Sonnenfinsternis über Rosenheim: Hier lässt sie sich am besten beobachten

Sonnenfinsternis über Rosenheim: Hier lässt sie sich am besten beobachten

Rosenheim –  Am Mittwoch (12. August 2026) lohnt sich der Blick zum Himmel. Dann zieht der Mond auch über Rosenheim teilweise vor die Sonne. Eine totale Sonnenfinsternis wird es hier zwar nicht geben, dafür wird die Sonne zu rund 90 Prozent vom Mond bedeckt sein. Und weil das Ereignis am Abend stattfindet und die Sonne dabei immer tiefer sinkt, kommt es auf einen guten Beobachtungsplatz an.

In Rosenheim beginnt die partielle Sonnenfinsternis um 19.23 Uhr. Das Maximum wird um 20.16 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 90,6 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt – am Himmel bleibt nur noch eine schmale Sonnensichel. Um 20.29 Uhr geht die Sonne in Rosenheim bereits unter. Zu diesem Zeitpunkt ist sie nach Angaben der astronomischen Berechnungen noch zu rund 80 Prozent bedeckt.

Damit ist die Finsternis in Rosenheim zwar nicht ganz bis zum rechnerischen Ende zu verfolgen, dafür dürfte der Anblick der schmalen Sonnensichel kurz vor dem Untergang besonders interessant werden.

Die Sternwarte öffnet für die Sonnenfinsternis

Wer das Ereignis nicht allein beobachten möchte, hat in Rosenheim eine besonders gute Möglichkeit: Die Sternwarte der Technischen Hochschule Rosenheim öffnet trotz ihrer Sommerpause am 12. August ab 19 Uhr.
Dort stehen zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen zur Verfügung. Außerdem können die Teleskope der Hochschule mit geeigneten Filtern eingesetzt werden. Damit lassen sich bei entsprechenden Bedingungen unter anderem Sonnenflecken und die Mondberge am Rand der Sonnenscheibe beobachten.

Die Sternwarte weist zugleich darauf hin, dass für die Beobachtung nur geeigneter Sonnenschutz verwendet werden darf. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Auch ein Fernglas oder Teleskop darf niemals ohne einen dafür geeigneten Sonnenfilter auf die Sonne gerichtet werden.

Wo kann man die Sonnenfinsternis in Rosenheim sehen?

Wer die Finsternis selbst beobachten möchte, sollte vor allem auf eines achten: freie Sicht nach Westen bis Nordwesten. Denn die Sonne steht am Abend sehr tief. Gebäude, Bäume oder andere Hindernisse können deshalb schnell die Sicht versperren.

So sieht die Sonnenfinsternis in Rosenheim aus

Mittwoch, 12. August 2026:

  • 19.23 Uhr: Beginn der partiellen Sonnenfinsternis
  • 20.16 Uhr: Maximum – rund 90,6 Prozent der Sonne sind bedeckt
  • 20.29 Uhr: Sonnenuntergang in Rosenheim, die Sonne ist noch zu rund 80 Prozent bedeckt
  • ab 21 Uhr: „Lange Nacht der Astronomie“ auf der Sternwarte der TH Rosenheim
  • später in der Nacht: beste Chancen auf Perseiden

In der Stadt kommen daher vor allem offene Bereiche infrage, von denen aus der westliche Horizont möglichst weit einsehbar ist. Wer einen erhöhten Standort außerhalb des dichten Stadtgebiets wählt, kann seine Chancen zusätzlich verbessern. Entscheidend ist dabei weniger ein bestimmter „Geheimtipp“ als die tatsächliche Sicht auf den Horizont am jeweiligen Platz.

Auch wer beispielsweise einen Aussichtspunkt im Rosenheimer Umland ansteuert, sollte deshalb vorher prüfen, ob von dort aus der Blick tatsächlich in Richtung Westen beziehungsweise Nordwesten frei ist.

