Großeinsatz am Floriansee – zum Glück nur eine Übung

Großeinsatz am Floriansee – zum Glück nur eine Übung

Rosenheim – Am Rosenheimer Floriansee sah am Samstag (19. September) alles nach einem großen Rettungseinsatz aus: Rettungsboote waren unterwegs, Einsatzkräfte kümmerten sich um Verletzte und ein Reisebus wurde evakuiert. Glücklicherweise war das alles nur eine Übung. Das Szenario dahinter war allerdings ernst: Die Kreiswasserwacht Rosenheim probte die Rettung und Evakuierung nach einer Überflutung.

Wie läuft eine Evakuierung nach einer Überflutung ab? Das übten die Einsatzkräfte sehr realitätsnah. Fotos: Copyright BRK Rosenheim

Wie läuft eine Evakuierung nach einer Überflutung ab? Das übten die Einsatzkräfte sehr realitätsnah. Fotos: Copyright BRK Rosenheim

Rund 80 Einsatzkräfte der Wasserwacht und der BRK-Bereitschaften beteiligten sich an der Großübung. Angenommen wurde, dass tagelange starke Niederschläge die Pegel in der Region deutlich ansteigen lassen. Ein technischer Defekt an einem Innkraftwerk führte im Übungsszenario zusätzlich dazu, dass das Gebiet rund um den Floriansee überflutet wurde.
Mittendrin: ein Reisebus mit rund 30 Menschen. Durch eine angenommene Notbremsung wurden mehrere Personen verletzt, weitere gerieten in Panik. Die Einsatzkräfte mussten die Menschen aus dem Bus retten, die Verletzten sichten und medizinisch versorgen. Weil die Zufahrt zum Bus als überflutet galt, erfolgte die Rettung mit Booten.

Plötzlich eine zweite Einsatzstelle

Während die Einsatzkräfte am Reisebus arbeiteten, kam eine weitere Lage hinzu: Mehrere Menschen waren auf einer Insel eingeschlossen. Zwei von ihnen machten auf sich aufmerksam und berichteten, dass sie mit weiteren Personen unterwegs gewesen seien. Außerdem meldeten sie eine vermisste Person, die nicht schwimmen könne und untergegangen sei.
Damit mussten die Einsatzkräfte zwei Einsatzstellen gleichzeitig bewältigen. Die Menschen von der Insel wurden mit Rettungsbooten ans Ufer gebracht und dort an den Rettungsdienst übergeben.

Auch bei den rund 30 Businsassen galt es, schnell den Überblick zu bekommen. Die Einsatzkräfte führten eine medizinische Sichtung durch, um zunächst diejenigen zu versorgen, bei denen eine besonders dringende Behandlung notwendig war. Anschließend wurden die Betroffenen entsprechend ihrer Behandlungsdringlichkeit gekennzeichnet und versorgt.
Nach rund vier Stunden war die praktische Übung beendet. Bei der anschließenden Auswertung wurden nach Angaben des BRK sowohl gut funktionierende Abläufe als auch Punkte festgestellt, die künftig verbessert werden können.

Die Großübung war seit Mai vorbereitet worden. Beteiligt waren rund 80 Einsatzkräfte der Wasserwacht und der BRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Rosenheim. Geübt wurde am Floriansee und auf dem Ausbildungsgelände der Feuerwehr Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rosenheim / Beitragsbild: BRK Rosenheim)

Präventionstag in Wasserburg: Achtsamkeit praktisch ausprobieren

Präventionstag in Wasserburg: Achtsamkeit praktisch ausprobieren

Wasserburg  / Landkreis Rosenheim –  Wie lässt sich Achtsamkeit ganz konkret in den Alltag einbauen? Beim Präventionstag im kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg können Interessierte verschiedene Übungen selbst ausprobieren. Die Veranstaltung findet am Montag, 12. Oktober, ab 16 Uhr unter dem Motto „Achtsam durch den Alltag“ statt.

