Feuerwehr Happing: Neubau an der Heilig-Blut-Straße rückt näher

Feuerwehr Happing: Neubau an der Heilig-Blut-Straße rückt näher

Happing / Rosenheim – Ein langer Weg, der die Feuerwehr Happing und die Politik über drei Jahrzehnte beschäftigte, zeichnet nun ein Ende ab: In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rosenheim wurde das Grundstück für das künftige Feuerwehrgerätehaus offiziell vorgestellt. Die Freude über den Fortschritt war groß – gleichzeitig sorgte der noch lange Zeitplan für Diskussionen.

Für die Feuerwehrleute, die zahlreich zur Sitzung erschienen waren, war der Moment spürbar emotional. „Und, freust Du dich?“, fragte ein Kamerad nach der Sitzung. „Und wie! Aber ich hoffe, dass der Bau nicht so lange dauert, wie es in der Sitzung hieß“, antwortete sein Kollege.

Der Grund für diese Besorgnis: Der Zeitplan für das neue Feuerwehrgerätehaus sorgte bei der Sitzung für Diskussionen. Laut Grobterminplan könnte der Baubeginn witterungsabhängig frühestens Ende Winter 2027/2028 erfolgen, die Nutzung ist dann für Sommer 2029 vorgesehen. SPD-Fraktionssprecher Abuzar Erdogan konnte nicht nachvollziehen, warum sich die Planungen noch einmal so lange hinziehen. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März begründete die lange Planungszeit damit, dass der Schnitt des betreffenden Grundstücks schwierig sei.

Grundstück steht fest

Das neue Areal liegt an der Heilig-Blut-Straße 1 und umfasst eine Fläche von 2.431 Quadratmetern. Es ist derzeit mit einem Mehrfamilienhaus bebaut, das bei einer Realisierung erhalten bleibt – ebenso die vorhandenen acht Pkw-Stellplätze. Ein Nebengebäude, das aktuell die Heizungsversorgung beherbergt, soll abgerissen werden. Künftig soll die Versorgung das Feuerwehrgerätehaus selbst übernehmen.

Grund für den Neubau ist der schlechte Zustand des bisherigen Feuerwehrhauses in Happing: Zu klein, nicht mehr zeitgemäß, Einsatzfahrzeuge können derzeit nur hintereinander geparkt werden, was schnelle Ausrückezeiten behindert. Laut Sitzungsvorlage sind neue Kapazitäten für bis zu 70 aktive Feuerwehrkräfte geplant – inklusive der Jugendfeuerwehr. Außerdem sollen Räume für Vereinsleben und Jugendarbeit geschaffen werden.

Die Baukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus mit 830 Quadratmetern werden auf rund 6,4 Millionen Euro geschätzt, inklusive eines Risikopuffers von zehn Prozent. Noch nicht berücksichtigt sind Kosten für Ausstattung, Mobiliar, EDV und Umbau des Bestandsgebäudes, etwa für die Wärmeversorgung oder direkte Anbauten. Die Stadt Rosenheim rechnet mit Fördergeldern des Freistaats Bayern.

Freude trotz langer Wartezeit

Trotz der Diskussionen überwog bei den Stadträten die Freude über die lange ersehnte Entscheidung. „Wir freuen uns, dass es endlich auf den Weg geht“, sagte Robert Multrus, Fraktionssprecher von UP / Freie Wähler. „Ich hoffe, dass das beschleunigt werden kann“, fügte er hinzu. Herbert Borrmann von der Rosenheimer CSU freute sich ebenfalls – wenngleich ihm der Quadratmeterpreis von 7.700 Euro hoch vorkam. Auch Peter Rutz von Bündnis 90 / Die Grünen wollte am Ende keine Negativität stehen lassen: „Die Freude darüber, dass es nun endlich weitergeht, ist einfach zu groß.“

Die endgültige Entscheidung über die konkrete Umsetzung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses an der Heilig-Blut-Straße 1 fällt in der Stadtratssitzung am 25. Februar. Danach kann die Umsetzung offiziell gestartet werden.