Nach der Sonnenfinsternis geht es weiter

Auf der Rosenheimer Sternwarte endet der Abend ebenfalls nicht mit dem Sonnenuntergang. Ab 21 Uhr beginnt dort die „Lange Nacht der Astronomie“.
Dann richtet sich der Blick nicht mehr auf die Sonne, sondern auf den Abend- und Nachthimmel. Auf dem Programm stehen unter anderem Beobachtungen der Venus, von Sternhaufen und Doppelsternen sowie Erklärungen zu den Sternbildern. Auch Sternschnuppen werden erwartet.
Denn zeitlich fällt die Sonnenfinsternis mit dem Maximum des Meteorstroms der Perseiden zusammen. Deren Höhepunkt wird allerdings erst in der zweiten Nachthälfte erwartet. Auf der Sternwarte soll die Beobachtung bis etwa 23 Uhr dauern.

Die weltweite Sonnenfinsternis ist übrigens tatsächlich eine totale Sonnenfinsternis. Der Kernschatten des Mondes zieht unter anderem über Grönland, Island und Spanien. In Rosenheim und weiten Teilen Mitteleuropas ist dagegen nur die partielle Phase zu sehen.

Für Rosenheim gilt deshalb am 12. August vor allem: freien Blick zum westlichen Horizont suchen, rechtzeitig vor Ort sein – und nur mit geeignetem Sonnenschutz beobachten. Ob die Wolken ebenfalls mitspielen, wird sich erst kurz vor dem Ereignis zeigen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim verspielt 2:0-Führung gegen Hankofen-Hailing

TSV 1860 Rosenheim verspielt 2:0-Führung gegen Hankofen-Hailing

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat sich am Sonntag (2.8.2026) mit einem 2:2 vom SV Hankofen-Hailing getrennt. Die Partie im Beck & Fraundienst-Stadion begann allerdings erst mit rund 90 Minuten Verspätung. Grund waren Gewitter über dem Stadion.

Nach dem verspäteten Anpfiff benötigte der TSV nach eigenen Angaben rund 15 Minuten, um ins Spiel zu finden. Anschließend gingen die Gastgeber in Führung: In der 26. Minute legte Noah Markulin am Strafraum für seinen Bruder Liam auf. Dieser setzte sich gegen einen Verteidiger durch und traf zum 1:0.
Nur zwei Minuten später erhöhte Edis Muhameti auf 2:0. Er wurde von Liam Markulin mit einem Pass hinter die Abwehr geschickt und setzte sich gegen Torwart Maier durch.
Mit der Zwei-Tore-Führung ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kam Hankofen-Hailing besser ins Spiel. In der 53. Minute verkürzte Marco Stefandl per Elfmeter auf 2:1.
In der 63. Minute fiel der Ausgleich. Wagner setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball flach vor das Rosenheimer Tor. Tobias Lermer lenkte ihn mit der Fußspitze ins lange Eck.
In der Schlussphase suchten beide Mannschaften die Entscheidung. Weitere Tore fielen jedoch nicht, sodass die Partie mit einem 2:2-Unentschieden endete. 191 Zuschauer waren im Beck & Fraundienst-Stadion dabei.

Wacker Burghausen kommt zum Toto-Pokal

Für den TSV 1860 Rosenheim geht es bereits am Dienstag (4. August) im Toto-Pokal weiter. In der zweiten Runde ist der SV Wacker Burghausen zu Gast. Anpfiff im Beck & Fraundienst-Stadion ist um 19 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Copyright TSV 1860 Rosenheim)

Mystischer Himmel und Regenbogen: So schön verabschiedete sich der Sonntag

Mystischer Himmel und Regenbogen: So schön verabschiedete sich der Sonntag

Rosenheim – Erst schwül und heiß, dann Gewitter – und anschließend ein Himmel, der beinahe wie gemalt wirkte: Der Sonntagabend (2.8.2026) hat in Rosenheim und im Umland für besondere Lichtstimmungen gesorgt. Während sich über der Stadt dunkle Gewitterwolken auftürmten, leuchteten einzelne Wolkenpartien plötzlich intensiv orange und gelb. Wenig später spannte sich nach dem Regen über dem Rosenheimer Umland ein Regenbogen.

