein neuer Vorschlag der CSU-Stadtratsfraktion auf dem Tisch, der eine technische Alternative prüfen lassen soll.

Die Pflasterung des Max-Josefs-Platzes beschäftigt Stadtpolitik und Verwaltung seit Langem. Das historische Kopfsteinpflaster prägt die „gute Stube“ der Stadt, ist für Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Gehhilfen oder Kinderwagen aber nur eingeschränkt nutzbar.

Ende 2025 hatte der Stadtrat nach längerer Diskussion einen einstimmigen Beschluss für einen pragmatischen Ansatz gefasst. Vorgesehen war, das bestehende Pflaster weitgehend zu erhalten und durch einen glatten, fugenfreien Streifen zu ergänzen, der eine barrierefreie Querung ermöglichen soll. Zusätzlich wurden barrierefreie Anbindungen über angrenzende Straßen diskutiert.

Beschlossene Lösung derzeit gestoppt

Die beschlossene Variante wird derzeit jedoch nicht umgesetzt. Hintergrund sind urheberrechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Entwurf des Platzes. Dabei geht es um mögliche Rechte des Planers, die bei baulichen Veränderungen berücksichtigt werden müssen. Damit liegt das Vorhaben vorerst auf Eis – trotz grundsätzlicher Zustimmung im Stadtrat.

CSU verweist auf Verfahren aus Neumarkt

Die CSU-Stadtratsfraktion bringt nun ein alternatives Vorgehen ins Gespräch. In einem Antrag an die Stadtverwaltung wird gefordert zu prüfen, ob ein spezielles Schleifverfahren für Kopfsteinpflaster eine Lösung darstellen könnte, ohne in bestehende Gestaltungsrechte einzugreifen.

Als Vergleichsprojekt nennt die CSU ein Vorhaben in Neumarkt in der Oberpfalz. Dort wurde im Frühjahr 2026 in der Unteren Marktstraße historisches Kopfsteinpflaster mit einem speziellen Verfahren abgeschliffen und dadurch geglättet, ohne den Natursteinbelag zu entfernen. Nach Angaben aus Medienberichten blieb das historische Erscheinungsbild dabei weitgehend erhalten.

Das Projekt wurde überregional diskutiert, da es nach Darstellung verschiedener Berichte den Erhalt der historischen Substanz mit einer verbesserten Begehbarkeit verbinden soll. Zudem wurde berichtet, dass die Maßnahme innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden konnte.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 
Antrag mit Prüfauftrag an die Verwaltung

Die CSU-Fraktion bittet die Stadtverwaltung nun zu prüfen, ob ein solches Verfahren auch am Rosenheimer Max-Josefs-Platz angewendet werden kann. Im Fokus steht dabei die Frage, ob eine Umsetzung auf dem gesamten Platz oder nur in Teilbereichen möglich wäre und welche Auswirkungen auf Gestaltung und Kosten zu erwarten wären.

In der Begründung des Antrags verweist die Fraktion darauf, dass das Verfahren nach ihrer Einschätzung Vorteile bei Barrierefreiheit, Begehbarkeit und Lärmentwicklung haben könnte. Zudem wird auf mögliche Zeit- und Kosteneinsparungen sowie auf die Wiederverwendbarkeit des Materials hingewiesen.

Ob das Verfahren aus Neumarkt tatsächlich eine neue Perspektive für den Max-Josefs-Platz eröffnet, muss nun die Prüfung der Stadtverwaltung zeigen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Info CSU-Stadtratsfraktion / Foto: Archiv Innpuls.me)

Demo in Rosenheim thematisiert Migrationspolitik

Demo in Rosenheim thematisiert Migrationspolitik

Rosenheim – Am Samstag (20.6.2026)  fand in Rosenheim eine Demonstration unter dem Titel „Kein Mensch ist illegal – gegen Dobrindts Migrationspolitik“ statt. Zu der Versammlung hatten das offene antifaschistische Plenum Rosenheim (OAP), der Kreisverband der Linken Rosenheim sowie der Bayerische Flüchtlingsrat aufgerufen. Die Demonstration begann vor dem CSU-Büro im Stadtgebiet und führte nach mehreren Redebeiträgen in den Salingarten.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden in mehreren Redebeiträgen unterschiedliche Einschätzungen zur aktuellen Migrationspolitik sowie zu Grenz- und Asylverfahren geäußert. Dabei wurde sowohl auf lokale Entwicklungen als auch auf europäische Zusammenhänge Bezug genommen.

