Letzte Kreistagssitzung der Wahlperiode: Stellvertreter des Rosenheimer Landrats verabschiedet

Letzte Kreistagssitzung der Wahlperiode: Stellvertreter des Rosenheimer Landrats verabschiedet

Landkreis Rosenheim – Mit der jüngsten Sitzung des Rosenheimer Kreistags neigt sich die laufende Wahlperiode dem Ende entgegen. Für die Kreisrätinnen und Kreisräte war es die letzte Sitzung in dieser Zusammensetzung, bevor nach den anstehenden Wahlen ein neu gewähltes Gremium seine Arbeit aufnehmen wird.

Im Rahmen der Sitzung wurde Josef Huber in den Ruhestand verabschiedet. Huber war 24 Jahre lang stellvertretender Landrat und prägte besonders die Jahre von 2018 bis 2020, als er Landrat Wolfgang Berthaler nach einem Unfall dauerhaft vertrat. Gleichzeitig war Huber in dieser Zeit Bürgermeister von Babensham – eine Phase, die ihn in besonderer Weise forderte.

Landrat Otto Lederer dankte seinen Stellvertreterinnen und dem Stellvertreter Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner und Sepp Hofer. Nicht auf dem Bild ist Marianne Loferer. Foto: Landratsamt Rosenheim.

Landrat Otto Lederer dankte seinen Stellvertreterinnen und dem Stellvertreter Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner und Sepp Hofer. Nicht auf dem Bild ist Marianne Loferer. Foto: Landratsamt Rosenheim.

Landrat Otto Lederer lobte die unaufgeregte und sachliche Art seines langjährigen Stellvertreters sowie die unkomplizierte Zusammenarbeit ohne Eitelkeiten, „um die ihn viele Landräte beneiden würden“. Huber selbst bedankte sich für den Zusammenhalt auch in stressigen Zeiten und für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung. In der Rückschau sagte er:

„Dass es eine Arbeit war, bei der man sehr viel bewegen kann und sehr viel Verantwortung hat.“

Lederer nutzte die Gelegenheit außerdem, den weiteren stellvertretenden Landrätinnen und Landräten für ihr langjähriges Engagement zu danken. Dazu gehören Alexandra Burgmaier, Andrea Rosner, Marianne Loferer und der stellvertretende Landrat Sepp Hofer, die alle erneut für den Kreistag kandidieren.

Dass der Kreistag trotz unterschiedlicher Meinungen richtungsweisende Themen wie den MVV-Beitritt oder den Haushalt mit großen Mehrheiten beschlossen habe, wertete Lederer als positives Signal:

„Ich habe den Eindruck, dass es allen darum geht, das Beste für die Region und für den Landkreis zu wollen.“

(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Landratsamt Rosenheim)

Wahlkampf in Raubling: Markus Söder zu Gast bei CSU-Veranstaltung

Wahlkampf in Raubling: Markus Söder zu Gast bei CSU-Veranstaltung

Raubling / Landkreis Rosenheim – Rund 300 Gäste verfolgten kürzlich einen Polit-Talk im Mercedes-Benz Autohaus AVG in Raubling (Landkreis Rosenheim), zu dem die CSU eingeladen hatte. Zu Gast war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der Einblicke sowohl in die Kommunal- als auch Landespolitik gab.

Auf der Bühne begleiteten ihn Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Landrat Otto Lederer (beide CSU). Ein zentrales Thema des Abends war die Bildung, daneben wurden weitere Themen diskutiert, die die Region aktuell bewegen.
Söder bewies bei seinem Besuch auch Talent als Entertainer und sorgte mit humorvollen Bemerkungen immer wieder für Lacher im Publikum. Im Wahlkampfmodus ließ es sich der Ministerpräsident zudem nicht nehmen, für Lederer und März zu werben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotomontage: Copyright Herbert Borrmann)

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1973

Ludwigsplatz, Rosenheim, 1973

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1973. Auf der alten Aufnahme zu sehen ist der Rosenheimer Ludwigsplatz. 

