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Mehrere hundert Jahre Ehrenamt: 30 Helfer im Landkreis Rosenheim geehrt

Die Geehrten gemeinsam mit Landrat Otto Lederer, der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig, THW-Geschäftsführer Harald-Feckl sowie Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Zur Feierstunde im Landratsamt waren auch zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Heimatgemeinden der Geehrten gekommen. Foto: Landratsamt Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

7. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Landkreis – Sie helfen bei Unglücksfällen, stehen bei Katastrophen bereit oder sorgen dafür, dass Grundstücksgrenzen verlässlich gewahrt bleiben: 30 Frauen und Männer sind im Landratsamt Rosenheim für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Zusammen kommen die Geehrten auf mehrere hundert Jahre Einsatz für andere.

Geehrt wurden Ehrenamtliche, die sich seit 25, 40 oder sogar 50 Jahren beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, beim Technischen Hilfswerk (THW) oder als Feldgeschworene engagieren.

„Es braucht Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen“

Landrat Otto Lederer betonte bei der Feierstunde die Bedeutung des Ehrenamts. „Die großen Herausforderungen, die jede Zeit mit sich bringt, sind ohne das Ehrenamt nicht zu stemmen. Die Institutionen des Staates alleine können es nicht richten. Es braucht Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen“, sagte der Landrat.
Wer sich über Jahrzehnte für seine Mitmenschen einsetze, präge damit auch das gesellschaftliche Miteinander. „Sie bestimmen mit, wie wir miteinander umgehen, wie wir zusammenhalten und in welchem gesellschaftlichen Klima wir leben.“

Lederer gratulierte gemeinsam mit Daniela Ludwig, Parlamentarische Staatssekretärin und Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Rosenheim, den Geehrten. Auch THW-Geschäftsführer Harald Feckl, Johanniter-Ortsbeauftragter Ralph Bernatzky und Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, waren bei der Feierstunde dabei. Zahlreiche Bürgermeister kamen ebenfalls ins Landratsamt, um den Geehrten aus ihren Gemeinden persönlich zu gratulieren.

Daniela Ludwig hob die Verlässlichkeit der Ehrenamtlichen hervor. Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und Katastrophenschutz seien in erheblichem Maß darauf angewiesen, dass Menschen freiwillig bereitstünden, wenn ihre Hilfe gebraucht werde. Die Feierstunde sei deshalb ein wichtiger Rahmen, um dieses Engagement sichtbar zu machen und die Wertschätzung dafür auszudrücken.

Einsatz bei Rettung, Katastrophen und Vermessung

Allein beim BRK-Kreisverband Rosenheim engagieren sich rund 2.500 Menschen ehrenamtlich. Ihr Einsatz reicht von den Bereitschaften über die Wohlfahrts- und Sozialarbeit bis zu Bergwacht, Wasserwacht und Jugendrotkreuz.
Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Ortsverband Oberbayern Südost sind neben rund 130 hauptamtlichen Kräften etwa 160 Ehrenamtliche aktiv. Sie übernehmen unter anderem Aufgaben im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst, bei Fahrdiensten, der Erste-Hilfe-Ausbildung, beim Hausnotruf sowie in der Rettungshundestaffel und Krisenintervention. Dazu kommen rund 100 Kinder und Jugendliche in der Johanniter-Jugend und im Schulsanitätsdienst.

Auch beim THW spielt das Ehrenamt eine zentrale Rolle. Im Landkreis Rosenheim helfen die freiwilligen Kräfte unter anderem bei Hochwasser und Sturmschäden, größeren Unglücksfällen oder bei der Notstromversorgung. Fachberater des THW unterstützen außerdem die Führungsgruppe Katastrophenschutz und den Örtlichen Einsatzleiter.

Feldgeschworene wachen über Grenzen

Geehrt wurden außerdem langjährige Feldgeschworene. Sie unterstützen die Vermessungsverwaltung, kennen die Lage von Grenzzeichen und sind für Grundstückseigentümer wichtige Ansprechpartner und teilweise auch Vermittler. Das Feldgeschworenenwesen gilt als ältestes kommunales Ehrenamt in Bayern.
Zum Abschluss erinnerte Landrat Lederer daran, was jahrzehntelanges Ehrenamt konkret bedeutet: viele Stunden in der Freizeit, Einsätze neben Beruf und Familie und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wenn andere Hilfe brauchen. „Sie zeigen mit Ihrem Einsatz, dass Gemeinschaftssinn auch in Zeiten von wachsendem Individualismus einen hohen Stellenwert hat. Dafür von Herzen Vergelt’s Gott.“
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild Landraatsamt Rosenheim) 

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