Bezug zu Grenzkontrollen und Asylverfahren

Ein Vertreter des offenen antifaschistischen Plenums Rosenheim stellte in seiner Rede einen lokalen Bezug zum Rosenheimer Bahnhof her und sprach von einer verstärkten Präsenz der Bundespolizei sowie von Kontrollen im öffentlichen Raum. Er schilderte dabei seine Wahrnehmung vor Ort und sagte unter anderem:
„Wer hier regelmäßig unterwegs ist, sieht es jeden Tag: Bundespolizisten überprüfen Reisende, ziehen Menschen heraus, kesseln und befragen sie. Für viele ist der Rosenheimer Bahnhof ein Ort der Kontrolle, der Angst und der Ausgrenzung.“

Auch eine Vertreterin aus dem Initiativkreis Migration Rosenheim bezog sich in ihrem Beitrag auf europäische Asylverfahren und Grenzpraktiken. Sie stellte Fragen zur Sichtbarkeit und Wahrnehmung betroffener Menschen und sagte: „Wer wird schon bemerken, wenn ein Mensch in einem Gefängnis an Europas Außengrenzen ein fehlerhaftes Schnellverfahren durchläuft? Wer wird überhaupt wahrgenommen, wenn sie monatelang in der Blackbox eines Flughafens steckt?“

Ein weiterer Redner aus dem Umfeld der Linken Rosenheim stellte anschließend einen persönlichen Bezug zur Debatte her und setzte sich kritisch mit der aktuellen politischen Diskussion auseinander. Dabei sagte er: „Sind nicht Millionen unserer Eltern und Großeltern auch vor Krieg und Unterdrückung geflohen? Ihr seht, wie absurd diese Debatte ist!“
Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Beteiligten ohne besondere Vorkommnisse.
(Quelle: Pressemitteilung Die Linke Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Die Linke Kreisverband)

Nach der Sommersonnwende: wo es in Rosenheim Peter- und Paul-Feuer gibt

Nach der Sommersonnwende: wo es in Rosenheim Peter- und Paul-Feuer gibt

Rosenheim –  Der längste Tag des Jahres liegt hinter uns. Mit der Sommersonnenwende hat am vergangenen Wochenende der astronomische Sommer begonnen. Die kürzeste Nacht des Jahres zeigte sich dabei von ihrer schönsten Seite: Auch nach Sonnenuntergang lagen die Temperaturen noch bei über 20 Grad. Viele Menschen genossen die lauen Abendstunden im Freien. Gleichzeitig wurde in Rosenheim und der Region ein Brauch gepflegt, der seit Jahrhunderten zum Sommer gehört: die Sonnwend- beziehungsweise Peter-und-Paul-Feuer. Und auch am kommenden Wochenende stehen weitere Feiern an.

Die Sommersonnenwende markiert jedes Jahr den Zeitpunkt, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand erreicht. Für viele Menschen ist sie der eigentliche Beginn des Sommers. Tatsächlich hat mit ihr auch der astronomische Sommer begonnen.

Dabei steckt in diesem Datum eine kleine Besonderheit: Obwohl der Sommer gerade erst angefangen hat, werden die Tage von nun an bereits wieder kürzer. Zunächst ist das kaum wahrnehmbar. Doch Tag für Tag verliert das Tageslicht einige Minuten, bis am 21. Dezember die Wintersonnenwende erreicht wird.