Interessantes Detail sind die zu dieser Zeit typischen Automodelle – parken durften sie damals noch vor dem Städtischen Museum – denn eine Fußgängerzone gab es damals noch nicht. Das Geschäft Farben Hoegner gibt es an dieser Stelle heutzutage nicht mehr.
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann-Foto: Werner Krämer/ Bildtext: Karin Wunsam)

 

Eggstätt stoppt Zahlungen für ROSI-Mobil – Kritik an Kosten und Abrechnung

Eggstätt stoppt Zahlungen für ROSI-Mobil – Kritik an Kosten und Abrechnung

Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Der Gemeinderat der Gemeinde Eggstätt (Landkreis Rosenheim) hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen: Bis auf Weiteres fließt kein Geld mehr in das Gemeinschaftsprojekt ROSI-Mobil, und der vom Landratsamt Rosenheim vorgelegte Vertragsentwurf für den Weiterbetrieb wird nicht unterzeichnet. Die konkreten Folgen dieser Entscheidung sind derzeit unklar.

ROSI – Region Oberbayern Südost integriert – ist ein digitales Rufbus-System, das per App oder telefonisch gebucht werden kann. Es wurde 2018 unter dem Namen „IST-Mobil“ gemeinsam mit mehreren Kommunen geplant und startete am 1. Mai 2022, um die Mobilität in Gemeinden mit schlechter ÖPNV-Anbindung zu verbessern.

Bereits zuvor hatten andere Gemeinden das Projekt verlassen:

Samerberg stieg im April 2025 aus, nachdem der Gemeinderat mit 10:3 Stimmen gegen eine Kostenübernahme entschieden hatte. Bürgermeister Georg Huber erklärte: „Am Ende geht es um finanzielle Gründe. Die hohen Defizite des Service hätten Samerberg besonders hart getroffen.“

Aschau zog sich 2025 zurück, um ein eigenes Mobilitätskonzept zu entwickeln. Die Entscheidung stieß bei den Partnergemeinden auf Unverständnis.

Weiterer interessanter Lesestoff passend zum Thema

In Eggstätt lagen die Kosten laut einer aktuellen Pressemitteilung der Gemeinde deutlich über der ursprünglichen Prognose: Statt der geplanten rund 98.900 Euro stiegen die Ausgaben für die Gesamtlaufzeit auf gut 169.000 Euro. Geschäftsleiter Johannes Halser berichtete, dass Abrechnungen nicht lückenlos nachvollziehbar seien. Erst auf Druck der Bürgermeister konnte eine Gutschrift von 216.778 Euro ermittelt werden – noch unter Vorbehalt. Bürgermeister Christoph Kraus betont:

„Aus Verantwortung vor den uns anvertrauten Steuergeldern müssen wir die Reißleine ziehen und schlagen dem Gremium deshalb vor, weiterhin keine weiteren Zahlungen zu leisten, bis endlich alle abrechnungsrelevanten Informationen vorliegen.“

Auch zum vom Landratsamt vorgelegten Vertragsentwurf äußerte sich die Verwaltung kritisch: Laut Halser handele es sich um ein kreditähnliches Rechtsgeschäft, das die Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde benötige. Kraus ergänzt:

„Was passiert mit der bereits gezahlten Fördersumme, wenn eine Gemeinde aussteigt? Wer ist Schadenersatzpflichtig, wenn das Projekt frühzeitig scheitert? Alles Fragen, auf die wir keine Antwort haben.“

Obwohl der Gemeinderat die Vorteile des Rufbussystems erkennt, sah das Gremium keine Grundlage für weitere Zahlungen oder Vertragsunterzeichnung. Ein Austritt aus ROSI bedeutet dies jedoch nicht:

„Der Ball liegt jetzt beim Landkreis. Wir wurden im Vorfeld darüber informiert, dass die Gemeinde Eggstätt nur bei vollständiger Begleichung aller Rechnungen sowie Unterzeichnung des Vertrags auch nach dem 28. Februar noch von der ROSI bedient wird. Wir werden die Entwicklung beobachten und jedwede Reaktion rechtlich abklären lassen.“

Abschließend betont Bürgermeister Kraus:

„So notwendig die Verbesserung des ÖPNV für unsere Bürgerinnen und Bürger auch ist: ein Projekt, dass in diesem extremen Maße defizitär ist und dessen Akzeptanz allein auf der Förderung durch Steuergelder beruht, ist für mich kein Erfolg. Erschwerend kommt hinzu, dass wir in den verbliebenen Gemeinden teilweise unterschiedliche Auffassungen davon haben, was die ROSI eigentlich leisten soll. Nicht umsonst sind bereits Samerberg und Aschau i.Ch. aus dem Projekt ausgeschieden.“
(Quelle: Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt / Beitragsbild 