Zum Auftakt gibt es einen kurzen Vortrag über die Grundlagen der Achtsamkeit. Anschließend geht es in kleinen Gruppen durch drei praktische Stationen. Dabei stehen Bewegung, Ruhe und die bewusste Wahrnehmung mit den eigenen Sinnen im Mittelpunkt.
Unter dem Titel „Achtsam in Bewegung“ geht es um den Körper, bei „Achtsam zur Ruhe kommen“ um Möglichkeiten des Innehaltens. An der dritten Station „Achtsam wahrnehmen“ steht die Sinneswahrnehmung im Mittelpunkt.
Zum Abschluss ist unter dem Motto „Achtsam genießen“ Zeit für Austausch. Dazu gibt es kleine Snacks und Informationen rund um ausgewogene Ernährung.

Die Veranstaltung findet anlässlich des Bayerischen Präventionstags statt, der am 12. Oktober bayernweit auf Prävention und Gesundheitsförderung aufmerksam macht. Veranstalter ist das kbo-Inn-Salzach-Klinikum.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, deshalb ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
(Quelle: Pressemitteilung kbo-Inn-Salzach-Klinikum / Beitragsbild: Symbolfoto re)

175 junge Menschen starten Ausbildung bei den RoMed Kliniken

175 junge Menschen starten Ausbildung bei den RoMed Kliniken

Rosenheim – 175 junge Menschen haben zum 1. September ihre Ausbildung bei den RoMed Kliniken begonnen. Die größte Gruppe startet in der Pflege. Daneben gibt es Ausbildungsplätze unter anderem im Operations- und Anästhesiedienst, in der Radiologie sowie in Verwaltung und Informationstechnologie.

Von den 175 neuen Auszubildenden beginnen 111 eine Ausbildung in der Pflege. Sie werden in den kommenden Jahren zu examinierten Pflegefachpersonen ausgebildet. Die neuen Auszubildenden starten an den RoMed-Standorten in Bad Aibling, Prien, Rosenheim und Wasserburg.

Ausbildung in verschiedenen Berufen

Weitere Ausbildungsberufe gibt es im Operationsdienst (OTA), in der Anästhesiologie (ATA) und in der Radiologie (MTR). Auch kaufmännische und technische Berufsfelder gehören zum Ausbildungsangebot der RoMed Kliniken. „Wir freuen uns sehr, so viele engagierte junge Menschen bei uns willkommen zu heißen. Jede und jeder Einzelne von ihnen trägt dazu bei, unser Haus und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln“, so Judith Hantl-Merget, Pflegedirektorin und Mitglied der Geschäftsleitung „Wir begleiten unsere Auszubildenden von Beginn an mit einer fundierten, praxisnahen Ausbildung und einem starken Team an ihrer Seite.“

RoMed gehört nach eigenen Angaben zu den größeren Ausbildungsbetrieben in der Region. Mit den verschiedenen Ausbildungsberufen deckt der Klinikverbund sowohl medizinische und pflegerische als auch kaufmännische und technische Bereiche ab.
(Quelle: Pressemitteilung Ro Med Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

Landjugend Aising-Pang: Vorbereitungen für Jubiläum laufen

Landjugend Aising-Pang: Vorbereitungen für Jubiläum laufen

Aising-Pang / Rosenheim – 2027 feiert die Landjugend Aising-Pang ihr 30-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren. Jetzt wurde Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan ein traditionelles Erntegebinde überreicht – verbunden mit einem weiteren Termin für das kommende Jubiläumsjahr.

Das Erntegebinde steht traditionell für den Dank für die Ernte und die Verbundenheit mit der heimischen Landwirtschaft. Vertreterinnen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Aising-Pang überreichten es im Rosenheimer Rathaus an den Oberbürgermeister.
Erdogan übernimmt 2027 die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Landjugend.

Festwoche im Juni 2027

Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres soll eine Festwoche in Pang werden. Sie ist vom 3. bis 7. Juni 2027 geplant. Der große Festsonntag findet am 6. Juni statt.
Die KLJB Aising-Pang ist seit 1997 aktiv. Zum Vereinsjahr gehören unter anderem kirchliche Aktionen und Altkleidersammlungen. Auch das jährliche Weinfest in den Panger Feldern und die Teilnahme an regionalen Burschenfesten gehören zu den Veranstaltungen der Landjugend.

