Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Millionen Zugvögel über Bayern: Was jetzt am Himmel passiert

Vögel fliegend über einem Feld

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

29. September 2026

Lesezeit: 4 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Hilpoltstein / Bayern – Anfang Oktober lohnt sich der Blick nach oben besonders. Mehr als 50 Millionen Zugvögel verlassen derzeit ihre Brutgebiete in Bayern und machen sich auf den Weg in wärmere Regionen. Gleichzeitig überqueren rund 300 Millionen weitere Vögel aus dem Norden den Freistaat und legen hier Zwischenstopps ein.

Wer den Vogelzug selbst erleben möchte, hat am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober Gelegenheit dazu. Im Rahmen der europaweiten Aktion EuroBirdwatch lädt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) zu zahlreichen Veranstaltungen und Exkursionen ein. 

Doch warum ziehen Vögel überhaupt los? Und wie finden sie ihren Weg? Der LBV nennt fünf spannende Fakten zum Vogelzug.

1. Wann geht es los – und wohin?

Wenn die Tage kürzer werden und immer weniger Insekten unterwegs sind, beginnt für viele Vögel in Bayern die Reise Richtung Süden. Dabei wissen die Tiere offenbar ziemlich genau, wann es Zeit zum Aufbruch ist.
„Zugvögel verfügen über eine Art innere Uhr, die ihnen mitteilt, wann es Zeit für den Aufbruch ist“, erklärt Angelika Nelson.

Dabei ziehen nicht alle Vögel auf die gleiche Weise los. Manche sammeln sich zu großen Schwärmen, andere machen sich im Familienverband oder sogar allein auf den Weg. Auch die Orientierung funktioniert je nach Art unterschiedlich.

„Ein innerer Kompass sowie die Streckenlänge sind bei vielen Arten, wie zum Beispiel dem Kuckuck oder dem Weißstorch, vererbt. Junge Gänse hingegen lernen die Zugroute mit Rastplätzen und den geeigneten Überwinterungsort bei der ersten Reise von ihren Eltern“, so die LBV-Vogelexpertin.

Kurzstreckenzieher verbringen den Winter beispielsweise im Mittelmeerraum oder in Westeuropa. Langstreckenzieher fliegen dagegen bis nach Afrika südlich der Sahara.

2. Kommen Zugvögel auch nach Bayern?

Ja – und manche von ihnen sind hier im Winter gar nicht so leicht als „Wintergäste“ zu erkennen.
Ein Beispiel sind Rotkehlchen. Ein Teil der bayerischen Vögel, überwiegend die Weibchen, zieht im Winter nach Italien oder auf die Iberische Halbinsel. Gleichzeitig kommen Rotkehlchen aus Nord- und Osteuropa nach Bayern, um hier zu überwintern.

„Bei Rotkehlchen und ähnlich auch bei Amseln findet eine Art Schichtwechsel statt. Der Eindruck, dass Vögel das ganze Jahr im Freistaat verbringen, kann also täuschen“, so Nelson.

3. Warum fliegen Stare in riesigen Schwärmen?

Besonders eindrucksvoll lässt sich der Vogelzug bei Staren beobachten. Nach der Brutsaison schließen sie sich zu großen Scharen zusammen, die mehr als 1.000 Tiere umfassen können.
Aus der Entfernung wirkt ein solcher Schwarm beinahe wie ein einziger großer Organismus. Dabei behalten die einzelnen Vögel ihre Nachbarn genau im Blick – und trotzdem kommt es nicht zu Zusammenstößen.

„Jeder Star achtet auf bis zu sieben Schwarmnachbarn und versucht zu diesen Vögeln immer dieselbe Position einzuhalten. Jede Richtungsänderung reißt somit auch den Schwarmgenossen mit. Die Summe der Einzelentscheidungen ergibt dann das, was wir als sich einheitlich bewegende Wolke wahrnehmen”, erklärt die LBV-Vogelexpertin.

Die großen Gruppen haben außerdem einen wichtigen Vorteil: Sie können einzelne Vögel besser vor Beutegreifern aus der Luft schützen, beispielsweise vor Wanderfalken.

