München / Bayern – Rund 1.200 Schüler sowie Lehrkräfte aus knapp 160 bayerischen Schulen haben am heutigen Donnerstag am „Day of hope“ in München teilgenommen. Die Veranstaltung würdigte das Engagement von insgesamt 626 Schulen, die im vergangenen Schuljahr für ihren Einsatz in den Bereichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung ausgezeichnet wurden.
Unter dem Motto „Hoffnung durch Handeln“ standen beim diesjährigen „Day of hope“ in München nachhaltige Schulprojekte aus ganz Bayern im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Schulen gehören zu den insgesamt 626 Bildungseinrichtungen, die bereits im Herbst 2025 die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ erhalten hatten.
Im Rahmen eines Festakts würdigten Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und der Vorsitzende des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV), Dr. Norbert Schäffer, das Engagement der Schulen.
„Die ausgezeichneten Schulen tragen durch ihr Engagement dazu bei, dass das Schulleben Schritt für Schritt nachhaltiger wird. Sie setzen sich für Klima- und Biodiversitätsschutz ein und fördern globale sowie generationenübergreifende Gerechtigkeit“, sagte LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer.
Nachhaltigkeit als Teil des Schulalltags
Auch Umweltminister Thorsten Glauber hob die Bedeutung der Initiative hervor. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit Kreativität, Engagement und Teamgeist setzen die Schüler unserer Umweltschulen wichtige Impulse für den Umwelt- und Klimaschutz. Sie zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht nur Wissen vermittelt, sondern Begeisterung weckt und Hoffnung schafft. Sie übernehmen Verantwortung und gestalten die Zukunft aktiv mit. Das verdient höchste Anerkennung.“
Die Auszeichnung wird jeweils für ein Jahr vergeben. Voraussetzung ist, dass Schulen in mindestens zwei Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen umsetzen und diese in die gesamte Schulgemeinschaft einbinden.
Engagement trotz großer Herausforderungen
Julia Prummer vom Umweltschule-Koordinationsteam des LBV betonte die besonderen Herausforderungen, vor denen Schulen derzeit stehen.
„Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich. Schulen stehen heute vor vielfältigen Anforderungen: Lehrkräftemangel, steigende Arbeitsbelastung und zunehmende Bürokratie erschweren zusätzliche Projekte und Initiativen. Umso bemerkenswerter ist es, dass zahlreiche Schulen dennoch nachhaltige Themen aktiv voranbringen und ihre Schulgemeinschaft dafür begeistern.“
Weiter sagte sie: „Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich – es ist Ausdruck einer Haltung, die weit über den Unterricht hinauswirkt.“
Viele der ausgezeichneten Schulen setzen Projekte wie Repaircafés, naturnahe Schulgelände, Klimaschutzinitiativen oder nachhaltigere Angebote im Pausenverkauf um. Ziel ist es, Umweltbewusstsein und Zukunftskompetenzen im Schulalltag zu verankern.
Schulen stellen Projekte vor
Drei Schulen präsentierten ihre Projekte während des Festakts auf der Bühne. Die Mittelschule Ensdorf stellte ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten vor. Lehrerin Helga Gradl erklärte: „Als gelebte Umweltschule streben wir eine kontinuierliche Verbesserung unseres Beitrages zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit an. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft achten bewusster auf regionale Produkte, nachhaltigeres Handeln und einen verantwortungsvolleren Umgang mit unserer Umwelt.“
Die Grundschule Reitmehring präsentierte ihren Bewegungspass. Dieser soll Schüler motivieren, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und dadurch sogenannte Elterntaxis zu vermeiden.
Die Montessorischule im Olympiapark München berichtete von ihrem Repaircafé, das seit fünf Jahren betrieben wird. Dort reparieren Schüler elektrische Kleingeräte wie Toaster, Föhne oder elektrische Zahnbürsten.
Markt der Möglichkeiten beim „Day of hope“
Neben dem Festakt bot der kostenlose Informations- und Mitmachtag zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten 30 Umweltschulen ihre Projekte und zeigten, wie vielfältig Nachhaltigkeit im Schulalltag umgesetzt werden kann.
Die Veranstaltung erinnert an die Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall und soll Menschen dazu ermutigen, sich aktiv für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einzusetzen. Zahlreiche Mitmachangebote und Informationsstände luden die Besucher dazu ein, neue Ideen kennenzulernen und selbst aktiv zu werden.
Alle Informationen zur Auszeichnung finden sich unter: www.lbv.de/umweltschule.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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