Zwei Krücken, eine Stoppuhr und 90 Sportabzeichen

Zwei Krücken, eine Stoppuhr und 90 Sportabzeichen

Rosenheim – 86 und 74 Jahre alt, körperlich eingeschränkt – und trotzdem mitten im Sport: Josef Gropper hat in diesem Jahr sein 50. Deutsches Sportabzeichen geschafft, Adelbert Schömer sein 40, ebenfalls in Gold. Beide sind seit Jahrzehnten sportlich aktiv und als Prüfer beim Behinderten- und Reha-Sportverein Rosenheim engagiert.

Sport spielt im Leben von Adalbert Schömer und Josef Gropper immer schon eine wichtige Rolle. Foto: Karin Wunsam

Auf der roten Laufbahn neben der Luitpoldhalle wirkt die Szene zunächst ganz selbstverständlich. Josef Gropper geht mit schnellen Schritten über die Bahn, neben ihm geht Adi Schömer und stoppt die Zeit. So könnte es auch bei vielen anderen Sportabzeichen-Prüfungen aussehen. Doch dann lohnt sich ein genauerer Blick: Gropper ist 86 Jahre alt und bewegt sich mit nur einem Bein und zwei Krücken über die Laufbahn – und das in einem Tempo, bei dem mancher Jüngere Mühe hätte, mitzuhalten. Schömer gehtt daneben, beobachtet aufmerksam und hat die Stoppuhr im Blick.

Sport als Teil des Lebens

Gropper verlor im Alter von sechs Jahren bei einem Verkehrsunfall mit einem Lastwagen ein Bein. Es waren die Nachkriegsjahre, spezielle Sportangebote für Menschen mit Behinderung gab es in seiner damaligen Heimat nicht. Eine Prothese, wie man sie heute kennt, hatte er nicht. Selbst Krücken waren schwer zu bekommen. „Ein Schmied stellte sie für mich her“, erzählt er.
Doch Gropper fand seinen eigenen Weg. Schon früh wurde Sport für ihn zu einem festen Bestandteil seines Lebens. „Ich merkte nach dem Unfall schnell, dass mir Sport gut tut“, erinnert er sich. Bewegung wurde für ihn zu etwas, das ihm Freude macht und ihm bis heute guttut. „Der Sport schenkt mir Lebensqualität“, sagt Gropper. Und wenn er nach dem Training wieder vom Sportplatz kommt, beschreibt er es ganz schlicht: „Nach dem Sport fühle ich mich einfach wohler.“
Dass er in diesem Jahr zum 50. Mal das Deutsche Sportabzeichen geschafft hat, macht ihn sichtlich stolz. Dafür erhielt er das Sportabzeichen in Gold. Ob er es noch ein weiteres Mal schafft, weiß er selbst nicht. Aber ausgeschlossen ist es keineswegs. Wenn seine Gesundheit es zulässt, kann er sich gut vorstellen, es noch einmal anzupacken.

Auch für Adi Schömer ist Sport seit Jahrzehnten ein wichtiger Teil seines Lebens. Mit 13 Jahren begann er 1965 mit dem Sport. Später war er zwölf Jahre bei der Bundeswehr und erreichte den Dienstgrad Oberfeldwebel. Während einer Ausbildung mit Sprengmitteln kam es in Deutschland zu einem schweren Dienstunfall. Schömer erlitt dabei gravierende Verletzungen, seine aktive Bundeswehrzeit war damit beendet.
Seinen Weg im Sport setzte er trotzdem fort. Dazu gehörten unter anderem Kampfsport und Fallschirmspringen. Schömer engagierte sich außerdem als Ausbilder im Fallschirmsport und übernahm über die Jahrzehnte viele ehrenamtliche Aufgaben. 2026 legt auch er wieder das Deutsche Sportabzeichen ab – zum 40. Mal.

Behinderung ist nicht gleich Behinderung

Dass beide Männer heute als Sportabzeichen-Prüfer beim Behinderten- und Reha-Sportverein Rosenheim tätig sind, passt deshalb zu ihrer Geschichte. Schömer ist seit 48 Jahren als Prüfer dabei, Gropper seit 39 Jahren. Auf dem Tisch liegt ein dickes Regelwerk. Schömer blättert darin und erklärt, warum die Prüfungen im Behindertensport nicht einfach nach einem einzigen Schema funktionieren können. Die körperlichen Einschränkungen sind unterschiedlich, ebenso die Voraussetzungen der Menschen, die zum Sport kommen. Auch nach Erkrankungen wie Krebs gibt es Teilnehmer, für die Bewegung wieder ein wichtiger Teil des Alltags werden kann.
„Behinderung ist eben nicht gleich Behinderung“, bringt Schömer es auf den Punkt. Als Prüfer müsse man deshalb genau hinschauen. Es gehe darum, die Teilnehmer zu motivieren und ihnen zu helfen, ihre persönlichen Möglichkeiten auszuschöpfen – aber ebenso darum, ihre Grenzen zu erkennen. „Man muss immer ein gutes Auge auf die Teilnehmer haben, um zu sehen, dass sie sich nicht zu viel abverlangen, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden“, sagt Schömer.
Vielleicht liegt genau darin eine der Besonderheiten ihrer jahrzehntelangen Arbeit: Sie wissen selbst, was es bedeutet, mit körperlichen Einschränkungen Sport zu treiben. Und sie wissen ebenso, wie gut es tun kann, wenn man dabei nicht auf seine Einschränkung reduziert wird.