Regenbogen spannt sich über das Rosenheimer Umland. Foto: Ferdinand Staudhammer

Ein Regenbogen umspannt das Rosenheimer Umland. Keine Seltenheit – aber immer wieder schön. Foto: Ferdinand Staudhammer

Die Gewitter sorgten nach den bisherigen Erkenntnissen in Rosenheim nicht für größere Schäden. Dafür bot sich nach dem Wetterwechsel ein Naturschauspiel, das zahlreiche Menschen mit ihren Kameras und Smartphones festhielten. Entsprechende Aufnahmen wurden am Sonntagabend auch in den sozialen Medien geteilt.

Wenn Gewitterwolken plötzlich orange leuchten

Besonders eindrucksvoll war der Kontrast über der Stadt: Die dunkle, schwere Gewitterstimmung traf auf das warme Orange der von der Abendsonne angestrahlten Wolken.
Dahinter steckt ein bekanntes Phänomen. Je tiefer die Sonne am Himmel steht, desto länger ist der Weg, den ihr Licht durch die Atmosphäre zurücklegen muss. Dabei werden die kurzwelligen blauen Lichtanteile stärker gestreut. Die langwelligen roten, orangen und gelben Anteile können dadurch stärker hervortreten.
Treffen diese Farben dann auf die Wolken einer abziehenden oder sich auflösenden Gewitterfront, können daraus besonders intensive Lichtstimmungen entstehen. Gerade nach einem schwül-heißen Sommertag wirkt der Gegensatz zwischen den dunklen Wolken und dem warmen Abendlicht besonders stark.

Nach dem Regen kommt der Regenbogen

Auch der Regenbogen über dem Rosenheimer Umland hatte mit den Wetterbedingungen zu tun. Befinden sich nach einem Regenschauer noch genügend Wassertropfen in der Luft und steht die Sonne gleichzeitig passend hinter dem Betrachter, kann sich das Sonnenlicht in den Tropfen brechen und in seine Spektralfarben auffächern. Das Ergebnis ist ein Regenbogen – und manchmal eben auch ein besonders fotogener Abendhimmel.

So wurde aus dem schwül-heißen Sonntag, der mit Gewitter endete, für viele Menschen noch ein Abend mit besonderen Motiven. Zwischen dunklen Wolken, orangefarbenem Licht und Regenbogen zeigte sich der Sommer von seiner atmosphärischen Seite.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer / Foto: Ferdinand Staudhammer)

Kleppersteg, Rosenheim, 2003

Kleppersteg, Rosenheim, 2003

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 2003. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Kleppersteg am Rosenheimer Bahnhof.

Der eiserne Fußgängersteg überspannte die Gleise und verband den nördlichen mit dem südlichen Bereich des Bahnhofs. Für viele Rosenheimer gehörte der Kleppersteg über Jahrzehnte zum vertrauten Bild des Bahnhofs – und war zugleich eine praktische Verbindung für den täglichen Weg.
Seinen Namen verdankte der Steg den nahe gelegenen Klepper-Werken. Besonders für deren Mitarbeiter war die Verbindung über die Gleise praktisch, da sie sich dadurch Umwege rund um das weitläufige Bahnhofsgelände sparen konnten. Aber auch für Pendler und Anwohner war der Steg eine wichtige Verbindung.

Vom ersten Steg bis zum Abriss

Ganz neu war die Verbindung über die Gleise im Jahr 2003 allerdings nicht. Bereits am 20. Dezember 1891 war an dieser Stelle ein Eisenbahnsteg errichtet worden. Dieser wurde bei den Bombenangriffen auf Rosenheim im Jahr 1945 zerstört.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein neuer Kleppersteg. Er wurde am 2. Juli 1954 feierlich eingeweiht und blieb anschließend mehr als fünf Jahrzehnte Bestandteil des Rosenheimer Bahnhofs.

Mit dem Umbau des Bahnhofs änderte sich das. 2010 wurde eine neue Fußgängerunterführung mit Zugang zur Klepperstraße in Betrieb genommen. Sie ermöglichte auch einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen. Der alte Steg wurde dadurch nicht mehr benötigt und für Fußgänger gesperrt. 2017 war schließlich auch das Bauwerk selbst Geschichte: Der Kleppersteg wurde abgerissen.

