Heavy Metal trifft Ehrenamt: Diakonie setzt auf neue Wege für freiwilliges Engagement

Heavy Metal trifft Ehrenamt: Diakonie setzt auf neue Wege für freiwilliges Engagement

Rosenheim / Ebbs – Ehrenamt einmal anders – laut, leidenschaftlich und überraschend: Mit einem ungewöhnlichen Veranstaltungsformat haben die Diakonie Rosenheim und das Freiwilligenzentrum KUUSK in Ebbs (Tirol) gezeigt, wie freiwilliges Engagement auch jenseits klassischer Wege Menschen erreichen kann.

Im Rahmen der Freiwilligenwoche Tirol wurde deutlich: Ehrenamt ist vielfältig, kreativ und kann auch über Musik und Kultur neue Zielgruppen ansprechen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Ebbes Bürgermeister Josef Ritzer, der in seinem Grußwort die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit und die Rolle des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervorhob.

Ehrenamt im Wandel – von Festival bis Film

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Filmemachers Daniel Hofmann, der Ausschnitte aus seiner Dokumentation „Ehrenamt – eine Kulturreise im ländlichen Raum“ präsentierte. Darin wird gezeigt, wie aus einem kleinen Musikfestival eine große ehrenamtlich getragene Bewegung entstehen kann.

Im Anschluss diskutierten Daniel Hofmann, Sebastian Kurz von der Diakonie Rosenheim, Carmen Schwinghammer vom Freiwilligenzentrum KUUSK sowie Alexander Neulinger von der Band ROACHCOCKS über die Zukunft und Bedeutung des Ehrenamts.

Dabei wurde deutlich, dass freiwilliges Engagement zunehmend neue Formen annimmt und sich auch durch kulturelle Projekte weiterentwickeln kann. „Der Abend hat gezeigt, Ehrenamt kann verbinden – über Grenzen hinweg“, sagte Sebastian Kurz von der Diakonie Rosenheim. „Und manchmal entstehen gerade dort die stärksten Impulse, wo man sie nicht unbedingt erwartet.“

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jeremy „Jele“ Lentner, Musiker und Mitinhaber der Learn to Rock Musicschool Kufstein.

Musik als Brücke zum Engagement

Für die musikalische Gestaltung sorgten die Bands Messmerized vom Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim sowie ROACHCOCKS aus Kufstein. Mit ihren Auftritten unterstrichen sie das Motto des Abends und machten das Zusammenspiel von Musik, Jugendkultur und Ehrenamt sichtbar.
Auch die beteiligten Musiker und der Moderator engagierten sich ehrenamtlich und trugen damit selbst zum Konzept der Veranstaltung bei.

Die Organisatoren zogen ein positives Fazit: Ehrenamt könne dann besonders gut wirken, wenn es offen für neue Wege bleibe und Menschen dort abhole, wo ihre Interessen liegen.
(Quelle: Pressemitteilung Diakonie Rosenheim / Beitragsbild. Diakonie Rosenheim)

Königstraße, Rosenheim, 1970er

Königstraße, Rosenheim, 1970er

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1970er Jahre. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Königstraße in Rosenheim. 

Die  kleine Ladenzeile,  die auf unserem Foto zu sehen ist, war früher einmal insbesondere auch bei Kindern beliebt, die sich auf dem Schulweg dort mit Süßigkeiten und Brotzeiten eingedeckt haben. 
Wir konnten leider keine genaue Daten dazu gefunden, wann die Ladenzeile dann abgerissen wurde. Wer dazu nähere Infos hat, gerne wie immer unter dem Foto kommentieren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Innpuls.me / Bildtext: Karin Wunsam)

Wirtshausliedersingen in Rosenheim: Gemeinsames Singen erlebt Renaissance

Wirtshausliedersingen in Rosenheim: Gemeinsames Singen erlebt Renaissance

Rosenheim – Musik und Gesang im Wirtshaus – vor allem das gemeinsame Singen – erlebt derzeit wieder einen Aufschwung in Rosenheim. Genau diesen Trend greifen die drei Rosenheimer Trachtenvereine „Stamm I“, „Alt Rosenheim“ und „Innviertler“ mit einer neuen Veranstaltungsreihe auf.

