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Von OP-Robotern bis zu neuen Krebstherapien: Was sich in der Frauenmedizin verändert

Organisatoren und Referenten des Gynäkologisch-Geburtshilflichen Symposiums: (v.l.) Dr. Ulrich Schatz, Chefarzt PD Dr. Andreas Schnelzer, Dr. Maria Huber, Alina Oyan, Dr. Angela Kirschenhofer, Dr. Gerlinde Götz, Dr. Kristina Diehl, Dr. Mirjam Plaschke. Foto: RoMed Kliniken

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

7. November 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Wie können Senkungsbeschwerden mit moderner OP-Technik behandelt werden? Unter welchen Voraussetzungen ist eine ambulante Geburtseinleitung möglich? Und welche Herausforderungen bringen neue Immuntherapien in der Krebsmedizin mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 70 Ärzte, Hebammen und weitere medizinische Fachkräfte beim Gynäkologisch-Geburtshilflichen Herbstsymposium am RoMed Klinikum Rosenheim.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Entwicklungen in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dabei ging es auch darum, wie die verschiedenen medizinischen Fachrichtungen künftig noch enger zusammenarbeiten können. „Nur wenn Gynäkologen, Hebammen und weitere Fachrichtungen eng zusammenarbeiten, können wir individuelle, leitliniengerechte Betreuung gewährleisten und unsere Patientinnen bestmöglich von den neuesten Entwicklungen profitieren lassen“, betonte Privatdozent Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Organisator des Symposiums.

OP-Roboter bei Senkungsbeschwerden

Ein Thema war der Einsatz von OP-Robotern bei der sogenannten Deszensuschirurgie. Dabei geht es um die Behandlung von Organsenkungen im Beckenbereich, die unterschiedliche Beschwerden verursachen können. Dr. Gerlinde Götz, Leitende Oberärztin am RoMed-Standort Rosenheim, erläuterte, wie die robotische Unterstützung bei geeigneten Patientinnen insbesondere bei anspruchsvollen Eingriffen ein präzises und kontrolliertes Operieren ermöglichen kann.

Geburtseinleitung unter bestimmten Voraussetzungen auch ambulant

Auch neue Möglichkeiten in der Geburtshilfe wurden vorgestellt. Dabei ging es um die ambulante Reifung des Gebärmutterhalses mit einem sogenannten Cook-Ballon. Durch dessen behutsame Dehnung soll die Wahrscheinlichkeit für das Einsetzen von Wehen erhöht werden.
Dr. Angela Kirschenhofer, Leiterin der Pränatalen Medizin und Geburtshilfe am Klinikum Rosenheim, stellte dazu aktuelle Daten vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, unter welchen Voraussetzungen solche geburtsvorbereitenden Maßnahmen auch ohne stationären Krankenhausaufenthalt möglich sind.

Neue Immuntherapien bringen auch Herausforderungen

Ein weiterer Schwerpunkt war die moderne Krebsmedizin. Immuntherapien eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Krebserkrankungen. Sie können allerdings auch Nebenwirkungen auslösen, die andere Organe betreffen und deshalb nicht immer leicht zuzuordnen sind.

Dr. Maria Huber erläuterte, worauf Ärzte achten sollten, um solche Nebenwirkungen möglichst frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus ging es um neue medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren. Auch Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen während einer antihormonellen Brustkrebstherapie wurden thematisiert. Dr. Ulrich Schatz, Facharzt für Humangenetik und Leiter der Gynäkologischen Tumorgenetik an der Frauenklinik der Technischen Universität München, sprach außerdem darüber, wann eine genetische Beratung für Patienten und deren Familien sinnvoll sein kann.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: RoMed Kliniken)

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