Für die Feuerwehr Happing rückt damit endlich ein modernes, funktionales Zuhause in greifbare Nähe, in dem die Einsatzkräfte künftig sicher und effizient arbeiten können.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Rosenheim: Weltfrauentag 2026 unter dem Motto „Unsere Stimmen. Unsere Macht.“

Rosenheim: Weltfrauentag 2026 unter dem Motto „Unsere Stimmen. Unsere Macht.“

Rosenheim – Der Weltfrauentag am 8. März fällt heuer mit den Kommunalwahlen in Bayern zusammen. In Rosenheim steht das Programm unter dem Motto „Unsere Stimmen. Unsere Macht.“. Über mehrere Wochen gibt es Vorträge, Workshops, Diskussionen, Aktionen, Kabarett, Konzerte und vieles mehr.

Seit 32 Jahren nutzt das Aktionsbündnis Internationaler Frauentag Rosenheim den 8. März, um auf die Gleichstellung von Frauen aufmerksam zu machen. Das Bündnis wurde 1994 anlässlich des „Frauen Streiktags“ gegründet. Auch 2026 bietet es ein breitgefächertes Programm im Februar und März, das sich ausdrücklich auch an Männer richtet.

Internationaler Frauentag: Mahnung und Auftrag

Der Internationale Frauentag wird seit 1911 begangen und macht weltweit auf Frauenrechte und bestehende Ungleichheiten aufmerksam. Bei einer Pressekonferenz im Rosenheimer Rathaus stellten die Mitglieder des Aktionsbündnisses gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Rosenheim, Christine Mayer, das diesjährige Programm vor.

„Der Weltfrauentag ist ein Tag, an dem wir sichtbar machen, wofür Frauen jeden einzelnen Tag kämpfen. Still – und laut. Im Kleinen – und auf den großen Bühnen dieser Gesellschaft“, sagte Mayer. Mit Blick auf das Zusammentreffen von Weltfrauentag und Wahltag betonte sie: „Unsere Stimmen waren nie selbstverständlich. Unsere Vorgängerinnen mussten dafür kämpfen, überhaupt wählen zu dürfen. Sie sind auf die Straße gegangen. Sie haben Widerstand geleistet. Sie haben Mut bewiesen. Und manche von ihnen haben diesen Kampf mit Ihren Leben bezahlt“.

In Sachen Gleichstellung sei bereits viel erreicht worden. Frauen seien heute sichtbarer, lauter und besser vernetzt als je zuvor. Dennoch sei Gleichberechtigung weiterhin keine Realität. „Solange Frauen weniger verdienen. Solange Altersarmut vor allem Frauen betrifft. Solange Sorge-Arbeit unsichtbar bleibt. Solange hauptsächlich Frauen von Gewalt betroffen sind. Solange brauchen wir starke Stimmen“, so Mayer. Der Weltfrauentag sei deshalb Mahnung und Auftrag zugleich: „Jede Stimme kann verändern – heute und an jedem einzelnen Tag.“

Breites Programm in Rosenheim

Das Programm in Rosenheim erstreckt sich über mehrere Wochen im Februar und März. Neben Informationsveranstaltungen gibt es Workshops, Vorträge, Diskussionen, Aktionen, Kabarett, Konzerte und vieles mehr. Der Flyer der Stadt Rosenheim ist an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet erhältlich und online abrufbar: https://www.rosenheim.de/fileadmin/Buergerservice/Gleichstellung/Flyer_Internationaler_Frauentag_2026.pdf