Mindestens jeder fünfte Betrieb in Bayern Opfer von Cyberangriff

Mindestens jeder fünfte Betrieb in Bayern Opfer von Cyberangriff

München / Bayern – Cyberangriffe sind längst keine abstrakte Bedrohung mehr: Laut der jüngsten IHK-Digitalisierungsumfrage waren 20 Prozent der rund 540 befragten bayerischen Unternehmen im vergangenen Jahr von mindestens einem erheblichen Cybersicherheitsvorfall betroffen. Besonders kleine und mittlere Betriebe schützen sich noch unzureichend – oft fehlen Cyberversicherungen, Notfallpläne, IT-Sicherheitsbeauftragte oder regelmäßige Notfallübungen.

BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl warnt: „Unsere Unternehmen – egal, ob internationale Großkonzerne oder kleine Betriebe – sind längst Zielscheibe von Kriminellen. Die internationalen Konflikte, etwa der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, verschärfen das Risiko deutlich. Es ist keine Frage mehr, ob man als Betrieb einem Cyberangriff ausgesetzt ist, sondern nur eine Frage, wann man Opfer wird.“ Er appelliert daher an alle Firmen, sich präventiv zu schützen und auf mögliche Notfälle vorzubereiten.

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen großen und kleinen Betrieben:

  • Risikomanagement: 82 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten führen Risikoanalysen durch, bei Betrieben unter 250 Beschäftigten sind es nur 52 Prozent.
  • Mitarbeiterschulungen: Regelmäßige IT-Sicherheitsschulungen führen 85 Prozent der großen Unternehmen durch, bei kleinen und mittleren Betrieben nur 48 Prozent.

Etwa 30 Prozent der Cyberangriffe zielen auf Betrug, Spionage, Datendiebstahl oder Lösegeldforderungen durch Verschlüsselung von Daten und Netzwerken ab. Gößl betont, dass neben den Unternehmen selbst auch Politik und Behörden gefordert sind: „Gerade kleine Betriebe können einem Angriff hilflos ausgeliefert sein. Die bayerischen IHKs informieren und schulen Unternehmen bereits und geben Handreichungen – aber wir alle müssen noch mehr leisten.“
Cyberangriffe stellen laut BIHK eine erhebliche Gefahr für den Wirtschaftsstandort Bayern dar.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK) / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Exhibitionist am Inndamm – Polizei sucht weitere Zeugen

Exhibitionist am Inndamm – Polizei sucht weitere Zeugen

Rosenheim – Eine 50-jährige Frau aus Rosenheim war am 12. Februar 2025 gegen 8.20 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Inndamm unterwegs. Zwischen den Abfahrten zur Schirmbeckstraße und Ellmaierstraße bemerkte sie einen Mann auf einer Parkbank sitzend mit geöffneter Hose, der sich an seinem erigierten Glied manipulierte.

Die Radfahrerin wählte sofort den Notruf, woraufhin die Rosenheimer Polizei einschritt. Die Beamten konnten den Mann, einen 31-Jährigen aus dem Rosenheimer Raum, noch vor Ort antreffen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen exhibitionistischer Handlungen eingeleitet.
Die Polizei Rosenheim bittet weitere Zeugen oder mögliche Geschädigte, sich unter Telefon 08031/200-2200 bei der Inspektion zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Seid ihr verblödet, ihr Arschlöcher“ – Ermittlungsverfahren nach Beleidigungen

