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Trauer um Hubert Aiwanger: Erst vor wenigen Wochen noch im Landkreis Rosenheim zu Gast

Archivfoto von Hubert Aiwanger aus dem Jahr 2023. Foto: Archiv Innpuls.me

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

5. November 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern – Die Nachricht kam völlig überraschend und löste große Bestürzung aus: Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist am gestrigen Mittwochabend (4. November) im Alter von 55 Jahren in Berlin gestorben. Auch in der Region Rosenheim ist die Anteilnahme groß. Denn Aiwanger war hier immer wieder zu Gast – noch vor wenigen Wochen führte ihn ein Termin in den Landkreis.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bestätigte den Tod des Ministers in einer Mitteilung. Aiwanger war demnach in Berlin, um dort mehrere Termine für seine Partei, die Freien Wähler, wahrzunehmen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich auf der Plattform X bestürzt: „Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt. Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie.“

Auch die Freien Wähler Bayern veröffentlichten eine Stellungnahme. Darin würdigen sie Aiwanger als Politiker, der die Nähe zu den Bürgern suchte und die politische Arbeit der Partei über viele Jahre entscheidend prägte. Ihr stellvertretender Vorsitzender Armin Kroder sprach von einem persönlichen Freund und Weggefährten.

Große Betroffenheit auch bei Rosenheimer Landtagsabgeordnetem

Eine weitere gemeinsame Stellungnahme kommt von Florian Streibl, Vorsitzender der FREIE-WÄHLER-Landtagsfraktion, und Josef Lausch, Landtagsabgeordneter für die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Beide zeigten sich tief bestürzt über den unerwarteten Tod.
In ihrem Nachruf heißt es: „Hubert Aiwanger war die idealtypische Verkörperung eines Bayern: fleißig, bodenständig, zuverlässig, klar in der Meinung, verbindlich und als Mensch, Freund und Politiker immer für andere da.“

Weiter würdigen sie Aiwanger als das Gesicht der Freien Wähler, der die politische Arbeit der Partei geprägt habe wie kein Zweiter. Die Fraktion verliere mit ihm einen langjährigen Weggefährten und guten Freund.

Noch im Oktober im Landkreis Rosenheim unterwegs

Auch in der Region Rosenheim war Hubert Aiwanger regelmäßig zu Gast. Anfang Oktober nahm er an der traditionellen Herbstjagd auf Herrenchiemsee teil. Mitte Oktober besuchte er den traditionellen Apfelmarkt in Bad Feilnbach. Dort drehte er eine Runde über den Markt und nahm die große Warenvielfalt in Augenschein. Innpuls.me berichtete darüber.
Sein letzter Termin im Landkreis Rosenheim führte ihn zur Kirchweih-Ausstellung bei Eder Landtechnik in Tuntenhausen. Bei einem Rundgang informierte er sich über moderne Landtechnik und die ausgestellten Maschinen. Dass dieser Besuch zu seinen letzten Auftritten in der Region gehören würde, war damals nicht absehbar.

Vom Landwirt zum stellvertretenden Ministerpräsidenten

Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 geboren und wuchs auf einem landwirtschaftlichen Hof in Rahstorf bei Rottenburg an der Laaber auf. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst studierte er Landwirtschaft und schloss als Diplom-Agraringenieur ab.
2001 schloss er sich den Freien Wählern an. 2006 wurde er zum Landesvorsitzenden gewählt. Seinen politischen Durchbruch auf Landesebene erreichte er 2008, als er die Freien Wähler erstmals in den Bayerischen Landtag führte. Seit November 2018 war er stellvertretender Ministerpräsident und Bayerischer Wirtschaftsminister. Über viele Jahre prägte er als Vorsitzender die Freien Wähler in Bayern und wurde zu ihrem bekanntesten Gesicht.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

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