Die Freude bleibt

Wenn am Ende einer Prüfung das Sportabzeichen überreicht wird, ist die Freude oft groß – gerade bei älteren Teilnehmern, die sich ihre Leistungen hart erarbeitet haben. Gropper kennt dieses Gefühl selbst nur zu gut. Für ihn ist das 50. Sportabzeichen deshalb nicht nur eine Zahl. Es steht auch für Jahrzehnte, in denen Sport zu seinem Leben gehört hat.

Für Gropper und Schömer geht es dabei längst nicht nur um Zahlen oder Urkunden. Sport ist für beide ein Stück Lebensqualität – und ein Teil ihres Lebens, den sie sich auch nach Jahrzehnten bewahrt haben.
50 und 40 Sportabzeichen sind deshalb vermutlich noch nicht das Ende. Wenn es die Gesundheit zulässt, spricht vieles dafür, dass die beiden auch im kommenden Jahr wieder auf dem Sportplatz anzutreffen sind.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild und Video: Karin Wunsam/ Fotos: Adelbert Schömer)

Neue Präventionskurse des BRK in Rosenheim und Bad Aibling

Neue Präventionskurse des BRK in Rosenheim und Bad Aibling

Rosenheim / Bad Aibling – Wer etwas für Rücken und allgemeine Fitness tun möchte, kann ab Ende September an zwei Präventionskursen des BRK teilnehmen. Angeboten werden Funktionelles Training in Rosenheim und Rückentraining in Bad Aibling.

Beim Funktionellen Training stehen Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht im Mittelpunkt. Der Kurs richtet sich an die verschiedenen Muskelgruppen und findet an acht Terminen in der BRK-Kreisgeschäftsstelle an der Tegernseestraße 5 in Rosenheim statt. Los geht es am Dienstag, 22. September. Trainiert wird jeweils von 18.45 bis 19.45 Uhr. Die weiteren Termine sind bis zum 1. Dezember angesetzt, ausgenommen sind der 13. und 20. Oktober sowie der 3. November.

Ebenfalls acht Termine umfasst das Rückentraining in Bad Aibling. Dabei geht es laut BRK darum, die Rückenmuskulatur zu kräftigen und zu mobilisieren und damit Rückenschmerzen vorzubeugen. Der Kurs findet im BRK-Haus an der Kolbermoorer Straße 14 jeweils donnerstags von 16.15 bis 17.15 Uhr statt. Der erste Termin ist am 24. September, der letzte am 3. Dezember. Ausgenommen sind der 15. und 22. Oktober sowie der 5. November.
Beide Kurse werden laut BRK von einer qualifizierten Physiotherapeutin geleitet und kosten jeweils 128 Euro.

Anmeldungen sind über die Kursangebote des BRK Rosenheim oder telefonisch unter 08031 3019-53 möglich. Nach Angaben des BRK sind noch Plätze frei.
(Quelle: Pressemitteilung BRK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Vortrag in Wasserburg: „Vom Denkmal zum Fragenstellen“

Vortrag in Wasserburg: „Vom Denkmal zum Fragenstellen“

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Was kann ein Denkmal über die Vergangenheit erzählen – und welche Fragen bleiben trotzdem offen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Wasserburger Stadtarchivar Matthias Haupt bei einem Vortrag am Mittwoch, 23. September, im kbo-Inn-Salzach-Klinikum.

Unter dem Titel „Vom Denkmal zum Fragenstellen“ nimmt Haupt das Denkmal für die „Wasserburger Opfer“ des Nationalsozialismus am Heisererplatz in Wasserburg zum Ausgangspunkt. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr in der Ärztebibliothek des kbo-Inn-Salzach-Klinikums (Haus 7), Gabersee 7.
Der Stadtarchivar gibt Einblicke in die wissenschaftlichen Recherchen, die der Konzeption des Denkmals zugrunde liegen. Außerdem zeigt er anhand ausgewählter Quellen aus dem Stadtarchiv, welche Fragen zur Geschichte noch offen sind und wo es Forschungslücken gibt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, wie historische Forschung, digitale Angebote und pädagogische Konzepte dazu beitragen können, Geschichte zugänglich zu machen. Dabei geht es auch um die Frage, wie aus einem Denkmal ein lebendiger Zugang zur Vergangenheit entstehen kann.