Sommerabend wie aus dem Bilderbuch

Die diesjährige Sommersonnenwende fiel auf ein Wochenende mit nahezu perfekten Bedingungen für lange Abende im Freien. Während tagsüber hochsommerliche Temperaturen herrschten, blieb es auch in der Nacht angenehm warm.

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, um die kürzeste Nacht des Jahres draußen zu verbringen. Dazu passte auch die Tradition der Sonnwendfeuer, die seit Generationen fester Bestandteil des Sommers in Oberbayern ist.

Die größte Sonnwendfeier der Region fand am Samstag (20.6.2026) auf der Kampenwand statt. Vor der beeindruckenden Kulisse der Chiemgauer Alpen versammelten sich zahlreiche Besucher, um den längsten Tag des Jahres zu feiern.

Auch in Rosenheim wurde die Tradition gepflegt. Im Stadtteil Oberwöhr brannte am Samstagabend ein Sonnwendfeuer. Das hochsommerliche Wetter lockte viele Besucher an, die bis spät in die Nacht gemeinsam feierten und den Sommerbeginn genossen.

Warum heißen sie Peter-und-Paul-Feuer?

Der Brauch der Sonnwendfeuer ist deutlich älter als das Christentum. Schon vor vielen Jahrhunderten entzündeten Menschen zur Zeit der Sommersonnenwende große Feuer. Sie galten als Symbol für Licht, Wärme, Fruchtbarkeit und eine gute Ernte.

Mit der Christianisierung wurden viele dieser Traditionen übernommen. Da das Fest der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni gefeiert wird, entwickelte sich insbesondere in Bayern die Bezeichnung „Peter-und-Paul-Feuer“. Bis heute werden beide Begriffe häufig gleichbedeutend verwendet.

In vielen Orten der Region gehören diese Feste weiterhin fest zum Jahreslauf. Sie verbinden Brauchtum, Geselligkeit und die Freude über die langen Sommerabende.

Weitere Feiern in Rosenheim

Wer die besondere Atmosphäre eines Peter-und-Paul-Feuers selbst erleben möchte, hat dazu am kommenden Wochenende Gelegenheit.

Der Burschenverein Kastenau veranstaltet am Samstag, 27. Juni, sein traditionelles Peter-und-Paul-Feuer am Thallerberg im Rosenheimer Stadtteil Kastenau. Beginn ist um 16 Uhr. Für die Besucher werden Bier, Brotzeit, Kaffee und Kuchen angeboten. Das Feuer wird mit Einbruch der Dunkelheit entfacht.

Ebenfalls am Samstag, 27. Juni, wird im Stadtteil Westerndorf am Wasen gefeiert. Dort beginnt das traditionelle Sonnwendfest um 19 Uhr mit einem Festgottesdienst zum Patrozinium der Rundkirche St. Johann Baptist. Im Anschluss folgt das Sonnwendfeuer.

So ist die Sommersonnenwende in Rosenheim weit mehr als ein astronomisches Ereignis. Sie erinnert an eine jahrhundertealte Tradition, die bis heute Menschen zusammenbringt – und die gerade in warmen Sommernächten ihren ganz besonderen Zauber entfaltet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Ab ins Wasser: Region Rosenheim sucht Abkühlung bei über 30 Grad

Ab ins Wasser: Region Rosenheim sucht Abkühlung bei über 30 Grad

Neubeuern / Landkreis Rosenheim – Sommer, Sonne, Badesee: Die hochsommerlichen Temperaturen von teils deutlich über 30 Grad haben am Wochenende zahlreiche Menschen an die Seen und in die Freibäder der Region gelockt. Wer eine Abkühlung suchte, war damit nicht allein. Vielerorts waren Liegewiesen, Uferbereiche und Parkplätze bestens gefüllt.

Unser Beitragsbild entstand am Neubeurer See. Obwohl die Liegewiese dort großzügig angelegt ist, wurde der Platz am Wochenende knapp. Sonnenschirm stand neben Sonnenschirm, Handtuch neben Handtuch. Familien, Jugendliche und Ausflügler nutzten das sonnige Wetter, um ein paar Stunden am Wasser zu verbringen.

