Bewaffneter Raub in Raubling – Kripo bittet um Zeugenhinweise

Bewaffneter Raub in Raubling – Kripo bittet um Zeugenhinweise

Raubling / Landkreis Rosenheim – Am Mittwochabend, (11.2.2026) hat ein bislang unbekannter Täter eine Wettannahmestelle im Raublinger Ortsteil Pfraundorf (Landkreis Rosenheim) überfallen. Das teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit.

Gegen 23:30 Uhr betrat der Mann, nach den Angaben der Polizei, die Annahmestelle in der Rosenheimer Straße. Er bedrohte einen Angestellten mit einer Handfeuerwaffe und forderte Bargeld aus Kasse und Tresor. Nachdem der Angestellte die Forderung erfüllt hatte, flüchtete der Täter unerkannt mit Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich. Personen wurden nicht verletzt.

Unter Leitung der Polizeiinspektion Polizeiinspektion Brannenburg wurde eine Großfahndung mit Unterstützung umliegender Polizeidienststellen und der Bundespolizei eingeleitet, die bislang jedoch erfolglos blieb.

Die weiteren Ermittlungen übernahm noch in der Nacht der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Rosenheim. Diese werden nun vom Fachkommissariat 2 unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, fortgeführt.

Tatverdächtiger: männlich, 15–19 Jahre, 165–170 cm groß, schwarze Daunenjacke mit Kapuze, Adidas-Sporthose mit weißen Streifen ab Knie, Sneaker, sprach Deutsch mit Akzent.

Die Kriminalpolizei Rosenheim bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen am Mittwochabend im Bereich Rosenheimer Straße in Pfraundorf gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sich unter 08031/2000 oder bei jeder Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Spuckattacke am Münchner Hauptbahnhof – Mann festgenommen

Spuckattacke am Münchner Hauptbahnhof – Mann festgenommen

München –  Am Donnerstagmorgen (12.2.2026) kam es am Ausgang Bayerstraße des Münchner Hauptbahnhofs zu einem Angriff auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit. Das teilt die Bundespolizeidirektion München mit.

Gegen 07:55 Uhr spuckte ein 55-jähriger, wohnsitzloser Mann zwei Sicherheitsmitarbeitern (21 und 18 Jahre alt) ins Gesicht. Vorausgegangen war, nach den Angaben der Polizei, eine Hausrechtsmaßnahme, bei der der Mann zuvor des Bahnhofsbereichs verwiesen werden sollte, nachdem er auf einer Treppe eine mit Cannabis gefüllte Zigarette herstellen wollte. Der Aufforderung, den Bereich zu verlassen, kam er nicht nach und zeigte laut Polizei aggressives Verhalten.

Die Bundespolizei traf ein, während der Mann bereits durch die DB-Sicherheitsmitarbeiter am Boden fixiert und gefesselt war. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Ein Drogenschnelltest verlief positiv, eine Blutentnahme wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nicht durchgeführt.

Der 55-Jährige wurde vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Er erhält eine Anzeige wegen Körperverletzung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Westerndorf St. Peter, Rosenheim, 1976

Westerndorf St. Peter, Rosenheim, 1976

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1976. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das ehemalige Rathaus im Rosenheimer Stadtteil Westerndorf St. Peter. 

Mit der Eingemeindung am 1. Mai 1978 war das Rathaus in Westerndorf St. Peter Geschichte. Heute wird das Gebäude in  unter anderem für standesamtliche Trauungen genutzt. 
(Quelle: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Diesel und Werkzeug von Baustellen gestohlen

Diesel und Werkzeug von Baustellen gestohlen

Höslwang / Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Auf zwei Baustellen in Höslwang und Bad Endorf  (Landkreis Rosenheim) haben bislang unbekannte Täter Diesel und Werkzeug gestohlen. Das teilt die Polizeiinspektion Prien mit.