Auf unserer Aufnahme aus dem Jahr 2003 steht er dagegen noch ganz selbstverständlich über den Gleisen. Heute erinnert vor allem noch der Name Klepperstraße an die Verbindung und die Geschichte der Klepper-Werke in diesem Bereich.
Wer von euch erinnert sich noch an den Kleppersteg?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wusnam)

Einwecken: Was früher notwendig war, ist heute wieder beliebt

Einwecken: Was früher notwendig war, ist heute wieder beliebt

Rosenheim – Einwecken – wer kennt das Wort nicht? Vielleicht kommen beim Lesen auch gleich Erinnerungen hoch: Gläser mit Kirschen im Keller, selbstgemachte Marmelade auf dem Frühstückstisch oder der große Topf, in dem im Sommer Obst und Gemüse für die kalte Jahreszeit haltbar gemacht wurden. Im Schaufenster des Städtischen Museums Rosenheim im Mittertor dreht sich die aktuelle Ausstellung um genau dieses Thema.

Zu sehen sind verschiedene Utensilien, die früher zum Einwecken verwendet wurden. Manches davon dürfte noch bekannt sein, anderes ist inzwischen aus vielen Küchen verschwunden. Und trotzdem ist das Einwecken keineswegs nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten. Seit einigen Jahren wird die alte Methode wieder häufiger aufgegriffen.

Warum heißt es eigentlich „Einwecken“?

Die Geschichte beginnt allerdings lange bevor der Name Weck zum Synonym für das Haltbarmachen im Glas wurde. Bereits 1804 entwickelte der Franzose Nicolas Appert ein Verfahren, mit dem Lebensmittel durch Erhitzen haltbar gemacht werden konnten. Ursprünglich ging es dabei um die Versorgung des Militärs.

Erst viele Jahrzehnte später wurde daraus das „Einwecken“. Johann Weck erwarb 1893 das Patent für die Methode. 1900 gründete er gemeinsam mit dem Kaufmann Georg von Eyck im baden-württembergischen Öflingen die Firma J. Weck & Co.
Das Unternehmen machte das Verfahren mit einer für die damalige Zeit modernen Werbestrategie bekannt: Kochbücher, Zeitschriften und praktische Vorführungen sollten die Menschen für das Einkochen begeistern. Mit Erfolg. Der Name Weck wurde so eng mit der Methode verbunden, dass daraus das Verb „einwecken“ entstand. Bereits 1907 fand das Wort Eingang in den Duden.

Was früher Notwendigkeit war, ist heute Hobby

Früher hatte das Einwecken vor allem einen praktischen Grund: Die Ernte des Sommers sollte möglichst lange reichen. Obst und Gemüse wurde haltbar gemacht und für die Monate aufbewahrt, in denen im Garten nichts mehr zu holen war.
Mit Kühlschrank und Gefriertruhe veränderten sich die Möglichkeiten der Vorratshaltung. Das Einwecken verlor nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend an Bedeutung.

Heute entdecken viele Menschen die Methode wieder – allerdings häufig aus anderen Gründen. Wer einen eigenen Garten hat, kann eine reiche Ernte haltbar machen, statt überschüssiges Obst oder Gemüse wegzuwerfen. Auch regionale und saisonale Lebensmittel lassen sich auf diese Weise für später aufbewahren.

Dazu kommt der Reiz, alte Familienrezepte wieder aufleben zu lassen oder neue Rezepte auszuprobieren. So findet sich neben dem klassischen Einweckglas mit Glasdeckel, Gummiring und Metallklammer heute auch das moderne Schraubglas in vielen Küchen.