Wer allerdings auf eine echte Erfrischung hoffte, war am Neubeurer See genau richtig. Die Wassertemperatur lag dort bei etwa 19 Grad. Beim Sprung ins Wasser war die Abkühlung also deutlich zu spüren. Gleichzeitig bietet der See mit seinen großen Liegeflächen und schattigen Bereichen unter Bäumen ausreichend Möglichkeiten, der Hitze zumindest zeitweise zu entkommen.

Simssee und Chiemsee deutlich wärmer

Anders sieht es bei den größeren Seen der Region aus. Der Simssee erreichte am Wochenende bereits rund 25 Grad Wassertemperatur. Der Chiemsee lag mit etwa 24 Grad nur knapp darunter. Dort gleicht das Baden mittlerweile eher einem angenehmen Sommerbad als einer schnellen Abkühlung. Dennoch war auch dort der Andrang groß. Viele nutzten das Bilderbuchwetter für einen Tagesausflug ans Wasser, während sich die Freibäder ebenfalls über zahlreiche Besucher freuen konnten.
Und die Wetter-Aussichten sprechen dafür, dass die Badesaison weiter Fahrt aufnimmt. Auch in den kommenden Tagen sind sommerliche Temperaturen angekündigt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Ferdinand Staudhammer)

22-jähriger stirbt bei Badeunfall im Tegernsee

22-jähriger stirbt bei Badeunfall im Tegernsee

Gmund am Tegernsee / Landkreis Miesbach .- Ein Badeausflug an den Tegernsee endete am Sonntagnachmittag (21.6.2026) tragisch. Ein 22 Jahre alter Mann kam bei einem Badeunfall ums Leben.

Gegen 16 Uhr bemerkten zwei Schwimmer in der Nähe des Bootsanlegestegs in Seeglas eine Person in Not im Wasser und verständigten umgehend die Rettungskräfte. Daraufhin wurde eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet.
Einsatzkräfte der Wasserrettung suchten den Bereich ab und fanden den Mann gegen 16.30 Uhr im See. Helfer der DLRG bargen ihn aus dem Wasser. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 22-jährigen Mann aus Polen. Er hatte den Tag gemeinsam mit Arbeitskollegen am Tegernsee verbracht. Nach Angaben seiner Begleiter war er Nichtschwimmer und hatte sich zuvor lediglich im flachen Uferbereich aufgehalten. Zwischenzeitlich verloren ihn seine Kollegen aus den Augen.

Die ersten Ermittlungen übernahm die Polizeiinspektion Bad Wiessee. Die weiteren Untersuchungen werden inzwischen von der Kriminalpolizeistation Miesbach geführt. Nach bisherigem Stand gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittler gehen derzeit von einem tragischen Badeunfall aus.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Motorradkontrollen im südlichen Oberbayern: 66 Fahrzeuge mit Mängeln festgestellt

Motorradkontrollen im südlichen Oberbayern: 66 Fahrzeuge mit Mängeln festgestellt

Ainring / Südliches Oberbayern –  Mehr als 620 Motorräder und Autos haben Polizeikräfte aus mehreren Bundesländern und Österreich bei einem dreitägigen Erfahrungsaustausch im südlichen Oberbayern kontrolliert. Dabei wurden bei 66 Fahrzeugen technische Mängel oder unzulässige Umbauten festgestellt.

Vom 19. bis 21. Juni trafen sich Verkehrsspezialisten der Polizei in Ainring zum mittlerweile dritten überregionalen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Motorradkontrollen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd gemeinsam mit dem Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei.

An dem Treffen beteiligten sich Polizeibeamte aus ganz Bayern sowie aus Baden-Württemberg, Hessen und Tirol. Neben Fachvorträgen und dem Austausch von Erfahrungen standen auch praktische Kontrollen auf beliebten Motorradstrecken im südlichen Oberbayern auf dem Programm.

