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Brenner-Sperre heute: Gemeinden in der Region Rosenheim riegeln Straßen ab- ASFINAG warnt vor stundenlangen Staus

Symbolfoto Stau - ai generiert

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

30. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Inntal – Über die Brenner-Sperre am heutigen Samstag (30. Mai) haben wir in den vergangenen Tagen bereits mehrfach berichtet – nun wird es ernst. Wer heute über den Brenner oder durch Tirol reisen will, muss sich auf massive Verkehrsprobleme einstellen. Die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG warnt eindringlich vor stundenlangen Verzögerungen und empfiehlt in deutlichen Worten sogar, den gesamten Brennerkorridor am heutigen Tag möglichst komplett zu meiden.

Die Sperre der Brennerautobahn A13 beginnt zwar offiziell erst um 11 Uhr und dauert bis 19 Uhr. Doch nach Einschätzung der ASFINAG werden erhebliche Probleme schon davor und auch danach unvermeidbar sein. Urlauber, Tagesreisende und Ausweichverkehr dürften die Situation zusätzlich verschärfen.

Warum dieser Samstag besonders kritisch ist

Laut ASFINAG treffen heute mehrere Faktoren zusammen, die den 30. Mai zu einem der verkehrsreichsten Tage des Jahres machen könnten: In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt überschneiden sich Ferienzeiten, gleichzeitig sorgt der italienische Feiertag am 2. Juni für zusätzlichen Reiseverkehr Richtung Süden. Dazu kommt in Innsbruck eine Großveranstaltung mit zehntausenden Teilnehmern.

Schon ohne Sperre wäre die Lage angespannt. Mit der Blockade des Brennerkorridors rechnen die Behörden mit massiven Rückstaus und stundenlangen Wartezeiten – nicht nur in Tirol, sondern auch in Bayern.

Region Rosenheim besonders betroffen

Gerade die Region Rosenheim dürfte die Auswirkungen deutlich spüren. Viele Autofahrer versuchen erfahrungsgemäß, Staus auf der Autobahn über Dörfer und Nebenstraßen zu umfahren. Mehrere Gemeinden entlang der A93 haben deshalb bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet.

Brannenburg sperrt mehrere Dorfstraßen

Die Gemeinde Brannenburg ordnet wegen der erwarteten Verkehrsbelastung vom 29. bis 30. Mai Sperrungen für den Durchgangsverkehr an. Betroffen sind:

  • Preysingstraße
  • Grafenstraße
  • Bahnhofstraße
    Degerndorfer Straße

Die Straßen bleiben für Anlieger frei. Ziel ist es, ein Verkehrschaos in den Wohngebieten zu verhindern und Schleichverkehr aus dem Ort herauszuhalten.

Auch Gemeinde Raubling reagiert

Auch in der Gemeinde Raubling werden Gemeindestraßen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Betroffene Straßen dort:

  • Breiteicher Straße
  • St.Nikolaus-Straße
  • Enzianweg
    Die Durchfahrten für Anlieger und Anwohner bleiben frei
Flintsbach setzt auf bedarfsorientierte Sperren

Auch in Flintsbach ist man vorbereitet. Dort werden bei Stauungen auf der A93 und hoher Abfahrtsquote Straßen in Richtung Ortsgebiet gesperrt. Konkret betrifft dies die Zufahrten von der Staatsstraße in die Nußdorfer Straße sowie in die Riedstraße.

Die Sperrung soll je nach Verkehrslage aktiviert werden und ist dauerhaft angelegt, um auch künftig bei ähnlichen Situationen eingesetzt werden zu können. Für Anwohner bleibt die Durchfahrt frei.

Und auch die Gemeinde Raubling hat ihre Ortsdurchfahrten bereits gesperrt,

ASFINAG rät: Fahrt möglichst verschieben

Besonders deutlich fällt die Empfehlung der österreichischen Behörden aus: Wer kann, sollte heute ganz auf eine Fahrt über Österreich verzichten oder den Reisetag verschieben. Denn auch die klassischen Ausweichrouten über Tauern- und Pyhrn-Autobahn gelten bereits ohne zusätzlichen Verkehr als stark belastet.

Wer die Fahrt nicht vermeiden kann, sollte deutlich mehr Zeit einplanen, ausreichend Getränke dabeihaben, tanken beziehungsweise laden und sich laufend über die aktuelle Verkehrslage informieren.

Auch BRK-Kreisverbände sind vorbereitet

Und auch die BRK-kreisverbände haben sich auf diese besondere Verkehrslage vorbereitet. „Sollte es zu sehr langen Staus oder stehenden Verkehr kommen, kann insbesondere die Versorgung von Betroffenen mit Wasser und weiteren Hilfen erforderlich werden“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Für solche Lagen seien unter anderem BRK-Motorräder vorgesehen, das sie auch bei schwieriger Verkehrslage beweglicher eingesetzt werden können.

Fest steht schon jetzt: Für viele Reisende und Gemeinden entlang der Transitachsen dürfte der heutige Samstag eine Geduldsprobe werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: ASFINAG, Gemeinde Brannenburg, Gemeinde Flintsbach / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

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