Fürth / Bayern – Gute Musik, volle Zeltplätze – und steigende Preise: Zum Start der Festival-Saison 2026 zeigt die amtliche Statistik, dass Festivalbesucher in Bayern tiefer in die Tasche greifen müssen. Vor allem die Anreise und die Tickets sorgen für spürbare Mehrkosten.
Die Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik haben die Preisentwicklung rund um den typischen Festivalbesuch ausgewertet. Ergebnis: Während einzelne Bereiche günstiger werden, ziehen andere kräftig an.
Anreise wird zum größten Kostenfaktor
Besonders deutlich zeigt sich der Preisanstieg bei der Fahrt zum Festival. Kraftstoffe verteuern sich im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent. Auch wer mit der Bahn anreist, muss mehr bezahlen: Die Preise für den Schienenverkehr steigen um 1,3 Prozent, kombinierte Angebote im Nahverkehr wie Tages- oder Gruppentickets um 5,4 Prozent.
Auch die Eintrittskarten selbst werden teurer. Für Opern-, Musical- und Konzertbesuche – also typische Festival-Events – steigen die Preise um 2,9 Prozent.
Camping wird teilweise günstiger
Etwas entspannter sieht es bei der Campingausrüstung aus. Insgesamt wird sie günstiger, im Schnitt um 4,1 Prozent. Deutlich weniger kosten etwa Schlafsäcke (-5,6 Prozent) und Luftmatratzen (-4,9 Prozent). Auch Grills werden um 10,3 Prozent günstiger. Das Zelt selbst bleibt nahezu stabil (+0,4 Prozent), Musikboxen werden um 2,1 Prozent günstiger.
Essen, Getränke und Festival-Alltag
Bei der Verpflegung zeigt sich ein gemischtes Bild. Teurer werden unter anderem Dosensuppen und Fertiggerichte (je +1,7 Prozent), Cornflakes (+2,4 Prozent) sowie Erfrischungsgetränke (+5,5 Prozent) und Bier (+2,1 Prozent). Auch Mineralwasser kostet im Schnitt 4,9 Prozent mehr. Günstiger ist dagegen Wein (-2,3 Prozent).
Im Bereich Bekleidung und Ausstattung steigt das Preisniveau insgesamt um 1,6 Prozent. Kappen und Hüte werden dabei um 2,6 Prozent günstiger.
Auch typische „Festival-Kleinigkeiten“ entwickeln sich unterschiedlich: Toilettenpapier (-3,4 Prozent) und Duschgel (-0,8 Prozent) werden günstiger, während Zahnpasta (+0,1 Prozent) und Deos (+0,5 Prozent) leicht teurer werden. Schmerzmittel für den Notfall kosten im Schnitt 3,2 Prozent mehr.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik/ Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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