Kontrollen auf beliebten Biker-Strecken

Gerade die Straßen entlang der Alpen zählen zu den bevorzugten Ausflugszielen vieler Motorradfahrer. Entsprechend konzentrierten sich die Kontrollen auf besonders stark frequentierte Strecken. Überprüft wurden unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote und der technische Zustand der Fahrzeuge.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte mehr als 620 Motorräder und Pkw genauer unter die Lupe. In 66 Fällen stellten sie abgefahrene Reifen oder technische Veränderungen fest, durch die die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge erloschen war. Die Verstöße wurden entsprechend angezeigt.

Austausch über Ländergrenzen hinweg

Neben den Kontrollen stand vor allem der fachliche Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Experten informierten die Teilnehmer über aktuelle rechtliche Entwicklungen, neue Rechtsprechung und bewährte Kontrollmethoden. Ziel war es, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern und die Zusammenarbeit der Behörden über Länder- und Staatsgrenzen hinweg zu stärken.

Nach drei Tagen zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. Die Teilnehmer kehrten mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen zu ihren Dienststellen in Deutschland und Österreich zurück.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Copyright Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Kagerer-Eisstand, Münchener Straße, Rosenheim, 1985

Kagerer-Eisstand, Münchener Straße, Rosenheim, 1985

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1985. Auf der alten Aufnahme zu sehen ist der Kagerer-Eisstand in der Münchener Straße in Rosenheim.

Damals gehörte der kleine Straßenverkauf in der Rosenheimer Innenstadt für viele einfach zum Stadtbummel dazu – besonders an warmen Tagen, wenn sich vor dem Eisstand regelmäßig eine Schlange bildete. Der Standort war Teil eines traditionsreichen Familienbetriebs, dessen Geschichte in der Münchener Straße weit zurückreicht.

Die Anfänge liegen bereits im 19. Jahrhundert: Im Jahr 1868 wurde im benachbarten Gebäude erstmals eine Bäckereierlaubnis erteilt. Später entwickelte sich das Anwesen in der Münchener Straße 7 über Generationen hinweg zu einem festen Bestandteil des Rosenheimer Stadtlebens. Auch Handwerk spielte dort eine Rolle – unter anderem war zeitweise der Messerschmied Anton Kagerer mit dem Standort verbunden.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Haus immer stärker zu einem beliebten Treffpunkt in der Innenstadt. Besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren war das Café Kagerer eine feste Adresse für viele Rosenheimer – ein Ort für Begegnung, Gespräche und eine kurze Pause mitten im Alltag.

Mit Beginn der 2000er-Jahre endete die lange Geschichte des Betriebs. Im Jahr 2003 wurde die Liquidation eingeleitet, womit der traditionelle Familienbetrieb nach vielen Jahrzehnten schließlich seinen Abschluss fand.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam, Infos Stadtarchiv Rosenheim)

Abriss in der Kaiserstraße: Ein Stück Rosenheimer Innenstadtgeschichte verschwindet

Abriss in der Kaiserstraße: Ein Stück Rosenheimer Innenstadtgeschichte verschwindet

Rosenheim – In der Kaiserstraße 3 laufen derzeit die Rückbauarbeiten an einem Gebäude, das über viele Jahrzehnte fest zum Bild der Rosenheimer Innenstadt gehörte. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur ein markanter Altbau, sondern auch ein Ort mit außergewöhnlich langer Gewerbetradition.

Hinter den Baugerüsten in der Kaiserstraße ist es aktuell noch erkennbar: das Werbeschild für Huber-Seiler. Über Generationen hinweg war das Fachgeschäft eines der traditionsreichsten Häuser der Stadt im Bereich Bastel- und Kunstbedarf. Die Wurzeln des Betriebs reichen historischen Aufzeichnungen zufolge bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damit gehört die Geschichte dieses Standorts zu den ältesten nachweisbaren Gewerbetraditionen Rosenheims.

