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Rosenheimer Max-Josefs-Platz: Wird es bereits zum Christkindlmarkt barrierefreier?

Pflastersteine FußgĂ€ngerzone Rosenheim. Foto: Josefa staudhammer

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich fĂŒr die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.
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5. August 2026

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Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Wenn es nach mehreren Rosenheimer StadtrĂ€ten geht, soll der Max-Josefs-Platz bereits zum Christkindlmarkt ein gutes StĂŒck besser begehbar sein. Nach jahrelangen Diskussionen ĂŒber die Barrierefreiheit des historischen Pflasters zeichnet sich nun eine Lösung ab, die vergleichsweise schnell umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt stehen zwei Varianten, bei denen die vorhandenen Pflastersteine bearbeitet werden sollen.

Das Ziel ist, die OberflĂ€che des Kopfsteinpflasters so zu verĂ€ndern, dass der Platz fĂŒr Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Gehhilfen ebenso leichter nutzbar wird wie fĂŒr Eltern mit Kinderwagen, Ă€ltere Menschen oder Frauen in Stöckelschuhen. Das historische Pflaster soll dabei erhalten bleiben, ebenso das bestehende Verlegemuster.
Insgesamt hatte das von der Stadt beauftragte ArchitekturbĂŒro vier Varianten entwickelt. Dabei ging es darum, Querungen an wichtigen Stellen zu ermöglichen, die vorhandenen rĂ€umlichen Strukturen des Platzes zu erhalten und gleichzeitig die SondernutzungsflĂ€chen fĂŒr Gastronomie und andere Angebote möglichst wenig einzuschrĂ€nken.

Zwei Varianten besonders im Fokus

Bereits sechs Tage vor der Stadtratssitzung hatte sich der Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss einstimmig fĂŒr die Varianten C und D ausgesprochen. Beide beziehen grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen des Platzes ein und sollen damit eine deutliche Verbesserung der Begehbarkeit ermöglichen.
Bei Variante C wĂŒrde in der Platzmitte ein breiterer Bereich entstehen, der sich zu den Seiten hin aufweitet. Bei Variante D wĂ€re die Bearbeitung noch umfangreicher: Hier soll die OberflĂ€che des vorhandenen Pflasters auf der gesamten FlĂ€che zwischen den EntwĂ€sserungsrinnen bearbeitet werden.
Welche dieser beiden Varianten letztlich umgesetzt wird, ist noch offen. Die Stadtverwaltung will klÀren, welche sich technisch und organisatorisch am besten realisieren lÀsst.

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Architekt einbezogen – drei Firmen kontaktiert

Dass es nun tatsĂ€chlich vorangehen kann, hĂ€ngt auch mit einer wichtigen Entwicklung bei den bisherigen Planungen zusammen. Nachdem die ursprĂŒnglich beschlossene Lösung wegen urheberrechtlicher Fragen zunĂ€chst nicht umgesetzt werden konnte, wurde inzwischen erneut der Architekt einbezogen, der Mitte der 1980er Jahre den Entwurf fĂŒr die heutige Gestaltung des Max-Josefs-Platzes erstellt hatte.
Nach Angaben von OberbĂŒrgermeister Abuzar Erdogan verliefen die GesprĂ€che mit ihm sehr konstruktiv. Auch gegen die nun vorgeschlagene Bearbeitung der PflasteroberflĂ€chen habe er keine EinwĂ€nde. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wurden daraufhin die vier Varianten entwickelt.

Auch beim Tiefbauamt laufen bereits die Vorbereitungen. Erdogan berichtete im Stadtrat, dass bereits drei Firmen kontaktiert wurden, die ein entsprechendes Schleifverfahren anbieten. Damit wird aus dem seit Jahren diskutierten Thema nun ein konkretes Vorhaben, dessen Umsetzung vergleichsweise schnell möglich sein könnte.

Christkindlmarkt als Ziel?

