Bayern – Angesichts der angekündigten Hitzewelle mit regional bis zu 40 Grad fordert der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mehr Maßnahmen zum Schutz von Natur und Wasserhaushalt. Nach Ansicht des Naturschutzverbands sind intakte Moore, Flüsse und Wälder ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Folgen der Klimakrise.
Deutschland steht nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes vor der nächsten starken Hitzewelle. Regional werden in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Der bayerische Naturschutzverband LBV sieht darin ein weiteres Warnsignal und fordert von der Bayerischen Staatsregierung mehr Einsatz für den Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume.
„Die hohen Temperaturen und langen Trockenperioden sind ein Warnsignal. Wenn wir den Folgen der Klimakrise etwas entgegensetzen wollen, brauchen wir eine intakte Natur. Die Bayerische Staatsregierung muss jetzt den Wasserrückhalt in der Landschaft vorantreiben, mehr Gewässer renaturieren, naturnahe Wälder fördern und gemeinsam mit den Kommunen unsere Städte stärker begrünen“, fordert der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.
Natürliche Wasserspeicher gegen die Folgen der Klimakrise
Nach Angaben des Verbands speichern Moore, Feuchtgebiete und naturnahe Landschaften große Mengen Wasser und geben dieses nur langsam wieder ab. Gleichzeitig sorgen sie durch Verdunstung für eine natürliche Kühlung der Umgebung. Davon profitierten sowohl die Bevölkerung als auch Landwirtschaft und Artenvielfalt.
Mit Blick auf die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur fordert der LBV eine zügige Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen in Bayern. „Mit der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur haben wir ein Werkzeug, um geschädigte Moore, Wälder und Flüsse wieder funktionsfähig zu machen. Wenn wir der zunehmenden Hitze und Trockenheit etwas entgegensetzen wollen, brauchen wir eine intakte Natur als zentralen Teil der Lösung. Hier darf Bayern bei der Umsetzung keine weitere Zeit verlieren“, so Schäffer.
LBV fordert mehr Unterstützung für den Moorschutz
Besonders Moore seien für den Klima- und Hochwasserschutz von großer Bedeutung. Sie speichern Wasser, binden Kohlenstoff und können Hochwasserspitzen abmildern. Deshalb fordert der Verband eine langfristige Finanzierung von Renaturierungsprojekten, etwa im Donaumoos.
„Mit jeder Moorrenaturierung schützen wir Klima, Artenvielfalt und den Wasserhaushalt einer ganzen Landschaft. Doch solche Maßnahmen brauchen zum Beispiel im Donaumoos eine verlässliche Finanzierung. Wir fordern deshalb von der Staatsregierung, die Moorrenaturierung als überragendes öffentliches Interesse festzuschreiben“, erklärt Schäffer.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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