Ursprünglich als Seilereibetrieb entstanden, war das Unternehmen im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft – insbesondere für Landwirtschaft und die damalige Innschifffahrt. Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich das Geschäft mehrfach und entwickelte sich schließlich zu einer festen Innenstadtadresse für Bastelbedarf, Kunstmaterialien, Dekoration und Geschenkartikel.

Ende 2016 schloss das Geschäft am Standort Kaiserstraße nach einer außergewöhnlich langen Unternehmensgeschichte. Das Sortiment wurde anschließend an einen anderen Standort verlagert und dort weitergeführt.

Leerstand und Diskussionen über die Zukunft

Nach der Schließung blieb das Gebäude zunächst längere Zeit ungenutzt. Im Zuge der Stadtentwicklung wurde der Standort dabei wiederholt in planerischen Überlegungen und Diskussionen über mögliche zukünftige Nutzungen der Innenstadt einbezogen – konkrete Zwischennutzungen oder kulturelle Aktivitäten fanden am Standort jedoch nicht statt.

Was jetzt entsteht

Mit dem aktuellen Rückbau wird der Weg frei für ein neues Bauprojekt in zentraler Innenstadtlage. Geplant ist das Wohn- und Geschäftsgebäude „An der alten Seilerei“, das neue Wohnnutzung und Gewerbeflächen in einem Gebäude vereint. Entstehen sollen neun 2-Zimmer-Wohnungen sowie ein zusätzliches Penthousegeschoss, ergänzt durch eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss. Insgesamt umfasst das Projekt rund 1.100 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche.
Wichtig zu wissen: das Gebäude ist in der Bayerischen Denkmalliste eingetragen – dabei geht es aber „nur“ um das äußere Erscheinungsbild einschließlich historischer Fassade, also die gotischen Erdgeschosslauben und die Fassadenstruktur. Für diesen Teil sind die Auflagen streng.

Die Projektentwicklung und Vermarktung wurden durch die BayernWohnen Verwaltungs GmbH begleitet, die das Vorhaben in Zusammenarbeit mit Investoren und Eigentümern vorangetrieben hat. Weitere Informationen zum Projekt stellt das Unternehmen selbst zur Verfügung: Projekt „An der alten Seilerei“
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Brauchtumstag bringt Tracht und Musik in die Innenstadt

Brauchtumstag bringt Tracht und Musik in die Innenstadt

Rosenheim – Der Brauchtumstag verwandelt die Rosenheimer Innenstadt am Samstag, 27. Juni, in eine große Bühne für Tracht, Musik und gelebtes Brauchtum. Von früh bis in den Abend hinein stehen Volkstanz, Blasmusik und traditionelle Darbietungen im Mittelpunkt.

Bereits ab 9 Uhr beginnt der Tag mit einem volksmusikalischen Frühschoppen des Trachtenverein Stamm I Rosenheim. Für die musikalische Begleitung sorgt die Gruppe „Kathl Reibm Blos“. Damit wird der Auftakt für ein ganztägiges Programm gesetzt, das die Innenstadt in Feststimmung versetzt.

Ab 11 Uhr verlagert sich das Geschehen auf den Max-Josefs-Platz Rosenheim und den Ludwigsplatz Rosenheim. Dort zeigen Trachtenvereine wie der G.T.E.V. D’Innviertler Rosenheim ein abwechslungsreiches Programm mit Volkstänzen, Schuhplattlern und Goaßlschnalzen. Auch weitere Gruppen aus dem Rosenheimer Land beteiligen sich mit Auftritten in der Fußgängerzone.

Organisiert wird der Brauchtumstag vom Kulturamt der Stadt Rosenheim im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe Sommer in Rosenheim. Die inhaltliche Gestaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Trachtenvereinen.

Tradition zum Zuschauen und Mitmachen

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Vorführungen, sondern auch die Möglichkeit, traditionelle Elemente des Alpenraums direkt in der Innenstadt zu erleben – von Musik bis Tanz und Brauchtumspflege.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Kneipp-Familientag im Rosenheimer Riedergarten

Kneipp-Familientag im Rosenheimer Riedergarten

Rosenheim – Der Kneipp-Familientag im Rosenheimer Riedergarten lädt am Sonntag, 28. Juni, Familien zu einem erfrischenden Mitmach-Nachmittag mit Bewegung, Spiel und Abkühlung nach Kneipp ein.

