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Bayern erntet 2025 deutlich weniger Getreide, Kartoffeln und Obst

Erntedank in Rosenheim 2025. Fotos: Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

2. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Weniger Getreide, deutlich weniger Kartoffeln und auch bei Äpfeln und Birnen gibt es große Einbußen: Die Erntebilanz für Bayern fällt in diesem Jahr vielfach schlechter aus als 2025. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik zum Erntedankfest hervor.

Das Wetter hat den Kulturen zugesetzt. Auf ein mildes und trockenes Frühjahr folgten laut Landesamt intensive Hitzeperioden und eine längere Trockenphase. Die fehlenden Niederschläge beschleunigten die Reife der Pflanzen, vielerorts begann die Getreideernte deshalb früher als üblich.

Bei Getreide wird in Bayern in diesem Jahr mit rund 5,6 Millionen Tonnen gerechnet. Das sind 13,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 liegt die erwartete Erntemenge um 9,6 Prozent niedriger.

Kartoffelernte bricht um mehr als ein Drittel ein

Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den Kartoffeln aus. Die bayerischen Landwirte haben nach den vorläufigen Schätzungen rund 1,2 Millionen Tonnen geerntet. Das entspricht einem Minus von 36,2 Prozent gegenüber 2025 und 26,4 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025.

Auch beim Brotgetreide sieht es schlechter aus. Die Erntemenge von Weizen und Roggen wird auf rund 3,4 Millionen Tonnen geschätzt – 16,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Weizen macht dabei rund 96 Prozent des Brotgetreides aus.

Weniger Äpfel, Birnen und Kirschen

Auch beim Obst zeigen die Zahlen deutliche Rückgänge. Die Apfelernte wird auf rund 22.000 Tonnen geschätzt und liegt damit 33,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Bei Birnen werden rund 2.700 Tonnen erwartet – ein Rückgang von 20,1 Prozent.
Die Kirschenernte fällt mit voraussichtlich rund 2.200 Tonnen ebenfalls geringer aus als 2025. Bei Süßkirschen wird ein Minus von 9,4 Prozent erwartet, bei Sauerkirschen beträgt der Rückgang 14,8 Prozent.

Eine Ausnahme gibt es beim Weinmost: Hier rechnet das Bayerische Landesamt für Statistik mit rund 387.600 Hektolitern. Damit würde die Ernte nahezu auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die vorläufige Schätzung entspricht einem leichten Plus von 0,2 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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