„Seid ihr verblödet, ihr Arschlöcher“ – Ermittlungsverfahren nach Beleidigungen

Stephanskirchen / Landkries Rosenheim – In Stephanskirchen, Ortsteil Schloßberg (Landkreis Rosenheim) geriet ein 55-jähriger Mann in Rage und randalierte in seiner Nachbarschaft. Mehrere Anwohner wählten den Polizeinotruf, da der Mann laut schrie, plärrte und keine Ruhe gab.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag (12.2.2026). Als die Beamten eintrafen, begann der Stephanskirchner sofort, sie zu beleidigen. Er rief unter anderem: „Seid Ihr verblödet, Ihr Arschlöcher“ und „Wichser, korrupte Bullen und völlig bescheuert“. Weite Teile seines Verhaltens wurden durch die mitgeführte BodyCam der Polizei dokumentiert.
Gegen den 55-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Da er sich später beruhigte, blieb ihm der angedrohte Gewahrsam in einer Zelle erspart.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„Finde mein Auto nicht mehr“ – Weiterfahrt muss untersagt werden

„Finde mein Auto nicht mehr“ – Weiterfahrt muss untersagt werden

Rosenheim – Ein 41-jähriger Münchner konnte sein Auto am 12. Februar 2026 um 15.30 Uhr in der Sandstraße in Rosenheim (Landkreis Rosenheim) nicht finden. Die Polizei half bei der Suche – doch trotz Auffindens durfte er nicht weiterfahren, weil kein gültiger Versicherungsvertrag vorlag.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren nach dem Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hamberger Flooring: Verkauf an Mutares vereinbart

Hamberger Flooring: Verkauf an Mutares vereinbart

Stephanskirchen / Landkreis Rosenheim – Die Hamberger Gruppe aus Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim) stellt ihre Unternehmensbereiche neu auf. Für den Teilkonzern Flooring wurde nach Angaben der Hamberger Industriewerke GmbH eine Vereinbarung zum Verkauf an den Private-Equity-Investor Mutares SE & Co. KGaA unterzeichnet. Mit der Transaktion will Mutares ihr Segment „Goods & Services“ stärken. Vorbehaltlich der üblichen behördlichen Genehmigungen ist der Abschluss der Transaktion für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Restrukturierung und Modernisierung

Seit 2023 arbeitet die Hamberger Gruppe an einer Neuaufstellung des Gesamtkonzerns. Dabei mussten an den Standorten Stephanskirchen und Rohrdorf in den vergangenen Jahren mehr als 200 Arbeitsplätze in Produktion, Vertrieb und Verwaltung abgebaut werden, zuletzt Ende 2025 im Geschäftsbereich Sanitary.

Parallel dazu wurde signifikant in die Modernisierung und Automatisierung der Produktion investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte zu stärken.

Mit dem Verkauf von Flooring an Mutares sollen beide großen Geschäftsbereiche der Hamberger Gruppe langfristig zukunftsfähig aufgestellt werden. Mutares ist ein Private-Equity-Investor aus München, der sich auf Unternehmen in besonderen Situationen mit hohem operativem Wertschöpfungspotenzial spezialisiert hat.

Zitate und Ausblick

Holding-Geschäftsführer Ralph Wonnemann äußert sich zur Vereinbarung:

„Wir freuen uns, mit Mutares einen starken Partner mit hoher industrieller Expertise gefunden zu haben, der unseren Flooring-Geschäftsbereich zukunftsfähig ausbauen wird.“

Geplant ist, die Produktion sowohl in Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim)  als auch im bulgarischen Standort Sevlievo fortzuführen.

Geschäftsbereich Sanitary bleibt Teil der Hamberger Gruppe

Der Geschäftsbereich Sanitary bleibt unverändert vollständig Bestandteil der Hamberger Industriewerke. Sanitary wird weiterhin als strategisch relevanter, stabiler Geschäftsbereich innerhalb der Unternehmensgruppe geführt.

Die Hamberger Industriewerke produzieren mit Sanitary WC-Sitze für den europäischen und weltweiten Markt, aktuell an den Standorten Rohrdorf (Bayern), Bulgarien, China und Ägypten. Die internationalen Standorte ermöglichen schnellere Lieferwege zu den Keramikherstellern, an die der Vertrieb ausgerichtet ist.

Ziel der Umstrukturierung

Mit dieser Umstrukturierung stellt die Hamberger Gruppe die langfristige Stabilität und Zukunftsfähigkeit beider Geschäftsbereiche sicher – sowohl für Flooring als auch für Sanitary.
(Quelle: Pressemitteilung WelcHamberger Industriewerke GmbH / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Hausgemachte Heimniederlage für die Starbulls Rosenheim gegen die Lausitzer Füchse

Hausgemachte Heimniederlage für die Starbulls Rosenheim gegen die Lausitzer Füchse

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben am gestrigen Freitagabend (13.2.2026), dem 45. Spieltag der DEL2 eine bittere Heimniederlage kassiert: Gegen die Lausitzer Füchse lieferten die Grün-Weißen im ersten Drittel einen äußerst schwachen Start, agierten fahrig und uninspiriert – und kassierten prompt zwei Gegentore.