In Höslwang zapften die Täter, nach den Angaben der Polizei in der Nacht auf Dienstag (10.2.2026) aus vier Baumaschinen an der Nußbaumstraße insgesamt rund 320 Liter Diesel ab.
In Bad Endorf nutzten die Diebe am Donnerstagmittag, 12. Februar 2026, offenbar die Mittagspause auf einer Baustelle in der Hans-Kögl-Straße und entwendeten einen Winkelschleifer im Wert von 350 Euro.
Die Polizei bittet um Hinweise zu den Taten oder zu auffälligen Personen an den Baustellen unter der Telefonnummer 08051/90570.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild>: Symbolfoto re)

Fasching in Prien: Polizeieinsätze nach Streit und Unfällen

Fasching in Prien: Polizeieinsätze nach Streit und Unfällen

Prien am Chiemsee / Landkreis Rosenheim – In Prien am Chiemsee kam es in der Nacht auf den heutigen Freitag (13.2.2026) während des Faschingstreibens am Unsinnigen Donnerstag zu mehreren Polizeieinsätzen. Besonders in der Seestraße rund um ein Nachtlokal zeigte der vermehrte Alkoholkonsum Wirkung und sorgte für Störungen der bis dahin positiven Grundstimmung.

Kurz nach Mitternacht eskalierte, nach den Angaben der Polizei, ein verbaler Streit zwischen mehreren Gästen zu einer handfesten Auseinandersetzung unter Heranwachsenden.

Gegen 1 Uhr stürzte ein 26-jähriger Mann vor dem Nachtlokal offenbar ohne Fremdeinwirkung und schlug mit dem Kopf auf die Straße auf. Die Polizeibeamten leisteten Erste Hilfe und übergaben den Verletzten, der zunächst nicht ansprechbar war, dem Rettungsdienst. Er wurde zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Nur wenige Minuten später, gegen 1:15 Uhr, war ein stark alkoholisierter 27-jähriger Gast am selben Ort nicht mehr kontrollierbar. Er trat mutwillig gegen eine Wohnungstür und eine Abfalltonne, die mit Fritteusen-Öl gefüllt war. Die Tonne fiel um, das Öl verteilte sich auf der Straße und lief in den Abwasserkanal. Um eine Umweltgefährdung zu vermeiden, musste der Kanal von der Gemeinde Prien gereinigt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fahrzeugbrand in Valley: Technischer Defekt als Ursache

Fahrzeugbrand in Valley: Technischer Defekt als Ursache

Valley / Landkreis Miesbach – Am Donnerstagabend (12.2.2026) ist auf einem Privatgrundstück in einem Hinterhof in Valley (Landkreis Miesbach) ein Auto in Brand geraten. Das teilt die Polizeiinspektion Holzkirchen mit.

Gegen 20.45 Uhr fing ein Pkw der Marke Seat, der einer 26-jährigen Frau aus Mitterdarching gehört, Feuer. Der Motorraum brannte vollständig aus.
Nach derzeitiger Einschätzung der Polizei ist ein technischer Defekt in der Fahrzeugelektronik Ursache für den Brand. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 7.000 Euro geschätzt.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Mitterdarching, Valley und Holzkirchen waren im Einsatz. Sie konnten den Brand rasch löschen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Verletzt wurde niemand.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Holzkirchen / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Einbruch an zwei Schulen im Landkreis Miesbach

Einbruch an zwei Schulen im Landkreis Miesbach

Miesbach / Elbach – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (12./13. Februar 2026) ist es zu zwei Einbrüchen an Schulen im Landkreis Miesbach  gekommen. Das teilte die Polizeiinspektion Miesbach mit.

Gegen 7 Uhr wurden, nach den Angaben der Polizei, an der Gunetzrhainer Realschule in Miesbach Aufbruchsspuren an der Tür zum Sekretariat festgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen versuchte ein bislang unbekannter Täter vermutlich mit einem Schraubendreher, die Tür zu öffnen. In die Büroräume gelangte er jedoch nicht. Weitere Schäden wurden an der Schule nicht festgestellt. Nach Polizeiangaben könnte die Tat im Zusammenhang mit dem Faschingsball in der Aula stehen, dessen Zeitraum möglicherweise ausgenutzt wurde.

Rund eine halbe Stunde später, gegen 7.30 Uhr, wurde ein weiterer Einbruch gemeldet: An der Grundschule Elbach wurde eine massiv beschädigte Außentür festgestellt. Zudem wurden weitere Beschädigungen im Bereich des Sekretariats festgestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen entwendete der Täter Bargeld in Höhe von 200 Euro, das sich in einem Briefumschlag befand. Der entstandene Sachschaden an Türen, Büroschränken und weiteren Einrichtungsgegenständen beläuft sich auf rund 10.000 Euro.

Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 08025/2990 bei der Polizeiinspektion Miesbach zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Ausbildung mit Vorbildfunktion: Stadt ehrt zwei Rosenheimer Betriebe

Ausbildung mit Vorbildfunktion: Stadt ehrt zwei Rosenheimer Betriebe

Rosenheim – Die Stadt Rosenheim hat den Martha-Pfaffenberger-Ausbildungspreis 2026 an die Buchbinderei PappenStil und die Gartencenter Rosenheim Nickl GmbH verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Unternehmen, die sich in besonderer Weise um die berufliche Bildung verdient machen.

Der Preis steht für den hohen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Stellenwert der dualen Ausbildung. Die ausgezeichneten Betriebe leisten laut Stadt einen wesentlichen Beitrag dazu, der heimischen Wirtschaft qualifizierte Nachwuchskräfte zu sichern.

„Ausbildungsberufe sind heute wichtiger denn je. In Zeiten des Fachkräftemangels und rasanter Veränderungen ist die Entscheidung, auszubilden, ein klares Bekenntnis: Sie glauben an die Jugend. Sie geben Chancen. Sie übernehmen Verantwortung. Das ist nicht selbstverständlich – es erfordert bei den Firmen großes Engagement, Geduld und Vertrauen. Und genau das würdigen wir mit diesem Preis.“ betont Oberbürgermeister Andreas März.

Seltenes Handwerk mit Zukunft

Die Buchbinderei PappenStil von Bettina Maier vermittelt ein seltenes Handwerk, das seit 2021 unter dem Schutz der UNESCO steht. Seit 2022 bildet der Betrieb aus, bietet jährlich mehrere Praktikumsplätze an und arbeitet eng mit „Junge Arbeit“ zusammen. Damit eröffnet das Unternehmen jungen Menschen den Zugang zu einem traditionellen Beruf, der nur noch an wenigen Standorten in Deutschland gelehrt wird.

Fünf Jahrzehnte Engagement

Die Gartencenter Rosenheim Nickl GmbH wurde für ihr seit fünf Jahrzehnten andauerndes Ausbildungsengagement ausgezeichnet. Jährlich beginnen dort drei Auszubildende ihre Ausbildung in zehn verschiedenen Abteilungen. Die Übernahmequote liegt bei rund 90 Prozent.
Seit 2018 führen Florian und Leo Nickl den Familienbetrieb in zweiter Generation weiter. Die Ausbildung ist dabei weiterhin ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Der Martha-Pfaffenberger-Ausbildungspreis wird zweimal pro Wahlperiode an jeweils höchstens zwei Unternehmen vergeben. Zuletzt ging die Auszeichnung im Jahr 2022 an die esmo AG.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Öffentlicher Eislauf im Rosenheimer Eisstadion in der Ferienwoche

Öffentlicher Eislauf im Rosenheimer Eisstadion in der Ferienwoche

Rosenheim – In der kommenden Ferienwoche (KW 08) können alle Eislauffreunde wieder ihre Runden im Rosenheimer Eisstadion drehen. Der öffentliche Lauf findet an folgenden Tagen und Uhrzeiten statt:

  • Montag, 16. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Dienstag, 17. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Mittwoch, 18. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Donnerstag, 19. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr sowie 20:15 – 22:00 Uhr
  • Freitag, 20. Februar: 13:00 – 15:50 Uhr
  • Samstag, 21. Februar: kein öffentlicher Eislauf
  • Sonntag, 22. Februar: 13:00 – 14:30 Uhr

Schlittschuhe und Lernhilfen für Kinder können gegen Gebühr im Stadion ausgeliehen werden.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Großes Faschingstreiben in Rosenheim

Großes Faschingstreiben in Rosenheim

Rosenheim – Am Faschingsdienstag /17.2.2026) verwandelt sich die Rosenheimer Innenstadt wieder in ein buntes Narrenparadies. Ab 12:30 Uhr beginnt am Max-Josefs-Platz die größte Open-Air-Faschingsveranstaltung im Landkreis mit Party, Show und Tanz für Groß und Klein.