Einer der kulturellen Höhepunkte ist der Auftritt der Kabarettistin Inka Meyer am Samstag, 7. März, um 19 Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz. Mit ihrem Programm „Highway to Health“ nimmt sie das Publikum mit auf eine humorvolle Reise durch das Gesundheitssystem und persönliche Lebenswege. Ihr Credo: „Wenn ihr selbst nichts zu lachen habt, dann lacht wenigsten über mich“.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das „Festival mit V Rosenheim“, das vom 6. bis 8. März 2026 in die dritte Runde geht. Das Festival vereint Kunst, Kultur, Kino, Klub, Konzerte und Flinta-Künstler. Geplant sind unter anderem Workshops, Konzerte, Drag Shows, Performance-Art, DJ- und Clubnächte, Filmvorstellungen, Kunstausstellungen, ein Livepodcast sowie ein Kunst- und Handwerksmarkt – verteilt auf zehn Orte im Stadtgebiet. Informationen zum Festivalprogramm und zu Tickets gibt es online: https://festivalmitv.com/

Bereits am Dienstag, 17. Februar, startet die Reihe mit dem Vortrag „Generationskonflikt am Arsch“ von Linke-Bundestagsabgeordneter Sarah Vollath (Ausschuss für Arbeit und Soziales). Thema sind das Rentensystem, Altersarmut von Frauen und die Gender Pension Gap. Beginn ist um 19.30 Uhr im DGB-Haus Rosenheim, der Eintritt ist frei.

Den Abschluss bildet am Dienstag, 24. März, um 18 Uhr ein Vortrag von Boris von Heesen in der Technischen Hochschule Rosenheim. Unter dem Titel „Was Männer kosten – Der hohe Preis des Patriarchats“ wirft er einen Blick auf die gesellschaftlich zugewiesene Rolle des Mannes und die ökonomischen Folgekosten ungesunden Rollenverhaltens. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

Bundespolizei reagiert auf aktuelle Vorfälle am Bahnhof Rosenheim – Ortstermin mit Daniela Ludwig, MdB

Bundespolizei reagiert auf aktuelle Vorfälle am Bahnhof Rosenheim – Ortstermin mit Daniela Ludwig, MdB

Rosenheim – Nach Medienberichten in den vergangenen Tagen über zunehmende Straftaten gegen Geschäftsleute und Reisende am Rosenheimer Bahnhof informiert die Bundespolizei nun über verstärkte Präsenzmaßnahmen. Bei einem Ortstermin vor Ort sprach Staatssekretärin Daniela Ludwig, MdB, gemeinsam mit Leitendem Polizeidirektor Stefan Kurth über die geplanten Sicherheitsmaßnahmen.

Kurth erklärte, dass die Polizeipräsenz in den kommenden Tagen insbesondere in den Morgenstunden erhöht werde, damit die Reisenden friedlich und sicher ihre Ziele erreichen. Er betonte: „Die Berichte der Geschäftsleute nehmen wir ernst und passen auch deshalb unsere Präsenz in den nächsten Tagen, insbesondere in den Morgenstunden, an.“

Die Abgeordnete Ludwig unterstrich die Bedeutung sicherer Bahnhöfe für den öffentlichen Verkehr: „Sicherheit ist für die Reisenden ein wesentliches Kriterium für die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs. Nur sichere Bahnhöfe, Busse und Bahnen sind attraktiv und werden angenommen.“

„Viele Menschen fühlen sich an Bahnhöfen nicht mehr sicher“

Sie wies zudem darauf hin, dass Rosenheim kein Einzelfall sei: „Bei meinen Terminen als Staatssekretärin an anderen Orten begegnet mir das Thema immer wieder. Viele Menschen fühlen sich an Bahnhöfen nicht mehr sicher. Wir müssen alles tun, um die Sicherheit, aber auch das Sicherheitsgefühl der Menschen in unseren Städten zu verbessern. Deshalb gibt es ja auch heute den Sicherheitsgipfel bei der DB AG.“