Am Sonntag, 28. Juni, verwandelt sich der Riedergarten von 13 bis 15 Uhr in eine kleine Kneipp-Erlebniswelt für die ganze Familie. Der Kneipp-Verein Rosenheim e.V. bietet Bewegungsspiele, eine Barfußrunde und verschiedene Aktionen rund um das Thema „Spiel, Spaß & Kneippen“ an.
Dabei geht es nicht nur ums Zuschauen, sondern ums Mitmachen: Wasser erleben, den Kreislauf anregen und ganz nebenbei etwas für die Gesundheit tun.

Der Treffpunkt ist der Riedergarten Rosenheim, wo sich auch die Kneippanlage befindet. Sie wurde am 14. Juli 1995 eröffnet und besteht aus einem Wassertretbecken sowie einem Armtauchbecken, die beide von Mai bis Oktober genutzt werden können.

Abkühlen nach Kneipp – so funktioniert es

Beim klassischen Kneippen gibt es zwei einfache Anwendungen: Entweder im Tretbecken langsam im sogenannten Storchengang gehen und bei jedem Schritt den Fuß kurz aus dem Wasser heben. Oder die Arme bis zu den Oberarmen ins kalte Wasser tauchen. Beide Anwendungen sollen den Kreislauf anregen und für neue Frische sorgen – allerdings nur so lange, bis es unangenehm kalt wird.
Wichtig: Immer nur eine der beiden Anwendungen durchführen oder zwischen beiden Anwendungen mindestens zwei Stunden Pause lassen.

Wer mitmachen möchte, sollte kurze oder weite Kleidung tragen und ein kleines Handtuch mitbringen.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Rosenheim bei Hitze: Diese Trinkwasserbrunnen sorgen für Abkühlung

Rosenheim bei Hitze: Diese Trinkwasserbrunnen sorgen für Abkühlung

Rosenheim – Diese Woche wird es hochsommerlich heiß. Laut aktuellen Wetterprognosen könnten die Temperaturen bis zum Wochenende sogar an die 40-Grad-Marke herankommen. Viel trinken und zwischendurch abkühlen ist deshalb jetzt oberstes Gebot. In Rosenheim gibt es dafür eine einfache Lösung: öffentliche Trinkwasserbrunnen im gesamten Stadtgebiet.

Die Stadt bietet mittlerweile rund 21 Trinkwasserstellen an. Eine interaktive Übersicht aller kühlen Orte – inklusive Brunnen, schattiger Plätze und weiterer Abkühlungsmöglichkeiten – gibt es in der sogenannten „Kühlen Karte“:

Diese Trinkwasserbrunnen gibt es in Rosenheim

Hier eine Auswahl zentraler Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet, die an heißen Tagen kostenlos genutzt werden können:

  • Nepomukbrunnen
    Der Nepomukbrunnen vor dem Bergmeister-Haus mit der Spätrokoko-Statue des Heiligen Nepomuk, einem Schutzpatron der Schiffsleute.
  • Brunnenweiberl
    Der Brunnen bietet nicht nur Trinkwasser, sondern auch beschattete Sitzbänke und eignet sich damit gut für eine kurze Pause im Schatten.
  • Rosenbrunnen (Max-Josefs-Platz)
    Trinkwasserbrunnen in der Nähe des Holztechnischen Museums auf dem Max-Josefs-Platz.
  • Mädchenbrunnen (Riedergarten)
    Der Brunnen zeigt ein Mädchen mit Blumen und liegt nahe der Kneippanlage im Riedergarten.
  • Florianbrunnen (Kaiserstraße)
    Einer der ältesten Brunnen der Stadt, vor dem ehemaligen Pernlohner Bräu gelegen.
  • Trinkwasser-Stele Salinpark
  • Trinkwasser-Stele Luitpoldpark
  • Trinkwasser-Stele Salzstadel / Stadtbibliothek
  • Brunnen am Friedhof Klosterweg (gegenüber Klosterkirche)
    (Alle genannten Brunnen liefern Trinkwasserqualität direkt aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Wichtig ist dabei: Das Wasser sollte immer am Auslauf bzw. Zufluss entnommen werden – nicht aus eventuell stehenden Becken oder Sammelbereichen.)
    (Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai geniert)
Transit Art 2026: Rosenheim ist wieder Freiluft-Galerie

