Rosenheim – Am letzten Wiesn-Samstag war auf der Loretowiese noch einmal ordentlich was los. Auch die Wiesnwache hatte alle Hände voll zu tun – unter anderem mit zwei Tirolern, die sich mit mehr als zwei Promille nicht so recht an Regeln gewöhnen wollten, einem jungen Mann mit sehr deutlicher Wortwahl und einem Busreisenden, der seine Nachtruhe auf eine Wiese verlegt hatte. Und dann war da noch der hartnäckige Stadl-Fan.
„Ja, aber i bin doch ned in Qualmquarantäne“
Ein 20-Jähriger aus Tirol sah offenbar keinen Grund, warum er in einer Speis- und Trank-Manufaktur auf den Qualmkonsum verzichten sollte. Mit knapp zwei Promille im Blut zeigte er sich gegenüber der Wiesnwache auch sonst nicht gerade von der einsichtigsten Seite. Die Folge: Der 20-Jährige bekam ein Wiesnverbot.
Perlende Lebensfreude
Weiter mit Prickelwasser – oder gleich die Korken knallen lassen? Das schien das Motto eines 22-jährigen Tirolers gewesen zu sein. Er versuchte laut Polizei immer wieder, in einen Wein- und Sektveräußerungsbetrieb zu gelangen. Mit mehr als zwei Promille war die Einsicht allerdings eher überschaubar. Auch für ihn hieß es deshalb: Wiesnverbot.
„Geh her, dann fotz i Eich!“
Weniger prickelnd wurde es beim Verlassen des Festgeländes für einen 17-Jährigen aus Tirol. Er beschimpfte die Wiesnwache laut Polizei unter anderem als „selten bleede Schandi`s und saudumm“. Als die Beamten ihn darauf ansprachen, legte er noch einmal nach: „Geh her dann fotz i Eich!“ Das brachte ihm eine Anzeige wegen Beleidigung ein.
Guten Morgen, Südtirol!
Kurz nach Betriebsende entdeckte die Wiesnwache einen eher ungewöhnlichen Übernachtungsgast. Ein 45-Jähriger aus Bozen hatte seine Bettzeit offenbar nicht auf der heimischen Matratze, sondern auf einem Grünstreifen am Rand des Festgeländes verbringen wollen.
Mit mehr als zwei Promille konnte er noch rechtzeitig geweckt werden. Sein Bus nach Südtirol war nämlich schon abfahrbereit.
Und täglich grüßt der Stadl
Übrigens: Die Sache mit dem 22-jährigen Tiroler und dem Wein- und Sektbetrieb ging noch weiter:
Der junge Mann tauchte am späten Nachmittag erneut auf dem Festgelände auf. Und offenbar hatte ihn derselbe Stadl noch immer fest im Griff. Wieder versuchte er, hineinzukommen – obwohl gegen ihn bereits ein Wiesnverbot ausgesprochen worden war. Diesmal wurde aus dem Wiesnverbot eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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