Vom klassischen Weckglas bis zum Schraubglas

Das Grundprinzip ist bis heute ähnlich geblieben: Lebensmittel kommen in geeignete Gläser und werden durch Erhitzen haltbar gemacht. Beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck, der den Deckel fest verschließt.
Allerdings ist beim Einkochen nicht jedes Lebensmittel gleich unkompliziert. Gerade bei säurearmen Lebensmitteln wie Gemüse, Fleisch oder Fisch sind die richtige Methode und die entsprechenden Temperaturen besonders wichtig. Wer selbst einkocht, sollte deshalb auf zuverlässige und aktuelle Anleitungen achten.

Die aktuelle Schaufenster-Ausstellung im Städtischen Museum Rosenheim zeigt mit ihren historischen Utensilien, wie sich eine einst alltägliche Methode der Vorratshaltung über die Jahrzehnte verändert hat – und wie sie heute wieder ihren Platz in manchen Küchen findet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

Goldene Bürgermedaille für Irmengard Oppenrieder

Goldene Bürgermedaille für Irmengard Oppenrieder

Rosenheim – Irmengard Oppenrieder ist mit der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Rosenheim ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan überreichte ihr die Auszeichnung im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Seniorenbeirates. Gewürdigt werden damit ihre langjährigen Verdienste für die Rosenheimer Bürger, insbesondere für ältere Menschen, Hilfsbedürftige und Menschen mit Behinderung.

Oppenrieder war von 1980 bis 2020 hauptamtlich bei der Nachbarschaftshilfe Rosenheim tätig. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem die außerschulische Kinderbetreuung und die Seniorenarbeit. Außerdem war sie als Einsatzleiterin für Hauswirtschaft und Betreuung tätig.

Seit mehr als 40 Jahren im Seniorenbeirat

Bereits seit 1985 gehört Oppenrieder dem Rosenheimer Seniorenbeirat an. Zunächst war sie als beratendes Mitglied für den Paritätischen Wohlfahrtsverband tätig, später als stimmberechtigtes Mitglied. Seit 2020 steht sie dem Seniorenbeirat als Vorsitzende vor. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied bei Pro Senioren.
Auch nach dem Ende ihrer hauptamtlichen Tätigkeit engagiert sich Oppenrieder ehrenamtlich bei der Nachbarschaftshilfe. Sie begleitet ältere Menschen mit Behinderung unter anderem beim Einkaufen und bei Arztbesuchen und unternimmt mit ihnen Spaziergänge, Friedhofsbesuche und Spielenachmittage.
Darüber hinaus organisiert sie Veranstaltungen für Senioren, darunter Tagesausflüge, Reisen nach Lazise sowie Opern- und Konzertnachmittage.

Unterstützung für ukrainische Familie

Auch humanitär engagiert sich Oppenrieder. Nach Angaben der Stadt nahm sie eine ukrainische Familie bei sich auf und unterstützte sie unter anderem bei der Integration, bei Sprachkursen sowie bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung.

Oberbürgermeister Abuzar Erdogan würdigte Oppenrieders Engagement mit den Worten: „Irmengard Oppenrieder steht für gelebte Mitmenschlichkeit – sie ist das Herz der Seniorenarbeit in Rosenheim. Sie hat für unzählige Seniorinnen und Senioren, Kinder und Menschen mit Behinderung angepackt, zugehört und geholfen, wo es nötig war. Die Goldene Bürgermedaille ist mehr als eine Auszeichnung, sie ist ein Dankeschön unserer ganzen Stadt“

Die Goldene Bürgermedaille kann an Persönlichkeiten verliehen werden, die sich durch besondere Leistungen unter anderem im sozialen, kulturellen, sportlichen oder öffentlichen Bereich um das Wohl oder Ansehen der Stadt Rosenheim verdient gemacht haben.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Sommernachtskino im Freilichtmuseum Amerang

Sommernachtskino im Freilichtmuseum Amerang

Amerang / Landkreis Rosenheim – Kino unter freiem Himmel gibt es am Freitag (7. August 2026) im Freilichtmuseum Amerang. Ab 21 Uhr zeigt der Verein Kinokultur Rosenheim auf dem Museumsplatz vor dem Bartlhof die französische Komödie „Die leisen und die großen Töne“.

