Rosenheim / Landkreis – Wie lassen sich Bewegungsangebote gestalten, an denen auch Menschen mit Demenz teilnehmen können? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Fachtag „Bewegung trotz(t) Demenz“ im Landratsamt Rosenheim. Dabei ging es um praktische Übungen und darum, wie Vereine und Einrichtungen passende Angebote aufbauen können.
Ehrenamtliche aus Vereinen, Seniorenbeauftragte, Betreuungskräfte, Pflegefachkräfte und weitere Interessierte kamen dazu in Rosenheim zusammen. Referent Gerd Miehling vom Zentrum für Erwachsenen- und Seniorensport (ZEUS) erläuterte, welche Bedeutung Bewegung für die körperliche und geistige Fitness hat.
Gemeinsame Aktivitäten können zudem helfen, sozialer Isolation entgegenzuwirken. Gerade Bewegungsangebote in Vereinen oder im Rehasport bieten Menschen mit Demenz die Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu bleiben.
Einfache Übungen statt sportlicher Höchstleistungen
Im Mittelpunkt des Fachtags standen neben theoretischen Grundlagen vor allem praktische Übungen, die sich in den Alltag integrieren lassen. In einem interaktiven Vortrag und anschließenden Workshops konnten die Teilnehmer selbst ausprobieren, wie Bewegung ohne große sportliche Anforderungen gestaltet werden kann. Die Übungen sorgten nach Angaben des Landratsamts auch für eine lockere Atmosphäre und neue Erkenntnisse.
Zum Abschluss ging es darum, welche Angebote es bereits gibt und wie weitere entstehen können. Die Teilnehmer erhielten dazu Informationen über mögliche Finanzierungshilfen und konkrete Anregungen für Bewegungsangebote für Menschen mit Demenz.
Eine weitere Kursleiterschulung unter dem Titel „Sport und Bewegung trotz(t) Demenz“ ist für Januar 2027 geplant. Informationen dazu gibt es beim Landratsamt Rosenheim per E-Mail an bewegung.demenz@lra-rosenheim.de oder telefonisch unter 08031/392-6216 und 08031/392-6235.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)


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