Das Event wird vom City-Management Rosenheim und der Rosenheimer Faschingsgilde organisiert, unterstützt von Freilinger & Geisler, der Bahn BKK, der Sparkasse sowie den Brauereien Auer, Augustiner, Flötzinger und Maxlrainer.

Auf der Freilinger & Geisler-Bühne sorgt DJ KS für Stimmung, während Rosenheimer Gastronomen Schmankerln anbieten und verschiedene Schaustellerbetriebe für Unterhaltung sorgen. Nach 20 Jahren führt „Mr. Fasching“ Helmut Müller erstmals nicht mehr durch das Programm, sondern übergibt die Organisation der Rosenheimer Faschingsgilde. Nach seinem offiziellen Abschied verabschieden sich Helmut Müller und seine Party-Assistentin Inge Lindner mit einem dreifachen „Rosalia“ von den vielen kleinen und großen Narren.

Der Auftritt der Rosenheimer Faschingsgilde bildet traditionell den Höhepunkt des Tages und steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Liebe – Fasching, der von Herzen kommt.“ Dabei präsentieren sich auch das Rosenheimer Prinzenpaar, Prinzessin Ursula I. und Prinz Korbinian I.

Kindergarde FG Bernau eröffnet Showprogramm

Die Kindergarde FG Bernau eröffnet das Showprogramm, gefolgt von der Faschingsgilde Rosenheim, den Hot Sox Ramberg und den Chiemseenixen Bernau. Das Showprogramm endet mit der Kastenauer Garde.

Für die kleinen Besucher von 5 bis 12 Jahren gibt es von 14:30 bis 16 Uhr den Bahn-BKK-Kinderbereich mit Tanz, Spiel und Show, Auftritten der Kindergarden Bernau sowie einem Meet & Greet mit dem Rosenheimer Prinzenpaar. Kinderschminken wird ebenfalls angeboten. Der Kinderbereich befindet sich am Max-Josefs-Platz neben dem Gasthaus Stockhammer.

Ab 16 Uhr beginnt dann das XXL-Faschingsfinale für alle jungen und junggebliebenen Narren mit DJ NIK Horner an der Sparkassen City-Disco bei Valentino und geht bis 22 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung City-Management Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Gärtnern mit Verantwortung: Heckenschnitt nur noch bis Ende Februar erlaubt

Gärtnern mit Verantwortung: Heckenschnitt nur noch bis Ende Februar erlaubt

Hilpoltstein / Bayern – Der Frühling steht vor der Tür, doch in der Vogelwelt beginnt bald die sensible Brutzeit. Um die Tiere zu schützen, erinnert der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) daran, dass ab 1. März der radikale Rückschnitt von Hecken, Gebüschen und Gehölzen verboten ist. Wer größere Schnitte vornehmen möchte, sollte dies deshalb möglichst schnell erledigen. Die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson erklärt, dass die gesetzliche Regelung zum Heckenschnitt einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wildtieren leistet: Im dichten Gestrüpp nisten viele Singvögel wie Amsel, Rotkehlchen, Gartengrasmücke oder Heckenbraunelle. Außerdem seien naturnahe Hecken ein wichtiger Lebensraum für andere Tiere wie Igel, Spitzmäuse, Erdkröten oder Blindschleichen.

Die beste Zeit für die Pflege von Hecken ist während der Vegetationsruhe von Oktober bis Februar, bevor im März bereits die ersten Vögel zu brüten beginnen. Nelson betont, dass Jungvögel bei einem Schnitt während der Brutzeit aufgrund fehlender Zweige nicht mehr geschützt sind und leicht Beute für Fressfeinde werden. Auch Altvögel finden dann keine sicheren Schlafplätze mehr, und Insekten, die in einer dichtgewachsenen Hecke leben, fehlen als wichtige Nahrungsquelle.