Mit der Übergabe des Erntegebindes ist nun auch das Rathaus schon einmal auf das Jubiläumsjahr eingestimmt.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

„Ein Tag Azubi“: Jugendliche können Ausbildungsbetriebe kennenlernen

„Ein Tag Azubi“: Jugendliche können Ausbildungsbetriebe kennenlernen

Rosenheim – Wie sieht der Alltag in einem Ausbildungsbetrieb tatsächlich aus? Das können Jugendliche beim Aktionstag „Ein Tag Azubi“ am Mittwoch, 18. November 2026, selbst erleben. An dem schulfreien Buß- und Bettag können sie einen Tag lang Auszubildende in Betrieben in Stadt und Landkreis Rosenheim begleiten. Anmeldungen sind noch bis Ende Oktober möglich.

Der Aktionstag wird von der IHK für München und Oberbayern und den Wirtschaftsjunioren organisiert und findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Jugendliche können dabei einen Einblick in den Ausbildungsalltag bekommen und direkt mit Auszubildenden sprechen. Auch für Betriebe bietet der Aktionstag die Möglichkeit, Jugendlichen ihre Ausbildungsberufe vorzustellen.

Betrieb und Beruf selbst kennenlernen

Die Vermittlung zwischen Jugendlichen und Unternehmen läuft über eine Plattform. Sowohl die Schüler als auch die Betriebe füllen dafür einen Fragebogen aus. Auf Grundlage der angegebenen Interessen und Fähigkeiten sowie der jeweiligen Ausbildungsangebote werden den Jugendlichen passende Betriebe für einen Besuch vorgeschlagen.
Teilnehmen können Jugendliche ab 13 Jahren. Für Schüler und Unternehmen ist die Teilnahme kostenlos. Auch Betriebe, die nicht Mitglied der IHK sind, können sich beteiligen, sofern sie aktuell ausbilden oder zur Ausbildung berechtigt sind. Im vergangenen Jahr nahmen nach Angaben der IHK oberbayernweit knapp 800 Schüler und mehr als 330 Betriebe an „Ein Tag Azubi“ teil.

Schirmherren des Aktionstags in Stadt und Landkreis Rosenheim sind Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und Rosenheims Landrat Otto Lederer.

Anmeldungen sind noch bis Ende Oktober möglich. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es online über die IHK.
(Quelle: IHK für München und Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Igel in Gefahr: Stadt Rosenheim rät zu Mährobotern nur am Tag

Igel in Gefahr: Stadt Rosenheim rät zu Mährobotern nur am Tag

Rosenheim – Wenn es draußen früher dunkel wird, sind Igel bereits unterwegs. Genau dann können ihnen Mähroboter gefährlich werden. Die Stadt Rosenheim empfiehlt deshalb, die Geräte im Herbst nur tagsüber laufen zu lassen.

Igel sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Im Herbst beginnt ihre Aktivitätszeit durch die früher einsetzende Dunkelheit entsprechend früher. Gleichzeitig sind viele Mähroboter noch nach festen Zeitplänen in den Abendstunden unterwegs.
Besonders gefährdet sind laut Stadt junge Igel. Die meisten Igeljungen kommen im August und bis Anfang September zur Welt. Sie sind zu dieser Zeit noch klein und unerfahren und werden von den Sensoren der Mähroboter möglicherweise schlechter erkannt.

Noch auf Nahrungssuche vor dem Winterschlaf

Für die Tiere ist die Gefahr im Herbst besonders relevant: Sie müssen sich vor dem Winterschlaf noch ausreichend Energiereserven anfressen und sind deshalb bis weit in den Herbst hinein aktiv. Auf vielen Rasenflächen wird gleichzeitig noch bis in den Oktober gemäht.
Trifft ein Igel auf einen fahrenden Mähroboter, kann das Tier schwer verletzt oder getötet werden. Die Stadt weist darauf hin, dass der Braunbrustigel in Bayern inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Er gilt damit noch nicht als gefährdet, die Bestände sind laut Stadt jedoch rückläufig.