Der Anschlusstreffer zum 1:2 durch C.J. Stretch Mitte des zweiten Drittels brachte die Mannschaft zurück ins Spiel. Fortan dominierten die Starbulls die Partie klar und erspielten zahlreiche Torschüsse, doch Gästetorwart Anthony Morrone ließ sich kein zweites Mal überwinden.

Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Für die Rosenheimer hätte der Abend wesentlich besser laufen können. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Voller Kader und namhafte Rückkehrer

Vor 3.577 Zuschauern im ROFA-Stadion traten beide Teams mit voller Kapelle an. Bei den Starbulls kehrte Verteidiger Joel Keussen nach elf Spielen verletzungsbedingter Pause zurück, ebenso Torwart Christopher Kolarz. Sein Torwart-Partner Oskar Autio pausierte, sodass auf Rosenheimer Seite alle vier „Imports“ – Shane Hanna, Charlie Sarault, Teemu Pulkkinen und C.J. Stretch – auflaufen konnten. Die beiden U21-Fördervertragsspieler im Line-up waren Sebastian Zwickl, zuletzt mit dem DEB-Nachwuchs in Finnland aktiv, und Johannes Achatz.

Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler
Frühe Gegentore durch Fahrlässigkeiten

Die Gäste aus der Oberlausitz zeigten, dass sie das vierte Hauptrundenduell nach zuvor drei Niederlagen ernst nahmen. Die Starbulls wirkten dagegen fahrig und unkonzentriert. Ohne Not standen plötzlich sechs Rosenheimer Feldspieler auf dem Eis – ein Geschenk, das die Füchse zur Führung nutzten.

  • 8. Minute: Georgiy Saakyan traf flach ins linke Eck.
  • 9. Minute: Kyle Havlena staubte nach einem Abpraller von Torwart Kolarz zum 0:2 ab.
Starbulls Rosenheim gegen Weisswasser a, 13.2.2026. Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit. Danach präsentierten sich die Hausherren etwas präsenter, doch Morrone parierte sowohl Ville Järveläinen, Stretch als auch Sarault mehrfach glänzend.

Anschlusstreffer bringt Aufwind

Im zweiten Drittel blieb zunächst wenig passiert, ehe Pulkkinen den Rosenheimer Druck einleitete (31.). Kurz darauf erzielte C.J. Stretch per Rückhand den 1:2-Anschlusstreffer (32.). Chancen auf den Ausgleich hatten Järveläinen, Laub und Jordan Taupert, Morrone hielt jedoch stand.

Im Schlussabschnitt drängten die Starbulls die Gäste klar in die Defensive, konnten ihre Überlegenheit aber nicht in weitere Tore ummünzen. Kolarz war kaum gefordert, auch die letzten zwei Minuten mit sechs Feldspielern brachten keine klaren Chancen mehr.

Klartext vom Trainer

Jari Pasanen zog nach dem Spiel ein deutliches Fazit:

„Wir waren selten so schlecht wie heute in den ersten zehn Minuten. Das war grausam, ein Albtraum wie die Jungs unterwegs waren. Als ob sie Blei in den Füßen hätten und gar keine Frische im Kopf. Wir haben die zwei Gegentore sehr leicht abgegeben. Auch im zweiten Drittel haben wir fünf Minuten gebraucht, um in die Gänge zu kommen. Die restlichen 35 Minuten haben wir gut gespielt. Aber der Torwart hat fast jede Scheibe gesehen. Es war nicht genug Verkehr vor dem Tor. 30 Schüsse vorbei oder direkt auf den Bauchnabel. Das ist nicht gut – dann kannst du 100 Schüsse haben. Das war enttäuschend, auch in Überzahl. Weißwasser hat hart gekämpft, sehr gut verteidigt, einen super Torwart gehabt, einen guten Job gemacht.“

Tabellenlage und Ausblick

Durch die Niederlage schrumpfte der Vorsprung der Starbulls auf Rang drei gegenüber den Ravensburg Towerstars auf drei Punkte. Die Eisbären Regensburg auf Platz fünf verkürzten den Rückstand auf acht Zähler.