Ludwig appellierte an Reisende und Geschäftsleute, sich bei Gewalt oder Bedrohung sofort an die Polizei zu wenden: „Sie ist hier am Bahnhof sehr präsent. Zudem gibt es bei der Bundespolizei einen Beauftragten für Kriminalprävention. Er ist der geeignete Ansprechpartner für die Geschäftsleute.“
Abschließend betonte die Abgeordnete die enge Abstimmung mit der Stadt Rosenheim: „Wir haben nicht nur den Bahnhof im Blick, sondern auch die Bahnhofstraße und den Bereich bis in die Innenstadt.“
Quelle:  Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig, MdB / Beitragsbild: Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig, MdB)

AfD gründet Ortsverband im Inntal

AfD gründet Ortsverband im Inntal

Landkreis Rosenheim – Die AfD hat im Inntal einen neuen Ortsverband gegründet. Damit ist die Partei nun flächendeckend mit Ortsverbänden im gesamten Landkreis Rosenheim vertreten.

Die Gründungsversammlung fand in Flintsbach (Landkreis Rosenheim) statt und wurde trotz laufender Kommunalwahlkampfzeit gut besucht.
Zum Vorsitzenden des neuen Ortsverbands wurde Benny Müller aus Kiefersfelden gewählt. Als Stellvertreter wurden Eric Stricker aus Flintsbach und Johannes Neiderhell aus Raubling bestimmt. Helmut Adlmeier übernahm das Amt des Schatzmeisters.
(Quelle: Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Andreas Winhart (AfD) / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Verkehrsunfälle in Rosenheim – Radfahrer und Fußgänger verletzt

Verkehrsunfälle in Rosenheim – Radfahrer und Fußgänger verletzt

Rosenheim – Am Freitag (13.2.2026) kam es in Rosenheim zu zwei Unfällen innerhalb weniger Stunden. Ein Radfahrer und ein Fußgänger wurden dabei verletzt, die Fahrzeuge erlitten Schäden, die Fahrer müssen sich nun strafrechtlich verantworten.

  • Äußere Münchener-/Oberaustraße: Eine 82-jährige Autofahrerin aus Rosenheim wollte nach rechts in die Oberaustraße abbiegen und übersah dabei einen 62-jährigen Radfahrer auf dem Geh-/Radweg. Der Radfahrer stürzte, erlitt Prellungen und Schürfwunden und konnte nach Untersuchung durch den Rettungsdienst vor Ort entlassen werden. Am Pkw und Fahrrad entstand ein Sachschaden von rund 2.500 Euro. Gegen die 82-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
  • Inn-/Schönfeldstraße: Ein 56-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Traunstein wollte bei Grünlicht nach links in die Innstraße abbiegen und übersah einen 85-jährigen Fußgänger. Der Mann wurde erfasst, erlitt Prellungen und Schürfwunden und wurde zur weiteren ambulanten Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Am Pkw entstand kein nennenswerter Schaden. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
    (Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Pkw landet im Gleisbett – Bahnverkehr stundenlang gesperrt

Pkw landet im Gleisbett – Bahnverkehr stundenlang gesperrt

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Am Samstagabend (14.2.2026), gegen 19 Uhr, landete ein 43-jähriger Autofahrer aus dem südlichen Landkreis Rosenheim beim Abbiegen in die Simsseestraße in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) mit seinem Pkw im Gleisbett eines Bahnübergangs in Eitzing. Eigenständig konnte er sein Fahrzeug nicht mehr befreien, sodass Rettungskräfte den Bahn- und Zugverkehr sofort sperrten.