Neben dem Verlust von Lebensräumen und einem geringeren Nahrungsangebot durch den Rückgang von Insekten gehören auch Gefahren im Siedlungsbereich zu den Belastungen für Igel. Dazu zählen unter anderem der Straßenverkehr und Gartengeräte wie Mähroboter.

Garten als Rückzugsort

Auch private Gärten können Igeln Nahrung und Unterschlupf bieten. Laub-, Reisig- und Holzhaufen sowie heimische Pflanzen und naturnahe Bereiche schaffen geeignete Rückzugsorte. Kleine Durchgänge in Zäunen und Hecken ermöglichen es den Tieren, zwischen verschiedenen Gärten zu wechseln.
Wer einen Teich oder Kellerschächte im Garten hat, sollte außerdem darauf achten, dass Igel dort nicht hineinfallen können.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim holt Punkt in Schwaig

TSV 1860 Rosenheim holt Punkt in Schwaig

Rosenheim – Die Erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim hat am Freitagabend (18. September)  einen Punkt aus Schwaig mitgenommen. Beim FC Sportfreunde Schwaig endete die Partie der Bayernliga Süd mit 1:1. Edis Muhameti brachte die Rosenheimer kurz nach der Pause in Führung, in der Schlussphase glich Robert Rohrhirsch per Elfmeter aus.

Schwaig erwischte den besseren Start und hatte zunächst mehr vom Spiel. Gegen die gut organisierte Rosenheimer Defensive fanden die Gastgeber aber kaum Lücken. Wenn es gefährlich wurde, war Torhüter Simon Stein zur Stelle. Nach einer Ecke verhinderte er mit einer schnellen Reaktion den möglichen Rückstand.
Auch die Rosenheimer hatten vor der Pause eine gute Gelegenheit. Nach einer Flanke von der rechten Seite verpasste Audai Elghatous den Ball im Fünfmeterraum nur knapp. Tore fielen in den ersten 45 Minuten nicht.

Muhameti bringt Rosenheim in Führung

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel schlug die Erste Mannschaft dann zu. Nach einem Pass in die Tiefe lief Edis Muhameti allein auf das Schwaiger Tor zu und ließ dem Torhüter keine Chance. Das 1:0 gab den Gästen zunächst Rückenwind.Schwaig erhöhte anschließend den Druck. Simon Stein hielt die Rosenheimer Führung mit einer starken Parade gegen einen Distanzschuss zunächst fest.
Sieben Minuten vor dem Ende fiel dann doch der Ausgleich. Nach einem Elfmeter traf Robert Rohrhirsch in der 84. Minute zum 1:1.
Dabei blieb es. Die Erste Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim verteidigte den Punkt in der Schlussphase und nahm nach einer umkämpften Partie einen Zähler mit nach Hause.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: TSV 1860 Rosenheim)

Starbulls-Nachwuchs: Leistungstests auf dem Eis

Starbulls-Nachwuchs: Leistungstests auf dem Eis

Rosenheim – Wie entwickelt sich ein Nachwuchsspieler im Laufe einer Eishockeysaison? Um darauf möglichst genaue Antworten zu bekommen, haben die Starbulls Rosenheim ihren Nachwuchs von der U11 bis zur U20 auf dem Eis getestet. Dabei wurden verschiedene hockeyspezifische Leistungsdaten erfasst.

Durchgeführt wurden die sogenannten On-Ice-Testings gemeinsam mit SISM Hockey. Erfasst wurden verschiedene Leistungsparameter, die den aktuellen Stand der Spieler dokumentieren. Die Ergebnisse sollen den Trainern Anhaltspunkte für die weitere Trainingsarbeit geben und den Spielern ermöglichen, ihre eigenen Werte genauer einzuordnen.

