Prien / Landkreis Rosenheim – Was bedeutet Heimat, wenn man sie verlassen muss? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Theaterprojekt „WEG – Flucht, Vertreibung und Heimat“, das im November im König Ludwig Saal in Prien am Chiemsee zu sehen ist. Grundlage des Stücks sind wahre Lebensgeschichten von Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren.
Das Plakat zur Veranstaltungsreihe. Foto: Copyright Bildungswerk Rosenheim
Zwischen 1945 und 1955 waren rund 14 Millionen Deutsche von Flucht und Vertreibung betroffen. Das Theaterstück erzählt von ihren Schicksalen, von Verlust und Hoffnung sowie von den Menschen, die die Ankommenden aufnahmen. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen des Neuanfangs und die Frage, wie Menschen in einer fremden Umgebung wieder Fuß fassen können.
Das Projekt greift damit auch Themen auf, die über die historische Aufarbeitung hinausreichen: Wie entsteht ein Gefühl von Heimat? Was bedeutet es, alles Vertraute zurücklassen zu müssen? Und was erleichtert das Ankommen an einem neuen Ort?
Begleitprogramm mit Vorträgen und Ausstellungen
Ergänzend zu den Aufführungen ist ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Ausstellungen, Workshops und Erzählcafés geplant. Es soll Gelegenheit bieten, sich mit Flucht, Vertreibung und Heimat auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Initiator des Projekts sowie verantwortlich für Text und Regie ist Werner Hofmann.
Die Aufführungen finden am 6., 7., 8., 13., 14. und 15. November 2026 im König Ludwig Saal in Prien am Chiemsee statt. Weitere Informationen zum Theaterstück und zum Begleitprogramm gibt es auf der Projektwebsite sowie beim Bildungswerk Rosenheim.
Quelle: Bildungswerk Rosenheim



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