An Pkw und Bahnanlagen entstand, nach den Angaben der Polizei, kein erkennbarer Schaden. Das Auto musste geborgen und abgeschleppt werden. Bei dem Fahrer wurde starker Alkoholgeruch festgestellt – ein Atemalkoholtest ergab rund zwei Promille. Der Führerschein wurde sichergestellt, zudem wurde eine Blutentnahme durchgeführt.
Aufgrund der Bergungsarbeiten blieb der Bahnverkehr bis etwa 22:00 Uhr gesperrt. Gegen den 43-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schneeglätte sorgt für gefährliche Rutschpartien auf B15 und Staatsstraße 2359

Schneeglätte sorgt für gefährliche Rutschpartien auf B15 und Staatsstraße 2359

Schechen / Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Glatte Straßen und winterliche Bedingungen führten am Freitagabend (14.2.2026) zu zwei Unfällen in der Region: Fahrzeuge gerieten ins Schleudern, landeten im Straßengraben oder prallten gegen Schutzplanken. Glück im Unglück: Die Fahrer blieben unverletzt.

  • B15, Schechen: Ein 23-jähriger Kolbermoorer fuhr in südlicher Richtung und rutschte aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn in den Straßengraben. Am Fahrzeug entstand ein Frontschaden von mehreren hundert Euro.
  • Staatsstraße 2359, Vogtareuth: Ein 24-jähriger Fahrer aus Riedering verlor auf der glatten Fahrbahn die Kontrolle, touchierte eine Schutzplanke und prallte anschließend erneut dagegen. Der Sachschaden beträgt etwa 3.000 Euro.

Gegen beide Fahrer wurden Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Messerfund in Rosenheim – Zwei Männer in Polizeigewahrsam

Messerfund in Rosenheim – Zwei Männer in Polizeigewahrsam

Rosenheim – In der Nacht auf Samstag (15.2.2026) gegen 02:30 Uhr, alarmierten Zeugen die Polizei: Sie hatten in der Weinstraße in Rosenheim zwei Männer beobachtet, von denen einer mit einem Messer hantierte.

Die Einsatzkräfte stellten die beiden zunächst fest, doch beim Versuch einer Kontrolle rannten die Männer davon. Nach kurzer Verfolgung wurden ein 26-jähriger Mann aus Bruckmühl und ein 19-jähriger Kolbermoorer eingeholt. Bei dem Älteren wurde ein Einhandmesser mit ausgeklappter Klinge sichergestellt.

Während der Kontrolle verhielten sich beide, nach den Angaben der Polizei, aggressiv und gewaltbereit. Ausgesprochene Platzverweise ignorierten sie, deshalb wurden beide in Gewahrsam genommen und in Polizeizellen gebracht. Gegen den 26-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Automatenaufbruch in Prien – Zwei Tatserien in einer Nacht

Automatenaufbruch in Prien – Zwei Tatserien in einer Nacht

Prien / Landkreis Rosenheim – In der Nacht auf Freitag (13.2.2026) brachen bislang unbekannte Täter einen Getränke- und Snackautomaten an einer Tankstelle in der Priener Straße auf. Dabei wurden Bier, Wein und Tabakwaren im Wert von rund 1.000 Euro entwendet. Der Schaden am Automaten wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

Gegen 03:00 Uhr bemerkten Insassen, nach den Angaben der Polizei, eines Pkw den aufgebrochenen Automaten und entwendeten offenbar weitere Waren.
Die Polizeiinspektion Prien bittet um Hinweise: Wer hat zu den fraglichen Zeiten verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung der Tankstelle gesehen? Hinweise werden unter 08051/90570 entgegengenommen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Massiver Beziehungsstreit in Bernau – Frau verletzt, Täter in Haft

Massiver Beziehungsstreit in Bernau – Frau verletzt, Täter in Haft

Bernau / Landkreis Rosenheim – Am späten Freitagabend (13.2.2026)  eskalierte ein Beziehungsstreit in Bernau. Ein 33-jähriges Opfer erlitt bei der Auseinandersetzung schwere Gesichtsverletzungen. Auf dem gemeinsamen Weg ins Krankenhaus konnte die Frau sich in Gstadt am Chiemsee von ihrem Lebensgefährten entfernen und Passanten vor einer Gaststätte auf sich aufmerksam machen.