Klare gesetzliche Vorgaben

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Hecken im öffentlichen Raum sowie in privaten Gärten zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht radikal geschnitten werden dürfen. Kleine Form- und Pflegeschnitte seien in diesem Zeitraum zwar erlaubt, allerdings müsse man vorher prüfen, ob Vögel in dem Gebüsch brüten oder ob kleine Säugetiere dort Futtervorräte angelegt haben, so Nelson.

Damit naturnah angelegte Hecken alle Funktionen als Sichtschutz und Lebensraum für Tiere erfüllen, sollten sie gepflegt und verjüngt werden. Überalterte Hecken tragen kaum noch Früchte, werden innen kahl oder sterben ab. Bei der Pflege wird die Hecke in Abschnitten knapp über dem Boden gekürzt, wobei nie die gesamte Heckenreihe entfernt werden sollte, damit Tieren Lebensraum erhalten bleibt. Nelson weist darauf hin, dass Geräte, die Äste und Zweige zerfetzen, den Pflanzen schaden.

Auch bei der Entsorgung von Gartenabfällen sei Vorsicht geboten. Gartenbesitzende sollten ihre Abfälle nicht im Wald oder in der Landschaft ablegen, da dies heimische Pflanzen verdrängen und die Artenvielfalt gefährden kann. Offenes Verbrennen im Garten setze zudem Schadstoffe und Feinstaub frei. Nelson empfiehlt stattdessen, den Grünschnitt auf dem eigenen Kompost zu entsorgen oder eine Benjes-Hecke anzulegen, bei der Zweige, Äste und Gehölzmaterial locker aufeinandergeschichtet werden. Überschüssige Gartenabfälle könnten außerdem bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen kostenlos abgegeben oder in der Biomülltonne entsorgt werden – dabei sollten die lokalen Regelungen beachtet werden.
Weitere Informationen gibt es unter lbv.de/hecken.
(Quelle: Pressemitteilung LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Wo das bayerische Kommunal-Wahlrecht seine Tücken hat

Wo das bayerische Kommunal-Wahlrecht seine Tücken hat

Rosenheim – Am 8. März 2026 wählen die Bayern ihre kommunalen Gremien, also Stadträte, Gemeinderäte und Kreistage, sowie die meisten Bürgermeister und Landräte neu. Wer in der Stadt Rosenheim wohnt, hat 45 Stimmen: eine Stimme für den Oberbürgermeister und 44 Stimmen für die Stadträte. Im Landkreis ist es noch komplexer: Jeder Wähler hat eine Stimme für Bürgermeister und Landrat, 70 Stimmen für den Kreistag und je nach Größe der Gemeinde zwischen acht und 24 Stimmen für Stadt- bzw. Gemeinderäte.

Um die Besonderheiten des bayerischen Kommunalwahlrechts besser zu verstehen, hat Innpuls.me mit dem Rosenheimer Politik-Analysten und Diplom-Verwaltungswirt Bernhard Baron Boneberg gesprochen. Boneberg hat Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, an etwa 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt und war bereits bei US-Präsidentschaftswahlen aktiv.

In einer mehrteiligen Reihe will Innpuls.me erklären, wie man das System versteht und den Wahlvorgang leichter meistern kann.

Frage:: Herr Baron Boneberg, Sie haben Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, haben schon bei US-Präsidentschaftswahlen mitgemacht und in Ihrer Laufbahn an etwa 30 Wahlen eigenhändig ausgezählt. Wenn man so viel gesehen hat: Erschüttert einen das bayerische Kommunalwahlsystem noch?
Antwort: Bernhard Baron Boneberg: Erschüttern nicht gerade, aber es nötigt einem schon Respekt ab – im positiven wie im negativen Sinne. Das bayerische Kommunalwahlrecht ist eines der demokratischsten, aber auch eines der komplexesten Systeme überhaupt. Durch das Panaschieren und Kumulieren wird dem Bürger eine Mitwirkungsmöglichkeit in die Hand gegeben, die weit über das „Listenkreuz“ hinausgeht. Aber genau hier liegt auch die Tücke: Die Komplexität ist eine Hürde für den Wähler am Küchentisch, aber auch für die Wahlhelfer bei der Auszählung.