Der Vortrag ist Teil der Erinnerungskultur am kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Eingeladen sind alle Interessierten.
(Quelle: Pressemitteilung kbo-Inn-Salzach-Klinikum / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Toiletten im Rosenheimer Parkhaus P4 wegen Vandalismus gesperrt

Toiletten im Rosenheimer Parkhaus P4 wegen Vandalismus gesperrt

Rosenheim – Kot auf dem Boden, verstopfte Toiletten und beschädigte Sanitäreinrichtungen: Die Toilettenanlage im Parkhaus P4 am Rosenheimer Busbahnhof ist nach Angaben der Stadt stark verwüstet worden. Sie bleibt deshalb bis auf Weiteres geschlossen.

Die Schäden entstanden laut Stadt am letzten Wiesnwochenende. Unbekannte hätten die Anlage stark verschmutzt und vermüllt, Kot verteilt sowie Pissoirs und Toiletten mutwillig verstopft und beschädigt.
Bevor Handwerker die Schäden beseitigen können, muss zunächst eine Grundreinigung erfolgen. Erst danach lässt sich der gesamte Schadensumfang feststellen. Wie hoch die Kosten für die Reparaturen sein werden, ist derzeit noch unklar.
Wann die Toilettenanlage wieder geöffnet werden kann, steht bislang nicht fest.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

FC Nicklheim spendet 2.900 Euro für Sportprojekt im Rosenheimer Westen

FC Nicklheim spendet 2.900 Euro für Sportprojekt im Rosenheimer Westen

Rosenheim / Raubling – 2.900 Euro sind bei einer Spendenaktion des FC Nicklheim für das Projekt „Bewegung im Westen – Aktiv in Rosenheim“ zusammengekommen. 2.000 Euro steuerten regionale Unternehmen bei, weitere 900 Euro kamen beim ersten Heimspiel der Saison durch den Verkauf einer Stadionzeitung und von Burgern zusammen.

Die Spendenaktion hatte die 1. Mannschaft des FC Nicklheim zum Start der Saison 2026/27 ins Leben gerufen. Das Geld geht an das von Startklar Rosenheim-Ebersberg betreute Projekt „Bewegung im Westen – Aktiv in Rosenheim“.
Das Projekt bietet Kindern und Jugendlichen im Rosenheimer Westen kostenlose Sport- und Freizeitangebote. Die Angebote sind offen für alle und sollen insbesondere jungen Menschen den Zugang zu gemeinsamer Bewegung ermöglichen, denen der Weg in klassische Vereinsstrukturen möglicherweise schwerer fällt.

900 Euro beim ersten Heimspiel

Bereits vor dem ersten Saisonspiel kamen durch die Unterstützung mehrerer regionaler Unternehmen 2.000 Euro zusammen. Beim Heimspieltag in Nicklheim wurden weitere 900 Euro gesammelt.
Rund 150 Zuschauer kamen nach Angaben des FC Nicklheim zu der Partie. Einnahmen aus einer eigens erstellten Stadionzeitung und dem Burgerverkauf flossen in die Spendenaktion. Das Wirtsteam des Stüberl Clubheims stellte dafür den vollständigen Erlös aus dem Burgerverkauf zur Verfügung.

Damit kamen insgesamt 2.900 Euro für das Sportprojekt zusammen. Nach Angaben von Startklar soll die Spende dazu beitragen, die bestehenden Bewegungsangebote fortzuführen.
Unterstützt wurde die Aktion von mehreren regionalen Unternehmen sowie Helfern und Besuchern des Heimspieltags.
(Quelle: Pressemitteilung Startklar Rosenheim Ebersberg / Foto: Copyright Startklar  Rosenheim Ebersberg)

Bayernweiter LBV-Bildungstag:  Mit Wathose in den Fluss und mit der App auf Tiersuche

Bayernweiter LBV-Bildungstag: Mit Wathose in den Fluss und mit der App auf Tiersuche

Bayern – Mit der Wathose in einen Wildfluss steigen, Äpfel ernten und Saft pressen oder Tiere mithilfe einer App bestimmen: Beim ersten bayernweiten Bildungstag des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) wird Natur nicht nur angeschaut. Am Sonntag, 27. September, gibt es an 15 Umweltbildungseinrichtungen in Bayern verschiedene Mitmachangebote für Kinder und Erwachsene.