Zweiter Test zum Saisonende geplant

Die erhobenen Daten können nicht nur innerhalb der jeweiligen Altersklasse verglichen werden. Durch die Datenbasis von SISM Hockey ist auch ein Vergleich mit anderen Spielern möglich.
Für die Starbulls steht dabei vor allem die Entwicklung über einen längeren Zeitraum im Mittelpunkt. Die aktuellen Ergebnisse sollen deshalb nicht als einmalige Bestandsaufnahme betrachtet werden. Zum Ende der laufenden Saison ist voraussichtlich ein weiteres On-Ice-Testing geplant. Durch den Vergleich der beiden Testreihen soll sichtbar werden, wie sich die einzelnen Spieler während der Saison entwickelt haben.

Unterstützt wurde die Durchführung der Testungen von Straight Line Tattoo Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Starbulls Rosenheim)

Buskontrolle auf der A8: Elf von 28 Bussen beanstandet

Buskontrolle auf der A8: Elf von 28 Bussen beanstandet

Siegsdorf / Landkreis Traunstein – 28 Reisebusse wurden jüngst bei einer großangelegten Kontrolle auf der A8 bei Siegsdorf (Landkreis Traunstein) überprüft. Bei elf Fahrzeugen beziehungsweise deren Fahrern stellten die Einsatzkräfte Verstöße fest. Schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten waren nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd allerdings nicht dabei.

Die Kontrolle fand an einer eigens eingerichteten Kontrollstelle auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Siegsdorf statt. Beteiligt waren neben der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein unter anderem Kräfte der Grenzpolizei, der Bundespolizei, der Regierung von Oberbayern und des Zolls. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte im Einsatz.

Probleme vor allem bei Lenkzeiten und Tachografen

Die meisten Verstöße betrafen das Fahrpersonalgesetz. Dabei ging es unter anderem um die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten sowie um die Bedienung und Beschaffenheit der Tachografen. Mehrere Busunternehmen verstießen zudem gegen Vorschriften des Personenbeförderungsgesetzes.
Bei einem Bus stellten die Beamten eine deutliche Geschwindigkeitsüberschreitung fest. Bei einem anderen Fahrzeug wurden unter anderem Ölverlust an der Lenkhydraulik, ein beschädigter Reifen und ein ungesichert mitgeführter Gaskocher entdeckt.

Besonders auffällig war ein weiterer Reisebus: An ihm waren Halterungen am Vorratsbehälter der Druckluftbremse abgerostet. Außerdem war ein Dreiecksquerlenker an der Vorderachse stark korrodiert. Der Bus durfte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem er in einer Fachwerkstatt repariert worden war.
Insgesamt wurden elf Bußgeldanzeigen gefertigt. Die eingesetzten Kräfte erhoben nach Angaben der Polizei zudem Sicherheitsleistungen in Höhe von rund 5.200 Euro.

Auch Zoll und Grenzpolizei im Einsatz

Auch andere Behörden stellten bei der Kontrolle Verstöße beziehungsweise Auffälligkeiten fest. Die Grenzpolizei stellte bei zwei Reisegästen Fahndungsnotierungen zur Aufenthaltsermittlung fest. Nach der Sachbearbeitung konnten beide ihre Reise fortsetzen.
Der Zoll kontrollierte unter anderem Gepäck und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. In drei Fällen wurden Nachverzollungen im jeweils niedrigen dreistelligen Bereich angeordnet.

Außerdem wurden bei der Kontrolle Bienenwaben entdeckt, die nach Angaben der Polizei illegal nach Deutschland eingeführt worden waren. Ein Mitarbeiter des Landratsamtes Traunstein holte die Waben anschließend an der Kontrollstelle ab.
Nach Abschluss der Kontrolle zog die Polizei eine positive Bilanz. Besonders der Austausch zwischen den beteiligten Behörden und die Zusammenarbeit bei der Kontrolle hätten sich als hilfreich erwiesen.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Arbeitsunfall in Rohrdorf: 62-jähriger schwer verletzt

