München – Das regionale Bikesharing-System MyRadl zieht nach einem halben Jahr eine positive Bilanz. Seit Mai 2026 haben sich die monatlichen Ausleihzahlen verdreifacht. Ab 2027 soll das Angebot auf 15 weitere Kommunen ausgeweitet werden.
Mehr als 900.000 Fahrten, über 129.000 Nutzer und ein deutliches Wachstum bei den Ausleihen: Sechs Monate nach dem Start von MyRadl zieht der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) eine positive erste Bilanz. Das regionale Bikesharing-System verbindet München mit umliegenden Städten und Gemeinden.
Seit Mai 2026 haben sich die monatlichen Ausleihzahlen verdreifacht. Der bisher stärkste Monat war der Juli mit mehr als 200.000 Ausleihen. Sieben Prozent der Fahrten beginnen und enden in unterschiedlichen Städten oder Gemeinden. Die bislang längste Fahrt dauerte 7,5 Stunden und führte über 128 Kilometer.
MyRadl wächst weiter – auch im Umland
Der Ausbau des Systems ist bereits geplant: Ab dem ersten Quartal 2027 soll MyRadl auf 15 weitere Kommunen ausgeweitet werden. Dafür sind 280 zusätzliche Räder und 53 weitere Standorte vorgesehen.
Im geplanten Gesamtsystem sollen künftig 6.700 Räder an rund 1.000 Standorten in 52 Kommunen zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind etwa zwei Drittel klassische Fahrräder und ein Drittel Pedelecs. Einschließlich der für 2027 geplanten Erweiterungsgebiete sind aktuell rund 80 Prozent der Räder in Betrieb.
In München selbst befindet sich das System weiterhin im Hochlauf. Deshalb sind laut MVV derzeit noch keine belastbaren Aussagen zur Nutzung in einzelnen Stadtvierteln möglich. Der Verkehrsverbund beobachtet die Entwicklung und führt aktuell eine Umfrage. Diese lädt dazu ein, Erfahrungen zu teilen und so die Zukunft von MyRadl mitzugestalten. Zur Umfrage
Verbesserungen und Vorteile für MVV-Abonnenten
Auch technisch und organisatorisch wird MyRadl weiterentwickelt. In den vergangenen Monaten gab es unter anderem Verbesserungen bei der Einbindung in digitale Mobilitätsangebote.
Besonders attraktiv ist das Angebot für Fahrgäste mit einem MVV-Abo oder einem Deutschlandticket MVV, das über den MVV, die MVG oder die S-Bahn München gekauft wurde: Sie fahren mit einem mechanischen Fahrrad die erste halbe Stunde kostenlos. Bei Pedelecs ist die erste halbe Stunde für diesen Nutzerkreis vergünstigt.
Ausgeliehen werden können die Räder über die MVV-App, MVGO und die nextbike-App. Die Rückgabe ist an offiziellen MyRadl-Standorten möglich – auch über Kommunen- und Landkreisgrenzen hinweg.
Positive Stimmen zum ersten MyRadl-Sommer
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause bezeichnete MyRadl als Erfolgsgeschichte und erklärte: „MyRadl übertrifft unsere Erwartungen und ist eine Erfolgsgeschichte. Ich freue mich sehr, dass das System nicht nur in München, sondern auch in den umliegenden Landkreisen so gut angenommen wird. MyRadl schließt Lücken im Verkehrsangebot und trägt dazu bei, Stadt und Umland noch enger miteinander zu verbinden.“
Auch Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise und -städte, sieht das Angebot im regionalen Alltag angekommen. Er betonte, dass Fahrten über Landkreis- und Gemeindegrenzen hinweg inzwischen unkompliziert möglich seien.
Kosten und Förderung
Die Landeshauptstadt München und die weiteren beteiligten Kommunen tragen die Kosten für Einführung und Pflege des Systems anteilig. Teilmaßnahmen werden unter anderem über das Projekt „MoveRegioM“ gefördert. In Teilen des Landkreises Fürstenfeldbruck und in den Kommunen der NordAllianz kommt zudem eine Förderung im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative zum Einsatz.
Weitere Informationen zum regionalen Bikesharing-System gibt es unter www.myradl.de.
(Quelle: Pressemitteilung MVV / Beitragsbild: Copyright LHM/MOR DobnerAngermann)


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