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Brachvogel-Schutz: LBV zeichnet 14 landwirtschaftliche Betriebe aus

Brachvogel. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

3. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Der Brachvogel gehört zu den selten gewordenen Wiesenvögeln in Bayern. 14 landwirtschaftliche Betriebe setzt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) für ihren besonderen Einsatz zum Schutz der Vögel nun mit einer Auszeichnung in Szene. Darunter sind auch Betriebe aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Starnberg und Berchtesgadener Land.

Nach Einschätzung des LBV haben die Trockenlegung von Mooren und Feuchtgebieten sowie die intensive Düngung von Wiesen dazu beigetragen, dass der Brachvogel in Bayern stark zurückgegangen ist. Landwirte können beim Schutz der Vögel eine wichtige Rolle spielen, etwa indem sie Mahdtermine anpassen, feuchte Mulden erhalten oder anlegen und Gelege und Küken schützen.
Bei einer Veranstaltung am 1. Oktober in Pfaffenhofen an der Ilm zeichnete der LBV insgesamt 14 landwirtschaftliche Betriebe aus neun bayerischen Landkreisen aus. „Die ausgezeichneten Landwirte und Landwirtinnen zeigen, dass Landwirtschaft und Artenschutz Hand in Hand gehen können. Mit ihrem Engagement geben sie dem bedrohten Brachvogel eine Zukunft in unserer Kulturlandschaft“, sagt LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer.

Brachvögel im Ampermoos

Aus dem Ampermoos in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg wurden Willy Schamberger und Alrun Faber sowie Ludwig und Thomas Steber ausgezeichnet. Sie stimmen die Mahd ihrer feuchten Streuwiesen mit den Gebietsbetreuern, dem Landschaftspflegeverband und den Naturschutzbehörden ab. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem leichte Maschinen und breite Reifen. Auch bei der Mähtechnik wird auf einen möglichst schonenden Umgang mit Insekten geachtet.
Nach Angaben des LBV haben die Landwirte mit der Pflege der Streuwiesen dazu beigetragen, dass im Ampermoos inzwischen wieder zehn bis elf Brachvogelpaare brüten.

Im Feilenmoos im Paartal im Landkreis Pfaffenhofen engagiert sich Rupert Ritzer seit Jahrzehnten für den Brachvogel. Er stimmt die Bewirtschaftung seiner Flächen mit dem LBV ab. Sein Enkel soll dieses Engagement künftig fortführen.

Feuchte Wiesen und spätere Mahd

Im oberbayerischen Donaumoos im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurden Rainer Wenger und Andreas Winter ausgezeichnet. Sie halten auf ihren Wiesen feuchte Mulden offen, die den Brachvögeln auch in trockenen Zeiten Nahrung bieten. Frühmahdstreifen sollen den Küken ausreichend Bewegungsraum geben.
Im Haarmoos im Berchtesgadener Land setzt sich die Familie Hofmeister bereits in dritter Generation für den Schutz der Wiesenvögel ein. Sie unterstützt den LBV unter anderem bei der extensiven Grünlandpflege und beim Gelegeschutz. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Florian Prechtl aus dem Berchtesgadener Land.

Im Naturschutzgebiet Pfäfflinger Wiesen im Landkreis Donau-Ries kontrolliert Michael Bachmann seine Flächen vor der Mahd mit einer Drohne. Werden dort Brachvogelküken entdeckt, verschiebt er nach Angaben des LBV die Mahd. Die Biolandwirtin Anna-Maria Bissinger unterstützt den Brachvogel in der Mertinger Höll unter anderem durch den Verzicht auf Düngung sowie durch Frühmahd- und Altgrasstreifen und den Erhalt feuchter Mulden.
Auch im mittelfränkischen Wiesmet im Landkreis Ansbach stimmen Herbert Ströhlein und Thomas Höger ihre Mahdtermine mit der Gebietsbetreuung ab. Bei Bedarf setzen auch sie Frühmahdstreifen ein.

In der Gmünder Au im Landkreis Regensburg bewirtschaftet Franz Bogenberger Wiesen innerhalb großflächiger Schutzzäune und stimmt die Mahd mit der Gebietsbetreuung Donautal ab.
Im Donautal bei Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen schließlich verschiebt Hubert Reich nach Angaben des LBV die Mahd bei Bedarf eigenständig, um Brachvogelgelege und Küken zu schützen.

Der LBV sieht in den unterschiedlichen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Brachvogels in der bayerischen Kulturlandschaft. Die Auszeichnung soll nach Angaben des Verbands den Einsatz der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe für den Wiesenvogelschutz würdigen.
(Quelle: Pressemitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV( & Beitragsbild: Symbolfoto re)

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