Der 36-jährige Tatverdächtige flüchtete zunächst, wurde aber kurze Zeit später von einer Polizeistreife in der Nähe festgenommen. Da gegen ihn ein offener Haftbefehl und eine Ausschreibung zur Aufenthaltsermittlung bestand, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Das Opfer erhielt durch den Rettungsdienst medizinische Versorgung und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
(Quelle: Pressemitteilung  Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim wählt richtig – Teil 3: Was bedeutet eigentlich Panaschieren?

Rosenheim wählt richtig – Teil 3: Was bedeutet eigentlich Panaschieren?

Rosenheim / Bayern – Teil 3 der Innpuls-Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. Gestern ging es um das Kumulieren – heute wird es spannend: Wir erklären, wie du durch Panaschieren gezielt einzelne Kandidaten unterstützen oder ausbremsen kannst.

In der Serie „Rosenheim wählt richtig“ erklären wir Schritt für Schritt, wie das bayerische Kommunalwahlrecht funktioniert. Wer bei der Kommunalwahl in Rosenheim sein Kreuz setzt, hat mehr Einfluss, als viele denken. Das bayerische Wahlrecht gibt dir mächtige Werkzeuge an die Hand – man muss sie nur kennen. In Teil 2 unserer Serie ging es um das Kumulieren. Dabei kannst du eine Liste oder Wählergruppe markieren und innerhalb dieser Liste Kandidaten bevorzugen oder streichen. Wer das noch einmal nachlesen möchte, findet den Beitrag von gestern auf Innpuls.me.
Heute geht es um Panaschieren.

Panaschieren: Stimmen mischen und Wunschliste zusammenstellen

Der Begriff Panaschieren stammt vom französischen „panacher“, was „mischen“ bedeutet. Beim Panaschieren kannst du deine Stimmen auf Kandidaten aus verschiedenen Listen verteilen. Du findest den freundlichen Bäcker von Liste 1 kompetent, schätzt aber auch deine alte Lehrerin auf Liste 3 oder den jungen Fahrlehrer von Liste 6? Dann gib jedem deiner Favoriten eine oder mehrere Stimmen – ohne dich auf eine einzige Partei festlegen zu müssen.

Normalerweise bestimmt die Reihenfolge der Kandidaten auf einer Parteiliste, wer die besten Chancen auf ein Mandat hat. Panaschieren bricht diese starre Hierarchie auf. Durch gezielte Einzelstimmen können Kandidaten von hinteren Listenplätzen sogenannte „Listenführer“ überholen. In Bayern zählt oft der Kopf und das Vertrauen in die Person mehr als das Parteibuch.

So funktioniert Panaschieren auf dem Wahlzettel

Du hast so viele Stimmen, wie Sitze im jeweiligen Gremium zu vergeben sind. Im Rosenheimer Stadtrat sind das 44 Stimmen, im Landkreis 70. Beim Panaschieren verteilst du diese Stimmen einzeln, als Doppel- oder Dreifachstimme (Kumulieren) quer über den Stimmzettel. Vor jedem Kandidaten gibt es dafür entsprechende Felder, in die du 1, 2 oder 3 einträgst.

Die Gesamtzahl der Stimmen darf nicht überschritten werden. Wer mehr Kreuze als Stimmen vergibt, macht seinen Stimmzettel ungültig. Viele nutzen deshalb zusätzlich das „Listenkreuz“: du kreuzt deine bevorzugte Partei an und verteilst zusätzlich Einzelstimmen an Kandidaten quer durch die Listen. Das Wahlsystem zählt zuerst die Einzelstimmen und rechnet die restlichen Stimmen automatisch der gewählten Liste zu. Auch hier gilt: Wird die maximale Stimmenzahl überschritten, bleibt der Stimmzettel ungültig.

Ein Gewinn für die lokale Demokratie

Kritiker sagen, das System sei kompliziert und die Auszählung dauere zu lange. Für die lokale Demokratie ist Panaschieren aber ein Gewinn: Kandidaten müssen sich persönlich vorstellen und können nicht nur auf den Erfolg ihrer Partei oder Wählergruppe hoffen.