Am Freitag, 8. Mai 2026, ab 19.30 Uhr laden die Vereine zu einem geselligen Wirtshausliedersingen ein. Veranstaltungsort ist das „Wirtshaus zum Johann Auer“ in der Färberstraße 17 in Rosenheim.
Im Mittelpunkt steht ein Mitmachprogramm für alle, die gerne selbst singen. Durch den Abend führt Ernst Schusser. Liedertexte werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt ist frei. Die drei Trachtenvereine freuen sich auf eine rege Beteiligung und einen musikalisch-geselligen Abend in klassischer Wirtshausatmosphäre.
(Quelle: Pressemitteilung Trachtenverein Innviertler / Beitragsbild: Trachtenverein Innviertler- Marga Leingartner)

Mehr Transparenz und mehr Bürgerdialog im Stadtrat

Mehr Transparenz und mehr Bürgerdialog im Stadtrat

Rosenheim – Im Rosenheimer Stadtrat werden bei der Stadtratssitzung am Mittwoch, 12. Mai 2026,  zwei Anträge behandelt, die auf mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Kommunalpolitik abzielen. Konkret geht es um frühere Einsicht in Sitzungsunterlagen sowie um ein neues Format für den direkten Austausch zwischen Bürgern und Stadtrat.

Einer der Anträge kommt von den Stadtratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke sowie dem ÖDP-Stadtrat. Ziel ist es, öffentliche Vorlagen und Beratungsunterlagen künftig früher zugänglich zu machen.

Konkret sollen diese Unterlagen mindestens sieben Kalendertage vor einer Stadtratssitzung elektronisch im Ratsinformationssystem bereitgestellt werden – sowohl für die Stadtratsmitglieder als auch für die Öffentlichkeit. 

Die Antragsteller verweisen auf mehr Transparenz in Entscheidungsprozessen. Eine frühzeitige Veröffentlichung ermögliche eine fundiertere öffentliche Diskussion, stärke das Vertrauen in die Verwaltung und erleichtere die Beteiligung der Bürger an kommunalpolitischen Entscheidungen.

Bürgerfrage-Viertelstunde als neues Beteiligungsformat

Ein weiterer Antrag stammt von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit dem ÖDP-Stadtrat. Vorgesehen ist die Einführung einer Bürgerfrage-Viertelstunde zu Beginn des öffentlichen Teils der Stadtratssitzungen.

Nach der Eröffnung durch den Oberbürgermeister soll die Sitzung für maximal 15 Minuten unterbrochen werden. In dieser Zeit könnten anwesende Bürger Fragen oder Anregungen direkt an Stadtrat und Verwaltung richten. Eine Diskussion ist dabei nicht vorgesehen.

Das Format soll zunächst in einer sechs Sitzungen umfassenden Testphase erprobt werden.

Nach Ansicht der Antragsteller würde damit der direkte Austausch zwischen Bürgerschaft und Kommunalpolitik gestärkt und zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. In anderen Kommunen gebe es bereits positive Erfahrungen mit vergleichbaren Modellen.
(Quelle: Pressemitteilung Bündnis 90 / Die Grünen / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Crashkurs für pflegende Angehörige startet im Mehrgenerationenhaus Flintsbach

Crashkurs für pflegende Angehörige startet im Mehrgenerationenhaus Flintsbach

Flintsbach / Landkreis Rosenheim – Das Christliche Sozialwerk Degerndorf–Brannenburg–Flintsbach (Landkreis Rosenheim)  bietet im Mai einen mehrteiligen Crashkurs für pflegende Angehörige an. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, praxisnahes Wissen rund um die Pflege und den Umgang mit altersbedingten Erkrankungen zu vermitteln.

Der erste Termin findet am Dienstag, 13. Mai 2026, von 18.00 bis 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Flintsbach statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Alterstypische Erkrankungen“.
Dabei werden unter anderem Diabetes mellitus, Schlaganfall, Demenz und Parkinson näher erläutert und in ihren Auswirkungen auf den Pflegealltag erklärt.
Dozentin der Veranstaltung ist die Geschäftsführerin des Christlichen Sozialwerks, Nathalie Winterling.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 08034 4383 oder per E-Mail an pdl@pflegefueralle.de möglich.
(Quelle: Pressemitteilung / Christliches Sozialwerk Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

25-jähriger stirbt nach schweren Verletzungen – Kripo ermittelt

25-jähriger stirbt nach schweren Verletzungen – Kripo ermittelt

Vogtareuth / Landkreis Rosenheim – Ein junger Mann ist nach einem Notfalleinsatz in Vogtareuth (Landkreis Rosenheim) im Krankenhaus verstorben. Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein zu den genauen Todesumständen.

Am frühen Mittwochmorgen (6.5.2026) gegen 3.40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ein Notruf ein. Ein Mann war in der Austraße in Vogtareuth bewusstlos und mit erheblichen Verletzungen aufgefunden worden.
Der 25-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er noch in den frühen Morgenstunden.

