Taching am See / Landkreis Traunstein – Dichter Rauch, vermisste Personen und ein angenommener Brand in einer Hackschnitzelheizung: Rund 30 Feuerwehrleute aus Taching am See und Tettenhausen probten kürzlich an der Hofmühle Angerpointner den Ernstfall. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Übung standen die Menschenrettung, die Brandbekämpfung und die Zusammenarbeit der beiden Wehren.
Unter dem Alarmstichwort „B3 – Brand im Gebäude“ rückten die Einsatzkräfte mit mehreren Fahrzeugen an. Im Bereich der Hackschnitzelheizung des landwirtschaftlichen Anwesens wurde eine unklare Rauchentwicklung angenommen. Zwei Personen galten zunächst als vermisst. Atemschutztrupps suchten im verrauchten Gebäude nach ihnen und brachten sie ins Freie. Im weiteren Verlauf wurde eine dritte Person im Obergeschoss vermisst, die ebenfalls gerettet wurde.
Parallel dazu bauten weitere Feuerwehrleute eine Wasserversorgung vom Tachinger Mühlbach auf. Über eine rund 100 Meter lange Schlauchleitung wurde Löschwasser zur Einsatzstelle gefördert. Drei Strahlrohre kamen bei der angenommenen Brandbekämpfung von außen zum Einsatz. Die beiden zuerst geretteten Personen wurden an einer Verletztensammelstelle erstversorgt.
Nachdem das Feuer als gelöscht galt, entrauchten die Einsatzkräfte das Gebäude mit einem Hochleistungslüfter. Eine Wärmebildkamera half bei der Suche nach möglichen Glutnestern. Nach rund eineinhalb Stunden waren alle Übungsziele erreicht.
Gute Zusammenarbeit der beiden Wehren
Kreisbrandmeister Georg Fleischer beobachtete die Übung und zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. „Die Tachinger und Tettenhausener Feuerwehren haben bei dieser Übung einmal mehr bewiesen, dass sie sehr gut zusammenarbeiten und sowohl personell als auch technisch bestens für Ernstfälle gerüstet sind“, lautete sein Fazit.
Für die Vorbereitung und Organisation der Übung war Andreas Thaller, zweiter stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Taching, verantwortlich. Solche gemeinsamen Übungen dienen dazu, Abläufe zu festigen und die Zusammenarbeit zwischen den Wehren auch bei anspruchsvollen Einsatzlagen zu trainieren.
Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Brotzeit, die von der Gemeinde Taching am See spendiert wurde. Ein Dank galt der Familie Angerpointner, die ihr Anwesen als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hatte. Auch die Feuerwehrleute wurden für ihren Einsatz und die vielen Übungsstunden gewürdigt, die sie in ihrer Freizeit leisten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.
(Quelle: Pressemitteilung Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Feuerwehr Taching)


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