Wer wissen möchte, was in einem Bach oder auf einer Streuobstwiese lebt, kann sich an diesem Tag selbst auf die Suche machen. Geplant sind unter anderem Familienwanderungen, Naturerkundungen an Flüssen und Seen, Aktionen auf Streuobstwiesen und Angebote rund um die Bestimmung von Tieren und Pflanzen.

Natur erkunden – mit Wathose oder Smartphone

Besonders praktisch wird es im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling: Dort können Teilnehmer einen Fluss mit Wathose erkunden.
In Bamberg geht es dagegen um die digitale Seite der Naturbeobachtung. Bei der Umweltstation Fuchsenwiese steht „Natur meets Technologie“ auf dem Programm. Dabei geht es darum, wie Natur-Apps und andere digitale Anwendungen bei der Bestimmung von Tierarten eingesetzt werden können.
Auf einigen Streuobstwiesen können Teilnehmer selbst Äpfel ernten und daraus Saft herstellen. Auch wer seine Artenkenntnis testen möchte, hat Gelegenheit dazu. An mehreren Veranstaltungsorten kann das „Heupferdchen“ abgelegt werden. Dabei handelt es sich um ein Zertifikat des LBV für Artenkenntnis.

Angebote für Kinder und Erwachsene

Der Bildungstag richtet sich nicht ausschließlich an Familien mit Kindern. Auch Erwachsene können an den Veranstaltungen teilnehmen und sich mit Naturbeobachtung und Artenkenntnis beschäftigen.
Magdalena Buckreus, Referatsleiterin Bildung für nachhaltige Entwicklung beim LBV, erklärt, was der Verband mit dem Bildungstag erreichen möchte: „Aus direktem Naturerleben entstehen oft Neugier, Wissen und Wertschätzung. Wenn Menschen ihre Umgebung mit offenen Augen entdecken, wächst auch das Verständnis dafür, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit unseren Lebensgrundlagen ist. Dafür setzen wir uns in unserer Bildungsarbeit ein.“

Der erste bayernweite LBV-Bildungstag findet am Sonntag, 27. September 2026, statt. Die Veranstaltungen finden an insgesamt 15 Umweltbildungseinrichtungen in Bayern statt. Je nach Angebot ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Für LBV-Mitglieder ist die Teilnahme nach Angaben des Verbands kostenlos.

Eine Übersicht über die einzelnen Veranstaltungen, Veranstaltungsorte und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der Internetseite des LBV zum Bildungstag.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

52 Jahre Städtepartnerschaft: Gäste aus Briançon zu Besuch in Rosenheim

52 Jahre Städtepartnerschaft: Gäste aus Briançon zu Besuch in Rosenheim

Rosenheim – Seit 1974 sind Rosenheim und das französische Briançon miteinander verbunden. Zum 52-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft kam eine Delegation aus Briançon zu Gast nach Rosenheim.

Mehr als fünf Jahrzehnte Städtepartnerschaft bedeuten dabei nicht nur regelmäßige offizielle Treffen. Im Laufe der Jahre gab es nach Angaben der Stadt zahlreiche Begegnungen zwischen Familien, Schülern, Sportgruppen, Vereinen, Stadträten und Bürgern beider Städte. Oberbürgermeister Abuzar Erdogan empfing die Delegation im Großen Rathaussaal. Dabei verwies er auf die Bedeutung persönlicher Kontakte zwischen den Partnerstädten. „Städtepartnerschaften sind gelebtes Europa. Sie schaffen Begegnungen, die bleiben – und machen aus einem abstrakten europäischen Gedanken persönliche Beziehungen“, sagte Erdogan. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in Europa seien Austausch, gegenseitiges Verständnis und Zusammenhalt aus seiner Sicht wichtig.

Besuch im Lokschuppen und am Chiemsee

Die Gäste aus Briançon bleiben mehrere Tage in Rosenheim und der Region. Zum Programm gehörten unter anderem eine französischsprachige Führung durch die Ausstellung „Römer“ im Lokschuppen und ein gemeinsamer Ausflug zum Schloss Herrenchiemsee.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Stadt Rosenheim)

Malteser Rettungsdienst Rosenheim: Neue Leitung und digitale Einsatztablets

Malteser Rettungsdienst Rosenheim: Neue Leitung und digitale Einsatztablets

Rosenheim – Beim Malteser Rettungsdienst im Rettungsdienstbereich Rosenheim gibt es eine neue Leitung und neue Technik in den Einsatzfahrzeugen. Christian Goertz hat zum 1. Mai die Leitung übernommen. Gleichzeitig wurden die acht Rettungsdienstfahrzeuge mit sogenannten ALEA TABs ausgestattet. Sie bündeln unter anderem Einsatzdaten, Navigation und Funkkommunikation in einem Gerät.

