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Freilaufende Hunde jagen Rehe: Polizei sucht Zeugen und appelliert an Hundebesitzer

Rehkitz steht im Wald. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

20. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rimsting / Eggstätt / Landkreis Rosenheim – Zwei Vorfälle innerhalb weniger Tage beschäftigen derzeit die Polizei im Chiemgau. In Rimsting und Eggstätt (Landkreis Rosenheim) sollen freilaufende Hunde Wildtiere gejagt haben. Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung und erinnert Hundebesitzer an ihre Verantwortung – insbesondere während der Brut- und Setzzeit.

Am frühen Abend des 16. Juni jagte nach Angaben der Polizei im Rimstinger Ortsteil Greimharting ein freilaufender Hund ein Reh. Ob das Wildtier dabei verletzt wurde, ist bislang unklar. Die Hundehalterin war demnach mit zwei Hunden unterwegs. Einer der Hunde war angeleint, der andere lief frei.

Zwei Tage später kam es zu einem weiteren Vorfall im Waldgebiet nahe der Kammerer-Höger-Straße in Eggstätt. Dort soll ein kniehoher Hund mit längerem schwarz-braunem Fell ein Rehkitz gerissen haben. Das vermutlich verletzte Jungtier flüchtete anschließend gemeinsam mit seiner Mutter.

Polizei sucht Hundehalterin

Die bislang unbekannte Hundehalterin wird als etwa 20 bis 30 Jahre alt beschrieben. Sie sprach bayerischen Dialekt, trug eine Kappe und entfernte sich nach dem Vorfall in Eggstätt gemeinsam mit ihrem Hund vom Ort des Geschehens.

Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen oder zur Identität der Hundehalterin geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Prien unter Telefon 08051 / 9057-0 zu melden.

Mögliche Straftaten im Raum

Nach Einschätzung der Ermittler besteht in beiden Fällen der Anfangsverdacht von Straftaten nach § 292 StGB (Jagdwilderei) sowie nach § 17 des Tierschutzgesetzes. Hintergrund ist, dass die Hundehalter offenbar nicht ausreichend auf ihre Tiere eingewirkt haben, nachdem diese Wildtiere verfolgten beziehungsweise angriffen.

Die Wasserschutzpolizei Prien weist darauf hin, dass es immer wieder zu Fällen kommt, bei denen freilaufende Hunde Wildtiere aufstöbern, hetzen oder sogar töten. Besonders während der Brut- und Setzzeit könne dies schwerwiegende Folgen für Wildtiere und deren Nachwuchs haben.

Deshalb appelliert die Polizei an alle Hundebesitzer, ihre Tiere in Wald- und Wiesenbereichen konsequent anzuleinen. So lasse sich verhindern, dass Wildtiere aufgeschreckt, verletzt oder von ihren Jungtieren getrennt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Wasserschutzpolizei Prien / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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