Dr. Wolfgang BergmĂŒller, Fraktionsvorsitzender der CSU, begrĂŒĂŸte die Entwicklung. Der Antrag seiner Fraktion habe nun Bewegung in die Sache gebracht. „Wir sind alle zufrieden und begeistert“, sagte er. Als Vorteile des Verfahrens nannte BergmĂŒller „geringe Kosten und ansprechende Kosten“. Vor allem aber hofft er auf eine schnelle Umsetzung: „Es wĂ€re schön, wenn wir das bis zum Christkindlmarkt hinbekommen und wenn das nicht klappt, dann bis Anfang des kommenden Jahres.“

Das Zeitfenster ist allerdings knapp. Ende August beginnt das Rosenheimer Herbstfest, außerdem stehen in den kommenden Monaten weitere grĂ¶ĂŸere Veranstaltungen auf dem Max-Josefs-Platz an. Danach ergibt sich möglicherweise ein kleines Zeitfenster fĂŒr die Arbeiten. „Es wĂ€re schön, wenn wir das kleine Zeitfenster nutzen könnten“, sagte Christine Degenhart von den Freien WĂ€hlern.
Auch die SPD begrĂŒĂŸt den eingeschlagenen Weg. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Lösung“, sagte Fraktionsvorsitzende Elisabeth Jordan. Zustimmung kam ebenso von den GrĂŒnen. „Jeder soll den Max-Josefs-Platz benutzen und genießen können“, sagte Anna Rutz. Auch sie hofft, dass eine Umsetzung bis zum Christkindlmarkt möglich ist.

Was jetzt noch geklÀrt werden muss

Nun geht es darum, welche der beiden Varianten technisch und organisatorisch am sinnvollsten umgesetzt werden kann. Offen ist außerdem, wie die Pflasterbearbeitung konkret erfolgt. Denkbar ist, dass die Steine ausgebaut, bearbeitet und wieder eingesetzt werden. Möglich wĂ€re auch eine OberflĂ€chenbearbeitung direkt im Bestand.
Das in Neumarkt in der Oberpfalz eingesetzte Verfahren zeigt, dass eine solche Bearbeitung grundsĂ€tzlich auch in Rosenheim möglich ist. Dort wurde von den vorhandenen Pflastersteinen eine Schicht von bis zu etwa zwei Zentimetern abgefrĂ€st. ÜbergĂ€nge zwischen bearbeiteten und nicht bearbeiteten Bereichen mussten anschließend höhenmĂ€ĂŸig angepasst werden. Auch vorhandene Unebenheiten im Pflaster wurden vorab durch Neuverlegung ausgeglichen.

Die in der Verwaltungsvorlage genannten rund 200.000 Euro beziehen sich auf eine erste SchĂ€tzung fĂŒr eine vollflĂ€chige Bearbeitung des gesamten Bereichs zwischen den EntwĂ€sserungsrinnen. Sie sind daher nicht als aktuelle KostenschĂ€tzung fĂŒr die nun favorisierten Varianten zu verstehen. Wie teuer die Maßnahme tatsĂ€chlich wird, hĂ€ngt davon ab, welche Variante und welcher Umfang letztlich umgesetzt werden.
Eine vollstÀndige Barrierefreiheit nach den geltenden Regeln der Technik wÀre weiterhin nur mit einer grundlegenden Neuplanung des gesamten Platzes möglich. Die jetzt favorisierte Lösung ist dagegen als schneller Kompromiss gedacht.

Nach Jahren der Diskussion könnte damit nun tatsĂ€chlich Bewegung in die Sache kommen. Ob der Max-Josefs-Platz schon zum Christkindlmarkt besser begehbar ist, hĂ€ngt davon ab, welche Variante die Verwaltung auswĂ€hlt – und wie schnell sie anschließend umgesetzt werden kann.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

1 Kommentar

  1. Hallo das wird aber auch mal Zeit das es Barrierefreier wird alle beteiligten sollen mal mit den Rollstuhl ĂŒber solche Kopfsteinplaster fahren ich wĂ€re gerne dabei ich stelle auch gerne einen Rollstuhl
    Und dann auch noch bitte mehr BehindertenparkplÀtze da will man Parken und dann seht einer der gehen kann drauf oder mehr kontrollieren

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
    Manuela Wagner

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