Rosenheim – Ein Leben, das eng mit der NS-Geschichte in Rosenheim verbunden ist, ist zu Ende gegangen: Karel Hobo ist im Alter von 97 Jahren in Neuseeland verstorben. An sein Schicksal erinnert ein Gedenkzeichen am Rosenheimer Bahnhof.
Die Stadt Rosenheim trauert um Karel Hobo, der während des Zweiten Weltkriegs aus den Niederlanden nach Rosenheim verschleppt und dort als Zwangsarbeiter am Bahnhof eingesetzt worden war.
Sein persönliches Tagebuch aus dieser Zeit gilt als außergewöhnlich wertvolles historisches Dokument und wird im Stadtarchiv Rosenheim aufbewahrt. Es ermöglicht einen sehr persönlichen Einblick in das Leben während der NS-Zeit in Rosenheim und enthält unter anderem Schilderungen der alliierten Luftangriffe auf die Stadt in den letzten Kriegsmonaten.
„Mit Karel Hobo verlieren wir einen wichtigen Zeitzeugen, der uns eindrucksvoll vor Augen geführt hat, wohin Ausgrenzung und Unmenschlichkeit führen können“, würdigt Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März den Verstorbenen.
Die Stadt Rosenheim betont, dass die Erinnerung an die NS-Verfolgung in Rosenheim ein zentraler Bestandteil der städtischen Erinnerungskultur bleibt und dauerhaft sichtbar gehalten wird.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Julian Dolan)


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