Christian Goertz hatte die Leitung des Malteser Rettungsdienstes in Rosenheim bereits seit November 2025 kommissarisch übernommen. Zum 1. Mai 2026 wurde ihm die Funktion offiziell übertragen. Der Notfallsanitäter und Einsatzleiter Rettungsdienst ist nach Angaben der Malteser seit mehr als 20 Jahren haupt- und ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig. Zu seinen bisherigen Aufgaben gehörten unter anderem Projektleitung, Personalführung sowie Aus- und Fortbildung. Er war unter anderem an der Malteser Rettungswache am Flughafen und in Obertaufkirchen tätig.
In seiner Funktion als Rettungsdienstleiter ist Goertz für knapp 80 Mitarbeitende und acht Fahrzeuge verantwortlich. „Mir ist wichtig, dem Team in einem anspruchsvollen Einsatzalltag verlässliche Strukturen, klare Zuständigkeiten und Stabilität zu geben“, sagt Goertz. Schnelle Entscheidungen, eingespielte Abläufe und Technik, auf die sich die Einsatzkräfte verlassen könnten, seien aus seiner Sicht wichtige Voraussetzungen für die Arbeit im Rettungsdienst.

Einsatzdaten direkt auf dem Tablet

Neu ist auch die technische Ausstattung der Fahrzeuge. Die acht Rettungsdienstfahrzeuge wurden mit ALEA TABs ausgerüstet. Nach Angaben der Malteser können darüber mehrere Funktionen genutzt werden, die zuvor auf unterschiedliche Systeme verteilt waren.
Wird ein Einsatz von der Leitstelle übermittelt, werden die Einsatzdaten automatisch auf dem Tablet angezeigt. Auch die Navigation zum Einsatzort ist integriert. Dabei soll eine speziell für Einsatzfahrzeuge entwickelte Navigation zum Einsatzort führen. Das System verfügt außerdem über ein sogenanntes Blaulichtrouting.
„Die Einsatztablets stehen unseren Mitarbeitenden künftig als moderne digitale Arbeitsplattform zur Verfügung und bündeln mehrere bisher getrennte Funktionen in einem Gerät“, erklärt Goertz. Nach seinen Angaben ist die Bedienung der Geräte einfach gehalten. „Die Geräte sind sehr intuitiv zu bedienen. Deshalb können unsere Mitarbeitenden die neue Technik auch in stressigen Einsatzsituationen sicher nutzen“, sagt Goertz. Die Tablets werden außerdem für die Kommunikation mit der Leitstelle und die Einsatzabwicklung genutzt.

Für Goertz steht dabei die Unterstützung der Einsatzkräfte im Vordergrund. „Die neue Technik ist kein Selbstzweck“, betont der Rettungsdienstleiter. „Sie soll unsere Mitarbeitenden im Alltag entlasten, Abläufe sicherer machen und dazu beitragen, dass wir uns noch besser auf unsere eigentliche Aufgabe konzentrieren können: die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.“

Welche Auswirkungen die neue Technik auf die täglichen Abläufe hat, dürfte sich damit künftig im laufenden Rettungsdienstbetrieb zeigen.
(Quelle: Pressemitteilung Malteser / Beitragsbild: Copyright Malteser)

Foto: Christian Goertz, Leiter des Malteser Rettungsdienstes Rosenheim, im Gespräch mit einem Mitarbeiter über die neuen Einsatztablets. (Foto: Malteser)

Neue Tierseuchenmeldeverordnung: Was Tierhalter jetzt wissen müssen

Neue Tierseuchenmeldeverordnung: Was Tierhalter jetzt wissen müssen

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Seit März gelten in Deutschland neue Regeln für die Meldung von Tierseuchen. Betroffen sind nicht nur landwirtschaftliche Betriebe: Auch private Tierhalter können eine Meldepflicht haben. Entscheidend ist, um welche Seuche und um welche Tierart es geht.

Wer einen Hund, eine Katze, Vögel, Kaninchen oder andere Tiere hält, denkt bei einer Tierseuchenmeldung wahrscheinlich zuerst an große landwirtschaftliche Bestände. Die neue Tierseuchenmeldeverordnung betrifft aber unter bestimmten Voraussetzungen auch private Tierhalter. Sie ist am 11. März 2026 in Kraft getreten und regelt neu, welche Tierseuchen und Tierarten unter die Meldepflicht fallen.

Darauf weist der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) gemeinsam mit dem Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) hin. Jonas Liebhauser vom BNA empfiehlt Tierhaltern, sich mit den neuen Regelungen auseinanderzusetzen.

