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Bayern ist Spitzenreiter beim Sparen: 366 Euro pro Kopf und Monat

grünes Sparschwein mit Sonnenbrille. Foto : re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

31. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Fürth / Bayern – Die Menschen in Bayern legen mehr Geld zurück als die Einwohner aller anderen Bundesländer. Im Jahr 2024 waren es rechnerisch durchschnittlich 366 Euro pro Kopf und Monat. Insgesamt sparten die privaten Haushalte im Freistaat 58 Milliarden Euro – das ist ein Fünftel der gesamten Sparsumme in Deutschland. Gleichzeitig stiegen die Einkommen stärker als die Konsumausgaben. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Bayerns Sparquote liegt über dem Bundesdurchschnitt
Auf das Jahr gerechnet kamen die privaten Haushalte in Bayern 2024 auf eine Sparleistung von durchschnittlich 4.387 Euro je Einwohner. Das waren 922 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt. Die Sparquote, also der Anteil des verfügbaren Einkommens, der nicht für den Konsum ausgegeben wird, stieg von 11,9 Prozent im Vorjahr auf 12,9 Prozent. Deutschlandweit lag sie bei 11,2 Prozent.
Insgesamt legten die Haushalte in Bayern 12 Prozent mehr Geld zurück als 2023. Eine höhere Sparquote gab es zuletzt 1994, wenn man die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 ausklammert. Damals hatten eingeschränkte Konsummöglichkeiten dazu geführt, dass weniger Geld ausgegeben wurde.

Ein Grund für den Anstieg 2024: Die Einkommen wuchsen stärker als die Ausgaben. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg um 3,7 Prozent auf 438,7 Milliarden Euro. Die Konsumausgaben legten dagegen nur um 2,5 Prozent auf 391,8 Milliarden Euro zu.

Wohnen ist der größte Ausgabenposten

Doch wofür geben die Menschen in Bayern ihr Geld aus, bevor etwas auf die hohe Kante gelegt werden kann? Den größten Anteil machen Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aus. Dafür wenden die privaten Haushalte laut Statistik 35,8 Prozent ihrer Konsumausgaben auf.
Auf Platz zwei liegen die Ausgaben für Verkehr mit 14,2 Prozent. Dazu zählen beispielsweise Autokäufe und Sprit. Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren gehen 13,3 Prozent drauf. Freizeit, Sport und Kultur machen 9,5 Prozent aus, Gastronomie und Übernachtungen weitere sieben Prozent.

Rechnerisch standen jedem Einwohner in Bayern 2024 jährlich 33.204 Euro zur Verfügung. Davon wurden 29.654 Euro für den Konsum ausgegeben. Das entspricht monatlich rund 2.470 Euro pro Kopf.

Geringere Einkommen müssen mehr fürs Wohnen aufwenden

Wie stark einzelne Ausgaben ins Gewicht fallen, hängt auch vom Einkommen ab. Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1.600 Euro verwendeten 44,4 Prozent ihrer Konsumausgaben für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Bei Haushalten mit mehr als 5.000 Euro Nettoeinkommen lag dieser Anteil bei 32,7 Prozent.

Auch Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren beanspruchen bei Haushalten mit geringerem Einkommen einen größeren Teil des Budgets: 17,2 Prozent gegenüber 12,5 Prozent bei den einkommensstärkeren Haushalten. Umgekehrt steigt der Anteil der Verkehrsausgaben mit dem Einkommen. Er liegt bei den Haushalten unter 1.600 Euro bei 8,7 Prozent, bei jenen mit mehr als 5.000 Euro bei 15,7 Prozent.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

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