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Bauernverband fordert bessere Bedingungen für Almwirtschaft

zwei Kühe auf der Weide auf der Alm. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

5. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Lenggries / Bayern – Die Zukunft der Alm- und Berglandwirtschaft steht am heutigen Mittwoch (5. August) bei der 79. Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern auf den Schönbergalmen bei Lenggries im Mittelpunkt. Der Bayerische Bauernverband (BBV) verbindet die Veranstaltung mit Forderungen nach verlässlicheren Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft und insbesondere die Alm- und Weidewirtschaft.

BBV-Präsident Günther Felßner sieht die Bewirtschaftung der Almen als entscheidend für den Erhalt der bayerischen Kulturlandschaft. „Die Almen prägen das Gesicht Bayerns. Was Gäste als einzigartige Berglandschaft erleben, ist das Ergebnis der täglichen Arbeit unserer Almbäuerinnen und Almbauern. Wer diese Kulturlandschaft erhalten will, muss ihre Bewirtschaftung sichern und darf die Betriebe nicht zusätzlich belasten“, so Felßner.
Nach Ansicht des BBV hängt die Zukunft der Almwirtschaft eng mit der Tierhaltung in den Tallagen zusammen. Wenn dort weniger Tiere gehalten würden, stünden auch weniger Tiere für die Beweidung der Almen zur Verfügung. Felßner warnt deshalb vor Folgen für Landschaft, Tourismus und Arbeitsplätze: „Wenn die Tiere gehen, kommt der Wald. Kommt der Wald, gehen Tourismus und Arbeitsplätze. Und am Ende geht auch der Mensch.“

Forderungen an Bund und EU

Handlungsbedarf sieht der BBV unter anderem bei der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP). Felßner fordert für die Zeit ab 2028 ein GAP-Budget von mindestens 500 Milliarden Euro. „Gerade die Berglandwirtschaft ist auf eine starke GAP angewiesen“, so der BBV-Präsident.
Auch bei der EU-Naturwiederherstellungsverordnung fordert der Verband nach eigenen Angaben eine grundlegende Überarbeitung unter Einbeziehung landwirtschaftlicher Praxis. „Unsere Almen zeigen, dass Natur und Landwirtschaft nur gemeinsam erfolgreich sein können – nicht gegeneinander“, erklärt Felßner.

Bei der geplanten Novelle des Bayerischen Naturschutzgesetzes begrüßt der BBV nach eigenen Angaben, dass einige seiner Forderungen berücksichtigt werden sollen. Dazu zählt der Verband unter anderem Änderungen beim Walzverbot und bei der Stichtagsregelung für Dauergrünland. Gleichzeitig fordert Felßner weitere Änderungen, etwa bei pauschalen Mähvorgaben.

Auch der Umgang mit dem Wolf ist Thema

Auch beim Thema Wolf sieht der BBV Handlungsbedarf. Felßner bezeichnet die Absenkung des Schutzstatus und die Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz als „ersten Schritt“. Entscheidend sei nun aus Sicht des Verbands, dass die Regelungen in der Praxis wirksam würden. „Wo das nicht gelingt, muss nachgebessert werden.“
(Quelle :Pressemitteilung  Bayerischer Bauernverband / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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