Mühldorf am Inn – In einer Gemeinschaftsunterkunft in Mühldorf am Inn ist am Mittwoch (7. Oktober) ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei besteht gegen einen 17-Jährigen der dringende Verdacht, das Feuer in seinem früheren Zimmer selbst gelegt zu haben. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.
Der Jugendliche sollte am Mittwoch aus der Unterkunft in eine andere Unterkunft im Landkreis umziehen. Für die bisherige Unterkunft hatte ihm das Landratsamt nach Angaben der Polizei ein Hausverbot erteilt. Trotzdem kam der 17-Jährige gegen 11.45 Uhr zu dem Gebäude zurück und betrat es. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei ging er anschließend in sein früheres Zimmer und soll dort das Feuer gelegt haben. Danach verließ er die Unterkunft.
Kurz darauf löste der Feueralarm aus. Mehrere Helfer gingen nach Angaben der Polizei in das betroffene Zimmer und konnten die Flammen löschen. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt
Beamte der Polizeiinspektion Mühldorf am Inn nahmen den Jugendlichen noch am selben Tag vorläufig fest. Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wurde er am Donnerstag (8. Oktober) dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Vorwurf lautet auf versuchte schwere Brandstiftung. Der Richter erließ einen Haftbefehl, setzte diesen jedoch unter Auflagen außer Vollzug. Der 17-Jährige befindet sich damit nicht in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft zu den genauen Umständen des Brandes dauern an.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto)


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