Arbeitsunfall in Rohrdorf: 62-jähriger schwer verletzt

Rohrdorf / Landkreis Rosenheim – Ein Arbeitsunfall hat sich am Montagvormittag (21. September)  in einem Betrieb in Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) ereignet. Ein 62-jähriger Mann wurde dabei von einer schweren Metallrolle erfasst und schwer verletzt. Die Kriminalpolizei Rosenheim untersucht nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gegen 10.25 Uhr. Die Metallrolle erfasste den Arbeiter im Bereich der Beine und verletzte ihn schwer.
Nach der notärztlichen Versorgung vor Ort wurde der Mann mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Dort wurde er intensivmedizinisch betreut. Lebensgefahr bestand nach Auskunft des Klinikums nicht.

Kripo untersucht Unfallhergang

Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeiinspektion Brannenburg. Anschließend übernahm der Kriminaldauerdienst die weiteren Untersuchungen. Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt nun zum Unfallhergang.
Auch mehrere Arbeitskollegen des Verletzten wurden nach dem Unfall vom Kriseninterventionsdienst betreut. Sie hatten das Geschehen mit ansehen müssen.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Themenführungen in Rosenheim: Genuss, Friedhof und Inngeister

Themenführungen in Rosenheim: Genuss, Friedhof und Inngeister

Rosenheim – Im Oktober stehen bei der Rosenheimer Stadtführerzunft drei unterschiedliche Themenführungen auf dem Programm. Dabei geht es um kulinarische Stadtgeschichte, den Rosenheimer Friedhof und zum Monatsende um eine nächtliche Tour zum Innspitz.

Von Stadtgeschichte bis Inngeister

Den Auftakt macht am Samstag, 10. Oktober, die Führung „La dolce vita bavarese“. Bei der Genusstour werden Stadtgeschichte und kulinarische Kostproben miteinander verbunden. An verschiedenen historischen Stationen gibt es Schmankerl und Getränke. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Nepomukbrunnen.

Am Samstag, 17. Oktober, steht der Rosenheimer Friedhof im Mittelpunkt. Die Führung gibt Einblicke in mehr als 200 Jahre Begräbniswesen und Stadtgeschichte. Dabei geht es auch um Persönlichkeiten und Familien aus Rosenheim, deren Grabstätten teilweise noch erhalten sind. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Eingang der Klosterkirche St. Sebastian.

Schaurig wird es am Monatsende bei „Innspuk“. Am Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober, führt der abendliche Spaziergang zum Innspitz. Dabei werden Geschichten rund um den Inn erzählt, bei denen auch „echte“ Inngeister zu Wort kommen. Die Führung ist für Teilnehmer ab zwölf Jahren geeignet. Taschenlampe und festes Schuhwerk werden empfohlen. Bei Regen beziehungsweise nassem Wetter findet der Rundgang nicht statt. Treffpunkt ist an beiden Abenden um 20 Uhr am Ichikawaplatz im Mangfallpark.

Anmeldungen für die Führungen sind bei der Touristinfo in der Heilig-Geist-Straße 15 möglich – persönlich, telefonisch unter 08031/365-9061 oder per E-Mail an tourismus@rosenheim.de. Auch eine Online-Buchung ist möglich. Informationen zu Kosten, Teilnehmerzahlen und weiteren Rahmenbedingungen gibt es bei der Touristinfo.(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Buchtipp: „Kräutertee und Wadenwickel“ – Altes Wissen für die Hausapotheke

Buchtipp: „Kräutertee und Wadenwickel“ – Altes Wissen für die Hausapotheke

Rosenheim – Bei Kopfschmerzen schnell eine Tablette, bei einer Erkältung zum nächsten Medikament greifen: Das ist im Alltag oft der einfachste und schnellste Weg. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Hausmitteln, die schon unsere Vorfahren kannten und schätzten. Vieles davon ist in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geraten. Judith Koch holt dieses Wissen mit ihrem Buch „Kräutertee und Wadenwickel“ wieder in den Alltag zurück.

