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Verkehr in Rosenheim: Diese Themen stehen heute im Ausschuss zur Beratung

Detailaufnahme vom Rosenheimer Rathaus. Foto: Archiv Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

28. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Wo sollen Autos künftig fahren und wie viel Platz braucht der Radverkehr? Diese Fragen stehen am heutigen Dienstagabend (28.7.2026) im Mittelpunkt der Sitzung des Rosenheimer Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV. Auf der Tagesordnung stehen die künftige Entwicklung des Radverkehrs sowie die Möglichkeiten der Stadt, Schleichverkehr durch Wohngebiete einzudämmen. Interessierte Bürger können die öffentliche Sitzung ab 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rosenheimer Rathauses verfolgen.

Entscheidung über die künftige Zielsetzung beim Radverkehr

Ein zentraler Punkt der Sitzung ist die weitere Entwicklung des Radverkehrs in Rosenheim. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr deutlich zu erhöhen. Dabei sollen unter anderem die Ziele des Bürgerbegehrens „Radentscheid Rosenheim“ aus dem Jahr 2020 berücksichtigt werden.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie der Ausbau sicherer Radwege, ein zusammenhängendes Radverkehrsnetz und bessere Bedingungen für Menschen, die im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs sind. Nach den bisherigen Zielsetzungen strebt die Stadt eine Steigerung des Radverkehrsanteils um rund 26 Prozent an.

Über den Weg dorthin gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen. Die Initiatoren des Radentscheids und Umweltverbände wie der BUND Naturschutz kritisieren seit Längerem, dass die Umsetzung der beschlossenen Ziele aus ihrer Sicht zu langsam vorankommt. Auch im Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) schnitt Rosenheim zuletzt vergleichsweise schwach ab. Kritisiert werden unter anderem fehlende durchgehende Radverbindungen und Unsicherheiten für Radfahrende im Stadtgebiet.
Gleichzeitig gibt es auch Kritik an einer stärkeren Verlagerung von Verkehrsflächen zugunsten des Radverkehrs. Dabei geht es unter anderem um mögliche Auswirkungen auf den Autoverkehr, den Wegfall von Parkmöglichkeiten und die Verkehrsführung in den teilweise engen Straßen der Innenstadt.
Der Ausschuss soll nun über die weitere Zielsetzung der Stadt beim Radverkehr beraten und eine Entscheidung treffen.

CSU-Anfrage zu Schleichwegen durch Navigationsdienste

Ein weiterer interessanter Punkt auf der Tagesordnung ist eine Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion vom 9. Juli 2026 zu den Möglichkeiten der Stadt, Einfluss auf Fahrstreckenhinweise in Navigationsdiensten wie Google Maps zu nehmen. Hintergrund ist ein Problem, das einige Anwohner aus Wohngebieten kennen: Bei Staus oder hohem Verkehrsaufkommen leiten Navigationsapps Fahrzeuge teilweise über kleinere Nebenstraßen und durch Wohnviertel, um Zeit zu sparen.
Mit der Anfrage soll geklärt werden, welche rechtlichen und technischen Möglichkeiten die Stadt hat, um solche Ausweichverkehre zu reduzieren. Ziel wäre es, Belastungen durch zusätzlichen Verkehr, Lärm und mögliche Unfallrisiken in betroffenen Bereichen zu verringern. Welche Handlungsspielräume der Stadt dabei tatsächlich zur Verfügung stehen, soll nun im Ausschuss beraten werden.

Die Sitzung des Ausschusses für Verkehrsfragen und ÖPNV findet am heutigen Dienstagabend, 28. Juli, statt. Beginn ist um 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rosenheimer Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

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