Noch vor Ort übernahm die Polizeiinspektion Rosenheim erste Maßnahmen, bevor die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die weiteren Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, übernahm.

Wie es zu den schweren Verletzungen des Mannes kam, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Ermittler bitten in diesem Zusammenhang auch um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im Zeitraum von Dienstagabend (5. Mai 2026) bis Mittwochmorgen (6. Mai 2026) im Bereich der Austraße in Vogtareuth verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Rosenheim unter Telefon 08031 /2000 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Mann greift Polizei und Rettungskräfte im Rosenheimer Salingarten an

Mann greift Polizei und Rettungskräfte im Rosenheimer Salingarten an

Rosenheim – Was als Hilfeleistung für einen gestürzten Mann begann, endete am Dienstagabend (5. Mai 2026) im Rosenheimer Salingarten  mit einem Angriff auf Polizei- und Rettungskräfte. Der 25-Jährige, der zunächst verletzt am Boden gemeldet worden war, ging nach Eintreffen der Einsatzkräfte plötzlich auf diese los.

Im Salingarten in Rosenheim kam es am Dienstagabend (5. Mai 2026) gegen 19.45 Uhr zu einem Polizeieinsatz. Zuvor waren mehrere Notrufe eingegangen, dass ein Mann gestürzt sei und mit Verletzungen im Gesichtsbereich am Boden liege. Daraufhin wurden Beamte der Rosenheimer Polizei sowie der Rettungsdienst alarmiert.

Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen 25-jährigen Mann aus Somalia ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Bei der Ansprache reagierte er sofort aggressiv und ging auf die Einsatzkräfte los. Ein Polizeibeamter wurde durch Tritte in die Beine attackiert, einem weiteren Beamten spuckte der Mann ins Gesicht. Verletzungen erlitten die Einsatzkräfte nach aktuellem Stand nicht.

Der 25-Jährige wurde unter Kontrolle gebracht. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Archiv Innpuls.me)

Stark alkoholisiert im Garten eingeschlafen: Polizei bringt Mann in Gewahrsam

Stark alkoholisiert im Garten eingeschlafen: Polizei bringt Mann in Gewahrsam

Rosenheim – Gegen 23.00 Uhr am gestrigen Dienstagabend (5.5.2026) bemerkte ein Hausbesitzer in Rosenheim im Bereich Wehrfleck einen Mann in seinem Garten. Trotz Ansprache verließ der Unbekannte den Garten beziehungsweise die Terrasse nicht.

Die alarmierte Rosenheimer Polizei traf vor Ort auf den „ungebetenen Gast“. Der 45-jährige Rosenheimer war stark alkoholisiert – ein Atemalkoholtest ergab knapp drei Promille.

Da der Mann, nach den Angaben der Polizei, völlig uneinsichtig war und einem ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Zur Ausnüchterung verbrachte er die Nacht in einer Polizeizelle.
Gegen ihn wird nun wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Käsetoast sorgt für Feuerwehreinsatz in Rosenheim

Käsetoast sorgt für Feuerwehreinsatz in Rosenheim

Rosenheim – Ein vergessener Käsetoast hat am Montagmittag (5.5.2026) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt.

Eine 18-jährige Frau aus der Ukraine bereitete sich in ihrer Wohnung in der Karlsbader Straße einen Käsetoast zu und vergaß diesen, nach den Angaben der Polizei, im Elektrogerät. Aufgrund der offenbar zu langen Garzeit begann der Toast zu verbrennen.
In der Folge kam es zu einer leichten Verrauchung der Wohnung. Die alarmierte Rosenheimer Feuerwehr musste vor Ort lediglich lüften. Zu einem offenen Brand kam es nicht.

Gegen die 18-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Brandverhütungsvorschriften eingeleitet.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Waldbrand am Saurüsselkopf: Lage stabilisiert sich – weiterhin keine Entwarnung

Waldbrand am Saurüsselkopf: Lage stabilisiert sich – weiterhin keine Entwarnung

Saurüsselkopf / Landkreis Traunstein – Die Einsatzkräfte im Gebiet rund um den Saurüsselkopf bei Ruhpolding (Landkreis Traunstein)  konnten die Lage über Nacht stabilisieren. Eine weitere Ausbreitung des Waldbrandes wurde nach aktuellem Stand vorerst gestoppt. Dennoch bleibt die Situation angespannt – eine Entwarnung gibt es weiterhin nicht.

Bereits am Montag (4. Mai 2026) war um 10.05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer der Katastrophenfall ausgerufen worden (wir berichteten). Seither laufen die Löscharbeiten im schwer zugänglichen Gelände mit großem Kräfteaufgebot.

