Altenmarkt/Stein an der Traun – Die heimische Jägerschaft hat im Kloster Baumburg ihre traditionelle Hubertusfeier begangen. Auf dem Programm standen ein Gottesdienst, die Präsentation der diesjährigen Jagdstrecke und die Verleihung der Jagdbriefe an 26 Absolventen des Jagdausbildungslehrgangs.
Vor der Stiftskirche begleiteten die Rupertiwinkler Jagdhornbläser die Präsentation der Jagdstrecke musikalisch. Andreas Holzner, Leiter der Hegegemeinschaft Oberes Alztal, nannte dabei die Abschusszahlen verschiedener Wildarten im Landkreis Traunstein. Dazu gehörten unter anderem 9.772 Rehe, 415 Stück Rotwild, 325 Gämsen und 111 Wildschweine. Auch Füchse, Rabenkrähen, Feldhasen und Dachse wurden in der Statistik aufgeführt. Pfarrer Dr. Florian Schomers erteilte der Jagdstrecke anschließend den kirchlichen Segen.
Verantwortung für Wald und Wild
In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Schomers an den heiligen Hubertus, den Schutzpatron der Jäger. Die überlieferte Legende von der Begegnung mit einem Hirsch und einem leuchtenden Kreuz stehe für einen Wandel im Umgang mit Natur und Tieren. Schomers griff außerdem die langanhaltende Trockenheit und Hitze des vergangenen Sommers auf und sprach über die Auswirkungen auf Natur und Tierwelt.
Nach dem Gottesdienst wurde die Feier im Bräustüberl in Stein an der Traun fortgesetzt. Josef Freutsmiedl von der Kreisgruppe bedankte sich bei den Organisatoren und Helfern. Altenmarkts Bürgermeister Max Schwarz würdigte in seinem Grußwort den Einsatz der Jägerschaft für Wald und Wild.
Landrat Andreas Danzer betonte, dass Jagd mit großer Verantwortung verbunden sei. Im Landkreis Traunstein träfen unterschiedliche Interessen aufeinander. Ein gutes Miteinander könne deshalb nur durch Gespräche und die Bereitschaft aller Beteiligten gelingen, so Danzer.
26 Absolventen erhalten ihre Jagdbriefe
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Jagdbriefe an 26 erfolgreiche Absolventen des diesjährigen Ausbildungslehrgangs. Josef Freutsmiedl dankte den Ausbildern und Unterstützern für ihre Arbeit. Den Absolventen gab er mit auf den Weg, ihre neue Aufgabe verantwortungsbewusst auszuüben und das richtige Augenmaß zu bewahren.
Für die musikalische Gestaltung sorgten die Rupertiwinkler Jagdhornbläser unter der Leitung von Günther Schroth und die Familienmusik Lachenwitzer aus Altenmarkt.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Hubert Hobmaier)


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