Auch Heimtiere können betroffen sein

Die neue Verordnung unterscheidet zwischen einer allgemeinen Meldepflicht und einer zusätzlichen Meldepflicht. In den Anlagen der Verordnung sind die jeweiligen Seuchen und die betroffenen Tierarten aufgeführt. Dazu gehören beispielsweise die Maul- und Klauenseuche, die Afrikanische Schweinepest und die Geflügelpest. Bei der hochpathogenen Aviären Influenza, also der Geflügelpest, nennt die Verordnung sowohl Vögel als auch Säugetiere als betroffene Tiergruppen.
Damit können grundsätzlich auch Heimtiere unter die Regelungen fallen. Ob tatsächlich eine Meldepflicht besteht, hängt jedoch immer davon ab, welche Seuche festgestellt oder vermutet wird und welche Tierart betroffen ist.

Neben bekannten Tierseuchen finden sich in der Verordnung auch Krankheiten, die eher für bestimmte Heimtierarten relevant sein können. Genannt werden beispielsweise Infektionen mit dem Koi-Herpesvirus bei Karpfen sowie bestimmte Erkrankungen bei Papageienartigen.

Bei Verdacht kann eine Meldung notwendig sein

Für Seuchen, die unter die allgemeine Meldepflicht nach § 3 fallen, gilt: Stellt ein Unternehmer oder Heimtierhalter einen Nachweis oder Gründe für einen Verdacht fest, muss er die zuständige Behörde unverzüglich informieren. Zuständig ist in der Regel das Veterinäramt.
Für die Meldung sind unter anderem die Bezeichnung der Seuche, das Datum der Feststellung, die betroffene Tierart und Anzahl der Tiere, die Gründe für den Verdacht sowie der Standort der Tiere anzugeben. Die Verordnung sieht dabei eine formfreie Meldung vor.

Wichtig: Es geht nicht darum, dass Tierhalter jede Erkrankung ihres Tieres dem Veterinäramt melden müssen. Die Meldepflicht bezieht sich auf die in der Verordnung aufgeführten Seuchen und die dort genannten Tierarten.

Zusätzliche Meldepflicht für Tierärzte und Labore

Bei einer weiteren Gruppe von Seuchen ist die Regelung anders. Hier richtet sich die zusätzliche Meldepflicht nach § 4 an öffentliche und private Untersuchungs- und Forschungseinrichtungen sowie an Tierärzte. Sie müssen entsprechende Nachweise an die zuständige Behörde weitergeben.
Für private Tierhalter bedeutet das: Nicht jede in der Verordnung aufgeführte Seuche muss von ihnen selbst gemeldet werden. Entscheidend ist, ob sie unter die allgemeine Meldepflicht nach § 3 fällt oder ob die zusätzliche Meldepflicht nach § 4 greift.

Was Tierhalter jetzt wissen sollten

Der IVH und der BNA empfehlen Tierhaltern, sich mit den für ihre Tierarten relevanten Seuchen und den jeweiligen Meldepflichten vertraut zu machen. Denn wer eine vorgeschriebene Meldung vorsätzlich oder fahrlässig nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig abgibt, begeht nach § 13 der Verordnung eine Ordnungswidrigkeit.
Die vollständige Übersicht über die meldepflichtigen Seuchen und die jeweils betroffenen Tierarten findet sich in den Anlagen der neuen Tierseuchenmeldeverordnung. Sie ist damit auch für private Tierhalter eine wichtige Orientierung.
(Quelle: Pressemitteilung IVH-BNA / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim 1972: Als  der Hofbräu-Keller kurz vor dem Abriss stand

Rosenheim 1972: Als der Hofbräu-Keller kurz vor dem Abriss stand

Rosenheim – Auf diesem Foto sieht alles ziemlich unspektakulär aus: ein älteres Gebäude, eine breite Einfahrt, ein roter VW Käfer und ein Parkplatzschild. Doch wer heute an dieser Stelle an der Rosenheimer Ebersberger Straße vorbeikommt, würde das Gebäude auf dem Foto nicht mehr wiedererkennen. Es stand bereits kurz vor seinem Ende – und hatte einst eine ganz andere Bedeutung für die Stadt.

Das Foto aus dem Jahr 1972 zeigt den ehemaligen Hofbräu-Keller. Nur ein Jahr später sollte das Gebäude abgerissen werden. Heute steht an dieser Stelle ein großer Wohnblock.
Dabei war der Hofbräu-Keller im 19. und frühen 20. Jahrhundert weit mehr als nur ein Gebäude an der Ebersberger Straße. Er war ein beliebtes Ausflugsziel der Rosenheimer und eng mit der Geschichte der Rosenheimer Brauerei Hofbräu verbunden.

