Neuer Zaun an der Isarstraße
Der Zaun steht auf der Seite zum Parkplatz des Penny-Marktes und ist ungefähr so hoch wie die Container. Er soll verhindern, dass Müll auf die angrenzende Parkplatzfläche gelangt, während die Container vom Gehweg aus weiterhin zugänglich bleiben. Die Stadt hat ihn nach eigenen Angaben errichten lassen, „um die Vermüllung auf dem Parkplatz des Supermarktes zu reduzieren“.
Auch an der Leiblstraße Müll neben den Containern
Dass die Isarstraße kein Einzelfall ist, zeigen aktuelle Fotos von der Wertstoffinsel an der Leiblstraße, Ecke Am Breitenfeld in der Sepp-Sebald-Siedlung. Auch dort liegen Abfälle neben den Containern – darunter Spielzeug, Kleidung, eine Katzenschüssel, Bücher und sogar gefüllte Mehlpackungen.
Die Situation beschäftigt inzwischen auch den Stadtrat. AfD-Stadtrat Maximilian Leucht hat Oberbürgermeister Abuzar Erdogan dazu eine Anfrage gestellt und möchte unter anderem wissen, ob die angekündigte Videoüberwachung an dem Standort tatsächlich stattfindet, ob die Detektei auch dort kontrolliert und ob wegen der offenbar vor allem nachts auftretenden Ablagerungen die Kontrollen verstärkt werden sollen.
Mülltourismus wird immer wieder thematisiert
Im Zusammenhang mit den illegalen Ablagerungen ist in Rosenheim immer wieder auch von sogenanntem Mülltourismus die Rede. Eine Anwohnerin aus der Isarstraße berichtete vom vergangenen Wochenende, sie habe einen älteren Mann mit einem Auto mit Münchner Kennzeichen dabei beobachtet, wie er eine größere Menge Müll neben den Containern abgeladen habe.
Detektei seit Ende 2025 im Einsatz
Gegen die illegalen Ablagerungen setzt die Stadt bereits seit Ende 2025 auf zusätzliche Kontrollen. Eine beauftragte Detektei war zwischen November 2025 und Juni 2026 nach Angaben der Stadt an 48 Tagen rund 200 Stunden im Einsatz und stellte dabei 184 Verstöße fest.
Parallel dazu ist auch die Zahl der Beschwerden gestiegen: Für 2025 nannte die Stadt rund 700 Beschwerden, für 2026 wurden damals etwa 1.100 erwartet (wie berichtet). In Rosenheim gibt es rund 75 Wertstoffinseln (wie berichtet); an besonders stark genutzten Standorten werden die Container laut Stadt sogar an jedem Werktag geleert beziehungsweise die Bereiche gereinigt.
Bußgelder können bis zu 2.500 Euro betragen
Neben den Kontrollen setzt die Stadt auf Bußgelder. Wer Müll außerhalb der zulässigen Einwurfzeiten abstellt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Für illegal neben den Containern abgestellte Haushaltsmengen sind je nach Verstoß 50 beziehungsweise 100 Euro vorgesehen, bei größeren Mengen aus nicht privaten Haushalten können bis zu 2.500 Euro fällig werden.
Weiterer Lesestoff passend zum Thema:
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: re)






Es ist schon heftig, wie es dort und auch an den nächstliegenden Wertstoffinseln oft aussieht! Dabei gibt es für den Bereich Happing, Kaltmühl und Kaltwies 8 !!! davon. !!! Anzusehen sind sie auf einer Karte der Stadtwerke Rosenheim. Beim anklicken auf den jeweiligen Standort ist sogar der Füllstand einzusehen. Daß so große gefüllte Müllbeutel fast nur mit einem Fahrzeug gebracht werden ist doch nicht nur eine Vermutung! Daß immer mehr Müll anfällt ist sogar im kleinen Haushalt nicht zu übersehen. Vielleicht sollte da bereits von oberster Stelle noch mehr gemacht werden!