4. Fliegen Vögel am Tag oder in der Nacht?

Beides – je nach Vogelart.
Greifvögel wie Wespenbussard oder Rotmilan sind tagsüber unterwegs. Sie nutzen die Thermik, um Höhe zu gewinnen und anschließend über weite Strecken zu segeln.

Viele Singvögel wählen dagegen die Nacht für ihre Reise. Bei sternenklarem Himmel starten sie häufig zwischen Dämmerung und Mitternacht. Die Dunkelheit schützt sie dabei vor größeren Greifvögeln, die ihnen sonst gefährlich werden könnten.
Die Sterne spielen auch bei der Orientierung eine Rolle.

„In der Nacht ist es zudem kühler, so überhitzen die Vögel nicht so schnell. Denn die Muskeln produzieren durch den steten Flügelschlag viel Wärme“, sagt die LBV-Biologin.

5. Warum bleiben manche Vögel inzwischen hier?

Nicht jeder Vogel muss im Herbst überhaupt aufbrechen. Der Vogelzug ist anstrengend und gefährlich, deshalb lohnt sich die Reise vor allem dann, wenn die Bedingungen im Winter für die Tiere schwierig werden.

Für viele insektenfressende Arten wird die Nahrung in Bayern in den kalten Monaten knapp. Mauersegler, Mehlschwalbe und Braunkehlchen ziehen deshalb weit nach Süden und überqueren dabei sogar die Sahara.
Andere Arten legen deutlich kürzere Strecken zurück. Mönchsgrasmücke, Singdrossel und Zilpzalp überwintern beispielsweise im Mittelmeerraum oder im nördlichen Afrika.

Doch auch hier verändert sich etwas. Weil die Winter im Durchschnitt milder werden, bleiben zunehmend mehr Vögel in Bayern.
„So ist es keine Seltenheit mehr, einen Zilpzalp oder eine Mönchsgrasmücke mitten im Winter an der Futterstelle zu entdecken“, sagt die Nelson.

Körner- und Sämereienfresser wie Buchfink, Sperling sowie Kohl- und Blaumeise finden dagegen auch im Winter ausreichend Nahrung und bleiben ganzjährig in ihrem Brutgebiet.

Der Vogelzug zeigt, was sich in der Natur verändert

Der Vogelzug ist nicht nur ein faszinierendes Naturschauspiel, sondern liefert auch wichtige Informationen über Veränderungen in der Vogelwelt. Genau deshalb werden beim EuroBirdwatch die beobachteten Vögel gezählt und die Daten gesammelt.

Für viele Arten ist die Reise mit erheblichen Risiken verbunden. In manchen Ländern werden Vögel noch immer gejagt. Gleichzeitig gehen wichtige Rastplätze durch Trockenlegung oder Abholzung verloren. Auch in den Brutgebieten fehlen zunehmend Nahrung und geeignete Plätze für die Aufzucht des Nachwuchses.

„Auch in Bayern nehmen die Bestände von immer mehr Vogelarten drastisch ab. Einstige ‚Allerweltsvögel‘ wie Kiebitz und Feldlerche sind inzwischen als gefährdet eingestuft”, sagt Angelika Nelson.
Der LBV setzt deshalb unter anderem auf Schutzprojekte, mit denen Rast- und Brutplätze für gefährdete Vogelarten erhalten und gesichert werden.

Wer selbst einmal genauer hinschauen möchte, kann beim EuroBirdwatch am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober mitmachen. Bei zahlreichen Veranstaltungen der regionalen LBV-Kreisgruppen geht es darum, den Vogelzug gemeinsam zu beobachten und mehr über die Tiere zu erfahren. Mehr dazu hier.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

1 Kommentar

  1. Einen Schwarm Stare über Felder fliegen zu sehen ist wirklich ein Gänsehautmoment!
    Auch bei großen Zugvögeln beeindruckt es sehr, wenn sie so ohne aneinander zu berühren im Schwarm fliegen.
    Noch krasser empfinde ich den Formationsflug der Kraniche, die sich auch noch lautstark trompetend
    „unterhalten “ , 😉 wirklich nicht zu überhören! 😀

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.