Vom Bierlager zum beliebten Ausflugsziel

Die Geschichte des Hofbräu-Kellers reicht bis ins Jahr 1816 zurück. Damals errichtete der Bierbrauer Georg Fenk an der damaligen Landstraße nach Ebersberg einen Lagerkeller mit Sommerausschank.
Solche Keller außerhalb der Stadt hatten damals einen praktischen Hintergrund: Bier wurde in tiefen Kellern gelagert, weil es noch keine künstliche Kühlung gab. Bäume sorgten zusätzlich für Schatten und halfen dabei, die Temperaturen niedrig zu halten.

Aus dem Keller entwickelte sich im Lauf der Zeit ein beliebter Treffpunkt. Durch seine erhöhte Lage bot der Hofbräu-Keller einen weiten Blick über Rosenheim und das Alpenvorland. Gerade für Spaziergänge und Sonntagsausflüge war der Ort beliebt.

Auch der Name „Hofbräu“ führt zurück zur Geschichte der Brauerei. Georg Fenk verlegte seinen Braubetrieb 1833 in die Weinstraße. Weil die dortige Anlage um einen großen Innenhof herum gebaut war, setzte sich bei den Rosenheimern die Bezeichnung „Bräu im Hof“ beziehungsweise „Hofbräu“ durch. Der dazugehörige Keller an der Ebersberger Straße wurde entsprechend zum Hofbräu-Keller.

1972 war vom alten Glanz nicht mehr viel zu sehen

Auf dem Foto ist von diesem früheren Ausflugsziel allerdings kaum noch etwas zu erahnen. Das Gebäude wirkt bereits deutlich in die Jahre gekommen. Statt Ausflugsgästen prägen Autos die Szene.
An der Fassade ist unter anderem der Schriftzug „Taxis“ zu sehen. Dieser weist auf der Bier der Brauerei „Thurn und Taxis“ aus Regensburg hin, das dort einst ausgeschenkt wurde. Der Rosenheimer Hofbräu wurde im Jahr 1961 an Turn und Taxis verkauft. 

Der rote VW Käfer in der Einfahrt ist dabei fast schon ein eigenes kleines Zeitdokument. Zusammen mit den anderen Fahrzeugen, dem Parkplatzschild und der großzügigen Zufahrt vermittelt das Foto einen Eindruck davon, wie die Ebersberger Straße vor mehr als 50 Jahren aussah.
Nur kurze Zeit später war dieses Kapitel der Rosenheimer Stadtgeschichte beendet. 1973 wurde der Hofbräu-Keller abgerissen. Das alte Gebäude verschwand aus dem Stadtbild und machte der späteren Wohnbebauung Platz.

Das Foto von 1972 zeigt damit einen bemerkenswerten Übergang: Ein Ort, an dem einst Bier ausgeschenkt wurde und Rosenheimer den Blick über die Stadt und das Alpenvorland genossen, war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits kaum noch als ehemaliger Ausflugsort zu erkennen.
Wer erinnert sich noch an den Hofbräu-Keller an der Ebersberger Straße?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Wie sicher sind Bratwurst, Grillfleisch und Grillkäse

Wie sicher sind Bratwurst, Grillfleisch und Grillkäse

Bayern – Auch der Herbst bringt noch schöne Tage mit, an denen der Grill angeworfen werden kann. Doch wie sicher sind eigentlich Bratwürste, Grillfleisch und Grillkäse, die auf dem Rost landen? Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat 2026 insgesamt 262 Grillprodukte untersucht. Bei 254 Proben gab es keinen Grund zur Beanstandung. Bei acht Proben sah das anders aus.

Besonders erfreulich fällt das Ergebnis bei vegetarischen und veganen Grillprodukten aus: Die 23 untersuchten Proben – darunter elf Grillkäse – mussten nach Angaben des LGL nicht beanstandet werden.

Ein Produkt war bereits verdorben

Untersucht wurde eine große Bandbreite an Grillprodukten. Bei 180 fleischhaltigen Produkten prüfte das LGL unter anderem Aussehen, Geruch und Geschmack sowie Tierart und Beschaffenheit. Dabei waren Bratwürste, Steaks, Filets, Fleischspieße und weitere für den Grill bestimmte Fleischprodukte.
Eine fertigverpackte Probe wurde aufgrund ihrer sensorischen Eigenschaften als bereits verdorben eingestuft. Zwei weitere fertigverpackte Produkte wurden wegen Mängeln bei der Kennzeichnung beanstandet.