Nach Angaben des Landratsamtes Traunstein hat sich die Lage in der Nacht insgesamt deutlich beruhigt. Im westlichen Einsatzabschnitt kam es gegen Mitternacht zwar kurzzeitig zu stärkerer Flammen- und Rauchentwicklung, diese konnte jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden. Zusätzlich wurde das Gebiet gezielt benetzt, wodurch sich die Situation stabilisierte.

In der Nacht waren rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Unterstützung durch den Rettungsdienst im Einsatz. Verletzte Personen oder verletzte Einsatzkräfte wurden nicht gemeldet.

Luftunterstützung am Tag wieder im Einsatz

Mit Tagesanbruch wurden die Löscharbeiten aus der Luft wieder aufgenommen. Insgesamt sind im Laufe des Vormittags zunächst neun Hubschrauber im Einsatz vorgesehen. Der Kräfteansatz am Boden bleibt dabei auf hohem Niveau und wird laufend an die Lage angepasst.

Die betroffene Fläche wird derzeit auf eine dreistellige Hektarzahl geschätzt. Eine genauere Bewertung ist erst nach Abschluss der Löscharbeiten möglich, da auch Glutnester und schwer zugängliche Brandbereiche berücksichtigt werden müssen.

Weiterhin kommt es im Raum Ruhpolding und Umgebung zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen. Nach aktuellen Prognosen kann sich diese Belastung im Tagesverlauf auch in Richtung Norden ausweiten. Die Lage wird fortlaufend überwacht.

Schutz von Trinkwasser und Bevölkerung im Fokus

Zentrales Ziel der Einsatzmaßnahmen bleibt der Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung oder die Trinkwasserversorgung besteht nach aktuellem Stand nicht.

Die bestehenden Sperrungen – darunter Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Sperrung der B305 – bleiben weiterhin aufrechterhalten. Das Einsatzgebiet darf nicht betreten werden. Auch der Einsatz privater Drohnen ist untersagt.

Die Behörden appellieren zudem weiterhin, das Gebiet weiträumig zu meiden und Zufahrten freizuhalten.

Ursachen noch unklar – Pressegespräch am Nachmittag

Zur Brandursache liegen weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Für die Bevölkerung bleibt ein Bürgertelefon des Landratsamtes Traunstein eingerichtet, das täglich erreichbar ist. Zudem informiert die Behörde fortlaufend über ihre Kanäle.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild: Copyright  Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Rosenheim in voller Blüte: Kastanien färben Straßen in Weiß und Rot

Rosenheim in voller Blüte: Kastanien färben Straßen in Weiß und Rot

Rosenheim – In Rosenheim hängt der Frühling derzeit nicht nur in der Luft – er zeigt sich in voller Blüte. Entlang der Rathausstraße und in vielen anderen Bereichen der Innenstadt setzen Kastanienbäume derzeit kräftige Akzente in Weiß und Rot und verwandeln Straßenzüge für kurze Zeit in ein auffälliges Naturbild.

Was dabei auf den ersten Blick einfach nur schön aussieht, hat deutlich mehr Hintergrund, als man vermuten würde. Es geht um unterschiedliche Baumarten, erstaunliche Eigenschaften der Kastanie und um Fragen, die im Alltag oft kaum beachtet werden – obwohl sie direkt vor der Haustür sichtbar sind.

Zwei Farben, zwei Geschichten

Die weiß blühenden Kastanien sind die klassische Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Die rot blühenden Bäume stammen meist von der rotblühenden Rosskastanie (Aesculus × carnea), einer Kreuzung aus der gewöhnlichen Rosskastanie und einer nordamerikanischen Art.

Die unterschiedlichen Farben haben also nichts mit Standort oder Pflege zu tun, sondern sind genetisch bedingt. Während die weiße Kastanie seit Jahrhunderten in Europa verbreitet ist, wurde die rote gezielt gezüchtet und gilt als etwas robuster gegenüber bestimmten Belastungen im städtischen Raum.