Am Sonntag treten die Starbulls um 17 Uhr auswärts beim Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren an. Zwei Tage später, am Faschingsdienstag, empfangen die Grün-Weißen den Tabellenzweiten Kassel Huskies im ROFA-Stadion (19:30 Uhr).
(Quelle: Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. / Beitragsbild, Fotos: Copyright Peter Lion und Dave Löffler)

Landkreis Miesbach: 11-jähriges Mädchen und 8-jähriger Bub nach Vermisstensuche wohlbehalten aufgefunden

Landkreis Miesbach: 11-jähriges Mädchen und 8-jähriger Bub nach Vermisstensuche wohlbehalten aufgefunden

Landkreis Miesbach – Am Freitag, 13. Februar 2026, meldeten sich gegen 20:19 Uhr besorgte Eltern aus dem Landkreis Miesbach bei der Polizei. Sie teilten mit, dass ihre beiden Kinder – ein 11-jähriges Mädchen und ihr 8-jähriger Bruder – seit 16:30 Uhr vermisst würden.

Eine erste Absuche des betreffenden landwirtschaftlichen Anwesens und der näheren Umgebung blieb, nach den Angaben der Polizei, zunächst erfolglos. Laut Angaben der Eltern waren die Kinder nur spärlich bekleidet von zu Hause weggelaufen, wohin genau, war zunächst unklar.

Unter der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Miesbach wurden umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Rund 205 Einsatzkräfte von Bergwacht, Rotem Kreuz, Wasserwacht, Feuerwehr, mehreren Hundestaffeln sowie Polizeikräften und einem Polizeihubschrauber beteiligten sich an der koordinierten Suche.

Parallel dazu wurde eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet. Die Nachricht verbreitete sich schnell über soziale Medien, woraufhin sich zahlreiche privat organisierte Suchgruppen im Gemeindegebiet Hausham anschlossen. Auch örtliche Taxiunternehmen wurden informiert und beteiligten sich aktiv an der Suche.
Gegen 23:39 Uhr konnte ein Flächensuchhund der Hundestaffel des BRK die beiden Kinder auffinden.
Die Kinder waren leicht unterkühlt, jedoch wohlauf, und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte die Familie wieder zusammengeführt werden.

Nach Angaben der Kinder hatten sie sich im nahegelegenen Waldgebiet verlaufen. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit fanden sie nicht mehr nach Hause und legten sich schließlich entkräftet auf eine Lichtung, wo sie einschliefen.
Die Polizeiinspektion Miesbach bedankt sich ausdrücklich bei allen eingesetzten Kräften sowie bei den zahlreichen privaten Helferinnen und Helfern für ihr Engagement.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Rosenheim wählt richtig – Teil 2: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Rosenheim wählt richtig – Teil 2: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Rosenheim – Wer bei der Kommunalwahl in Rosenheim sein Kreuz setzt, hat mehr Einfluss, als viele denken. Das bayerische Wahlrecht gibt den Bürgern mächtige Werkzeuge an die Hand – man muss sie nur kennen. In Teil 2 unserer Serie erklären wir, wie man mit „Häufeln“ und Streichen ganz gezielt Personen nach vorne bringt oder ausbremst.

Zur Einordnung: Die Serie basiert auf Einschätzungen des Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom Bernhard Baron Boneberg. Foto Copyright BBB. Eingeblockt Zeichnung Urnengang: reVerwaltungswirts Bernhard Baron Boneberg. Er hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an rund 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

Hinweis: Innpuls.me begleitet die Kommunalwahl mit einer mehrteiligen Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht. Morgen beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten des Panaschierens.

Das Interview zur Serie:

Die Qual mit der Wahl … das bayerische Kommunalwahlrecht
Teil 2 – heute: Kumulieren (Häufeln) und Streichen

Das bayerische Kommunalwahlrecht ist eines der persönlichkeitsorientiertesten Wahlsysteme.