Transit Art 2026: Rosenheim ist wieder Freiluft-Galerie

Rosenheim – Seit vergangenen Freitag (19.6.2026) wird an Fassaden im Rosenheimer Stadtgebiet wieder gemalt. Im Rahmen von Transit Art 2026 entstehen bis zum 28. Juni fünf neue großformatige Wandgemälde. Besucher können den Künstlern dabei teilweise direkt bei der Arbeit zusehen.

Wer derzeit durch Rosenheim unterwegs ist, entdeckt an mehreren Standorten Kräne, Hebebühnen und Sprühdosen. Der Grund: Transit Art ist zurück. Zum siebten Mal verwandelt das Festival die Stadt in eine Freiluft-Galerie und bringt internationale sowie nationale Künstler nach Rosenheim. Veranstalter ist die Städtische Galerie Rosenheim zusammen mit Partnern.

Was dabei entsteht, sind weit mehr als bunte Bilder. Die sogenannten Murals prägen dauerhaft das Stadtbild und machen Kunst für jeden zugänglich – kostenlos, rund um die Uhr und mitten im Alltag. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 40 großformatige Wandgemälde im Rosenheimer Stadtgebiet. In den kommenden Tagen kommen fünf weitere hinzu.

Von der Idee zum europaweit beachteten Festival

Die Wurzeln von Transit Art reichen bis ins Jahr 2013 zurück. Damals entstanden die ersten kleineren Wandbilder in Rosenheim. 2020 wurde daraus ein eigenes Festival, das sich inzwischen einen festen Platz in der europäischen Street-Art-Szene erarbeitet hat.

Ein besonderer Reiz liegt darin, dass die Kunstwerke nicht hinter Museumsmauern entstehen. Wer in den kommenden Tagen an den jeweiligen Standorten vorbeikommt, kann den Entstehungsprozess teilweise live miterleben – von den ersten Linien bis zum fertigen Werk.

Da die Künstler ihre Arbeiten zeitversetzt beginnen und umsetzen, wird nicht an allen Wänden gleichzeitig gearbeitet. Ein Besuch an mehreren Tagen kann sich deshalb lohnen.

Diese Künstler gestalten die neuen Wände
  • ATE CREW
    Turnhalle der Johann-Rieder-Realschule, Am Nörreut 10
  • DÚO AMAZONAS
    Schirmbeckstraße 6
  • HERA
    Städtische Realschule für Mädchen, Elisabeth-Block-Platz 1
  • NEAN
    Lessingstraße 57–61
  • VIDEO.SCKRE
  • Lessingstraße 45–49
Mural Rides führen zu den neuen Kunstwerken

Wer mehr über die Künstler, ihre Techniken und die Hintergründe der Werke erfahren möchte, kann an den geführten „Mural Rides“ teilnehmen. Die Touren starten an der Städtischen Galerie Rosenheim und führen zu den neuen Wandgemälden.

Termine:

  • Mittwoch, 24. Juni, 17 Uhr
  • Mittwoch, 24. Juni, 18 Uhr
  • Donnerstag, 25. Juni, 15 Uhr
  • Freitag, 26. Juni, 16 Uhr
  • Freitag, 26. Juni, 18 Uhr

Die Teilnahme kostet 10 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich unter galerie@rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/365-1447. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Weitere Infos hier.
(Quelle:  Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)