Im Mittelpunkt des Films steht der gefeierte Dirigent Thibaut Desormeaux. Während einer Probe bricht er zusammen und erhält die Diagnose Leukämie. Für eine mögliche Behandlung benötigt er eine Knochenmarkspende. Dabei erfährt Thibaut, dass er adoptiert wurde.
Die Suche nach einem passenden Spender führt ihn zu seinem leiblichen Bruder Jimmy. Dieser lebt in einer Arbeiterstadt und arbeitet als Kantinenkoch. In seiner Freizeit spielt er Posaune in einer örtlichen Blaskapelle. Die beiden Brüder könnten unterschiedlicher kaum sein, teilen aber ihre Leidenschaft für Musik und haben beide ein absolutes Gehör.

Der Film verbindet die Familiengeschichte mit humorvollen und ernsten Momenten und stellt dabei auch die unterschiedlichen Lebenswelten der beiden Brüder gegenüber.

Kinoabend unter freiem Himmel

Wer den Filmabend besuchen möchte, kann einen eigenen Picknickkorb und einen Liegestuhl mitbringen. Der Verein Kinokultur Rosenheim bietet Nachos an, Getränke gibt es über das Freilichtmuseum. Der Eintritt kostet 10 Euro. Einlass und Abendkasse beginnen um 19.30 Uhr, der Film startet um 21 Uhr.

Das Sommernachtskino findet auf dem Museumsplatz vor dem Bartlhof im Freilichtmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern statt.
(Quelle: Pressemitteilung Freilichtmuseum Amerang / Beitragsbild: Copyright Bezirk Oberbayern, Archiv Freilichtmuseum Amerang)

Bauarbeiten: Fahrplanänderungen und Ersatzbusse bei der BRB

Bauarbeiten: Fahrplanänderungen und Ersatzbusse bei der BRB

Rosenheim – Fahrgäste der BRB müssen sich Mitte August auf Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr einstellen. Grund sind Bauarbeiten der DB InfraGO AG. Betroffen sind von Montag (17. August) bis Freitag (21. August 2026) auch die Strecken über Rosenheim.

Auf der Strecke München – Rosenheim – Salzburg kommt es zu Fahrplanabweichungen und Teilausfällen. Zwischen Rosenheim und Bergen, Übersee beziehungsweise Freilassing werden teilweise Busse als Schienenersatzverkehr eingesetzt.
Busse und Züge fahren dabei teilweise zu anderen Zeiten als im regulären Fahrplan.

Auch Strecke nach Holzkirchen betroffen

Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim kommt es in der Nacht von Donnerstag (20. August) auf Freitag (21. August) bei den jeweils letzten zwei beziehungsweise drei Verbindungen in beiden Richtungen zu Fahrplanänderungen. Zwischen Holzkirchen und Kreuzstraße wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Sonderfahrpläne online

Die BRB weist darauf hin, dass die Sonderfahrpläne auf ihrer Internetseite zum Download bereitstehen. Verbindungen, die dort nicht aufgeführt sind, fahren nach dem regulären Fahrplan.
Für aktuelle Informationen zu Baustellen und größeren Störungen bietet die BRB außerdem eine Störungsinformation über ihre digitalen Kanäle an.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Polizei begleitet Fußballfans nach Einsatz in ICE am Bahnhof Dachau

Polizei begleitet Fußballfans nach Einsatz in ICE am Bahnhof Dachau

Dachau – Ein größerer Polizeieinsatz hat am Samstagabend (1.8t 2026) am Bahnhof Dachau für Aufsehen gesorgt. Grund war die Meldung über eine Gruppe von Fußballfans, die in einem ICE auf dem Weg nach München randalieren soll. Bei den anschließenden Überprüfungen stellten die Einsatzkräfte jedoch weder Straftaten noch Sachbeschädigungen fest.

Gegen 21.20 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei über zunächst 15 bis 20 Fußballfans im ICE 681. Der Zug wurde daraufhin außerplanmäßig auf Gleis 4 im Bahnhof Dachau angehalten.
Die Bundespolizeiinspektion München schickte sieben Streifen zum Bahnhof. Zusätzlich unterstützten zahlreiche Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord aus den umliegenden Landkreisen.