Hinweis: Mehrteilige Serie zum bayerischen Kommunalwahlrecht auf Innpuls.me

Kumulieren, Panaschieren … alles Begriffe, die nicht jedem etwas sagen. Innpuls.me startet ab dem morgigen Samstag (14.2.2026)  eine mehrteilige Reihe: Tipps zum richtigen Wählen bei der bayerischen Kommunalwahl – und wie kann ich mit meinem Stimmzettel maximale Wirkung erzielen?“

Frage: Sie sprechen die Auszählung an. Was macht die bayerische Kommunalwahl für die Wahlvorstände so viel schwieriger als etwa eine Bundestagswahl?
Antwort:
 Bei einer Bundestagswahl hat jeder zwei Stimmen. Das ist für ein geübtes Team in wenigen Stunden erledigt.
Bei der Kommunalwahl in Bayern haben wir es oft mit 40, 60 oder in Großstädten und Landkreisen noch mehr Stimmen pro Stimmzettel zu tun. Ein Wähler kann Stimmen häufeln, sie über verschiedene Listen verteilen und Streichungen vornehmen. Wenn Sie dann am Wahlabend vor einem Stapel Stimmzettel sitzen, die wie „Schnittmusterbögen“ aussehen, brauchen Sie nicht nur volle Konzentration, sondern ein tiefes Verständnis des Wahlsystems. Ein einziger falscher Strich kann einen ganzen Zettel ungültig machen – oder eben nicht, je nach dem Willen des Wählers.

Frage: Gibt es einen „Klassiker“ unter den Fehlern, den Sie immer wieder beobachten?
Antwort: Der häufigste Fehler ist die Überreizung des Kontingents. Wer mehr Stimmen vergibt, als ihm zustehen, macht seinen Stimmzettel ungültig. Ein weiteres Problem sind Zusätze: Viele Bürger wollen ihrem Unmut Luft machen und schreiben Kommentare auf den Zettel, um sich vom klassischen Nichtwähler zu unterscheiden, aber dennoch Protest zu zeigen. Dabei ist die mit Abstand häufigste Aufschrift ein „Ungültig“ quer über den Wahlzettel.

Frage: Sie analysieren auch Politiker-Wahlkampagnen und werden dazu öfter in Sendungen eingeladen. Hat sich die Dynamik der Wahlen über die Zeit verändert?
Antwort:
Ja, schon. Wir sehen eine Polarisierung, die bis in die Gemeinderäte vordringt. Früher war die Kommunalwahl eine reine Persönlichkeitswahl: „Den Alois oder die Lisa kenne ich, die kriegen je drei Stimmen.“ Heute wird die Kommunalwahl auch schon mal zur Denkzettelwahl gegen Landes- oder Bundespolitik genutzt. Das liegt auch daran, dass uns in Deutschland Volksbegehren und Volksentscheide zumindest auf Bundesebene größtenteils vorenthalten werden. Anders als beispielsweise in der Schweiz. Daher benutzen zunehmend mehr Bürger die wenigen Gelegenheiten, bei denen sie ein Stimmungsbild abgeben können, um ihren Unmut auszudrücken. Das hat aber auch Schattenseiten, weil auf kommunaler Ebene eher konstruktive Sacharbeit gefragt ist.

Frage:: Was ist Ihr wichtigster Rat an die Wähler für den kommenden Urnengang?
Antwort::
Nehmen Sie sich Zeit! Die bayerische Kommunalwahl ist kein „Drive-through“. Wer erst in der Wahlkabine anfängt, die Listen zu studieren, hat schon verloren. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens, um Einfluss zu nehmen, wer genau – also personell – Ihre Interessen in den nächsten Jahren in Ihrer Stadt oder Gemeinde vertreten soll. Ein gültiger Stimmzettel ist Ihre schärfste Waffe in der Demokratie.
Wer bei der Wahl von der Möglichkeit der Vorzugsstimmen Gebrauch machen möchte, dem rate ich dringend, die Briefwahl zu nutzen und die Wahlzettel zu Hause in Ruhe auszufüllen. Manche Wahlzettel – z. B. für die Kreistagswahl im Landkreis Rosenheim – sind so groß, dass sie kaum auf einer Tischplatte Platz finden.
(Quelle: Interview Karin Wunsam / Beitragsbild: Copyright BBB, eingeblockt Zeichnung Urnengang: re)