Während bei anderen Wahlen meist eine starre Liste zur Wahl steht, räumt der bayerische Gesetzgeber dem Bürger bei Gemeinde- und Stadtratswahlen Instrumente ein, die eine differenzierte Auswahl ermöglichen.
In der Praxis sind hierbei zwei Mechanismen entscheidend: das Kumulieren – im Volksmund eher als „Häufeln“ bekannt – und das Streichen.

Das Kumulieren: Gezielte Stärkung von Einzelpersonen

Ein Kernmerkmal des bayerischen Systems ist die Vergabe von bis zu drei Stimmen an eine einzige Person (Art. 7 Abs. 2 GLKrWG).

Dieses sogenannte „Häufeln“ (Kumulieren) erlaubt es dem Wähler, die starre Reihenfolge einer Parteiliste zu durchbrechen.

Betrachten wir dies anhand eines praxisnahen Beispiels aus dem sozialen Nahraum: Ein Kandidat, nennen wir ihn Herrn Xaver, genießt aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements und seiner kooperativen Art im Wohnviertel hohes Ansehen.

Er kandidiert jedoch auf einem hinteren Listenplatz, der bei einer reinen Listenwahl kaum Aussicht auf Erfolg hätte.

Durch die Vergabe von drei Einzelstimmen können seine Unterstützer ihn gezielt im Ranking nach vorne wählen. Er „überholt“ somit andere Kandidaten, die zwar von der Partei auf vordere Plätze gesetzt wurden, im direkten Bürgerkontakt jedoch weniger überzeugen können.

Gerade in einer Stadt wie Rosenheim, wo viele Kandidaten persönlich bekannt sind – sei es aus dem Verein, der Nachbarschaft oder dem Berufsleben –, kann dieses Instrument entscheidend sein.

Das Streichen: Korrektur der Listenpräferenz

Die Kehrseite der positiven Auswahl ist die Möglichkeit des Streichens. Viele Wähler geben oben auf dem Stimmzettel ein sogenanntes „Listenkreuz“ ab. Damit werden alle Stimmen, die man nach Abzug der vergebenen Einzelstimmen noch übrig hat, automatisch von oben nach unten auf die Kandidaten der Liste verteilt.

Befindet sich auf der ausgewählten Liste eine Person, deren politische Eignung oder persönliche Integrität der Wähler kritisch sieht, so kann dieser einzelne Kandidat explizit gestrichen werden. Die Person erhält dann keine Stimme, obwohl das Listenkreuz bei der Partei bzw. der Liste gesetzt wurde.

Ganz praktisch bedeutet Streichen: Wer eine bestimmte Person nicht unterstützen möchte, streicht deren Namen auf dem Stimmzettel deutlich durch. Ein klarer Strich durch den Namen genügt. Wichtig ist lediglich, dass eindeutig erkennbar ist, welcher Kandidat gestrichen wurde.

Das hat folgende Auswirkungen:

Während mein hochgeschätzter Nachbar X. durch die Kumulierung (3 Stimmen) nach oben geschoben wird, bleibt der unliebsame andere Nachbar H. durch die Streichung bei der Stimmenverteilung unberücksichtigt und „sinkt“ – bildlich gesprochen – auf der Liste nach hinten.

Auch dann, wenn der Wähler grundsätzlich die politische Richtung dieser Liste unterstützt und sein Listenkreuz bei dieser Liste gesetzt hat.

Fazit: Der Wähler als „Personalchef“ im Rathaus

Mit dem bayerischen Wahlrecht werden die Bürger quasi zum Personalchef im eigenen Rathaus.

Man wählt hier nicht einfach nur eine Partei oder Liste, sondern entscheidet ganz direkt mit, wer am Ende tatsächlich am Ratstisch sitzt.
Das System erlaubt es, persönliche Sympathie und fachliches Vertrauen über die reine Parteiliste zu stellen. Wer den Dreh mit dem Häufeln und Streichen raus hat, kann so ganz gezielt die Zusammensetzung im Gemeinderat steuern.
Besonders in kleineren Orten ist das eine große Chance: Hier entscheidet dann nicht das Parteibuch, sondern das Vertrauen in die Personen bzw. in die Kandidaten über eine gute Zusammenarbeit im Rat.
(Quelle: Artikel Bernhard Baron Boneberg / Portrait: BBB / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)