Rosenheim / Landkreis Rosenheim – Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am 15. Juni rückt die IG Bau Oberbayern die Arbeit von Reinigungskräften in den Fokus und fordert mehr Respekt und höhere Löhne für die Branche. Hintergrund sind aus Sicht der Gewerkschaft niedrige Einkommen und die Sorge vor Altersarmut.
Rund 420 Gebäudereiniger arbeiten nach Angaben der IG BAU im Raum Rosenheim. Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime. Aus Sicht der Gewerkschaft werde diese Arbeit jedoch oft zu wenig anerkannt und schlecht bezahlt.
Forderung nach besseren Löhnen
IG BAU-Bezirksvorsitzender Dieter Pangerl spricht von einem „Respekt- und Lohn-Schub“ für Beschäftigte im Reinigungsgewerbe. Wer täglich Flure, Fenster und Sanitäranlagen reinige, halte viele Bereiche des öffentlichen Lebens am Laufen, verdiene aber häufig nur im Niedriglohnsektor, so Pangerl.
Nach Angaben der IG BAU drohe dadurch im Alter häufig finanzielle Unsicherheit. Eine Reinigungskraft müsse rechnerisch über 70 Jahre arbeiten, um auf die Höhe einer Durchschnittsrente zu kommen, so die Gewerkschaft.
Pangerl sieht darin ein gesellschaftliches Problem und warnt vor Folgen für den sozialen Zusammenhalt. Unterschiedliche Löhne seien auch ein Risiko für die Gesellschaft, so seine Einschätzung.
Die IG Bau appelliert zudem an Bundestagsabgeordnete aus CSU und SPD in der Region, bei einer anstehenden Rentenreform gegenzusteuern. Beschäftigte im Gebäudereiniger-Handwerk sollten im Alter von ihrer Rente leben können, so Pangerl.
Für die kommende Tarifrunde fordert die Gewerkschaft außerdem ein deutliches Lohnplus für die Beschäftigten. Nach Angaben der IG BAU gibt es in Rosenheim rund 34 Unternehmen im Gebäudereiniger-Handwerk.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Oberbayern / Beitragsbild: Symbolfoto)


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