Zusätzlich nahm das LGL 59 marinierte Grillfleischprodukte aus Rind, Schwein und Geflügel mikrobiologisch und sensorisch unter die Lupe. Dabei wurden fünf Proben beanstandet. Zwei lose angebotene Produkte waren verdorben. Bei zwei fertigverpackten Produkten stellte das LGL Hygienemängel bei der Herstellung fest. Bei einer weiteren losen Probe war die Lagertemperatur zu hoch.

Auch beim Grillen kommt es auf die Temperatur an

Die Untersuchungen zu Grillprodukten werden nach Angaben des LGL noch im weiteren Jahresverlauf fortgesetzt. Gleichzeitig weist die Behörde auf einige Hygieneregeln beim Grillen hin.
So sollten leicht verderbliche Lebensmittel ausreichend gekühlt und rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln verarbeitet werden. Auch beim Grillen selbst spielt die Temperatur eine Rolle.

Das LGL weist außerdem auf Nitritpökelsalz in umgeröteten Wurstwaren wie Wiener, Bockwurst oder Leberkäse hin. Werden solche Produkte bei Temperaturen über 150 Grad Celsius stark erhitzt, können Nitrosamine entstehen. Diese gelten als gesundheitsschädlich und krebserregend.

Die aktuelle Untersuchung zeigt: Der weitaus größte Teil der untersuchten Grillprodukte war unauffällig. Ganz ohne Hinschauen sollte man beim Einkauf und bei der Zubereitung aber trotzdem nicht sein.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bayerische Hopfenernte fällt heuer deutlich geringer aus

Bayerische Hopfenernte fällt heuer deutlich geringer aus

Bayern – Weniger Hopfen aus Bayern bedeutet nicht automatisch weniger Bier im Glas – aber die diesjährige Hopfenernte fällt voraussichtlich deutlich geringer aus. In den Anbaugebieten Hallertau und Spalt werden nach ersten Schätzungen insgesamt 29.244 Tonnen Hopfen erwartet. Das sind 22,8 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Die Zahlen hat das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht. Grundlage sind Schätzungen des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer. Als Gründe für die geringere Erntemenge werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt.

Weniger Fläche, weniger Ertrag

Auch die Anbaufläche ist zurückgegangen. Wurde 2025 in Bayern noch auf 16.040 Hektar Hopfen angebaut, sind es heuer 15.115 Hektar. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent.
Zusätzlich fällt der erwartete Ertrag pro Hektar niedriger aus. Für 2026 werden durchschnittlich 19,3 Dezitonnen Hopfen je Hektar erwartet. Im vergangenen Jahr waren es noch 23,6 Dezitonnen. Der Hektarertrag geht damit voraussichtlich um 18 Prozent zurück.

Trotz des Rückgangs bleibt Bayern das mit Abstand wichtigste Hopfenland Deutschlands. Rund 84,6 Prozent der deutschen Hopfenanbaufläche liegen in Bayern.

Fast der gesamte bayerische Hopfen kommt aus der Hallertau

Den Löwenanteil liefert die Hallertau. Dort werden heuer auf 14.765 Hektar Hopfen angebaut. Das sind 97,7 Prozent der gesamten bayerischen Anbaufläche.
Für die Hallertau wird eine Ernte von rund 28.750 Tonnen erwartet. Im Anbaugebiet Spalt sind es voraussichtlich rund 494 Tonnen.

Damit könnte die bayerische Hopfenernte 2026 zu den niedrigsten der vergangenen Jahre gehören. Zwischen 2016 und 2025 wurden im Schnitt rund 38.045 Tonnen pro Jahr geerntet. Der bisher niedrigste Wert in diesem Zeitraum wurde 2022 mit 29.573 Tonnen erreicht. Die aktuelle Schätzung für 2026 liegt mit 29.244 Tonnen sogar noch darunter.

Herkules war 2025 die wichtigste Sorte

Wie sich die diesjährige Ernte auf die einzelnen Hopfensorten verteilt, steht noch nicht fest. Für 2025 liegen dagegen bereits die endgültigen Abwaagemengen vor.
Demnach entfielen rund 65,6 Prozent der bayerischen Hopfenerzeugung auf Bitterhopfen. Insgesamt wurden davon 24.856 Tonnen geerntet. Auf Aromahopfen entfielen 13.010 Tonnen beziehungsweise 34,4 Prozent.

Bei den Bitterhopfensorten lag 2025 Herkules mit 20.888 Tonnen deutlich vorne. Beim Aromahopfen waren Perle, Hallertauer Tradition und Hersbrucker Spät die Sorten mit den höchsten Erntemengen.
Die Schätzung für die diesjährige Hopfenernte wurde Ende August bei der Hopfenrundfahrt des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer in Wolnzach vorgestellt. Die endgültigen Zahlen für 2026 sollen voraussichtlich im Februar 2027 vorliegen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)