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Vogelschutz am Haus: LBV gibt einfache Tipps gegen tödliche Glasfallen im Garten

Blaumeise.

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

17. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern / Rosenheim – In Bayern sterben jedes Jahr Millionen Vögel durch Kollisionen mit Glasflächen. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern zeigt jetzt einfache und wirksame Maßnahmen, mit denen Gartenbesitzer Fenster, Wintergärten und Glasfassaden vogelfreundlich gestalten können.

Mit dem Frühling kehrt in Bayern das Leben in Gärten und Natur zurück. Singvögel sind aktiv, verteidigen Reviere und beginnen mit dem Nestbau. Doch eine Gefahr bleibt für viele Tiere unsichtbar: Glasflächen an Häusern.
Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern warnt, dass Vögel Glasscheiben nicht als Hindernis erkennen. Spiegelungen von Bäumen oder transparente Flächen führen dazu, dass Tiere ungebremst dagegen fliegen – oft mit tödlichen Folgen. Besonders betroffen sind große Fensterfronten, Wintergärten und Glasfassaden.

„Über 100 Millionen Vögel verenden jedes Jahr an Glasfassaden in Deutschland“, heißt es vom LBV im Rahmen seines Projekts „Unsichtbares sichtbar machen – Reduzierung von Vogelschlag an Glas“. Ziel ist es, Gefahren im eigenen Wohnumfeld deutlich zu reduzieren.
Der Verband zeigt dabei mehrere einfache, aber wirksame Lösungen für den Alltag:

Tipp 1: Das schützt wie am Schnürchen

Damit Vögel Glasscheiben als Hindernis erkennen, müssen diese gut sichtbar markiert werden. Greifvogelsilhouetten oder UV-Markierungen reichen laut LBV nicht aus.
Eine bewährte Methode ist ein selbstgebauter Schnurvorhang aus weißer oder schwarzer Maurerschnur. Die Schnüre werden im Abstand von etwa zehn Zentimetern vor der Scheibe angebracht und oben sowie unten befestigt. So wird die Glasfläche für Vögel als Hindernis erkennbar.

Tipp 2: Punkt um Punkt für Bayerns Vögel

Ein Punktmuster kann einfach mit einer Schablone und einem wasserfesten Marker aufgetragen werden. Die Punkte sollten mindestens 1,5 Zentimeter groß sein und höchstens neun Zentimeter Abstand haben.
„Wer es kreativer mag, kann sich an eigenen Mustern und Motiven versuchen. Wichtig ist, dass der Abstand zwischen den Mustern nicht größer als eine Handfläche ist“, rät der LBV-Biologe Dr. Peter Stimmler. Entscheidend ist eine ausreichend dichte Markierung der Glasfläche.

Tipp 3: Design und Vogelschutz verbinden

Eine besonders unauffällige und hochwertige Lösung sind spezielle Aluminium-Markierungen (SEEN-Elemente). Diese werden auf die Scheibe geklebt und wirken wie ein dezentes Muster.
Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt und wird von Naturschutzverbänden empfohlen. Die Punkte bedecken weniger als ein Prozent der Glasfläche und sind von außen kaum sichtbar, von innen jedoch als Muster wahrnehmbar.
Erhältlich sind die sogenannten SEEN-Elemente im LBV-Naturshop (www.lbv-shop.de/vogelschutz).

LBV-Projekt „Unsichtbares sichtbar machen“

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern will mit seinem Projekt gefährliche Glasflächen in Bayern systematisch erfassen und reduzieren. Bürger können Beobachtungen von Vogelschlag online melden, um gezielte Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.
Ziel ist es, die Zahl tödlicher Kollisionen deutlich zu senken und das Bewusstsein für das oft unterschätzte Problem zu stärken.
Weitere Informationen stellt der LBV unter www.lbv.de/vogelschlag
zur Verfügung.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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