Buchcover Kräutertee und Wadenwickel von Judith Koch. Foto: re

Buchcover Kräutertee und Wadenwickel. Foto: re

Judith Koch ist ausgebildete Kräuterpädagogin und hat ihre Ausbildung an der Gundermann-Akademie absolviert. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sie sich mit traditionellen und heilungsfördernden Methoden. Darüber hat sie mehr als 200 Beiträge für verschiedene Journale und Zeitschriften sowie inzwischen drei Bücher verfasst „Immer wieder entdecke ich während meiner Recherchen neue und weitere alte vergessene Methoden, die unsere Vorfahren mündlich, manchmal auch in kleinen Hausbüchern schriftlich, innerhalb der Familie weitergegeben haben“, schreibt die Autorin in ihrem Vorwort.

Vom Zahnschmerz bis zur Schlafstörung

Das Buch ist ausgesprochen umfangreich. Judith Koch beschreibt Hausmittel für eine große Bandbreite an Beschwerden – von Zahnschmerzen, Stress und Schlafstörungen über Magen-Darm-Beschwerden und Entzündungen bis hin zu Gelenk- und Nervenschmerzen, Migräne, Rheuma oder Rückenschmerzen. Auch für Wundreinigung und gynäkologische Beschwerden gibt es Anwendungen. Ein eigenes Kapitel widmet sich den kleinen Patienten.
Dabei beschränkt sich die Autorin nicht auf Kräutertees. Vorgestellt werden unter anderem Wickel, Bäder, Kissen, Salben, Tropfen, Öle, Inhalationen, Suppen, Sirups und Packungen. Damit wird das Buch tatsächlich zu einer Art Nachschlagewerk für die Hausapotheke.

Gut gefällt mir, dass die Autorin dabei nicht in Kräuterromantik verfällt. Die Anwendungen werden sachlich und verständlich erklärt. Auch die Grenzen der Selbstbehandlung werden angesprochen. Gerade beim Kapitel über Kinder geht Koch detailliert darauf ein, was je nach Alter zu beachten ist, wie dosiert werden sollte und wann ärztlicher Rat notwendig ist.

Vieles lässt sich sofort ausprobieren

Ein weiterer Pluspunkt ist die Alltagstauglichkeit. Für manche Anwendungen braucht man kaum mehr als das, was ohnehin in der Küchenvorratskammer zu finden ist. Andere lassen sich mit fertigen Tropfen, Ölen oder Salben aus dem Drogeriemarkt umsetzen.
Wer sich intensiver mit Kräutern beschäftigen möchte, kann dagegen tiefer einsteigen. Einige Rezepte setzen voraus, dass man Pflanzen selbst erkennt, sammelt und verarbeitet. Das braucht Zeit und etwas Einarbeitung. Und genau hier liegt für mich auch ein Reiz des Buches: Bei Kopfschmerzen ist es natürlich bequemer, eine Tablette zu nehmen und auf schnelle Wirkung zu hoffen. Wer sich auf die Welt der Hausmittel einlässt, muss manchmal Geduld mitbringen. Dafür lernt man etwas und verbringt vielleicht auch wieder mehr Zeit in der Natur.
Praktisch sind die Icons bei den einzelnen Rezepten. Sie zeigen auf einen Blick, ob etwas schnell zubereitet ist, Vorbereitungs- oder Ziehzeit benötigt oder sich als Vorrat eignet.

Mein Fazit

„Kräutertee und Wadenwickel“ ist für mich ein bodenständiges und gut gemachtes Nachschlagewerk für den Haushalt. Es erinnert an einen Erfahrungsschatz, der lange Zeit etwas in Vergessenheit geraten ist, und macht ihn für den heutigen Alltag wieder zugänglich.
Wer sich für Hausmittel interessiert und nicht bei jedem kleinen Wehwehchen sofort zur Tablette greifen möchte, findet hier viele Anregungen. Für mich ein Buch, das man nicht unbedingt erst dann aus dem Regal holen sollte, wenn man schon krank ist – sondern besser vorher.
(Quelle: Buchkritik von Karin Wunsam / Cover: Verlag Einhorn)

Kräutertee und Wadenwickel
Judith Koch
Verlag Einhorn
28 Euro