Lautstarke Fangesänge und Schläge gegen Zugwände

Die Einsatzkräfte überprüften unter anderem das Bordbistro und befragten das Zugpersonal sowie anwesende Fans des TSV 1860 München. Dabei ergaben sich nach Angaben der Bundespolizei keine Hinweise auf Sachbeschädigungen oder andere Straftaten.
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten mehrere Fans im Bordbistro lautstark Fangesänge angestimmt und mit den Händen gegen Wände, Scheiben und die Decke geschlagen. Das Zugpersonal befürchtete deshalb mögliche Sachbeschädigungen und verständigte vorsorglich die Polizei.
Die Gruppe wurde von den Einsatzkräften zur Ruhe ermahnt. Nach Einschätzung der Polizei waren die Fans mittelgradig alkoholisiert.

Gegen 22 Uhr setzte der ICE seine Fahrt in Richtung München Hauptbahnhof fort. Neun Bundespolizisten begleiteten die Gruppe dabei. Während des Polizeieinsatzes verließen mehrere unbeteiligte Reisende den Zug am Bahnhof Dachau.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

HARO verlängert Partnerschaft in China um weitere zehn Jahre

HARO verlängert Partnerschaft in China um weitere zehn Jahre

Stephanskirchen / Rosenheim. Die Bodenbelagsmarke HARO aus Stephanskirchen setzt ihre Zusammenarbeit mit einem chinesischen Geschäftspartner fort. Am 24. Juli 2026 wurde die bestehende strategische Partnerschaft um weitere zehn Jahre verlängert. Das teilte die Hamberger Flooring GmbH & Co. KG mit.

Die Zusammenarbeit besteht nach Unternehmensangaben bereits seit 18 Jahren. Mit der Vertragsverlängerung soll die gemeinsame Geschäftstätigkeit in China langfristig fortgesetzt und die Marke dort weiter im Premiumsegment positioniert werden.

Vereinbarung läuft weitere zehn Jahre

HARO zufolge hat der chinesische Partner die Marke in den vergangenen 18 Jahren auf dem dortigen Markt aufgebaut und vertreten.
Gerold Schmidt, Geschäftsführer von HARO, wertet die Verlängerung als Zeichen für die langfristige Zusammenarbeit. Die vergangenen 18 Jahre hätten aus seiner Sicht gezeigt, was durch Verlässlichkeit, gegenseitigen Respekt und ein gemeinsames Verständnis von Qualität entstehen könne. Die neue Vereinbarung stehe für „Vertrauen, Kontinuität und eine klare gemeinsame Perspektive“.

HARO ist in Stephanskirchen zu Hause

Hinter der Marke HARO steht die Hamberger Flooring GmbH & Co. KG mit Sitz in Stephanskirchen. Das Unternehmen ist seit mehr als 150 Jahren in der Holzverarbeitung in der Region Rosenheim tätig. Die Marke HARO selbst blickt nach Unternehmensangaben auf mehr als 75 Jahre Erfahrung in der Parkettherstellung zurück.
HARO bietet nach eigenen Angaben unter anderem Parkett, Laminat- und Designböden an. Das Unternehmen bezeichnet die Marke als führend im deutschen Parkettmarkt.
(Quelle: Pressemitteilung HARO / Beitragsbild: Copyright HARO)

Tödlicher Bergunfall am Jubiläumsgrat

Tödlicher Bergunfall am Jubiläumsgrat

Garmisch-Partenkirchen – Ein 68-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg ist am Jubiläumsgrat im Wettersteingebirge (Garmisch-Partenkirchen) tödlich verunglückt. Der Mann war seit Freitag (31.7.2026) vermisst worden. Am Sonntag  (2.8.2026) wurde er von zwei Bergsteigern leblos in steilem Gelände entdeckt.

Am Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Meldung eingegangen, dass der 68-Jährige seit dem Vortag vermisst werde und sich vermutlich im Bereich des Wettersteingebirges aufgehalten hatte.
Eine Handyortung war nicht möglich, da das Mobiltelefon des Vermissten nicht mehr aktiv war. Mithilfe von KFZ-Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Murnau konnte jedoch das Fahrzeug des Mannes geortet und das mögliche Suchgebiet eingegrenzt werden.

