Nachrichten, Informationen und Geschichten aus Rosenheim

Weiter kein Nachtfahrverbot für Mähroboter in Rosenheim: Warum die Grünen diesmal dagegen stimmten

Linke Seite Igel im Garten, rechte Seite Mähroboter im Garten. Fotomontage: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

17. Juli 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

Velkolepá autonehoda v Schliersee se stala známou mnoha hráčům online kasin. Podle policie k nehodě došlo kolem 00:40 ráno a podle dosavadních informací zůstali dva cestující bez zranění, přečtěte si také o nových českých online kasinech https://sancenavyhru.website3.me/. Také krátce před hasičskou zbrojnicí v Neuhausu zaparkovali dva hráči online kasina auto a nasedli do Passatu s poznávací značkou Tölzer, což nezůstalo bez povšimnutí pozorných přihlížejících.

Rosenheim – Ausgerechnet Bündnis 90/Die Grünen stimmten diesmal gegen einen Antrag für ein Nachtfahrverbot von Mährobotern – obwohl sie selbst einen nahezu identischen Vorstoß im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem ÖDP-Stadtrat und der FDP-Stadträtin eingebracht hatten. Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz folgte mehrheitlich der Empfehlung der Stadtverwaltung und lehnte den Antrag der AfD-Stadtratsfraktion ab.

Rosenheim wird damit weiterhin kein Nachtfahrverbot für Mähroboter einführen. Der Antrag der AfD sah vor, den Betrieb von autark arbeitenden Rasenmähern im gesamten Stadtgebiet von der Dämmerung bis zum Morgengrauen zu untersagen. Verstöße sollten als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Außerdem sollte die Stadt eine Informationskampagne starten, um Gartenbesitzer über die Gefahren nächtlicher Mähvorgänge für Igel und andere Wildtiere aufzuklären.
Zur Begründung verwies die AfD darauf, dass der Einsatz von Mährobotern in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe und insbesondere Igel durch die Geräte verletzt oder getötet werden könnten. Bei Gefahr flüchten die Stacheltiere nicht, sondern rollen sich zusammen. Dadurch können sie den rotierenden Messern der Geräte nicht ausweichen.

Neben der AfD stimmte auch die Fraktion Freie Wähler/UP gegen den Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung. Die übrigen Ausschussmitglieder folgten der Empfehlung, auf eine Allgemeinverfügung zu verzichten.

Bereits 2025 Thema im Ausschuss

Die Forderung nach einem Nachtfahrverbot war in Rosenheim allerdings nicht neu. Bereits im Frühjahr 2025 hatten Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam mit dem ÖDP-Stadtrat und der FDP-Stadträtin einen nahezu inhaltsgleichen Antrag eingebracht. Auch damals ging es darum, zu prüfen, ob eine Allgemeinverfügung nach dem Vorbild anderer Kommunen zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren möglich ist.

Weiterer interessanter Lesestoff passend zum Thema: 

Die Stadtverwaltung hatte sich bereits damals gegen ein solches Verbot ausgesprochen. Als Gründe wurden unter anderem genannt, dass eine Kontrolle auf privaten Grundstücken praktisch nicht möglich sei und dafür auch das notwendige Personal fehle. Außerdem seien Betreiber von Mährobotern bereits heute verpflichtet, den Artenschutz zu beachten. Statt eines Verbots setzte die Stadt deshalb auf Information und Aufklärung. Der Ausschuss beschloss, die Bürger über Igelschutz, eine tierfreundliche Gartengestaltung und den verantwortungsvollen Einsatz von Mährobotern zu informieren. Nach Angaben der Verwaltung wurde diese Kampagne anschließend umgesetzt.

Auf die Frage der Kontrollierbarkeit verwiesen auch die Grünen in der aktuellen Debatte. Grünen-Stadtrat Peter Weigel sagte: „Eine Überwachung ist meiner Meinung nach nicht durchführbar.“ Deshalb sprach er sich dafür aus, es bei dem bereits gefundenen Kompromiss zu belassen.
Auch Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann hält ein Nachtfahrverbot nicht für zielführend. Vielmehr müsse man die Bürger für das Thema Igelschutz sensibilisieren und an deren Eigenverantwortung appellieren.
Unterstützung für den Kurs der Verwaltung kam auch aus der CSU. Stadträtin Maria Bichler verwies darauf, dass sich die Technik bei Mährobotern weiterentwickelt habe. Ihrer Meinung nach gebe es inzwischen Geräte, die Igel und andere Tiere erkennen und umfahren könnten. Zudem seien die Roboter für viele Gartenbesitzer eine Zeitersparnis. „Man muss Privates bei den Leuten lassen“, gab sie zu bedenken.

Anders bewertete Dr. Beate Burkl von den Freien Wählern/UP die Situation. Sie sieht weiterhin eine erhebliche Gefahr für Igel und andere Tiere durch Mähroboter. Dabei gehe es nicht nur um die Nachtstunden. „Nicht nur in der Nacht. Auch am Tag werden Tiere durch Mähroboter getötet“, sagte sie.

Bundesweite Entwicklung hat sich seit 2025 verändert

Die Stadtverwaltung verwies in der aktuellen Sitzung erneut auf ihre bereits im Jahr 2025 vertretene Einschätzung. Damals hatte sie unter anderem ausgeführt, dass eine Allgemeinverfügung aus Sicht der Verwaltung im Vollzug nicht umsetzbar sei. Ein wirksamer Igelschutz lasse sich besser durch den Erhalt geeigneter Lebensräume sowie durch Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung erreichen.

Während die Stadt Rosenheim also weiterhin auf Aufklärung statt Verbot setzt, hat sich die Situation in anderen Kommunen inzwischen weiterentwickelt. Seit der ersten Debatte im Rosenheimer Ausschuss haben zahlreiche Städte und Landkreise Nachtfahrverbote oder zeitliche Einschränkungen für Mähroboter eingeführt. Dazu zählen unter anderem Köln, Mainz, Stuttgart, Oberhausen und Ulm. Auch der Deutsche Städtetag spricht sich mittlerweile für ein bundesweites Nachtfahrverbot zum Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren aus.
Rosenheim hält dennoch an seiner bisherigen Linie fest: Statt einer Allgemeinverfügung setzt die Stadt weiterhin auf Information, Aufklärung und die Eigenverantwortung der Gartenbesitzer.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.