Der bayerische Stimmzettel wird so zu einer Art Wunschzettel: Du entscheidest nicht nur über politische Richtungen, sondern stellst dein persönliches „Dream-Team“ für die Heimatgemeinde zusammen. Ein gut gewählter Stadtrat macht den Mehraufwand bei der Auszählung mehr als wett.

Zur Einordnung: Die Serie basiert auf Einschätzungen des Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom Bernhard Baron Boneberg. Foto Copyright BBB. Eingeblockt Zeichnung Urnengang: reVerwaltungswirts Bernhard Baron Boneberg. Er hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an rund 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

HinweisInnpuls.me begleitet die Kommunalwahl mit einer mehrteiligen Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. 

Hier geht es zum 2. Teil unserer Serie:

Das Interview zur Serie:

Wie geht es bei unserer Innpuls.me-Serie weiter?

Im abschließenden Teil 4 unserer Serie zeigen wir die häufigsten Fehler bei der Stimmabgabe und wie du sie vermeiden kannst. Dazu dann morgen mehr.
(Quelle: Artikel Bernhard Baron Boneberg / Portrait: BBB / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Aschau: German Design Award für Agrad Chalets

Aschau: German Design Award für Agrad Chalets

Aschau / Landkreis Rosenheim – Die Agrad Chalets in Aschau im Chiemgau bieten 12 Chalets und 15 Suiten als hochwertiges Beherbergungsangebot in naturnaher Lage – nun wurden sie mit dem renommierten German Design Award ausgezeichnet.

Die Agrad Chalets in Aschau i.Chiemgau stehen für ein hochkarätiges Angebot im regionalen Tourismus. Mit ihrem konsequent hohen Anspruch an Architektur, Design und Gästeerlebnis tragen sie maßgeblich zur Attraktivität Aschaus als Tourismusdestination bei.

Ein besonderer Ritterschlag ist nun die Auszeichnung mit dem renommierten German Design Award, der die gestalterische Qualität und das innovative Konzept der Agrad Chalets würdigt. Auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes entstanden vor einem Jahr 15 Suiten und 12 Chalets, die einen Rückzugsort schaffen, der sich harmonisch in die Natur einfügt. Natürliche Materialien, regionale Handwerkskunst, feinsinnige Details sowie die markante Anordnung der Gebäude, der beheizte Pool und private Wellnessbereiche erzeugen eine einladende Atmosphäre.

Internationale Anerkennung für Gestaltung und Konzept

Die Auszeichnung würdigt die gelungene Verbindung von modernem Design, regionaler Einbettung und exklusivem Erholungsangebot. Bei einer großen Festgala in Frankfurt am Main wurde die Trophäe am vergangenen Wochenende der Eigentümerfamilie Heinrichsberger überreicht.

Der German Design Award gilt international als Qualitätssiegel für herausragende Gestaltung. Er wird vom Rat für Formgebung verliehen und zeichnet Projekte aus, die durch innovatives Design, strategische Relevanz und gesellschaftliche Verantwortung neue Perspektiven schaffen. Die Auszeichnung steht für exzellente Designleistung, globale Vernetzung und zukunftsweisende Impulse in Gestaltung, Wirtschaft und Kultur. „Für internationale Gäste wie auch für den Tourismusstandort Aschau im Chiemgau ist dieses Engagement ein großer Gewinn“, betont Aschaus Tourismuschef Herbert Reiter.
Auch Erster Bürgermeister Simon Frank zeigt sich begeistert: „Mit den familiengeführten Agrad Chalets wird deutlich, wie hochwertige touristische Angebote die Position eines Ortes stärken und dessen Profil nachhaltig schärfen können.“
Vom Konzept über die Realisierung bis zur Fertigstellung der Agrad Chalets zeichnete Bürderl Architektur aus Traunreut verantwortlich.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Foto: re)