An der anschließenden Suche beteiligten sich die örtlich zuständige Polizei, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, die Polizeihubschrauberstaffel Bayern und die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Wegen der Witterung und der einsetzenden Dunkelheit mussten die Suchmaßnahmen am Samstagabend aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.

Vermisster am Jubiläumsgrat gefunden

Am Sonntag (2. August 2026) meldeten zwei Bergsteiger eine leblose Person auf der Südseite des Jubiläumsgrats. Einsatzkräfte der Alpinen Einsatzgruppe West und der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen überprüften die Meldung und fanden den Vermissten in steilem Gelände zwischen der Biwakschachtel und der Vollkarspitze. Der Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Bergsteiger bereits am Freitag alleinbeteiligt rund 50 Höhenmeter auf der Südseite des Jubiläumsgrats abstürzte. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nach Angaben der Polizei derzeit nicht vor.

Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen war mit zehn ehrenamtlichen Einsatzkräften beteiligt.
Die Alpine Einsatzgruppe West übernahm die Unfallaufnahme und die Bergung des Leichnams mit Unterstützung der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Ein staatlich geprüfter Polizeiberg- und Skiführer ermittelt zum genauen Unfallhergang.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Schloßberg, Landkreis Rosenheim, 1964

Schloßberg, Landkreis Rosenheim, 1964

Schloßberg / Landkreis Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1964. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Schloßberg in der Gemeinde Stephanskirchen (Landkreis Rosenheim). Der Blick geht vom Schloßberg hinunter in Richtung Auffahrt. Auf der rechten Seite ist ein kleiner Kiosk zu sehen, der damals ein beliebter Anlaufpunkt war – vor allem für Schulkinder.

Auch ich erinnere mich noch an diesen Kiosk. Für viele Kinder gehörte er einfach zum Alltag. Nach der Schule oder auf dem Weg nach Hause konnte man dort für ein paar Pfennige Süßigkeiten kaufen. Gerade solche kleinen Verkaufsstellen waren in den 1950er- und 1960er-Jahren vielerorts wichtige Anlaufpunkte. Ein paar Bonbons, ein Kaugummi oder im Sommer ein Eis – mehr brauchte es manchmal nicht, um Kinderaugen leuchten zu lassen.

Das kleine Kioskgebäude gibt es übrigens auch heute noch. Als Verkaufsstelle wird es allerdings schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt.

Der Schloßberg im Wandel

Der Schloßberg selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Name geht auf das historische Schloss Rosenheim zurück, das erstmals im Jahr 1234 urkundlich erwähnt wurde. Unter den Wittelsbachern entwickelte sich die Anlage über die Jahrhunderte zu einem wichtigen Verwaltungs- und Gerichtssitz für die Region.
Das Ortsbild rund um den Schloßberg war 1964 noch deutlich ländlicher als heute. Gleichzeitig machte sich bereits der zunehmende Autoverkehr bemerkbar. In den 1960er-Jahren nahm der motorisierte Individualverkehr stark zu. Straßen und Auffahrten mussten deshalb zunehmend an die neuen Verkehrsverhältnisse angepasst werden.
Auch die Schloßbergauffahrt war eine wichtige Verbindung. Auf historischen Aufnahmen aus dieser Zeit sind neben Autos häufig noch Fahrräder und Fußgänger zu sehen – darunter viele Schüler.
Und eben dieser kleine Kiosk. Heute sind solche Verkaufsstellen aus dem Alltag vielerorts verschwunden. Auf unserer Aufnahme erinnert er daran, dass ein Kiosk damals weit mehr sein konnte als nur ein Ort zum Einkaufen: Er war Treffpunkt, Zwischenstopp und für viele Kinder ein kleines Stückchen Freiheit.

Erkennt Ihr den Schloßberg von damals wieder? Und wer erinnert sich noch an den kleinen Kiosk an der Auffahrt?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)