10 Fakten zur Kastanienblüte.
  1. Die Blütenstände wirken wie Kerzen und können bis zu 30 Zentimeter lang werden.
  2. Kastanienblüten liefern sehr viel Nektar und sind damit eine wichtige frühe Nahrungsquelle für Bienen.
  3. Weiß und Rot stehen für unterschiedliche Arten, nicht für unterschiedliche Umweltbedingungen.
  4. Die Rosskastanie ist botanisch nicht mit der Edelkastanie verwandt.
  5. Die Hauptblüte dauert meist zwei bis drei Wochen.
  6. Kastanienbäume können über 100 Jahre alt werden und ganze Straßenzüge prägen.
  7. Die bekannten Kastanienfrüchte sind für Menschen nicht essbar, werden aber von Tieren genutzt.
  8. Aus den Samen wird der Wirkstoff Aescin gewonnen, der in Arzneimitteln gegen Venenbeschwerden eingesetzt wird.
  9. Die Blüten selbst spielen medizinisch keine direkte Rolle – entscheidend sind die Inhaltsstoffe der Samen.
  10. Wetterumschwünge wie Kälte oder Starkregen können die Blütezeit deutlich verkürzen – und das bedeutet bei den aktuellen Wetteraussichten – den Anblick  heute noch in vollen Zügen genießen. 👀
Wegen festgefahrener Umbaupläne: Roter Teppich auf dem Max-Josefs-Platz ausgerollt

Wegen festgefahrener Umbaupläne: Roter Teppich auf dem Max-Josefs-Platz ausgerollt

Rosenheim – Ein roter Teppich mitten in der Rosenheimer Innenstadt – was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, hatte am gestrigen Dienstagmittag (5.5.2026)  einen klaren Hintergrund. Die Aktion sollte zeigen, wo Barrieren im Alltag beginnen.

Roter Teppich für mehr Barrierefreiheit 2026 Mai in der Rosenheimer Fußgängerzone. Fotos: Josefa Staudhammer

Auf den roten Teppich durch die Rosenheimer Fußgängerzone- für mehr Barrierefreiheit in der Stadt. Fotos: Josefa Staudhammer

Die Projektgruppe „Barrierefreies Bauen in Stadt und Landkreis Rosenheim“ rollte auf dem Max-Josefs-Platz den Teppich aus. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, der jedes Jahr am 5. Mai bundesweit begangen wird. 2026 stand er unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar“.

Der Ort für die Aktion war dabei bewusst gewählt. Denn gerade der Max-Josefs-Platz steht seit Jahren wegen seiner Pflasterung in der Kritik – und aktuell auch wieder im Fokus, weil geplante Verbesserungen ins Stocken geraten sind.

Pflaster sorgt weiter für Probleme

Was auf den ersten Blick kaum auffällt, kann im Alltag schnell zum Hindernis werden.. Die unebene Oberfläche der Fußgängerzone erschwert nicht nur Rollstuhlfahrern das Vorankommen. „Wenn man über den Max-Josefs-Platz einen Rollstuhl schiebt, hat man nachher Schmerzen in den Schultern durch das ewige Gerüttel“, berichtete Rosenheims Gleichstellungsbeauftragte Christine Mayer aus eigener Erfahrung.

Auch ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen schildern ähnliche Probleme. Das gelegentliche Auffüllen der Fugen mit Sand sei dabei keine nachhaltige Lösung. „Der wascht sich doch immer schnell wieder heraus“, meinte ein Teilnehmer, der trotz sommerlicher Temperaturen über den roten Teppich fuhr, um ein Zeichen zu setzen.

Umbau blockiert – Forderung nach schneller Lösung

Dabei schien eine Verbesserung bereits auf den Weg gebracht: Im Dezember hatte der Rosenheimer Stadtrat den barrierefreien Umbau der Fußgängerzone einstimmig beschlossen. Grundlage war ein Vorschlag der Initiative für barrierefreies Bauen.

Doch die Umsetzung liegt derzeit auf Eis. Das Architekturbüro, das den Platz in den 1980er Jahren geplant hatte, meldete urheberrechtliche Ansprüche an und will bei einer Neugestaltung mitreden.

Die Projektgruppe will diesen Stillstand nicht hinnehmen und plädiert für eine pragmatische Zwischenlösung. Vorgeschlagen wird ein barrierefreier Streifen durch die Fußgängerzone – in etwa dort, wo auch der rote Teppich verlief. Großflächige, fugenfreie Pflastersteine könnten hier kurzfristig Abhilfe schaffen. Das Provisorium könnte bestehen bleiben, bis eine endgültige Lösung gefunden ist – so die Argumentation.  „Wir können nicht wieder weitere zehn Jahre und länger warten, bis sich endlich etwas tut. Wir wollen jetzt eine Verbesserung“, lautete das klare Signal beim Aktionstag.

Bereits 2022 war zum Protesttag ein roter Teppich in Rosenheim ausgerollt worden – damals vor der St. Nikolauskirche am Ludwigsplatz (wir berichteten). Die Forderung nach mehr Barrierefreiheit ist seitdem geblieben. Und sie ist aktueller denn je.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)