Traunstein – Ein Familienfest mitten in Traunstein, viele kreative Stationen und ein klarer Fokus auf Kinderrechte: Der Stadtpark und das Jugendzentrum wurden am Samstag (13.6.2026) zum großen Treffpunkt für Familien aus der ganzen Region. Zwischen Sonnenschein, Spielangeboten und einer besonderen Auszeichnung stand vor allem eines im Mittelpunkt – die Kinder selbst.
Der Kinderschutzbund Traunstein und die Stadtbücherei hatten zum dritten Familien-Sommerfest eingeladen. Schon am Vormittag eröffnete Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer als Schirmherr die Veranstaltung. Nach einem verregneten Start zeigte sich pünktlich zum Festbeginn die Sonne und der Stadtpark füllte sich schnell mit hunderten Besuchern.
Auch im Jugendzentrum herrschte reger Betrieb. Durch die Eröffnung führte Kristina Dercks, die das Engagement der vielen Beteiligten hervorhob. Neben dem Stadtoberhaupt kamen auch Anette Hagenau von der Stadtbücherei und Alexander Fietz von der Karl-Orff-Grundschule zu Wort.
Kinderrechte im Mittelpunkt
Ein Höhepunkt war die Auszeichnung der Klassen 4a und 4b der Karl-Orff-Grundschule Traunwalchen. Sie wurden für ihr Engagement im bayernweiten Kinderrechteprojekt des Kinderschutzbundes geehrt. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Margith Roth hatten die Kinder Kinderrechte weltweit kreativ aufgearbeitet – unter anderem mit Tagebüchern, bemalten Stühlen, einer Landkarte und einem gestalteten Reisekoffer.
Als Preis gab es eine Einladung zum Eisessen sowie ein gesundes Frühstück. Die Preise wurden von Oberbürgermeister Hümmer überreicht. Die Lehrerin zeigte sich beeindruckt vom Einsatz ihrer Klassen, die das Projekt über viele Monate hinweg begleitet hatten.
Kreativ, bunt und voller Ideen
Nach der offiziellen Übergabe wurde das Gelände schnell zur großen Mitmachfläche. Der „Maker Space Kinderrechte“ von Q3 – Quartier für Medien, Bildung und Abenteuer zog viele Kinder an. Hier wurde gestaltet, upgecycelt und im Podcast-Studio über eigene Wünsche gesprochen.
Für die Jüngsten gab es Vorlese- und Märchenstunden in der Stadtbücherei. Die Veitsgroma Zunft übernahm das Kinderschminken, die Pfadfinder sorgten mit Lagerfeuer und Stockbrot für Stimmung. Dazu kamen kreative Angebote der Städtischen Galerie gemeinsam mit der Schule der Phantasie, die Caritas-Erziehungsberatung mit Bastelaktionen sowie weitere Stationen wie eine Buttonmaschine und ein Glücksrad.
Am Ende zeigten sich die Organisatoren sehr zufrieden. Michaela Frank vom Kinderschutzbund betonte, im Mittelpunkt hätten Spiel, Kreativität und Kinderrechte gestanden. Möglich geworden sei das Fest auch durch viele Spenden und Unterstützer aus der Region sowie rund 30 Helfer. Der Erlös kommt der Arbeit des Kinderschutzbundes für Kinder, Jugendliche und Familien zugute.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Copyright Hubert Hobmaier)


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