Happing / Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1918. Wir präsentieren Euch historische Dorfansichten des heutigen Rosenheimer Stadtteils Happing – festgehalten auf einer alten Grußkarte aus dieser Zeit. Damals war Happing allerdings noch keine Stadtteilstruktur, sondern eine eigenständige ländlich geprägte Gemeinde vor den Toren Rosenheims.
Zu sehen ist ein Ort, der zu dieser Zeit noch stark von Landwirtschaft geprägt war und sich im Alltag weitgehend im Rhythmus der Höfe bewegte. Im Mittelpunkt steht die Happinger Kirche St. Martin, die damals noch nahezu „auf freiem Feld“ lag und von viel Grün umgeben war. Ergänzt wird die Ansicht durch eine sogenannte Dorfpartie, aufgenommen vom Standpunkt der Kirche aus, die einen Eindruck vom damaligen Ortskern vermittelt.
Ein weiteres Motiv zeigt ein landwirtschaftlich geprägtes Anwesen – die damalige Hofstelle „Schachenberger“. Solche Höfe bestimmten das Ortsbild und das wirtschaftliche Leben in Happing Anfang des 20. Jahrhunderts in hohem Maße.
Die historische Postkarte zeigt damit ein Happing, das noch weit entfernt vom heutigen Stadtbild war. Erst Jahrzehnte später wurde die Gemeinde im Rahmen der kommunalen Entwicklung in die Stadt Rosenheim eingegliedert und entwickelte sich Schritt für Schritt zum heutigen Stadtteil.
Die Aufnahmen geben damit einen eindrucksvollen Einblick in ein Dorfleben, das vor über 100 Jahren klar von Landwirtschaft, wenigen zentralen Gebäuden und weiten Freiflächen geprägt war.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)


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